Kleinflugzeug stĂŒrzt auf GelĂ€nde von Stahlkonzern: zwei Tote
13.04.2025 - 15:50:24Tragisches Ende eines kurzen Fluges: Auf dem WerksgelĂ€nde des Stahlherstellers Salzgitter ist ein Kleinflugzeug abgestĂŒrzt, zwei MĂ€nner sind ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Toten um den 55 Jahre alten Piloten und den 56 Jahre alten Copiloten der Maschine, beide stammen aus Salzgitter. Weitere Menschen wurden bei dem Absturz nicht verletzt.
Polizei geht von UnglĂŒcksfall aus
Die Maschine war am Flugplatz im niedersĂ€chsischen Salzgitter-DrĂŒtte gestartet - kaum mehr als einen Kilometer vom UnglĂŒcksort entfernt, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Nach kurzem Flug stĂŒrzte die Maschine auf dem WerksgelĂ€nde ab, in einen schmalen Gang zwischen zwei Hallen. Die genaue Ursache des Absturzes stand zunĂ€chst nicht fest. Ein Polizeisprecher betonte, man gehe von einem UnglĂŒcksfall aus.Â
Besonders auffallend: Die Gasse zwischen den Werkshallen sei sehr schmal, dabei aber rund 150 Meter lang - und genau dort stĂŒrzte das Kleinflugzeug ab, wie Arno Sicks, der Einsatzleiter der Feuerwehr, sagte. Es gebe nur leichte Einschlagspuren an den WĂ€nden und am Dach der Halle. Bei dem Absturz geriet die Maschine in Brand, dichter Rauch stieg auf. SchlieĂlich waren nur noch Teile der TragflĂ€chen zu erkennen: Ăbrig blieb bloĂ ein «verkohltes Stahlgerippe», wie er sagte.Â
Produktion nicht beeintrÀchtigt
Auf dem WerksgelĂ€nde der Salzgitter AG entstanden nur geringe SchĂ€den, wie ein Unternehmenssprecher bestĂ€tigte. Die Produktion sei nicht beeintrĂ€chtigt, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.Â
Die Salzgitter AG gehört zu Deutschlands gröĂten Stahlherstellern. Das Land Niedersachsen ist mit 26,5 Prozent an dem Unternehmen beteiligt und damit dessen gröĂter AktionĂ€r. KĂŒrzlich hatte der Stahlkonzern eine Ăbernahme durch die Bieter GP GĂŒnter Papenburg und TSR Recycling abgeblasen. Auch die IG Metall hatte sich deutlich gegen die PlĂ€ne ausgesprochen und sich mit Protestaktionen zur Wehr gesetzt.
Feuerwehr bekam wegen des Rauchs zahlreiche Anrufe
Die Feuerwehr war zwischenzeitlich mit rund 90 EinsatzkrĂ€ften am Ort des Absturzes - sicherheitshalber. SchlieĂlich sei nicht bekannt gewesen, um was fĂŒr eine Maschine es sich handelte, erklĂ€rte Sicks. Viele Menschen hĂ€tten wegen des starken Rauchs bei der Feuerwehr angerufen, im Einsatz waren schlieĂlich neben der Werksfeuerwehr auch die Berufsfeuerwehr Salzgitter, der Rettungsdienst und Notfallseelsorger.Â
Um kurz nach halb zehn am Morgen sei die Feuerwehr zuerst alarmiert worden, in die Richtung des Rauches gefahren und habe sich mit der Werksfeuerwehr kurzgeschlossen, sagte der Einsatzleiter. Etwas schwierig sei es auf dem riesigen WerksgelĂ€nde gewesen, das abgestĂŒrzte Flugzeug zu finden - trotz der Rauchentwicklung.
Ursache: unklar
Nach dem Löschen habe der Notarzt den Tod der beiden MĂ€nner in dem Flugzeug festgestellt, sagte Sicks. Die Bundesstelle fĂŒr Flugunfalluntersuchung in Braunschweig ermittelt derweil zu der Ursache des Flugzeugabsturzes. Ein Sprecher erklĂ€rte zwar, zu einer möglichen Ursache noch nichts sagen zu können. Aber: Möglicherweise sollte es am Montag erste Details geben, wenn die Unfallermittler zurĂŒckkehren.





