BraunbÀrin aus italienischem Nationalpark erschossen
01.09.2023 - 20:56:09Am Rande eines italienischen Nationalparks ist eine BraunbĂ€rin erschossen worden, die immer wieder auch in Dörfern zwischen Menschen unterwegs war. Das Tier namens Amarena (Schwarzkirsche) wurde in der NĂ€he der mittelitalienischen Gemeinde San Benedetto dei Marsi von einem Mann getötet, der sich nach eigener Aussage bedroht fĂŒhlte. Der Abruzzen-Nationalpark, in dem die BĂ€rin zuhause war, Ă€uĂerte am Freitag Bedauern ĂŒber den Tod. In Italien gibt es immer wieder Debatten ĂŒber den Umgang mit BĂ€ren, die Siedlungen nahe kommen.
Amarena war in der Vergangenheit mehrfach durch Dörfer spaziert, auch mit ihrem Nachwuchs. Im Internet kursieren Videos davon. Am Donnerstag wurde die BĂ€rin dann leblos mit Schusswunden gefunden, wie die Parkverwaltung auf Facebook mitteilte. Der SchĂŒtze sei ausfindig gemacht worden und habe angegeben, dass die BĂ€rin auf seinem GrundstĂŒck unterwegs gewesen sei. Aus Angst habe er geschossen, das Tier aber nicht töten wollen.
Die Parkleitung erklĂ€rte, fĂŒr den Tod von Amarena habe es «keinerlei Grund» gegeben. Sie habe in der Vergangenheit zwar SchĂ€den in Landwirtschaft und Viehzucht verursacht, sei aber fĂŒr Menschen nie zur Gefahr geworden. «Sie hat Menschen nie Probleme bereitet», hieĂ es in der Mitteilung. Nach ihrem Nachwuchs wird nun gesucht.
Im Parco Nazionale d'Abruzzo Lazio e Molise leben noch etwa 60 BraunbÀren. Vor einigen Jahren war es noch 100. Zu Beginn des Jahres war ein anderer BraunbÀr aus dem Abruzzen-Nationalpark von einem Auto angefahren und tödlich verletzt worden.


