Zeitumstellung: Deutschland stellt Uhren auf Winterzeit zurĂŒck
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 02:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSignalgeber und europÀischer Zeitrhythmus
- Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig ist fĂŒr die automatische Umstellung in Deutschland zustĂ€ndig.
- Das Zeitsignal DCF77 wird aus Mainflingen bei Frankfurt am Main ausgesendet.
- Funkuhren, Bahnhofsuhren und viele Industrieuhren empfangen das Signal automatisch.
Deutschland wechselt zurĂŒck zur MitteleuropĂ€ischen Zeit
PĂŒnktlich um 3.00 Uhr sind die Uhren in Deutschland um eine Stunde zurĂŒckgestellt worden. Damit gilt bis Ende MĂ€rz wieder die normale MitteleuropĂ€ische Zeit, auch Winterzeit genannt.
Sommerzeit endet Ende Oktober
Die Umstellung auf die Sommerzeit wurde in Deutschland 1980 wieder eingefĂŒhrt, um Energie zu sparen. Seitdem werden die Uhren jedes Jahr Ende MĂ€rz vorgestellt und Ende Oktober zurĂŒckgestellt.
Ziel der Regelung ist eine bessere Ausnutzung der Tageshelligkeit. Mit der RĂŒckkehr zur Normalzeit beginnt zugleich die dunklere Jahreszeit mit frĂŒher einsetzender AbenddĂ€mmerung.
PTB steuert das Zeitsignal
FĂŒr die automatische Umstellung ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig zustĂ€ndig. Experten der Behörde sorgen dafĂŒr, dass Uhren ĂŒber das Langwellensignal DCF77 mit der korrekten Zeit versorgt werden.
Der Sender steht in Mainflingen bei Frankfurt am Main. Funkuhren, Bahnhofsuhren und viele Uhren in der Industrie empfangen das Signal und stellen sich automatisch um.
Die RĂŒckkehr zur Normalzeit beendet die diesjĂ€hrige Sommerzeit in Deutschland und den meisten europĂ€ischen LĂ€ndern. Die Regelung folgt einem seit 1980 wieder geltenden Rhythmus: Ende MĂ€rz wird die Uhr vorgestellt, Ende Oktober wird sie zurĂŒckgestellt.
Die Zeitumstellung bleibt politisch umstritten. In der EuropĂ€ischen Union gab es bereits einen VorstoĂ, die halbjĂ€hrliche Umstellung abzuschaffen. Eine gemeinsame Entscheidung ĂŒber eine dauerhaft geltende Zeit ist jedoch bislang nicht umgesetzt, weil die Mitgliedstaaten unterschiedliche PrĂ€ferenzen haben und eine unkoordinierte Lösung Probleme fĂŒr grenzĂŒberschreitende Verkehrs- und WirtschaftsablĂ€ufe schaffen könnte.
Schlaf und Tageslicht
Auch gesundheitliche Fragen prĂ€gen die Debatte. Schlafforscher Albrecht Vorster spricht sich fĂŒr eine dauerhafte Normalzeit aus und verweist darauf, dass sich die innere Uhr am Sonnenlicht orientiert. BefĂŒrworter einer lĂ€ngeren Sommerzeit betonen dagegen die helleren Abendstunden nach Arbeit und Schule.
FĂŒr den Alltag bedeutet die Umstellung zunĂ€chst eine zusĂ€tzliche Stunde in der Nacht. Gleichzeitig wird es am Nachmittag frĂŒher dunkel. Die nĂ€chste Umstellung ist fĂŒr Ende MĂ€rz 2027 vorgesehen; bis dahin gilt die MitteleuropĂ€ische Zeit.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Stern: âZeitumstellung 2026: Wann Sie die Uhren umstellen mĂŒssenâ (24.10.2026)
Der Beitrag bestĂ€tigt den Zeitpunkt der RĂŒckstellung von 3 auf 2 Uhr und konzentriert sich auf praktische Hinweise zur Umstellung. Anders als die dpa-Meldung stellt er die Anleitung fĂŒr den Alltag in den Mittelpunkt.
Der Beitrag bestĂ€tigt die RĂŒckkehr zur Normalzeit und beleuchtet vor allem die gesundheitliche Bewertung. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einer dauerhaften Normalzeit sowie ein möglicher Kompromiss mit einer kĂŒrzeren Sommerzeit.
Gemeinsam ist den BeitrĂ€gen die Einordnung des Wochenendes als Ende der Sommerzeit. Unterschiede gibt es beim Schwerpunkt: WĂ€hrend der Stern praktische Orientierung gibt, rĂŒckt die tagesschau die Schlafdebatte und mögliche Alternativen in den Vordergrund.
