Roxy Music â warum Roxy Music bis heute MaĂstĂ€be setzt
15.05.2026 - 12:24:58 | ad-hoc-news.de
Wenn der erste Akkord von Virginia Plain einsetzt und Bryan Ferrys Stimme ĂŒber die Mischung aus Glam-Gitarren, futuristischen Synthesizern und Saxofon gleitet, wird klar, warum Roxy Music fĂŒr viele Fans zur Essenz dessen geworden sind, was der Name Roxy Music verspricht: elegante Pop-Exzesse zwischen Kunsthochschule und Rockclub. Die britische Band steht fĂŒr eine Ăra, in der Pop noch Vision und Experiment zugleich war â und ihr Einfluss reicht bis in die Gegenwart.
Roxy Music und Roxy Music als SchlĂŒssel zum VerstĂ€ndnis moderner Popkultur
Der Begriff Roxy Music steht heute gleich doppelt im Raum: als Name einer Band und als Chiffre fĂŒr eine bestimmte Art von Pop, die Glamour, Kunstanspruch und Mut zum Risiko miteinander verbindet. Wer sich mit der Geschichte von Roxy Music beschĂ€ftigt, stöĂt auf eine Gruppe, die frĂŒh verstand, dass Popmusik weit ĂŒber das reine Songwriting hinausgeht und auch BĂŒhne, Mode, Grafikdesign und AttitĂŒde umfasst.
Roxy Music wurden Anfang der 1970er-Jahre in GroĂbritannien gegrĂŒndet und verbanden von Beginn an Kunsthochschul-Energie mit einer Faszination fĂŒr amerikanischen Rock'n'Roll, Soul und europĂ€ische Avantgarde. In Deutschland traf ihre Mischung aus Experiment und EingĂ€ngigkeit besonders auf ein Publikum, das damals durch Krautrock, frĂŒhe Elektronik und politische Liedermacher sozialisiert war. Roxy Music boten eine andere Fluchtlinie: urban, stylisch, ironisch, aber emotional hoch aufgeladen.
Bis heute taucht der Name Roxy Music regelmĂ€Ăig in Artikeln ĂŒber neue Acts auf, wenn Kritikerinnen und Kritiker versuchen, Bands wie Franz Ferdinand, Ladytron, The Killers oder auch deutsche Acts aus der Indie- und Electro-Szene einzuordnen. Musikexpress, Rolling Stone Germany und laut.de verweisen immer wieder auf Roxy Music als einen der zentralen Referenzpunkte fĂŒr Art-Rock, Glam-Pop und die Schnittmenge von Clubkultur und RockbĂŒhne.
Herkunft und Aufstieg: Wie aus Kunststudenten Kultfiguren wurden
Die Wurzeln von Roxy Music liegen in der britischen Kunsthochschul-Szene der spĂ€ten 1960er-Jahre. Frontmann Bryan Ferry studierte bildende Kunst in Newcastle und arbeitete unter anderem mit dem renommierten Pop-Art-KĂŒnstler Richard Hamilton. Diese NĂ€he zur bildenden Kunst prĂ€gte sein VerstĂ€ndnis von Pop von Anfang an: Musik war fĂŒr ihn nie nur Klang, sondern immer auch Bild, Pose und Inszenierung.
Gemeinsam mit dem Multiinstrumentalisten Brian Eno, Gitarrist Phil Manzanera, Saxofonist Andy Mackay und weiteren Musikern formte Ferry Anfang der 1970er Jahre Roxy Music. Die Band trat mit schrillen Outfits, Make-up und bewusst artifiziellen Gesten auf, gleichzeitig spielten sie Songs, die mit schrĂ€gen Klangexperimenten, ungeraden Songstrukturen und einer Mischung aus Rock, Glam und Avantgarde arbeiteten. Bereits das DebĂŒtalbum Roxy Music, das 1972 erschien, sorgte laut Berichten von NME und The Guardian fĂŒr Aufsehen: Es klang radikal anders als der damals dominierende Bluesrock.
In GroĂbritannien fand die Band schnell ein Publikum. Die Singles Virginia Plain und Pyjamarama liefen in Radio und TV, Auftritte in Sendungen wie Top of the Pops machten die eigenwillige Erscheinung von Roxy Music einem breiten Publikum bekannt. Deutschland erlebte die Band ĂŒber Musikmagazine, Import-Platten und erste Tourneen; bereits Mitte der 1970er-Jahre traten Roxy Music auch in deutschen Hallen auf, was in zeitgenössischen Berichten in der deutschen Musikpresse dokumentiert ist.
Ein wichtiger Einschnitt in der Geschichte der Band war der Ausstieg von Brian Eno nach dem zweiten Album. WĂ€hrend Ferry die Band stĂ€rker in eine stilvolle, songorientierte Richtung fĂŒhrte, wandte sich Eno einer Solo- und Produzentenkarriere zu, die spĂ€ter unter anderem die Zusammenarbeit mit David Bowie, Talking Heads und U2 umfassen sollte. Die Trennung gilt heute als klassisches Beispiel dafĂŒr, wie unterschiedliche kĂŒnstlerische Visionen zu parallelen, aber einflussreichen Karrieren fĂŒhren können.
Mit Alben wie Stranded (1973), Country Life (1974) und Siren (1975) verfeinerten Roxy Music ihren Sound. Die Band bewegte sich von den wildesten Experimenten des DebĂŒts zu einer eleganteren, aber weiterhin spannungsreichen Form von Art-Rock und Glam-Pop. Der internationale Durchbruch festigte sich, und auch in Deutschland tauchten Roxy Music in den Verkaufscharts und Jahresbestenlisten verschiedener Magazine auf, obwohl die Offiziellen Deutschen Charts damals anders strukturiert waren als heute.
Signature-Sound von Roxy Music: Stil, Ăsthetik und SchlĂŒsselwerke
Wer von Roxy Music spricht, meint oft eine ganz bestimmte Klangwelt: Ferrys charakteristische, leicht vibratistische Stimme, Manzaneras Gitarren, die zwischen Rock-Riffs und flirrenden Texturen changieren, Mackays Saxofon und Oboe, die sowohl Jazz-AnklĂ€nge als auch Pop-Hooks liefern, und die Synthesizer- und Tape-Experimente, die anfangs vor allem Brian Eno verantwortete. Dieser Signature-Sound war nie statisch, sondern entwickelte sich ĂŒber die Jahre deutlich weiter.
Das DebĂŒt Roxy Music und der Nachfolger For Your Pleasure (1973) gelten heute als zentrale Werke des frĂŒhen Art-Rock. Die StĂŒcke sind hĂ€ufig unkonventionell aufgebaut, mit abrupten BrĂŒchen, GerĂ€uschcollagen, ungeraden Taktarten und bewusst ĂŒbersteigerten emotionalen Momenten. Songs wie Re-Make/Re-Model, Do the Strand oder In Every Dream Home a Heartache werden von Kritikern bei Rolling Stone und The Guardian regelmĂ€Ăig als Klassiker des Genres genannt.
Mit Stranded und Country Life verschob sich der Fokus etwas: Roxy Music schrieben nun mehr Songs, die auch im Radio funktionieren konnten, ohne ihre kĂŒnstlerische Handschrift aufzugeben. Die Balance aus eingĂ€ngigen Refrains und experimenteller Produktion wurde zum Markenzeichen der Band. In Deutschland wurden diese Alben von Magazinen wie Musikexpress und Sounds (einem wichtigen Musikmagazin der 1970er-Jahre) positiv besprochen und trugen dazu bei, dass Roxy Music auch hierzulande eine treue Fanbasis aufbauten.
Eine zentrale Rolle im Mythos Roxy Music spielt das 1975 erschienene Album Siren. Die Single Love Is the Drug wurde in GroĂbritannien und den USA zu einem bedeutenden Hit und ebnete der Band den Weg in den Mainstream. Der Song kombiniert einen markanten Basslauf mit Ferrys lakonischem Gesang und einem tanzbaren Groove, der spĂ€ter als VorlĂ€ufer von New Wave und Post-Punk gelesen wurde. Popkritiker verweisen oft darauf, dass ohne Roxy Music viele spĂ€tere Entwicklungen der spĂ€ten 1970er und frĂŒhen 1980er kaum vorstellbar wĂ€ren.
Nach einer Pause kehrte die Band Ende der 1970er-Jahre mit einer stilistisch verĂ€nderten Ăsthetik zurĂŒck. Die Alben Manifesto (1979), Flesh and Blood (1980) und vor allem Avalon (1982) stehen fĂŒr eine eleganter produzierte, atmosphĂ€rischere Variante ihres Sounds. Avalon gilt vielen als Höhepunkt dieser spĂ€ten Phase: Die StĂŒcke sind ruhiger, von schimmernden Synth-FlĂ€chen und dezenten Rhythmen geprĂ€gt, Ferrys Gesang tritt in eine Art vertrĂ€umte Distanz. Songs wie More Than This und Avalon selbst wurden zu Dauerbrennern im Radio und auf Compilations, auch in Deutschland.
Diese spĂ€te Phase von Roxy Music beeinflusste besonders stark die Entwicklung von Sophisti-Pop und New Romantic in den 1980er-Jahren. Acts wie Duran Duran, Spandau Ballet oder spĂ€ter auch Bryan Ferry solo bauten auf diesem Konzept auf: Pop als glamouröse, cineastische Klangwelt, die gleichzeitig emotional und stilisiert ist. Deutsche Kritiker und Fans hörten darin teilweise auch eine Parallele zur eigenen NDW- und Pop-Szene, in der Bands wie Ideal, Spliff oder spĂ€ter Die Ărzte mit Bildern, Rollen und ironischer Brechung spielten.
Aktuelle Entwicklungen rund um Roxy Music: Reunions, JubilÀen und Langzeitwirkung
In den letzten Jahren tauchten Roxy Music vor allem im Kontext von JubilĂ€en, Reissues und Reunion-Konzerten in den Schlagzeilen auf. Eine groĂe Tournee zum 50-jĂ€hrigen BandjubilĂ€um Mitte der 2020er-Jahre wurde international bei Medien wie BBC, The Guardian und Rolling Stone ausfĂŒhrlich begleitet. FĂŒr viele Fans war es die erste Gelegenheit seit langer Zeit, zentrale Mitglieder der Band wieder gemeinsam auf der BĂŒhne zu sehen.
In Deutschland waren dabei vor allem Konzerte in gröĂeren Arenen von besonderem Interesse. Deutsche Medien berichteten darĂŒber, wie die Band ihren Katalog live neu interpretierte: Klassiker wie Out of the Blue, Love Is the Drug, More Than This oder Both Ends Burning wurden in zeitgemĂ€Ăe, aber respektvolle Arrangements ĂŒbersetzt. Die Shows setzten stĂ€rker auf KlangfĂŒlle und LichtĂ€sthetik als auf reine Rock-Energie und knĂŒpften damit an die spĂ€te, sophisticated Phase von Roxy Music an.
Parallel dazu erschienen erweiterte Neuauflagen der frĂŒhen Alben, die mit Bonusmaterial, Live-Mitschnitten und teils neu gemastertem Klang aufwarteten. Solche Reissues sind laut Branchenberichten von Labels und Magazinen wie Uncut oder MOJO ein wichtiger Bestandteil des heutigen KataloggeschĂ€fts: Sie sprechen sowohl langjĂ€hrige Sammlerinnen und Sammler als auch jĂŒngere Hörerinnen und Hörer an, die Roxy Music ĂŒber Streaming-Plattformen erst entdecken.
Ein weiterer Baustein der anhaltenden Relevanz von Roxy Music ist die PrĂ€senz ihrer Songs in Filmen, Serien und Werbespots. More Than This und Avalon tauchen immer wieder in Soundtracks auf, wenn Regisseurinnen und Regisseure eine spezifische AtmosphĂ€re aus Melancholie, Noblesse und zeitloser Romantik erzeugen wollen. Solche Platzierungen tragen, wie Branchendienste und Analysen von Streamingzahlen zeigen, direkt dazu bei, dass jĂŒngere Generationen neugierig auf den Backkatalog werden.
Konkrete neue Studioalben von Roxy Music sind aktuell nicht angekĂŒndigt. Die zentralen Mitglieder, allen voran Bryan Ferry, sind primĂ€r mit SoloaktivitĂ€ten, ausgewĂ€hlten Konzerten und Archivprojekten beschĂ€ftigt. Dennoch bleibt der Name Roxy Music im GesprĂ€ch: Wenn groĂe Festivals ihre Headliner-Historie aufarbeiten oder wenn Magazine die wichtigsten Art-Rock-Alben kĂŒren, sind Roxy Music fast immer Teil der Diskussion.
Auch fĂŒr den deutschen Markt ist das relevant. Die BVMI-Datenbank und die Offiziellen Deutschen Charts zeigen, dass Katalogtitel im Streamingzeitalter kontinuierlich gehört werden und dass bestimmte Klassiker von Roxy Music immer wieder in Playlists auftauchen. Die Band profitiert von einem Trend, der gerade bei Hörerinnen und Hörern zwischen 25 und 45 deutlich ist: Man springt selbstverstĂ€ndlich zwischen aktuellen Pop-Hits, Deutschrap, Klassikern der 1980er-Jahre und eben auch Art-Rock-Ikonen wie Roxy Music.
- FrĂŒhe SchlĂŒsselalben: Roxy Music (1972), For Your Pleasure (1973), Stranded (1973)
- Mittlere Phase: Country Life (1974), Siren (1975) mit dem Hit Love Is the Drug
- SpÀte Phase: Manifesto (1979), Flesh and Blood (1980), Avalon (1982)
- Reissues und Boxsets: umfangreiche Neuauflagen der frĂŒhen und spĂ€ten Alben mit Bonusmaterial
Solche Eckdaten helfen gerade Neueinsteigern, sich im umfangreichen Katalog zurechtzufinden. Wer Roxy Music kennenlernen möchte, kann mit einer gut kuratierten Playlist beginnen, sich dann einem Album wie Avalon am StĂŒck widmen und anschlieĂend die wilden frĂŒhen Werke entdecken. Damit spiegelt die Rezeption der Band auch eine generelle Entwicklung im Musikhören wider: vom linearen Albumkonsum zur Kombination aus Playlists und gezielten Deep Dives.
Kulturelle Wirkung und VermÀchtnis von Roxy Music
Die kulturelle Wirkung von Roxy Music lĂ€sst sich kaum ĂŒberschĂ€tzen. In vielen Ăberblicksdarstellungen der Popgeschichte werden sie als Bindeglied zwischen den spĂ€ten 1960ern und dem, was ab Mitte der 1970er-Jahre als Punk, New Wave und Post-Punk entstand, beschrieben. The Guardian, Rolling Stone und auch deutschsprachige Medien wie Die Zeit und Musikexpress heben hervor, dass Roxy Music sowohl die Haltung des Punk â das Recht, Dinge anders zu machen â als auch den Glamour und die Stilsicherheit der groĂen Pop-Ikonen verkörperten.
Optisch und Ă€sthetisch setzten sie ebenfalls MaĂstĂ€be. Die legendĂ€ren Cover der Roxy-Music-Alben, hĂ€ufig mit Models in stilisierten Posen, wurden von Kunstkritikern als Auseinandersetzung mit Modefotografie, Werbung und Popkultur gedeutet. In Deutschland fanden diese Cover nicht nur in PlattenlĂ€den Beachtung, sondern auch in Design- und Kulturmagazinen, die das Zusammenspiel von Musik und visueller Kultur untersuchten. Die Idee, dass ein Albumcover ein eigenes Kunstwerk sein kann, ist heute selbstverstĂ€ndlich â Roxy Music gehörten zu den Bands, die das frĂŒh auf die Spitze trieben.
Musikalisch reicht ihr Einfluss von Punk ĂŒber Indie-Rock bis hin zu elektronischer Popmusik. Bands wie Talking Heads, Joy Division und spĂ€ter auch Depeche Mode oder Simple Minds nannten Roxy Music als Inspirationsquelle. In der britischen und amerikanischen Presse wird hĂ€ufig darauf hingewiesen, dass ohne den Sound und die Ăsthetik von Roxy Music viele 1980er-Acts anders geklungen und ausgesehen hĂ€tten.
Auch in Deutschland fanden sich Spuren: Einige Vertreter der Hamburger Schule, aber auch Electro- und Indie-Acts der 2000er-Jahre griffen bewusst auf Elemente der Roxy-Music-Ăsthetik zurĂŒck, sei es in Form von artifizieller Pose, ironischem Spiel mit Kitsch oder in der Vorliebe fĂŒr opulente Arrangements. Kritiken bei laut.de oder Intro beschrieben immer wieder neuere deutsche Bands, indem sie Referenzen zu Roxy Music und Bryan Ferry heranzogen.
Neben der direkten musikalischen Wirkung ist auch die Rolle von Roxy Music fĂŒr die Idee des PopkĂŒnstlers als Gesamtkunstwerk zentral. Bryan Ferry wurde in der Presse oft als eine Figur beschrieben, die zwischen Crooner, Dandy und Kunstperformer oszilliert. Dieses Modell findet sich spĂ€ter bei PopkĂŒnstlern wie David Bowie, aber auch bei neueren Acts von Jarvis Cocker bis hin zu modernen Popstars, die Mode, Kunst und Musik bewusst orchestrieren.
Auszeichnungen und institutionelle Anerkennung spiegeln diese Bedeutung wider. Roxy Music wurden in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, ihre Alben tauchen regelmĂ€Ăig in Listen der besten Platten aller Zeiten auf, etwa bei Rolling Stone oder in Umfragen der BBC. Solche Rankings sind zwar subjektiv, dienen fĂŒr viele Hörerinnen und Hörer jedoch als Orientierung, welche Klassiker sie (wieder)entdecken sollten.
In Deutschland lĂ€sst sich die anhaltende WertschĂ€tzung an mehreren Faktoren ablesen: an wiederkehrenden Features in Musikexpress, Rolling Stone Germany oder speziellen Radiosendungen bei Deutschlandfunk Kultur, die sich der Band widmen; an Tribute-Abenden in Clubs; und an DJs, die Roxy-Music-Tracks in Sets einbauen, die von Disco ĂŒber Indie bis zu elektronischer Clubmusik reichen. Besonders Love Is the Drug und More Than This funktionieren in solchen Kontexten als BrĂŒckenstĂŒcke zwischen Generationen.
Roxy Music in den sozialen Netzwerken und im Streaming
Auch wenn die Hauptkarriere von Roxy Music in einer analogen Ăra stattfand, spielt ihre PrĂ€senz im digitalen Raum heute eine groĂe Rolle fĂŒr die Fortsetzung ihres VermĂ€chtnisses. Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music oder YouTube haben dafĂŒr gesorgt, dass komplette Alben, RaritĂ€ten und Live-Aufnahmen mit wenigen Klicks verfĂŒgbar sind. JĂŒngere Hörerinnen und Hörer entdecken Roxy Music hĂ€ufig ĂŒber algorithmische Empfehlungen, Playlists wie Classic Rock, Art-Rock Essentials oder 80s Sophisti-Pop sowie ĂŒber Soundtracks in Serien.
In den sozialen Medien fungieren vor allem Fan-Accounts, Hashtags und kuratierte Playlists als Knotenpunkte. Auf Instagram teilen Fans Cover-Artworks, Konzertfotos und Modeinspirationen, die auf den Stil der Band zurĂŒckgehen. Auf TikTok tauchen immer wieder kurze Clips auf, in denen Nutzerinnen und Nutzer zu Roxy-Music-Songs tanzen oder Ă€sthetische Mini-Filme mit Tracks wie More Than This unterlegen. Diese Form der Wiederaneignung ist typisch fĂŒr das Streamingzeitalter: Klassiker werden nicht museal behandelt, sondern als lebendiges Material, mit dem man kreativ umgehen kann.
Roxy Music â Stimmungen, Reaktionen und Trends in den sozialen Netzwerken:
FĂŒr deutsche Hörerinnen und Hörer sind solche KanĂ€le oft der Einstieg, um tiefer in die Diskografie einzutauchen. Playlists, die explizit Roxy Music im Titel tragen, funktionieren als kuratierte Best-of-Zusammenstellungen; algorithmische VorschlĂ€ge wiederum verbinden Roxy Music mit anderen KĂŒnstlern aus Glam, Art-Rock, New Wave und moderner Indie-Musik. FĂŒr Musikfans, die sich intensiver mit der Band beschĂ€ftigen wollen, lohnt es sich, offizielle und inoffizielle KanĂ€le zu vergleichen: WĂ€hrend die offizielle PrĂ€senz stĂ€rker auf sorgfĂ€ltig ausgewĂ€hlte Klassiker setzt, prĂ€sentieren Fan-Communities hĂ€ufig auch Live-RaritĂ€ten, B-Seiten und selten gespielte Albumtracks.
HĂ€ufige Fragen zu Roxy Music
Wer sind Roxy Music und warum gilt Roxy Music als so einflussreich?
Roxy Music sind eine britische Band, die Anfang der 1970er-Jahre aus der Kunsthochschul-Szene heraus entstand und Glamrock, Art-Rock und Pop neu verband. Ihr Werk gilt als wegweisend, weil es musikalische Experimente, stilisierte Ăsthetik und eingĂ€ngige Songs kombinierte und dadurch den Boden fĂŒr Punk, New Wave, Synthpop und Sophisti-Pop bereitete. Medien wie Rolling Stone, The Guardian und Musikexpress verweisen regelmĂ€Ăig auf den anhaltenden Einfluss der Band auf nachfolgende Generationen.
Welche Alben von Roxy Music sollte man zuerst hören?
Als Einstieg empfehlen sich zwei Phasen: Zum einen die frĂŒhen, experimentelleren Alben Roxy Music und For Your Pleasure, die den wilden, artifiziellen Spirit der Band zeigen, zum anderen das spĂ€tere, atmosphĂ€rische Meisterwerk Avalon, das ihren sophisticated Sound der frĂŒhen 1980er-Jahre auf den Punkt bringt. Wer danach tiefer einsteigt, findet in Stranded, Country Life, Siren und Manifesto weitere Highlights.
Welche Bedeutung haben Roxy Music speziell fĂŒr deutsche Fans?
In Deutschland wurden Roxy Music seit den 1970er-Jahren von Magazinen wie Musikexpress, Sounds und spĂ€ter Rolling Stone Germany begleitet. Konzerte in deutschen StĂ€dten, Berichte in ĂŒberregionalen Medien wie Die Zeit oder FAZ und die anhaltende PrĂ€senz von Songs wie More Than This im Radio haben dazu beigetragen, dass die Band hierzulande eine treue Fangemeinde besitzt. Viele deutsche Musikerinnen und Musiker aus Indie, Elektronik und Pop nennen Roxy Music als Referenz, wenn es um stilbewusste, aber experimentierfreudige Popmusik geht.
Gibt es aktuelle Tour- oder AlbumplÀne von Roxy Music?
Derzeit sind keine neuen Studioalben von Roxy Music offiziell angekĂŒndigt. In den vergangenen Jahren lag der Fokus auf ausgewĂ€hlten Reunion-Konzerten, JubilĂ€umstouren und Neuauflagen des bestehenden Katalogs. Bryan Ferry und andere Bandmitglieder sind vor allem mit SoloaktivitĂ€ten und Archivprojekten prĂ€sent, wĂ€hrend der Name Roxy Music in der Ăffentlichkeit vor allem durch Reissues, Streaming und MedienrĂŒckblicke lebendig bleibt.
Wie unterscheiden sich Roxy Music von Bryans Ferrys Solokarriere?
WĂ€hrend Roxy Music als Band stets von der Spannung zwischen mehreren starken Persönlichkeiten geprĂ€gt war und insbesondere in den frĂŒhen Jahren stĂ€rker experimentell und kantig klangen, ist Bryan Ferrys Solowerk oft noch stĂ€rker auf eleganten, croonerhaften Pop fokussiert. Viele Soloplatten knĂŒpfen klanglich an die spĂ€te Phase der Band an, doch Roxy Music als Kollektiv bieten eine breitere Palette an Stilen, BrĂŒchen und ĂŒberraschenden Momenten.
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Wer sich tiefer mit der Geschichte von Roxy Music, ihren SoloaktivitĂ€ten und der anhaltenden Wirkung auf aktuelle Popkultur beschĂ€ftigen möchte, findet im Netz eine FĂŒlle von Interviews, Konzertberichten und Hintergrundanalysen. Besonders lohnend sind GesprĂ€che mit Bryan Ferry und Phil Manzanera, in denen sie ĂŒber Songwriting, Studioarbeit und die besondere Chemie der Band sprechen. FĂŒr deutschsprachige Leserinnen und Leser bieten Archive von Musikexpress, Rolling Stone Germany und Deutschlandfunk Kultur zudem einen guten Einstieg in die Rezeption der Band im deutschsprachigen Raum.
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So bleibt Roxy Music auch Jahrzehnte nach den ersten Veröffentlichungen eine ReferenzgröĂe fĂŒr alle, die Pop nicht nur als Hintergrundrauschen, sondern als Kunstform und kulturelles Experiment verstehen. Ob als Einstieg in die Geschichte des Art-Rock, als Soundtrack zu nĂ€chtlichen Stadtrundfahrten oder als Inspirationsquelle fĂŒr eigene kreative Projekte: Wer sich auf Roxy Music einlĂ€sst, entdeckt eine Band, die bis heute nachwirkt und deren Name zu Recht zu den wichtigsten Begriffen der Popgeschichte zĂ€hlt.
