Yorkshire Wildlife Park: Mann von Sibirischem Tiger getötet
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 20:40 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Ein Mann ist im Yorkshire Wildlife Park in England nach dem Betreten eines Tigergeheges von einem Tiger angegriffen worden und trotz Rettungsmaßnahmen noch am Ort des Geschehens gestorben.
Tödlicher Angriff im Tigergehege
Die Polizei in der nordenglischen Grafschaft South Yorkshire teilte mit, der Mann habe schwere Verletzungen erlitten. Rettungskräfte hätten noch versucht, ihm zu helfen, er sei jedoch im Zoo gestorben.
Auch der Yorkshire Wildlife Park bestätigte auf seiner Website einen ernsten Vorfall im Tigergehege. Warum der Mann am frühen Nachmittag in das Gehege gelangte, war zunächst unklar.
Familie betreut
Die Familie des Mannes sei informiert worden und werde von speziell geschultem Personal betreut, erklärte die Polizei. Der Tiger blieb den Angaben zufolge unverletzt und während des Vorfalls in seinem Gehege.
Keine Gefahr für Öffentlichkeit
Eine Gefahr für andere Menschen bestand nach Polizeiangaben nicht. Die Ermittler riefen zugleich dazu auf, im Internet kursierende Videos des Vorfalls nicht weiterzuverbreiten.
Der Yorkshire Wildlife Park beherbergt mehrere Sibirische Tiger, die auch Amur-Tiger genannt werden. Das weitläufige Gehege kann von einem hölzernen Steg aus besichtigt werden. Ob der Mann von dort hinuntersprang oder auf andere Weise in den Tierbereich gelangte, war zunächst offen.
Risiko bei direktem Kontakt
Sibirische Tiger, auch Amur-Tiger genannt, gehören zu den größten heute lebenden Katzen. Selbst in menschlicher Obhut bleiben sie Wildtiere mit erheblicher Körperkraft und ausgeprägtem Jagdverhalten. Zoos trennen Besucher deshalb grundsätzlich durch bauliche Barrieren, Sicherheitsabstände und Zugangskontrollen von den Tieren.
Sicherheitskonzept im Zoo
Bei einem Vorfall dieser Art steht zunächst der Schutz anderer Besucher und Beschäftigter im Mittelpunkt. Dass der Tiger nach den Angaben der Polizei in seinem Gehege blieb und keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestand, begrenzt den unmittelbaren Gefahrenbereich. Die Untersuchung dürfte sich unter anderem darauf konzentrieren, wie der Mann den gesicherten Besucherbereich verlassen konnte.
Folgen für den Tierpark
Der Tod wird voraussichtlich Fragen zum baulichen und organisatorischen Schutz des Geheges aufwerfen. Dazu zählen die Gestaltung des Stegs, mögliche Zugangshürden, Überwachung und die Reaktion des Personals. Für Besucher bedeutet der Fall, dass Absperrungen und ausgewiesene Wege in Tierparks nicht nur Orientierung bieten, sondern zentrale Sicherheitsvorkehrungen darstellen. Die Entscheidung, den Tiger nicht zu töten, entspricht dem Umstand, dass das Tier nach den Angaben der Polizei unverletzt blieb und im Gehege verblieb.

