Anwohner, KirchengelÀut

Anwohner muss mit KirchengelÀut leben

07.05.2024 - 13:01:39

Wer nahe einer Kirche wohnt, muss hinnehmen, dass dort mehrmals am Tag die Glocken lĂ€uten. FĂŒr einen Mann in Bayern ist das aber eine echte Tortur.

Das LĂ€uten der Kirchenglocken gehört zu Bayern wie das Oktoberfest: Einem Einwohner einer Marktgemeinde im Landkreis Kelheim, der nahe einer katholischen Pfarrkirche lebt, ist das viertelstĂŒndliche Zeitschlagen zwischen 6.00 Uhr und 22.00 Uhr allerdings viel zu laut - er klagte deswegen.

Allerdings ohne Erfolg, denn das Landgericht Regensburg wies die Unterlassungsklage in erster Instanz ab. Der Mann ging gegen diese Entscheidung in Berufung und scheiterte nun auch vor dem Oberlandesgericht NĂŒrnberg, wie eine Sprecherin mitteilte.

Der Mann fĂŒhrte zu einer Klage aus, das GlockenlĂ€uten fĂŒhre bei ihm zu gesundheitlichen BeeintrĂ€chtigungen. Dagegen entschied das Gericht, die GerĂ€usche des ZeitlĂ€utens ĂŒberschritten nicht die Grenze der Zumutbarkeit.

Ein SachverstÀndiger habe die GerÀusche gemessen, demnach halte das beanstandete GlockengelÀut die in einer Verwaltungsvorschrift vorgegebenen Richtwerte ein. Zudem habe der KlÀger gewusst, dass in der NÀhe seiner Wohnung seit etwa 125 Jahren eine Pfarrkirche stehe. Der OLG-Beschluss in dem Zivilverfahren vom 15. Februar ist rechtskrÀftig.

Vor dem Verwaltungsgericht Regensburg war der Mann bereits 2022 gescheitert, als er gegen das LĂ€uten zum Gebet und zum Gottesdienst klagte.

@ dpa.de