Kleinflugzeug, GelÀnde

Kleinflugzeug stĂŒrzt auf GelĂ€nde von Stahlkonzern: zwei Tote

13.04.2025 - 15:50:24

Zwei MĂ€nner sterben, als ihr Flugzeug auf das GelĂ€nde der Salzgitter AG in Niedersachsen stĂŒrzt. Die Polizei geht von einem UnglĂŒck aus. Das brennende Wrack ist fĂŒr die Feuerwehr schwer zu finden.

  • Ausgerechnet in einem schmalen Gang zwischen zwei Hallen stĂŒrzt das Flugzeug ab. (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa

    Julian Stratenschulte/dpa

  • Bei dem Absturz sterben zwei MĂ€nner.  - Foto: Michael Brandt/dpa

    Michael Brandt/dpa

Ausgerechnet in einem schmalen Gang zwischen zwei Hallen stĂŒrzt das Flugzeug ab. (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpaBei dem Absturz sterben zwei MĂ€nner.  - Foto: Michael Brandt/dpa

Tragisches Ende eines kurzen Fluges: Auf dem WerksgelĂ€nde des Stahlherstellers Salzgitter ist ein Kleinflugzeug abgestĂŒrzt, zwei MĂ€nner sind ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Toten um den 55 Jahre alten Piloten und den 56 Jahre alten Copiloten der Maschine, beide stammen aus Salzgitter. Weitere Menschen wurden bei dem Absturz nicht verletzt.

Polizei geht von UnglĂŒcksfall aus

Die Maschine war am Flugplatz im niedersĂ€chsischen Salzgitter-DrĂŒtte gestartet - kaum mehr als einen Kilometer vom UnglĂŒcksort entfernt, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Nach kurzem Flug stĂŒrzte die Maschine auf dem WerksgelĂ€nde ab, in einen schmalen Gang zwischen zwei Hallen. Die genaue Ursache des Absturzes stand zunĂ€chst nicht fest. Ein Polizeisprecher betonte, man gehe von einem UnglĂŒcksfall aus. 

Besonders auffallend: Die Gasse zwischen den Werkshallen sei sehr schmal, dabei aber rund 150 Meter lang - und genau dort stĂŒrzte das Kleinflugzeug ab, wie Arno Sicks, der Einsatzleiter der Feuerwehr, sagte. Es gebe nur leichte Einschlagspuren an den WĂ€nden und am Dach der Halle. Bei dem Absturz geriet die Maschine in Brand, dichter Rauch stieg auf. Schließlich waren nur noch Teile der TragflĂ€chen zu erkennen: Übrig blieb bloß ein «verkohltes Stahlgerippe», wie er sagte. 

Produktion nicht beeintrÀchtigt

Auf dem WerksgelÀnde der Salzgitter AG entstanden nur geringe SchÀden, wie ein Unternehmenssprecher bestÀtigte. Die Produktion sei nicht beeintrÀchtigt, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Salzgitter AG gehört zu Deutschlands grĂ¶ĂŸten Stahlherstellern. Das Land Niedersachsen ist mit 26,5 Prozent an dem Unternehmen beteiligt und damit dessen grĂ¶ĂŸter AktionĂ€r. KĂŒrzlich hatte der Stahlkonzern eine Übernahme durch die Bieter GP GĂŒnter Papenburg und TSR Recycling abgeblasen. Auch die IG Metall hatte sich deutlich gegen die PlĂ€ne ausgesprochen und sich mit Protestaktionen zur Wehr gesetzt.

Feuerwehr bekam wegen des Rauchs zahlreiche Anrufe

Die Feuerwehr war zwischenzeitlich mit rund 90 EinsatzkrĂ€ften am Ort des Absturzes - sicherheitshalber. Schließlich sei nicht bekannt gewesen, um was fĂŒr eine Maschine es sich handelte, erklĂ€rte Sicks. Viele Menschen hĂ€tten wegen des starken Rauchs bei der Feuerwehr angerufen, im Einsatz waren schließlich neben der Werksfeuerwehr auch die Berufsfeuerwehr Salzgitter, der Rettungsdienst und Notfallseelsorger. 

Um kurz nach halb zehn am Morgen sei die Feuerwehr zuerst alarmiert worden, in die Richtung des Rauches gefahren und habe sich mit der Werksfeuerwehr kurzgeschlossen, sagte der Einsatzleiter. Etwas schwierig sei es auf dem riesigen WerksgelĂ€nde gewesen, das abgestĂŒrzte Flugzeug zu finden - trotz der Rauchentwicklung.

Ursache: unklar

Nach dem Löschen habe der Notarzt den Tod der beiden MĂ€nner in dem Flugzeug festgestellt, sagte Sicks. Die Bundesstelle fĂŒr Flugunfalluntersuchung in Braunschweig ermittelt derweil zu der Ursache des Flugzeugabsturzes. Ein Sprecher erklĂ€rte zwar, zu einer möglichen Ursache noch nichts sagen zu können. Aber: Möglicherweise sollte es am Montag erste Details geben, wenn die Unfallermittler zurĂŒckkehren.

@ dpa.de