Amazon-Mitarbeiter, Haftstrafen

Amazon-Mitarbeiter zu Haftstrafen verurteilt

09.04.2024 - 12:50:37

Zwei Mitarbeiter des Handessriesen Amazon nutzten ihre Position aus, um teure Elektroartikel aus Paketen zu stehlen. Einer muss nun ins GefÀngnis, sein Kollege kommt mit BewÀhrung davon.

Nach DiebstÀhlen von hochwertigen Elektroartikeln aus einer Niederlassung des VersandhÀndlers Amazon sind zwei Mitarbeiter zu Haftstrafen verurteilt worden. Die MÀnner haben in dem Prozess vor dem Amtsgericht Augsburg zugegeben, aus Paketen die teuren Artikel entwendet zu haben.

Ein 27-jĂ€hriger Mann erhielt wegen schweren Bandendiebstahls ein Jahr und neun Monate auf BewĂ€hrung, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteile. Ein 40-JĂ€hriger muss fĂŒr zwei Jahre und zehn Monate ins GefĂ€ngnis. Er wurde auch wegen Drogendelikten verurteilt, nachdem bei einer Wohnungsdurchsuchung Kokain aus seinem Besitz entdeckt wurde. Die beiden Angeklagten hatten GestĂ€ndnisse abgelegt. Die Verfahrensbeteiligten hatten sich zudem auf einen Strafrahmen verstĂ€ndigt, um das Verfahren abzukĂŒrzen. Das Urteil war bereits am Montag verkĂŒndet worden.

Die Angeklagten waren zum Tatzeitraum in einem Amazon-Verteilzentrum in Gersthofen bei Augsburg beschĂ€ftigt. Laut der Anklageschrift konnten sie aufgrund ihrer Position in dem Unternehmen ermitteln, welche Pakete hochwertige Waren wie Smartphones enthielten. Dann sollen sie die Elektronik-Artikel aus den Sendungen entnommen, umgepackt und an eine Bekannte weiterverschickt haben. Die 43-jĂ€hrige Frau war ursprĂŒnglich auch als Teil der Bande angeklagt. Das Verfahren gegen sie wurde aber gegen eine Geldauflage von 1750 Euro eingestellt. «Hintergrund der Einstellung war der geringe und schwer nachweisbare Tatbeitrag der Angeklagten», sagte der Gerichtssprecher.

Bei den Ermittlungen wurden Waren wie Smartphones und Computer im Wert von mehr als 30 000 Euro sichergestellt. Zudem wurden in den Wohnungen der drei Angeklagten mehr als 150.000 Euro Bargeld entdeckt. Das Geld wird nun vom Staat eingezogen, da es vermutlich aus den illegalen GeschÀften stammt.

@ dpa.de