GĂŒterzug-Unfall kostete die Bahn drei Millionen Euro
16.11.2023 - 09:32:28Ein Jahr nach dem schweren Unfall mit zwei GĂŒterzĂŒgen bei Leiferde in der NĂ€he von Wolfsburg in Niedersachsen ist die Verantwortung nicht geklĂ€rt. Nach umfangreichen Ermittlungen gibt es aber einen Anfangsverdacht auf GefĂ€hrdung des Bahnverkehrs gegen eine Mitarbeiterin der Bahn, wie die Staatsanwaltschaft Hildesheim auf Anfrage mitteilte. Die Deutsche Bahn beziffert die Kosten fĂŒr das Unternehmen mit etwa drei Millionen Euro.
Am 17. November 2022 war ein Zug mit 25 propangasgefĂŒllten Kesselwaggons im Landkreis Gifhorn auf einen anderen Zug aufgefahren, der an einem Signal hielt. Vier Waggons kippten um, ein LokfĂŒhrer wurde leicht verletzt. EinsatzkrĂ€fte brauchten Tage, um das Gas abzupumpen und mit einer speziellen Vorrichtung abzufackeln. Auf der wichtigen Bahnverbindung zwischen Hannover und Berlin ging mehrere Wochen nichts mehr.
Erst am 11. Dezember wurde die Strecke wieder freigegeben. Die gröĂten Posten aus der Schadenssumme flossen nach Angaben der Bahn in den Maschineneinsatz, Arbeitsstunden und Material. Mehrere Oberleitungsmasten wurden neu errichtet, mehr als 1,5 Kilometer Oberleitung mussten erneuert und fast 2 Kilometer Kabel fĂŒr die Leit- und Sicherungstechnik verlegt werden.
Die Bahn unterstĂŒtze die Behörden weiterhin bei der AufklĂ€rung der Unfallursache, wie eine Konzernsprecherin sagte. Ein Abschluss der Ermittlungen sei aber noch nicht absehbar, hieĂ es von der Staatsanwaltschaft.


