London testet Social-Media-Verbot bei Hunderten Teenagern
25.03.2026 - 11:19:20 | dpa.de
In der Debatte um ein Social-Media-Verbot nach australischem Vorbild will die britische Regierung eine Testphase mit Hunderten Teenagern starten. Dabei soll herausgefunden werden, wie wirksam ein Verbot oder andere EinschrĂ€nkungen bei der Nutzung sozialer Medien sind, wie das britische Ministerium fĂŒr Wissenschaft, Innovation und Technologie mitteilte.Â
Demnach werden 300 Teenager aus ganz GroĂbritannien im Alter von 13 bis 17 Jahren an dem sechswöchigen Pilotprojekt teilnehmen. Die Jugendlichen sollen in Gruppen eingeteilt werden, um verschiedene EinschrĂ€nkungen zu testen. Bei manchen Teenies sollen Plattformen wie Tiktok und Snapchat komplett deaktiviert werden, andere wiederum testen nur eine nĂ€chtliche Sperrung oder eine zeitlich begrenzte Nutzung.Â
Unterhaus stimmte gegen Verbot
Die britische Regierung prĂŒft aktuell ein Social Media Verbot. Bereits seit Wochen wird ein solches Verbot auch auf Parlamentsebene intensiv diskutiert. Ein Verbot von sozialen Medien fĂŒr Teenies unter 16 Jahren war im Januar vom House of Lords befĂŒrwortet worden, das Unterhaus stimmte zuletzt allerdings dagegen.
Bei dem jetzigen Test soll unter anderem herausgefunden werden, wie sich EinschrÀnkungen und Verbote auf schulische Leistungen, den Schlaf und das Familienleben auswirken. Auch die Eltern spielen dabei eine Rolle: Sie werden in verschiedene Gruppen eingeteilt und erhalten laut dem Ministerium etwa Anweisungen, wie sie BeschrÀnkungen auf den Smartphones ihrer Kinder umsetzen können. Danach werden sowohl die Teenager als auch die Eltern befragt.
In Australien, das zum britischen Commonwealth of Nations gehört, war im vergangenen Jahr ein Social-Media-Verbot fĂŒr Teenager verabschiedet worden. Seither gibt es in zahlreichen LĂ€ndern Diskussionen ĂŒber ein solches Verbot, auch in Deutschland. Entgegen vieler VorschlĂ€ge, die aktuell diskutiert werden, dĂŒrften Deutschland und andere EU-MitgliedslĂ€nder den groĂen Social-Media-Plattformen allerdings rechtlich gar keine zusĂ€tzlichen Pflichten, etwa zur Alterskontrolle, auferlegen. Ein solches Gesetz mĂŒsste auf EU-Ebene entschieden werden.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

