SchĂŒsse an Schule in Wisconsin: 15-JĂ€hrige unter Verdacht
17.12.2024 - 04:43:02Eine 15-JĂ€hrige steht im Verdacht, fĂŒr den tödlichen Schusswaffenangriff an einer Schule im US-Bundesstaat Wisconsin verantwortlich zu sein. Wie Polizeichef Shon F. Barnes mitteilte, starb die Jugendliche letztlich durch eine selbst zugefĂŒgte Schusswunde. Bei den zwei Opfern der Attacke handelt es sich nach Angaben der Polizei um eine Lehrkraft sowie einen SchĂŒler oder eine SchĂŒlerin. Details zum Geschlecht der beiden wurden bislang nicht bekanntgegeben.
Laut Barnes wurden sechs weitere SchĂŒler sowie eine Lehrkraft verletzt in nahegelegene KrankenhĂ€user gebracht. Zwei der SchĂŒler schwebten demnach in Lebensgefahr. Derzeit werde der Vater der mutmaĂlichen SchĂŒtzin befragt. Die Eltern kooperieren nach Polizeiangaben vollstĂ€ndig mit den Ermittlern.
Die Tat ereignete sich am spĂ€ten Montagvormittag (Ortszeit) an einer christlichen Schule in der Stadt Madison. ZunĂ€chst war die Polizei von fĂŒnf Toten ausgegangen, kurz darauf korrigierte sie diese Zahl jedoch nach unten.
Kind wÀhlte den Notruf
Besonders erschĂŒtternd war laut Barnes die Rolle eines Kindes aus der zweiten Klasse, das um 10:57 Uhr (Ortszeit) den Notruf wĂ€hlte. «Lassen Sie das einen Moment lang sacken», sagte der Polizeichef. «Ein ZweitklĂ€ssler. WĂ€hlt den Notruf. Um SchĂŒsse zu melden. In der Schule.»
Medienberichten zufolge besuchen rund 390 SchĂŒler vom Kindergarten bis zur zwölften Klasse die Schule.
US-PrĂ€sident Joe Biden nannte die Tat «schockierend und skrupellos». Er forderte den Kongress auf, die Waffengesetze zu verschĂ€rfen. In den USA gehört tödliche Schusswaffengewalt zum Alltag. Pistolen und Waffen gröĂerer Kaliber sind nicht nur leicht zugĂ€nglich, sondern auch millionenfach im Umlauf. Besonders folgenschwere Angriffe entfachen immer wieder Debatten ĂŒber eine VerschĂ€rfung des Waffenrechts. Doch konkrete Fortschritte blieben bislang aus â vor allem aufgrund des Widerstands der Republikaner und der finanziell einflussreichen Waffen-Lobby, die Reformen seit Jahren blockieren.


