Zugunglück in Spanien: Mindestens zehn Tote bei Urda
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 10:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWSRettungseinsatz an der Strecke nach Andalusien
- Bei Urda in der Provinz Toledo entgleisten zwei Waggons eines Iryo-Zuges und stürzten einen Bahndamm hinunter.
- Der zweite beteiligte Hochgeschwindigkeitszug stammt von der staatlichen Bahngesellschaft Renfe.
- Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen.
Kollision auf der Strecke nach Andalusien
Bei einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge südlich von Madrid sind nach Angaben einer Sprecherin der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Unglück nahe Urda in der Provinz Toledo gibt es zudem zahlreiche Verletzte, und die Zahl der Todesopfer könnte steigen.
Zwei Züge entgleisen
Zwei Waggons eines Zuges des privaten Bahnunternehmens Iryo entgleisten und stürzten nach Informationen des spanischen Fernsehsenders RTVE einen Bahndamm hinunter. Der zweite Zug stammt von der staatlichen Bahngesellschaft Renfe.
Bahnverkehr unterbrochen
Der Bahnnetzbetreiber Adif unterbrach den Verkehr zwischen Madrid und Andalusien in beide Richtungen. Die Ursache des Zusammenstoßes war zunächst unklar.
Sánchez spricht Angehörigen sein Mitgefühl aus
Der Unfall ereignete sich kurz vor 9.00 Uhr. Nach Angaben aus Adif-Kreisen soll ein Hochgeschwindigkeitszug einen anderen von hinten gerammt haben, als beide in Richtung Süden nach Andalusien unterwegs waren.
Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf X, er sei „bestürzt über das schwere Zugunglück in Toledo“, und sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus.
Erinnerung an Adamuz
Das Unglück weckt Erinnerungen an die schwere Katastrophe bei Adamuz in Andalusien im Januar dieses Jahres. Damals entgleiste ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug und stieß mit einem entgegenkommenden Renfe-Zug zusammen.
Bei dem Unglück kamen 46 Menschen ums Leben, mehr als 150 wurden verletzt.
Der Zusammenstoß ereignete sich auf einer der wichtigsten spanischen Hochgeschwindigkeitsverbindungen. Die Strecke verbindet Madrid mit Andalusien und führt unter anderem in Richtung Córdoba, Sevilla und Málaga. Eine Unterbrechung trifft deshalb nicht nur die unmittelbar betroffenen Fahrgäste, sondern kann auch den überregionalen Bahnverkehr erheblich beeinträchtigen.
Das Unglück erinnert an den schweren Unfall bei Adamuz in Andalusien im Januar. Damals kamen 46 Menschen ums Leben, mehr als 150 wurden verletzt. Beide Ereignisse betreffen Züge der Betreiber Iryo und Renfe, unterscheiden sich nach den bislang vorliegenden Angaben jedoch beim Unfallort und beim Ablauf.
Rettung und Ursachenklärung
Für die Einsatzkräfte stehen zunächst die Bergung der Verletzten, die Betreuung der Betroffenen und die Suche nach weiteren Opfern im Mittelpunkt. Parallel dürften Ermittler und die zuständigen Sicherheitsbehörden den Ablauf rekonstruieren. Entscheidend werden dabei unter anderem Daten aus der Zugsteuerung, die Kommunikation mit den Leitstellen und der Zustand der Infrastruktur sein.
Für Reisende zwischen Madrid und Andalusien bedeutet die Sperrung zunächst erhebliche Einschränkungen und mögliche Umleitungen. Über die endgültige Zahl der Todesopfer, das Ausmaß der Verletzungen und die Ursache des Zusammenstoßes soll erst nach Abschluss der Rettungsarbeiten und der technischen Untersuchung Klarheit entstehen.
stern: „Zugkollision in Spanien – laut Augenzeugen zahlreiche Verletzte“ (28.10.2026)
Der Artikel bestätigt die Kollision eines Renfe- und eines Iryo-Zugs auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Sevilla. Sein Schwerpunkt liegt auf der Unterbrechung des Verkehrs, ersten Angaben zu Verletzten und Berichten über entgleiste Waggons; die genaue Ursache bleibt auch dort offen.
