Altstadt Dubrovnik, Stari Grad Dubrovnik

Altstadt Dubrovnik: Warum Stari Grad mehr ist als eine Kulisse

14.06.2026 - 19:02:31 | ad-hoc-news.de

Zwischen mächtigen Stadtmauern, barocker Pracht und azurblauem Meer erzählt die Altstadt Dubrovnik, der Stari Grad Dubrovnik in Kroatien, Geschichten von Handel, Macht und Filmglanz – und fordert Reisende aus Deutschland heraus, genauer hinzusehen.

Altstadt Dubrovnik, Stari Grad Dubrovnik, Dubrovnik
Altstadt Dubrovnik, Stari Grad Dubrovnik, Dubrovnik

Wenn sich das Sonnenlicht am späten Nachmittag auf den hellen Kalksteinplatten der Altstadt Dubrovnik spiegelt, wirkt der Stari Grad Dubrovnik (wörtlich „Alte Stadt Dubrovnik“) fast wie eine Filmkulisse: enge Gassen, eine glänzende Flaniermeile, mächtige Mauern und das tiefblaue Adriatische Meer nur wenige Schritte entfernt. Doch hinter dieser perfekten Oberfläche verbirgt sich ein komplexes Geflecht aus Geschichte, Seefahrtsmacht und moderner Massentourismus-Debatte, das gerade für Reisende aus Deutschland eine faszinierende Mischung aus Romantik und Realität bietet.

Altstadt Dubrovnik: Das ikonische Wahrzeichen von Dubrovnik

Die Altstadt Dubrovnik ist das Herz der dalmatinischen Küstenstadt Dubrovnik im Süden Kroatiens und eines der bekanntesten historischen Zentren Europas. Seit 1979 steht der Stari Grad Dubrovnik als ummauerte Altstadt mit seinen Stadtmauern, Kirchen, Palästen und Plätzen auf der UNESCO-Welterbeliste. Die Organisation hebt dabei vor allem die außergewöhnlich gut erhaltene mittelalterlich-frühneuzeitliche Stadtstruktur und die monumentalen Befestigungsanlagen hervor.

Wer heute durch das Haupttor Pile in die Altstadt eintritt, steht sofort auf dem Stradun, der glänzenden Hauptachse der Stadt. Die Häuserfassaden wirken auf den ersten Blick erstaunlich einheitlich – ein Ergebnis des großen Erdbebens von 1667, nach dem Dubrovnik in wesentlichen Teilen barock wiederaufgebaut wurde. Zwischen Glockentürmen und Loggien öffnen sich kleine Seitengassen, die steil zum Meer oder zum Berg Sr? ansteigen und immer wieder Ausblicke auf rote Ziegeldächer und das Adriatische Meer freigeben.

Für Besucher:innen aus Deutschland wirkt die Altstadt Dubrovnik oft wie eine verdichtete Mischung aus italienischer Handelsstadt, mediterraner Küstenidylle und monumentalem Festungsbau – ein Kontrast etwa zur Kölner Altstadt oder Nürnbergs Altstadt, die stärker von Nachkriegswiederaufbau und deutscher Stadtgeschichte geprägt sind. Hinzu kommt seit einigen Jahren eine zusätzliche Ebene: Durch die Dreharbeiten für internationale Produktionen, allen voran eine bekannte Fantasy-Serie, ist Stari Grad Dubrovnik zu einem global wiedererkennbaren Bild geworden.

Als Wahrzeichen Kroatiens steht die Altstadt zugleich für den touristischen Boom des Landes nach den 1990er-Jahren und für die Herausforderungen von Overtourism. Medienberichte, etwa von öffentlich-rechtlichen Sendern und großen Tageszeitungen, schildern immer wieder die Spannung zwischen Schutz des UNESCO-Welterbes, Interessen der lokalen Bevölkerung und der Nachfrage internationaler Besucher. Für deutschsprachige Reisende ist Dubrovnik damit nicht nur Fotomotiv, sondern auch ein Lehrstück für den Umgang mit stark frequentierten Kulturschätzen.

Geschichte und Bedeutung von Stari Grad Dubrovnik

Die Wurzeln der Altstadt reichen weit zurück. Archäologische und historische Studien gehen von frühen Siedlungsformen in der Spätantike aus, bevor sich im Mittelalter die Stadtrepublik Ragusa herausbildete – der historische, lateinische Name der Stadt. Diese Handelsrepublik, die zwischen byzantinischem Einfluss, venezianischem Druck und später dem Osmanischen Reich lavierte, entwickelte sich spätestens zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert zu einer bedeutenden Seemacht im Adriaraum.

Anders als viele Städte an der Adria gelang es Ragusa, eine relativ weitgehende Autonomie zu bewahren. Historiker betonen, dass die Republik durch kluge Diplomatie, geschickte Handelspolitik und eine konzentrierte Eliteherrschaft geprägt war. Kaufleute aus Ragusa unterhielten Handelsbeziehungen, die bis tief in den Balkan, nach Italien, Nordafrika und ins östliche Mittelmeer reichten. Für deutsche Leserinnen und Leser lässt sich die Bedeutung der Stadt im Mittelalter grob mit der Rolle Hansestädte wie Lübeck oder Hamburg im Nord- und Ostseeraum vergleichen – nur eben im südlichen Adriakontext.

Das Jahr 1667 markiert einen Wendepunkt: Ein schweres Erdbeben zerstörte weite Teile der Stadt. Zeitgenössische Berichte schildern eingestürzte Paläste, Kirchen und Wohnhäuser sowie zahlreiche Todesopfer. Die danach einsetzende Wiederaufbauphase prägte die heutige Gestalt der Altstadt entscheidend. Viele Gebäude, die Besucher heute sehen – etwa entlang des Stradun – stammen aus dieser barocken Wiederaufbauzeit. Kunsthistorische Publikationen und UNESCO-Dokumente verweisen darauf, dass gerade diese Überlagerung mittelalterlicher Grundstruktur mit barocker Fassadengestaltung ein wesentliches Merkmal der Altstadt ist.

Im 19. und 20. Jahrhundert verlor die Stadt mit dem Ende der Republik und unterschiedlichen Herrschaftsphasen (unter anderem Habsburger Monarchie, Königreich Jugoslawien, Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien) zwar ihre politische Selbstständigkeit, blieb aber regional bedeutend. Während der Kriege in den 1990er-Jahren wurde die Altstadt Dubrovnik trotz ihres Welterbestatus beschossen; UNESCO und internationale Medien dokumentierten damals Schäden an Dächern, Mauern und Einzelgebäuden. Kroatische Behörden und internationale Partner starteten danach umfangreiche Restaurierungsprogramme, die in den folgenden Jahren große Teile der Substanz sicherten.

Heute ist Stari Grad Dubrovnik ein Symbol für die Widerstandskraft historischer Städte und zugleich ein Beispiel für internationale Zusammenarbeit im Denkmalschutz. Die UNESCO und verschiedene kroatische Institutionen verweisen auf die kontinuierliche Pflege der Bausubstanz, das Management der Stadtmauern und die Balance von Tourismus und Alltag. Für Besucher:innen aus Deutschland bedeutet das: Hinter der makellosen Oberfläche steckt ein Jahrzehnte langer, fortlaufender Prozess von Restaurierung, Schutz und Anpassung an moderne Nutzungen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch vereint die Altstadt Dubrovnik mehrere Epochen und Einflüsse. Die Stadtmauern, die bis zu rund zwei Kilometer Länge erreichen und an einigen Stellen deutlich über 20 Meter hoch sind, zählen zu den beeindruckendsten Küstenbefestigungen des Mittelmeerraums. Entlang der Mauern stehen Bastionen, Türme und Festungen wie die Festung Minceta, die Festung Bokar oder auf der gegenüberliegenden Seite außerhalb der Mauer die Festung Lovrijenac, die oft als „Gibraltar von Dubrovnik“ bezeichnet wird.

Innerhalb der Mauern prägen romanische, gotische, Renaissance- und barocke Elemente das Stadtbild. Zu den markanten Gebäuden zählen unter anderem:

– Der Rektorpalast, Sitz des einstigen Stadtoberhaupts der Republik, mit gotisch-renaissancemäßiger Fassade und einem Arkadenhof.
– Der Sponza-Palast, einst Handels- und Zollzentrum, später auch Archiv, der gotische und Renaissance-Formen verbindet.
– Die Kathedrale von Dubrovnik mit barocker Fassade und reicher Innenausstattung.
– Die Kirche des Heiligen Blasius, Stadtpatron von Dubrovnik, mit barocker Architektur am Luža-Platz.
– Das Franziskanerkloster mit einem der ältesten funktionierenden Apothekenräume Europas, der gern als besondere Sehenswürdigkeit hervorgehoben wird.

Fachliteratur und Reiseführer, darunter renommierte Reihen aus dem deutschsprachigen Raum, betonen, wie konsequent die Stadt auf harmonische Proportionen und die Nutzung des lokalen Kalksteins gesetzt wurde. Dadurch entsteht ein sehr einheitlicher Eindruck, obwohl die Gebäude aus unterschiedlichen Jahrhunderten stammen. Die hellen Fassaden reflektieren das Sonnenlicht stark, weshalb die Altstadt je nach Tageszeit ganz unterschiedliche Stimmungen zeigt – von nahezu blendend hell am Mittag bis zu warmem Goldton in der Abendsonne.

Ein besonderes Merkmal der Altstadt ist die Topografie. Vom Stradun aus ziehen sich zahllose schmale Treppengassen nach oben, oft nur wenige Meter breit. Viele davon führen zu kleinen Plätzen, Terrassen oder Ausblicken auf das Meer. Für deutsche Besucher, die etwa breite Straßen und rechtwinklige Raster aus mitteleuropäischen Stadtplanungen gewohnt sind, wirkt dieses Geflecht wie ein labyrinthartiges, vertikales Dorf. Zugleich bleibt die Orientierung vergleichsweise einfach, weil die Stadt vom Meer und den Bergen klar begrenzt ist.

Kunsthistorisch interessant ist auch die Verbindung von Sakral- und Profanarchitektur. Kirchen, Klöster, Adelspaläste, Bürgerhäuser und öffentliche Bauten wie Brunnen oder Loggien liegen dicht beieinander. Historische Quellen berichten von reichen Kunstsammlungen, Gemälden und sakralen Schätzen, von denen ein Teil heute in Museen und Schatzkammern der Stadt zu sehen ist. Gleichzeitig haben moderne Nutzungen Einzug gehalten: In vielen Erdgeschossen befinden sich Cafés, Restaurants, kleine Läden und touristische Dienstleistungen.

Internationale Medien, darunter angesehene Kulturmagazine und Reiserubriken großer Tageszeitungen, greifen seit einigen Jahren zudem den Aspekt der „Serienkulisse“ auf. Die Altstadt Dubrovnik diente mehrfach als Drehort für internationale Film- und Serienproduktionen, was dem Ort einen zusätzlichen kulturellen Referenzrahmen gegeben hat. Stadtverwaltung und Tourismusorganisationen weisen darauf hin, dass dies zwar neue Besuchergruppen bringt, aber auch zu stärkerem Andrang an bestimmten Orten innerhalb der Stadt führt.

Altstadt Dubrovnik besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Dubrovnik liegt im äußersten Süden Kroatiens an der Adriaküste, nahe der Grenze zu Bosnien und Herzegowina und Montenegro. Für Reisende aus Deutschland ist die Anreise per Flugzeug meist die schnellste Option. Je nach Abflughafen (zum Beispiel Frankfurt, München, Berlin) und Verbindung ist mit einer Flugzeit von grob unter 2,5 Stunden zu rechnen, häufig mit Direkt- oder saisonalen Verbindungen großer Airlines und Ferienfluggesellschaften. Zeitlose Hinweise von Fluggesellschaften und Reiseportalen betonen, dass Dubrovnik vor allem in der Hauptsaison von zahlreichen europäischen Städten aus angeflogen wird.
    Eine Anreise mit dem Auto ist grundsätzlich über das europäische Autobahnnetz und kroatische Schnellstraßen möglich. Dabei sind Mautsysteme in mehreren Transitländern (zum Beispiel Österreich, Slowenien, Kroatien) zu berücksichtigen. Für die Zuganreise ist zu beachten, dass Dubrovnik keinen eigenen Fernbahnhof direkt in der Stadt hat; gängige Routen kombinieren international Züge bis nach Split oder Zagreb mit Bus- oder Fährverbindungen weiter nach Dubrovnik. Fernbusanbieter bieten zudem saisonale Direktverbindungen aus Mitteleuropa an, wobei Fahrzeiten deutlich über dem Flugweg liegen.
  • Ă–ffnungszeiten
    Die Altstadt Dubrovnik als Stadtviertel ist grundsätzlich öffentlich zugänglich, es gibt keine „Öffnungszeiten“ im klassischen Sinne für den Stadtbereich insgesamt. Einzelne Sehenswürdigkeiten wie Museen, Kirchen oder der Zugang zu den Stadtmauern haben jedoch Öffnungs- und Saisonzeiten. Die offizielle Verwaltung der Stadt und kroatische Tourismusorganisationen weisen regelmäßig darauf hin, dass diese Zeiten je nach Jahreszeit, Feiertagen, Veranstaltungen und baulichen Maßnahmen variieren können. Deshalb lautet die Empfehlung: Aktuelle Öffnungszeiten der Stadtmauern, Museen und Kirchen direkt bei den offiziellen Stellen in Dubrovnik oder auf den jeweiligen Websites vor Reiseantritt prüfen.
  • Eintritt
    Der Zugang zur Altstadt selbst ist kostenlos. Für bestimmte Attraktionen wird jedoch Eintritt erhoben, insbesondere für den Rundgang auf den Stadtmauern und für einzelne Museen oder Kirchen mit Schatzkammern. Die Höhe der Eintrittspreise kann sich ändern, unter anderem in Abhängigkeit von Saison, städtischen Beschlüssen oder Restaurierungsprojekten. Seriöse Reiseführer und die offizielle Stadtverwaltung betonen, dass Besucher:innen sich vorab über aktuelle Tarife informieren sollten. Als Faustregel gilt: Für kostenpflichtige Hauptattraktionen sollten Reisende aus Deutschland einen mittleren zweistelligen Betrag in Euro pro Person einplanen, bei Zahlung vor Ort in der Landeswährung Kroatiens.
  • Beste Reisezeit
    FĂĽr einen Besuch der Altstadt Dubrovnik empfehlen viele etablierte Reisemedien, darunter groĂźe deutschsprachige Verlage und der kroatische Tourismusverband, die Monate auĂźerhalb der heiĂźesten und vollsten Hochsaison. FrĂĽhling (etwa April bis Juni) und Herbst (September, oft auch Oktober) gelten als besonders angenehm: Die Temperaturen sind meist milder als im Hochsommer, das Meer kann dennoch badefreundlich sein, und die Stadt ist weniger ĂĽberlaufen. In den Sommermonaten Juli und August kann es sehr heiĂź werden, häufig deutlich ĂĽber 30 Â°C, und Kreuzfahrtschiffe bringen zusätzlich Tagesgäste in groĂźer Zahl. Wer in dieser Zeit reist, sollte Besuche in der Altstadt auf die frĂĽhen Morgenstunden oder den späteren Abend legen. Winterreisen sind ruhiger und atmosphärisch, jedoch mit eingeschränktem Angebot und gelegentlich wechselhaftem Wetter verbunden.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten
    In Dubrovnik ist Kroatisch Amtssprache. In der Altstadt und im touristischen Umfeld sind Englischkenntnisse sehr verbreitet, viele Dienstleister sprechen zusätzlich zumindest grundlegendes Deutsch oder andere europäische Sprachen. Für Reisende aus dem DACH-Raum ist Kommunikation in der Regel problemlos möglich.
    Kroatien nutzt den Euro als Währung. Kartenzahlung (Kreditkarte, übliche Debitkarten) ist in Hotels, den meisten Restaurants und Geschäften verbreitet, in kleineren Läden oder bei kleinen Beträgen kann Bargeld praktischer sein. Mobile Payment-Dienste wie Apple Pay oder Google Pay werden zunehmend akzeptiert, insbesondere an stark touristischen Orten, allerdings nicht flächendeckend. Medienberichte und Verbraucherhinweise raten dazu, mindestens eine international einsetzbare Kreditkarte sowie etwas Bargeld mitzuführen.
    Beim Trinkgeld sind im Restaurant etwa 5–10 % des Rechnungsbetrags ĂĽblich, wenn Service und Qualität ĂĽberzeugen; bei sehr kleinen Beträgen reicht das Aufrunden. In CafĂ©s genĂĽgt meist ein kleines Trinkgeld oder das Belassen des Wechselgelds. FĂĽr Taxifahrten ist ein leichtes Aufrunden ĂĽblich. Bei gefĂĽhrten Touren freuen sich Guides erfahrungsgemäß ĂĽber ein freiwilliges Trinkgeld, das jedoch keine Pflicht ist.
    In Kirchen und sakralen Räumen sollte respektvolle Kleidung gewählt werden: Schultern und Knie möglichst bedeckt, besonders während Gottesdiensten. An einigen Orten kann Fotografieren eingeschränkt oder untersagt sein; Hinweisschilder sind zu beachten. Auf den Stadtmauern sollten Besucher:innen auf festes Schuhwerk achten, da Wege und Treppen uneben sein können und im Sommer durch Hitze und Sonneneinstrahlung zusätzliche Belastung entsteht.
  • Einreisebestimmungen
    Kroatien ist Mitglied der Europäischen Union und Teil des Schengen-Raums. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Bestimmungen können sich jedoch ändern, etwa aufgrund europaweiter Regelungen oder besonderer Sicherheitslagen. Deutsche Staatsbürger sollten daher die aktuellen Einreisebestimmungen und Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, bevor sie nach Dubrovnik reisen. Für Bürger anderer Staaten des DACH-Raums gelten jeweils die Hinweise der zuständigen Außenministerien. Da Kroatien zudem Teil des europäischen Gesundheitssystems ist, sollten Reisende aus Deutschland ihre europäische Krankenversicherungskarte mitführen; ergänzend empfiehlt sich häufig eine private Auslandsreise-Krankenversicherung, insbesondere für Leistungen, die über die Grundversorgung hinausgehen.

Warum Stari Grad Dubrovnik auf jede Dubrovnik-Reise gehört

Die Altstadt Dubrovnik ist nicht nur ein Pflichtprogramm, sondern der zentrale Referenzpunkt jeder Reise nach Dubrovnik. Wer hier unterwegs ist, spürt an vielen Ecken die historische Schichtung der Stadt: vom mittelalterlichen Stadttor über barocke Fassaden bis zur modernen Gastronomie in historischen Mauern. Die Nähe zum Meer – mit kleinen Zugängen zur Felsküste direkt unterhalb der Mauern – verstärkt diesen Eindruck. Viele Reisende berichten in Interviews und Medienbeiträgen von einem besonderen Moment, wenn sie abends auf dem Stradun flanieren und die Stadt in warmes Licht getaucht ist.

Gleichzeitig ist Stari Grad Dubrovnik ein Beispiel für die Herausforderungen des modernen Tourismus. Internationale Medien, darunter auch deutschsprachige Leitmedien, haben wiederholt über Maßnahmen gegen Overtourism berichtet: etwa über Besucherbegrenzungen für Kreuzfahrtschiffe, Überlegungen zu Zugangskontrollen oder die Diskussion um Mietpreise und Lebensqualität für Einheimische in der Altstadt. Für Gäste aus Deutschland bietet sich hier die Chance, nicht nur schöne Fotos mit nach Hause zu nehmen, sondern auch ein Bewusstsein für nachhaltiges Reisen zu entwickeln.

Wer bewusst unterwegs ist, kann dazu beitragen, die Altstadt als lebendiges Viertel zu erhalten. Das beginnt bei der Wahl der Reisezeit, geht über die Unterstützung lokaler Anbieter jenseits der größten Touristenströme und reicht bis zum respektvollen Umgang mit Wohnbereichen, Lärm und Müll. Viele Städteführer und lokale Initiativen regen an, auch weniger bekannte Ecken des Stari Grad zu erkunden: kleine Hinterhöfe, ruhigere Klosteranlagen oder Museumsräume, in denen die Geschichte der Republik Ragusa und die Entwicklung Dubrovniks ausführlich dargestellt werden.

In unmittelbarer Nähe zur Altstadt liegen weitere Sehenswürdigkeiten, die sich gut kombinieren lassen: die Seilbahn auf den Berg Sr? mit Panoramablick über Stadt und Meer, der Hafen mit Booten zu vorgelagerten Inseln wie Lokrum oder Ausflügen in die Elaphiten-Inselwelt sowie Badeplätze entlang der Küste außerhalb der Stadtmauern. Viele deutschsprachige Reiseführer empfehlen, mindestens zwei volle Tage für Dubrovnik einzuplanen, um Altstadt, Aussichtspunkte, Meer und Museen in einem entspannten Tempo erleben zu können.

Für kulturhistorisch Interessierte eröffnet die Altstadt zudem Einblicke in die Beziehungen zwischen dem heutigen Kroatien, dem mittelalterlichen Ragusa, dem Osmanischen Reich und der Habsburger Monarchie. Wer sich darauf einlässt, entdeckt hinter den glatten Steinflächen der Fassaden eine Geschichte von Vermittlung, Diplomatie und Handel, die sich von vielen mitteleuropäischen Erzählungen unterscheidet. In Ausstellungen und Stadtführungen wird dieser Kontext häufig anschaulich erläutert, oft auch mit Bezügen zur jüngeren Geschichte des Balkans.

Altstadt Dubrovnik in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien ist die Altstadt Dubrovnik zu einem der meistgeteilten Motive an der kroatischen Adriaküste geworden. Reisende aus aller Welt posten Bilder vom Stradun, von den Stadtmauern, von den Terrassen mit Blick auf das Meer und von versteckten Treppengassen. Dabei ist ein spannender Trend erkennbar: Neben klassischen Sonnenuntergangs- und Selfie-Motiven nehmen Inhalte über nachhaltiges Reisen, ruhigere Besuchszeiten und kulturelle Hintergründe zu. Viele deutschsprachige Accounts kombinieren persönliche Eindrücke mit historischen Fakten oder praktischen Tipps zur Überfüllung an Spitzentagen.

Häufige Fragen zu Altstadt Dubrovnik

Wo liegt die Altstadt Dubrovnik genau?

Die Altstadt Dubrovnik liegt im südlichen Teil der Stadt Dubrovnik an der Adriaküste im Süden Kroatiens. Sie bildet eine von Stadtmauern umschlossene, klar abgegrenzte Halbinselstruktur und grenzt direkt an das Meer. Vom modernen Stadtgebiet Dubrovniks aus führt der Weg meist zum Pile-Tor, einem der Hauptzugänge zur Altstadt.

Warum ist Stari Grad Dubrovnik UNESCO-Welterbe?

Stari Grad Dubrovnik wurde von der UNESCO als Welterbe ausgezeichnet, weil die Altstadt eine außergewöhnlich gut erhaltene, befestigte Mittelmeer-Handelsstadt des Mittelalters und der frühen Neuzeit darstellt. Die Kombination aus mächtigen Befestigungsanlagen, homogener Bauweise mit lokalem Stein, historischer Stadtstruktur und der Geschichte der einstigen Republik Ragusa verleiht dem Ort einen „außergewöhnlichen universellen Wert“, wie es im UNESCO-Sprachgebrauch heißt.

Wie viel Zeit sollten Reisende aus Deutschland fĂĽr die Altstadt einplanen?

Viele Reiseexpert:innen und etablierte Reiseführer empfehlen, mindestens einen vollen Tag für die Altstadt Dubrovnik zu reservieren, besser zwei Tage. Ein Tag reicht für einen Rundgang über die Stadtmauern, einen Spaziergang durch den Stradun sowie Besuche ausgewählter Kirchen und Paläste. Wer Museen intensiver besichtigen, Aussichtspunkte auf dem Berg Sr? einplanen oder Zeit für Cafébesuche und Meerblick-Terrassen haben möchte, sollte eher zwei oder mehr Tage in Dubrovnik verbringen.

Wann ist die beste Tageszeit fĂĽr einen Besuch der Stadtmauern?

Aufgrund von Hitze und Andrang empfehlen viele erfahrene Reisende und lokale Guides, die Stadtmauern entweder früh morgens direkt nach Öffnung oder am späten Nachmittag beziehungsweise frühen Abend zu besuchen. In den Mittagsstunden kann es im Sommer sehr heiß werden, und die Wege entlang der Mauern bieten nur begrenzten Schatten. Zudem ist der Blick auf die Altstadt und das Meer bei tiefstehender Sonne besonders eindrucksvoll.

Wie ist die Zeitverschiebung und was sollten deutsche Reisende sonst beachten?

Zwischen Kroatien und Deutschland besteht in der Regel keine Zeitverschiebung, da beide Länder in der mitteleuropäischen Zeitzone liegen und ähnliche Sommerzeitregelungen haben. Reisende aus Deutschland können ihre Uhren meist unverändert lassen. Zu beachten sind jedoch saisonale Schwankungen im Tourismus – insbesondere die starke Auslastung in den Sommermonaten – sowie die Empfehlung, sich vor der Abreise auf den Seiten des Auswärtigen Amts über aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise zu informieren.

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