Zeitung: Bisher 70 Raser-Autos in Ăsterreich entzogen
04.07.2024 - 11:35:54 | dpa.de
In Ăsterreich sind nach Recherchen der Zeitung «Der Standard» bisher 70 Autos von Extrem-Rasern zumindest vorĂŒbergehend beschlagnahmt worden. Zuletzt sei in Tirol ein 26-JĂ€hriger gestoppt worden, der mit seinem Wagen in einer 80er-Zone mit Tempo 180 unterwegs gewesen sei, so das Blatt.Seit 1. MĂ€rz gilt: Wer im Ortsgebiet um 80 oder auĂerorts um 90 Kilometer pro Stunde schneller als erlaubt fĂ€hrt, muss mit der Beschlagnahme des Fahrzeugs rechnen. Liegt bereits eine einschlĂ€gige Vorstrafe, etwa durch die Teilnahme an illegalen Autorennen vor, sind Beschlagnahme und endgĂŒltige Abnahme schon bei einer Ăberschreitung von mehr als 60 km/h innerorts und 70 km/h auĂerorts möglich.Â
Allerdings gibt es fĂŒr eine dauerhafte Abnahme und Versteigerung des Fahrzeugs weitere HĂŒrden. Laut der Zeitung, die sich auf Angaben von zwei Ministerien und neun Landesbehörden beruft, wurden bisher nur in zwei FĂ€llen Fahrzeuge behördlich bestĂ€tigt beschlagnahmt. Die entsprechenden Verwaltungsstrafverfahren können mit einer Versteigerung des Fahrzeugs enden. Ein Verfahren betreffe einen 21-JĂ€hrigen, der bei Wien mit Tempo 247 erwischt worden sei.Â
Das Verkehrsministerium spricht nach Angaben der Zeitung von «durchwegs positiven» ersten Erfahrungen mit den neuen Strafen. FĂŒr eine grĂŒndliche Analyse sei es aber noch zu frĂŒh. Ăsterreich war mit der MaĂnahme LĂ€ndern wie Italien und der Schweiz gefolgt. Schon 2021 hatte die Alpenrepublik in einem ersten Anti-Raser-Paket die Geldstrafen sowie die Dauer des FĂŒhrerscheinentzugs drastisch erhöht.Â
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