Fell, Pfleger

In Fell gekleidet: Pfleger in USA pÀppeln BÀrenbaby auf

28.05.2025 - 14:44:14

Wie bleiben Tierwaisen trotz menschlicher Aufzucht «wild» genug, um spĂ€ter in freier Natur ĂŒberleben zu können? Eine Tierpflegestation in SĂŒdkalifornien probiert es mit Tarnkleidung.

  • Alles soll so natĂŒrlich wie möglich bleiben, um das BĂ€renbaby nicht an Menschen zu gewöhnen. - Foto: -/San Diego Humane Society/AP/dpa

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  • BĂ€renmaske, Pelzmantel, mit Laub gespickte Kapuzen - die Pfleger ziehen beim AufpĂ€ppeln des BĂ€renbabys alle Register. - Foto: ---/San Diego Humane Society/dpa

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Alles soll so natĂŒrlich wie möglich bleiben, um das BĂ€renbaby nicht an Menschen zu gewöhnen. - Foto: -/San Diego Humane Society/AP/dpaBĂ€renmaske, Pelzmantel, mit Laub gespickte Kapuzen - die Pfleger ziehen beim AufpĂ€ppeln des BĂ€renbabys alle Register. - Foto: ---/San Diego Humane Society/dpa

Ein in der Wildnis gefundenes und verwaistes BĂ€renjungtier wird in einer Tierstation im US-WestkĂŒstenstaat Kalifornien mit ungewöhnlichen Methoden aufgezogen: Pfleger mit BĂ€renmaske und Pelzmantel geben dem Kleinen das FlĂ€schchen, andere tragen TarnanzĂŒge und mit Laub bespickte Kapuzen, wie auf Fotos der Tierschutzorganisation San Diego Humane Society zu sehen ist. 

Das Ziel dieses «tierischen» Aufwands: Das SchwarzbĂ€r-Baby soll sich nicht an Menschen gewöhnen, sondern «wild» genug fĂŒr ein spĂ€teres Leben in freier Natur bleiben. Das ist zumindest die Hoffnung der Organisation, wie sie in einer Pressemitteilung schrieb. Vor einer Auswilderung mĂŒsse das Kleine aber noch bis zu einem Jahr in der Pflegestation in Ramona nahe San Diego bleiben, hieß es. 

BÀrenjunges kam mit zwei Monaten geschwÀcht in die Pflegestation

Camper hatten demnach das BĂ€renbaby im Alter von etwa zwei Monaten im Los Padres National Forest gefunden - schwach, untergewichtig und allein. Ein Versuch der kalifornischen Tierschutzbehörde California Department of Fish and Wildlife, das Junge mit seiner Mutter wiederzuvereinigen, scheiterte: Die BĂ€rin sei in jener Nacht nicht zurĂŒckgekehrt. So kam das BĂ€renbaby, dessen Name nicht mitgeteilt wurde, Mitte April in die Pflegestation in Ramona.

Seitdem entwickelt sich der Nachwuchs der Organisation zufolge dort prĂ€chtig: «Er war extrem zerbrechlich, als er ankam», sagte Autumn Welch, Managerin der Station in Ramona laut Mitteilung. «Aber jetzt ist er aktiv, frisst gut und nimmt stetig an Gewicht zu.» Das BĂ€renbaby ist demnach das jĂŒngste, das die Organisation jemals in Pflege nahm. Derzeit werde es viermal tĂ€glich gefĂŒttert, anfangs auch nachts. Zudem bemĂŒhten sich die Pfleger, das Verhalten der Mutter nachzuahmen, um das Jungtier auf das Leben in der Wildnis vorzubereiten.

@ dpa.de