Starkes Erdbeben in Japan - Warnung vor Tsunami
01.01.2024 - 08:52:54Ein starkes Erdbeben hat weite Gebiete Japans entlang der KĂŒste des Japan-Meeres erschĂŒttert und eine Warnung vor einem Tsunami ausgelöst. Die nationale meteorologische Behörde warnte am Montag vor einem drei Meter hohen Tsunami.
Besonders betroffen war die PrĂ€fektur Ishikawa. Dort könne ein Tsunami von bis zu fĂŒnf Metern auf die KĂŒste treffen, hieĂ es. In 32.500 Haushalten fiel der Strom aus. Berichte ĂŒber SchĂ€den oder Verletzte lagen jedoch zunĂ€chst nicht vor. Laut der Regierung kam es in Atomkraftwerken der Region zu keinen UnregelmĂ€Ăigkeiten. Auch im Raum der Hauptstadt Tokio gerieten GebĂ€ude ins Schwanken. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein.
Die ErschĂŒtterung von 16.10 Uhr (8.10 MEZ) hatte nach vorlĂ€ufigen Angaben eine StĂ€rke von 7,6. ZunĂ€chst war sie mit 7,4 angegeben worden. Das Epizentrum lag nach Angaben der Wetterbehörde in der Region Noto in geringer Tiefe. Eine Sprecherin des japanischen Fernsehsenders NHK forderte die Bewohner ununterbrochen und mit eindringlicher Stimme auf, sich auf Anhöhen in Sicherheit zu bringen.
Tsunamiwarnungen wurden auch fĂŒr die KĂŒstengebiete der PrĂ€fekturen Yamagata, Niigata, Toyama, Fukui und Hyogo ausgegeben. In einigen Regionen wurden bald nach dem Beben erste Flutwellen registriert. Auch die Regierung forderte die Menschen in den betroffenen Gebieten auf, sich in Sicherheit zu bringen. Der Betrieb von HochgeschwindigkeitszĂŒgen wurde vorĂŒbergehend gestoppt.
Im Vergleich zur Tsunami-Katastrophe im MĂ€rz 2011 fielen die Flutwellen diesmal deutlich geringer aus. Damals hatte ein Seebeben der StĂ€rke 9 einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, der weite Gebiete im Nordosten des Archipels verwĂŒstete und rund 20.000 Menschen in den Tod riss. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es zum Super-Gau. Japan ist eines der stĂ€rksten von Beben gefĂ€hrdeten LĂ€nder der Welt.
Die SchÀden
Wie japanische Fernsehsender berichteten, stĂŒrzten mehrere HĂ€user in den betroffenen Regionen an der KĂŒste des Japan-Meeres ein. Einzelne StraĂen und ParkplĂ€tze wurden aufgerissen, in einer Fabrik brach ein Feuer aus. Die nationale Wetterbehörde gab eine Tsunami-Warnung aus. In einigen Regionen wurden bald nach der ErschĂŒtterung erste Flutwellen von mehr als einem Meter registriert. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.
In 36.000 Haushalten in der besonders betroffenen PrĂ€fektur Ishikawa sowie anderen PrĂ€fekturen fiel der Strom aus. Es gab Berichte ĂŒber geplatzte Wasserleitungen. Die Wetterbehörde warnte fĂŒr die kommende Woche vor möglichen weiteren starken Beben.





