Starkes Erdbeben auf Philippinen - AusmaĂ noch unklar
10.10.2025 - 07:19:50Nur wenige Tage nach dem letzten starken Erdbeben auf den Philippinen hat ein weiteres heftiges Beben den Inselstaat erschĂŒttert. Laut der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben am Morgen (Ortszeit) die StĂ€rke 7,4. Das Zentrum lag demnach in einer Tiefe von rund 58 Kilometer in der sĂŒdlichen Provinz Davao Oriental auf der Insel Mindanao. Das Philippinische Institut fĂŒr Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) bezifferte die StĂ€rke des Bebens sogar zunĂ€chst auf 7,6, revidierte dies aber spĂ€ter ebenfalls auf 7,4.Â
Phivolcs gab auch eine Tsunami-Warnung fĂŒr sieben Provinzen heraus und betonte, «zerstörerische Flutwellen» von mehr als einem Meter Höhe könnten ĂŒber mehrere Stunden hinweg auf Land treffen. Anwohner in KĂŒstenregionen wurden aufgefordert, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben. SpĂ€ter wurde die Warnung dem US-Tsunami-Warnzentrum zufolge wieder aufgehoben.
SchĂ€den und Nachbeben befĂŒrchtet
Phivolcs-Direktor Teresito Bacolcol sagte im Radio, es sei mit SchĂ€den und Nachbeben zu rechnen. In vielen betroffenen Gebieten fiel der Strom aus. In der Kleinstadt Manay wurden GebĂ€ude beschĂ€digt, darunter eine Kirche - das genaue AusmaĂ der SchĂ€den sei aber noch unklar, sagte Ednar Dayanghirang vom örtlichen Zivilschutz, der sich zum Zeitpunkt des Bebens in Davao City aufhielt. «Es war sehr stark, die Menschen waren in Panik und rannten aus den GebĂ€uden.» Dayanghirang sprach im Radio auch von mindestens einem Toten. Er soll von einer umstĂŒrzenden Betonwand erfasst worden sein.
Videos in sozialen Netzwerken zeigten, wie Decken einstĂŒrzten und Möbel in HĂ€usern umkippten. In einigen GebĂ€uden zersplitterten Glasfenster und -tĂŒren. Ein Video zeigte schreiende und in Panik geratene SchĂŒler, als Holzpaneele von der Decke ihres Klassenzimmers in Davao City fielen. Laut Behördenangaben wurden einige SchĂŒler ohnmĂ€chtig und erlitten leichte Prellungen. Die AuthentizitĂ€t der Aufnahmen konnte zunĂ€chst nicht bestĂ€tigt werden.
«Das Beben war so stark, dass es schwierig war, aufrecht zu stehen. Wir fielen immer wieder, als wir unser Hotelzimmer evakuierten», sagte ein Augenzeuge einem lokalen Radiosender. Ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes betonte: «Das ist wahrscheinlich das stÀrkste Beben, das ich je erlebt habe.»
Dutzende Tote bei jĂŒngstem Beben
Erst vor gut einer Woche hatte ein Beben der StĂ€rke 6,9 ??die etwa 515 Kilometer entfernte Zentralprovinz Cebu erschĂŒttert. Mindestens 74 Menschen kamen ums Leben, rund 550 weitere wurden verletzt. Es gab Tausende Nachbeben.
Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einem VulkangĂŒrtel, der den Pazifik von drei Seiten umgibt. In der geologisch aktivsten Zone der Erde gibt es hĂ€ufig Erdbeben und VulkanausbrĂŒche.


