DLRG, Bilanz

DLRG zieht Bilanz fĂŒr 2024: Steigt die Zahl der Badetoten?

13.03.2025 - 05:00:44

Wenn im Sommer die Sonne lockt, zieht es die Menschen ans Wasser - und ins Wasser. Im vergangenen Sommer sind wieder mehr Menschen ertrunken. Was heißt das fĂŒr das gesamte Jahr 2024?

Bei BadeunfĂ€llen in deutschen GewĂ€ssern sind bis zum Ende des vergangenen Sommers so viele Menschen gestorben wie lange nicht. Nach einer DLRG-Zwischenbilanz ertranken 2024 bis zum Stichtag 10. September 353 Menschen - im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 278 Opfer, 2019 waren es bis zum Stichtag sogar 365. Die endgĂŒltigen Zahlen fĂŒrs Gesamtjahr 2024 will die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft heute (11.00 Uhr) in Hamburg vorlegen. Die Lebensretter fĂŒhren die entsprechende Statistik seit dem Jahr 2000.

2023 ertranken mindestens 378 Menschen

«Trotz aller Appelle und zahlreicher mahnender Beispiele waren Leute beim Baden und bei WassersportaktivitĂ€ten immer wieder nicht vorsichtig genug», sagte DLRG-PrĂ€sidentin Ute Vogt im vergangenen September zu der «traurigen Entwicklung». Die DLRG ist nach eigenen Angaben die grĂ¶ĂŸte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt - und zĂ€hlt mehr als 600.000 Mitglieder. 

Im Gesamtjahr 2023 ertranken bundesweit mindestens 378 Menschen und damit deutlich mehr als ein Jahr zuvor: 2022 wurden 355 tödliche BadeunfÀlle gezÀhlt. Schon in den Vorjahren war die Zahl der tödlichen BadeunfÀlle gestiegen.

Vor allem BinnengewÀsser gefÀhrlich

In der Vergangenheit erwiesen sich die in der Regel unbewachten BinnengewĂ€sser als besonders gefĂ€hrlich: Bis zum Stichtag im vergangenen Sommer zĂ€hlten die DLRG-Retter die meisten TodesfĂ€lle in FlĂŒssen und BĂ€chen - dort waren es 134 Opfer nach 103 im gleichen Zeitraum 2023. In Seen und Teichen starben 133 Menschen, wĂ€hrend es 2023 noch 120 tödliche BadeunfĂ€lle waren.

Bis zum Ende der Sommerferien 2024 ertranken bundesweit 12 Kinder im Alter bis 10 Jahre - ein Jahr zuvor waren es in dem Zeitraum 13 Kinder in dem Alter. Mit Blick auf die JĂŒngsten plant die DLRG eine neue PrĂ€ventionskampagne, um Eltern fĂŒr die Gefahren zu sensibilisieren, die von flachen und vermeintlich ungefĂ€hrlichen GewĂ€ssern ausgehen.

@ dpa.de