Blauer Teich Biei, Aoi Ike

Blauer Teich Biei: Warum Aoi Ike auf Hokkaid? so magisch wirkt

14.06.2026 - 10:18:32 | ad-hoc-news.de

Der Blauer Teich Biei, lokal Aoi Ike genannt, schimmert in Biei, Japan, in geheimnisvollem Blau. Was hinter der Farbe steckt und wie Sie dorthin gelangen.

Blauer Teich Biei, Aoi Ike, Biei, Japan
Blauer Teich Biei, Aoi Ike, Biei, Japan

Wenn sich im Norden Japans der Wind ĂŒber die Felder von Biei legt, wirkt der Blauer Teich Biei wie ein Fenster in eine andere Welt: Aoi Ike („blauer Teich“ auf Japanisch) leuchtet in intensiven TĂŒrkis- und Blautönen, aus denen kahle BaumstĂ€mme wie stille Skulpturen aufragen. FĂŒr viele Reisende aus Deutschland ist dieser Ort auf Hokkaid? heute einer der faszinierendsten NaturschauplĂ€tze Japans – und zugleich ein Beispiel dafĂŒr, wie ein funktionales Wasserbecken zu einem Symbol fĂŒr LandschaftsĂ€sthetik und Fotografie werden kann.

Blauer Teich Biei: Das ikonische Wahrzeichen von Biei

Der Blauer Teich Biei liegt in der lĂ€ndlichen Gemeinde Biei in der PrĂ€fektur Hokkaid? im Norden Japans. Die Region ist bekannt fĂŒr sanft geschwungene HĂŒgel, weitlĂ€ufige Felder und eine ruhige, fast europĂ€isch anmutende Kulturlandschaft, die von manchen ReisefĂŒhrern mit der Toskana oder dem Schweizer Mittelland verglichen wird. In dieser weiten Landschaft bildet Aoi Ike ein ĂŒberraschend intensives Farbzentrum – ein kleiner, kĂŒnstlich angelegter Teich, dessen Wasser im richtigen Licht in krĂ€ftigem Blau, TĂŒrkis oder SmaragdgrĂŒn schimmert.

FĂŒr Biei ist der Blauer Teich Biei heute zu einem wichtigen Wahrzeichen geworden. Lokale TourismusverbĂ€nde prĂ€sentieren ihn als eine der Hauptattraktionen Hokkaid?s, hĂ€ufig gemeinsam mit den „Patchwork Road“-Landschaften der Umgebung und dem nahegelegenen Tokachi-dake-Gebirgsmassiv. In vielen japanischen und internationalen BildbĂ€nden und Reisemagazinen zu Hokkaid? tauchen Aufnahmen von Aoi Ike regelmĂ€ĂŸig als Leitmotiv auf. Durch diese starke BildprĂ€senz ist der Ort fĂŒr viele Japanreisende lĂ€ngst zu einem visuellen Symbol fĂŒr die nordjapanische Natur geworden.

Anders als historische Tempel oder jahrhundertealte GĂ€rten ist Aoi Ike kein klassisches Kulturerbe, sondern ein relativ junges PhĂ€nomen: Der Teich entstand erst im Zuge von Hochwasserschutzmaßnahmen Ende des 20. Jahrhunderts. Trotzdem hat er in kurzer Zeit eine enorme emotionale und touristische Bedeutung erhalten. FĂŒr deutsche Reisende, die Japan jenseits der Metropolen Tokio und Osaka erleben möchten, bietet der Blauer Teich Biei die Kombination aus landschaftlicher Ruhe, starker Bildwirkung und einem gut erschlossenen, aber noch nicht ĂŒberlaufenen Reiseziel.

Geschichte und Bedeutung von Aoi Ike

Der Ursprung von Aoi Ike hĂ€ngt eng mit dem aktiven Vulkan Tokachi-dake zusammen, der sĂŒdlich von Biei liegt. Nach einem grĂ¶ĂŸeren Ausbruch in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts wurden in der Region FlĂŒsse und TĂ€ler verstĂ€rkt reguliert, um die Ortschaften vor Laharen (Schlamm- und Gerölllawinen) und Überschwemmungen zu schĂŒtzen. Im Zuge dieser Maßnahmen legten Ingenieure ein Stau- und Sedimentbecken am Biei-Fluss an – aus rein funktionalen GrĂŒnden, nicht als touristische Attraktion.

In den folgenden Jahren fĂŒllte sich dieses Becken mit Wasser und feinen Sedimenten aus den vulkanischen Gesteinen des Tokachi-dake-Massivs. Gleichzeitig blieben abgestorbene BĂ€ume in Teilen des Beckens stehen. So entstand nach und nach die charakteristische Szenerie: eine ruhige WasserflĂ€che mit stehenden, grauen BaumstĂ€mmen, die bei Windstille spiegelglatt wirkt. Erst als sich bei bestimmten Licht- und Wetterbedingungen das Wasser ungewöhnlich blau fĂ€rbte, rĂŒckte der Ort nach und nach in den Fokus von Fotografen und Reisenden.

In japanischen Medienberichten und Veröffentlichungen von TourismusverbĂ€nden wird immer wieder betont, dass die Bekanntheit von Aoi Ike vor allem durch Fotografien und digitale Bildverbreitung gewachsen ist. Besonders stark trug ein Bild des Blauen Teichs zur PopularitĂ€t bei, das vor einigen Jahren als offizielles Hintergrundbild fĂŒr Betriebssysteme eines großen Elektronikkonzerns ausgewĂ€hlt wurde. Diese Auswahl machte den Teich schlagartig einem internationalen Publikum bekannt und fĂŒhrte dazu, dass viele Besucher Hokkaid? gezielt wegen dieser ikonischen Ansicht ansteuerten.

Die lokale Verwaltung von Biei und die PrĂ€fektur Hokkaid? reagierten nach und nach auf das wachsende Interesse: Es entstanden ParkplĂ€tze, ein ausgeschilderter Weg entlang des Teichs und einfache Besucherinfrastrukturen. Gleichzeitig wurde betont, dass es sich um einen wasserwirtschaftlichen Funktionsraum handelt, dessen Schutz vor Erosion und Eingriffen PrioritĂ€t hat. Diese Doppelrolle – technischer Zweck und touristische Attraktion – prĂ€gt bis heute die Bedeutung von Aoi Ike.

FĂŒr die Bevölkerung von Biei ist der Blauer Teich Biei außerdem ein wirtschaftlicher Faktor: Er verlĂ€ngert die Saison jenseits der klassischen Lavendel- und Blumenfelder von Furano und Biei und zieht auch in der kĂŒhlen Jahreszeit Besucher an. Restaurants, Pensionen und lokale Produzenten profitieren vom zusĂ€tzlichen GĂ€steaufkommen. Gerade fĂŒr deutsche Reisende, die Hokkaid? oft im Rahmen einer lĂ€ngeren Japanreise besuchen, wird der Abstecher nach Biei dadurch leichter integrierbar und interessanter.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn Aoi Ike kein Bauwerk im klassischen Sinn ist, lÀsst sich der Ort aus einer gestalterischen und Àsthetischen Perspektive betrachten. Die Kombination aus stehenden BaumstÀmmen, ruhiger WasserflÀche und der ungewöhnlichen FÀrbung erzeugt eine Szenerie, die an minimalistische Landschaftsfotografie und japanische Tuschmalerei erinnert. Besonders bei Nebel oder leichtem Regen wirkt der Blauer Teich Biei fast monochrom: Die Konturen der BÀume zeichnen sich scharf ab, wÀhrend der Hintergrund in Grau- und Blautönen verschwimmt.

Die FĂ€rbung des Wassers wird in japanischen ErklĂ€rungen auf eine Mischung aus mineralischen Bestandteilen zurĂŒckgefĂŒhrt, die aus dem vulkanischen Gestein des Tokachi-dake in das Wasser gelangen. In Kombination mit dem Licht und dem feinen Sediment im Teich werden vor allem bestimmte WellenlĂ€ngen reflektiert, was dem Wasser einen blauen bis tĂŒrkisfarbenen Ton verleiht. Ähnliche Effekte kennen europĂ€ische Reisende etwa von Gletscherseen in den Alpen oder kalkhaltigen GewĂ€ssern, wobei die Farbnuancen in Biei oft intensiver wirken.

Aus Sicht von Landschaftsplanern ist bemerkenswert, dass der Blauer Teich Biei nicht durch ein großes Gestaltungsprojekt entstanden ist, sondern durch funktionale Infrastruktur, die von der Natur „Àsthetisch veredelt“ wurde. In FachbeitrĂ€gen zu Tourismus-Entwicklung wird der Teich gelegentlich als Beispiel dafĂŒr genannt, wie technische Maßnahmen unerwartete touristische Attraktionen schaffen können – Ă€hnlich wie bei einigen Stauseen in den Alpen, die heute als Fotomotive und Wanderziele beliebt sind.

Kulturell spielt in Japan das VerhĂ€ltnis von Mensch und Natur eine wichtige Rolle, insbesondere im Shint?, der traditionellen Naturreligion des Landes. Auch wenn Aoi Ike selbst kein ausgewiesener religiöser Ort ist, spiegelt die respektvolle, ruhig gehaltene Gestaltung der Wege die verbreitete Haltung wider, Naturorte eher zu umranden als zu dominieren. Besucher finden daher keine großen Plattformen oder lauten Attraktionen, sondern einen schlichten Pfad, der den Blick auf Wasser und BĂ€ume lenkt.

Auch in der digitalen Kultur ist der Blauer Teich Biei prĂ€sent: In sozialen Medien dient die Szenerie hĂ€ufig als Hintergrund fĂŒr Stilfotografie, Cosplay-Aufnahmen oder Naturaufnahmen im Wechsel der Jahreszeiten. Fotografen betonen die wechselnde Stimmung: Im Sommer wirkt Aoi Ike lebhaft und farbstark, im Herbst reflektiert der Teich das Rot und Gelb der umliegenden LaubbĂ€ume, im Winter bekommt die Szene durch Schnee und Eis einen fast monochromen, grafischen Charakter.

Blauer Teich Biei besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Der Blauer Teich Biei liegt in der NĂ€he der Kleinstadt Biei auf der Insel Hokkaid? im Norden Japans. Von Deutschland aus fĂŒhrt der Weg in der Regel ĂŒber internationale Drehkreuze wie Tokio (z.?B. Haneda oder Narita) oder Sapporo (New Chitose Airport). NonstopflĂŒge von Frankfurt am Main oder MĂŒnchen nach Tokio dauern meist zwischen 11 und 13 Stunden, je nach Verbindung und Saison. Von Tokio aus erreichen Reisende Sapporo per Inlandsflug in rund 1,5 Stunden oder mit dem Shinkansen-Schnellzug ĂŒber Aomori und den Seikan-Tunnel. Von Sapporo aus geht es weiter mit einem Regionalzug nach Asahikawa und von dort mit einem lokalen Zug oder Bus nach Biei. Ab Biei fahren saisonale Busse in Richtung Blauer Teich Biei; alternativ sind Mietwagen gĂ€ngig, da viele landschaftliche Punkte rund um Biei nur eingeschrĂ€nkt per ÖPNV erreichbar sind.
  • Öffnungszeiten: Der Bereich um den Blauen Teich Biei ist in der Regel ganzjĂ€hrig zugĂ€nglich, wobei Wege und ParkplĂ€tze je nach Schneelage im Winter eingeschrĂ€nkt sein können. Da es sich nicht um ein klassisches, eingezĂ€untes Museum handelt, sprechen Tourismusinformationen meist von freiem Zugang tagsĂŒber, wĂ€hrend der Besuch bei Dunkelheit nur eingeschrĂ€nkt zu empfehlen ist. Öffnungszeiten, mögliche Beleuchtungsaktionen am Abend oder kurzfristige Sperrungen können variieren — aktuelle Informationen sollten direkt bei lokalen Stellen in Biei oder auf offiziellen Tourismusportalen von Hokkaid? geprĂŒft werden.
  • Eintritt: FĂŒr den Besuch des Blauen Teichs wird nach gĂ€ngigen Informationen kein Eintritt erhoben. In einigen FĂ€llen können ParkgebĂŒhren anfallen, etwa fĂŒr BesucherparkplĂ€tze in der NĂ€he. Da GebĂŒhren sich Ă€ndern können, sollten Reisende vor der Anreise aktuelle Hinweise bei offiziellen Tourismusinstitutionen prĂŒfen. Preisangaben werden in Japan ĂŒblicherweise in Yen ausgewiesen; als grobe Orientierung können Besucher mit ĂŒberschaubaren BetrĂ€gen im niedrigen einstelligen Eurobereich fĂŒr Parken rechnen, sofern GebĂŒhren erhoben werden.
  • Beste Reisezeit: Der Blauer Teich Biei ist zu jeder Jahreszeit sehenswert, zeigt aber sehr unterschiedliche Gesichter. Im spĂ€ten FrĂŒhling und Sommer, wenn die Vegetation rund um den Teich satt grĂŒn ist, wirkt das Blau besonders intensiv. In vielen Reiseberichten werden die Monate Juni bis September als visuell attraktiv beschrieben. Im Herbst spiegeln sich die warmen Farben der LaubbĂ€ume im Wasser, was zu stimmungsvollen Kontrasten fĂŒhrt. Im Winter entsteht eine ruhigere, fast mystische AtmosphĂ€re, wenn Schnee die Landschaft bedeckt und der Teich teilweise zufriert. Wer Menschenansammlungen meiden möchte, sollte die Hauptferienzeiten in Japan und Wochenenden meiden und frĂŒh am Morgen oder am spĂ€ten Nachmittag kommen. Die Lichtstimmung ist zu diesen Tageszeiten zudem weicher, was besonders fĂŒr Fotografie gĂŒnstig ist.
  • Sprache und VerstĂ€ndigung: In Biei und der lĂ€ndlichen Umgebung sind Englischkenntnisse weniger verbreitet als in den GroßstĂ€dten Tokio oder Osaka. Beschilderungen an touristischen Orten wie dem Blauen Teich Biei sind jedoch zunehmend zweisprachig (Japanisch/Englisch). Deutsch wird nur selten gesprochen. FĂŒr Reisende aus Deutschland empfiehlt es sich, grundlegende englische Wendungen zu nutzen und gegebenenfalls eine Übersetzungs-App bereitzuhalten. Höflichkeitsfloskeln auf Japanisch, etwa ein einfaches „Arigat? gozaimasu“ („Vielen Dank“), werden sehr geschĂ€tzt.
  • Zahlung und Trinkgeld: Japan ist traditionell eine Bargeldgesellschaft, wobei in stĂ€dtischen und touristischen Bereichen Kreditkarten, kontaktlose Zahlungen und mobile Zahlungsdienste immer verbreiteter sind. In lĂ€ndlichen Regionen wie Biei ist es dennoch ratsam, ausreichend Bargeld (Yen) mitzufĂŒhren. Geldautomaten zur Abhebung mit internationalen Karten finden sich vor allem in Convenience Stores großer Ketten sowie in Banken. Trinkgeld ist in Japan unĂŒblich; guter Service ist im Preis einkalkuliert, und das zusĂ€tzliche Geldgeben kann sogar als unangemessen empfunden werden. Statt Trinkgeld wird Wert auf respektvolles Auftreten und ein freundliches „Danke“ gelegt.
  • Kleiderordnung und AusrĂŒstung: Eine spezielle Kleiderordnung existiert am Blauen Teich Biei nicht. Dennoch sollte auf robustes Schuhwerk geachtet werden, da Wege je nach Wetter rutschig, matschig oder verschneit sein können. Im Winter sind warme Kleidung und ggf. Spikes oder Schuhe mit gutem Profil wichtig, da die Temperaturen auf Hokkaid? deutlich unter 0?°C fallen können. Im Sommer empfiehlt sich Sonnenschutz, da die Reflexion am Wasser und auf den umliegenden Feldern intensiv sein kann.
  • Fotografieregeln: Fotografieren ist am Blauen Teich Biei ausdrĂŒcklich erwĂŒnscht, da der Ort als Fotomotiv bekannt wurde. Drohnenflug, das Betreten gesperrter Zonen oder das Verlassen der ausgewiesenen Wege ist jedoch unerwĂŒnscht und kann aus Sicherheits- und NaturschutzgrĂŒnden untersagt sein. Reisende sollten Hinweisschilder beachten und besonders bei starkem Besucherandrang RĂŒcksicht auf andere GĂ€ste nehmen.
  • Einreisebestimmungen: FĂŒr die Einreise nach Japan gelten fĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger visarechtliche Rahmenbedingungen, die sich Ă€ndern können. Generell wird ein gĂŒltiger Reisepass benötigt; fĂŒr viele Reisezwecke besteht ein visafreier Kurzaufenthalt, dessen Bedingungen allerdings variieren können. Deutsche StaatsbĂŒrger sollten aktuelle Einreisehinweise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen. Auch Informationen zu Gesundheitsbestimmungen, möglichen Impfempfehlungen und Versicherungsschutz sollten vor der Reise kontrolliert werden.
  • Zeitzone und Klima: Japan liegt in der Zeitzone Japan Standard Time (JST), die in der Regel +8 Stunden gegenĂŒber der MitteleuropĂ€ischen Zeit (MEZ) und +7 Stunden gegenĂŒber der MitteleuropĂ€ischen Sommerzeit (MESZ) betrĂ€gt. Hokkaid? gilt als kĂŒhler als viele andere Regionen Japans, mit kalten, schneereichen Wintern und milden bis warmen Sommern. Reisende aus Deutschland sollten wetterangepasste Kleidung mitbringen und insbesondere im Winter mit winterlichen StraßenverhĂ€ltnissen rechnen.

Warum Aoi Ike auf jede Biei-Reise gehört

Der Blauer Teich Biei ist mehr als nur ein Fotomotiv – er bĂŒndelt viele Aspekte einer Hokkaid?-Reise in einem einzigen Blick: die große Weite der Landschaft, die NĂ€he zum Vulkan Tokachi-dake, das Zusammenspiel von Mensch und Natur sowie die japanische Neigung, auch funktionale Orte Ă€sthetisch zu lesen. Wer nach Biei reist, erlebt nicht nur den Teich selbst, sondern auch die Fahrt dorthin, vorbei an Feldern, Farmen und Aussichtspunkten, als wichtigen Teil des Gesamterlebnisses.

FĂŒr Reisende aus Deutschland eignet sich Aoi Ike besonders gut als Ruhepol in einer Japanreise, die sonst hĂ€ufig durch dichte StĂ€dte und intensive EindrĂŒcke geprĂ€gt ist. Nach Tagen voller Tempel in Kyoto oder Hochhausschluchten in Tokio bietet der Blauer Teich Biei eine wohltuende Reduktion: ein ruhiger Weg entlang des Wassers, das leise Rascheln der BĂ€ume, das Spiegelbild des Himmels im Teich. Die Szene lĂ€dt dazu ein, Tempo herauszunehmen, zu fotografieren oder einfach zu beobachten, wie Licht und Farbe sich im Laufe des Tages verĂ€ndern.

In Kombination mit anderen Zielen auf Hokkaid? lĂ€sst sich der Teich hervorragend in eine Rundreise integrieren: Das nahegelegene StĂ€dtchen Furano ist bekannt fĂŒr Lavendelfelder und andere Blumenlandschaften, wĂ€hrend das Daisetsuzan-Nationalparkgebiet mit Bergen, Onsen (heißen Quellen) und Wanderwegen lockt. Wer die Reise sorgfĂ€ltig plant, kann in wenigen Tagen mehrere ikonische Seiten Hokkaid?s erleben: von der blauen WasserflĂ€che des Aoi Ike ĂŒber lila Lavendelfelder bis zu vulkanisch geprĂ€gten Berglandschaften.

Auch fĂŒr Fotografiebegeisterte aus der DACH-Region ist der Blauer Teich Biei ein reizvolles Ziel. Die klar erkennbare Struktur aus BĂ€umen, Wasser und Himmel sowie die jahreszeitlichen VerĂ€nderungen bieten unzĂ€hlige Bildvarianten. Lange Belichtungszeiten lassen das Wasser samtig wirken, wĂ€hrend Teleobjektive grafische Ausschnitte der BaumstĂ€mme betonen. Gleichzeitig ist der Ort kompakt genug, um auch ohne professionelle AusrĂŒstung eindrucksvolle Aufnahmen zu machen – viele der bekanntesten Bilder entstanden von den allgemein zugĂ€nglichen Wegen aus.

Wer Hokkaid? als Selbstfahrer mit Mietwagen erkundet, kann den Besuch zudem flexibel mit anderen Aussichtspunkten rund um Biei kombinieren, etwa HĂŒgelkuppen mit Panoramablick oder kleine FarmcafĂ©s. So wird Aoi Ike Teil einer grĂ¶ĂŸeren Route durch die „Pastelllandschaften“ der Region. Im Vergleich zu bekannten japanischen Wahrzeichen wie dem Kiyomizu-dera in Kyoto oder dem Senso-ji in Tokio ist der Blauer Teich Biei weniger ĂŒberlaufen, besonders außerhalb der Hauptsaison – ein Vorteil fĂŒr Reisende, die Ruhe suchen.

Blauer Teich Biei in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In den sozialen Medien gehört der Blauer Teich Biei zu den am hĂ€ufigsten geteilten Naturmotiven Hokkaid?s. Plattformen wie Instagram, TikTok, YouTube oder Pinterest sind voll von Bildern, Reels und Kurzclips, die die wechselnde Farbpalette des Wassers und die AtmosphĂ€re zu verschiedenen Tageszeiten zeigen. FĂŒr viele Japanreisende ist ein Foto von Aoi Ike lĂ€ngst zu einem Teil der persönlichen ReiserzĂ€hlung geworden – Ă€hnlich wie der Blick auf den Fuji oder die Neonlichter von Shibuya in Tokio.

HĂ€ufige Fragen zu Blauer Teich Biei

Wo genau liegt der Blauer Teich Biei?

Der Blauer Teich Biei befindet sich in der NĂ€he der Stadt Biei auf der Insel Hokkaid? im Norden Japans. Er liegt etwas außerhalb des Ortszentrums, in einer lĂ€ndlichen Umgebung, die von Feldern und WĂ€ldern geprĂ€gt ist. Besucher erreichen den Teich meist mit dem Auto, per Taxi oder mit saisonalen Buslinien ab Biei oder Asahikawa.

Wie ist der Blauer Teich Biei entstanden?

Der Blauer Teich Biei entstand als Teil eines wasserbaulichen Projekts zum Schutz vor Überschwemmungen im Zusammenhang mit dem Vulkan Tokachi-dake. Ein kĂŒnstliches Becken wurde angelegt, um Sedimente und Wasser zu regulieren. Mit der Zeit fĂŒllte es sich mit vulkanisch beeinflusstem Wasser, in dem abgestorbene BĂ€ume stehen blieben. Die besondere Mineralzusammensetzung und das Licht sorgen fĂŒr die blau-tĂŒrkise FĂ€rbung des Wassers.

Wann ist die beste Jahreszeit fĂŒr einen Besuch von Aoi Ike?

Aoi Ike ist das ganze Jahr ĂŒber sehenswert, jede Jahreszeit bietet eigene Reize. Im Sommer leuchtet das Wasser besonders intensiv, im Herbst spiegeln sich die Herbstfarben der BĂ€ume im Teich, und im Winter schafft Schnee eine ruhige, fast monochrome Szenerie. Wer krĂ€ftige Farben und angenehme Temperaturen bevorzugt, wĂ€hlt meist die Monate zwischen Juni und September; fĂŒr Winterstimmungen bieten sich die schneereichen Monate an.

Wie komme ich aus Deutschland zum Blauen Teich Biei?

Von Deutschland aus fliegen Reisende in der Regel nach Tokio oder direkt nach Sapporo auf Hokkaid?. Von Tokio geht es mit einem Inlandsflug nach Sapporo (New Chitose Airport) oder mit dem Shinkansen in den Norden. Ab Sapporo fĂŒhren RegionalzĂŒge nach Asahikawa, von wo aus weitere ZĂŒge oder Busse nach Biei fahren. Ab Biei sind Taxis, Mietwagen oder saisonale Busse gĂ€ngige Optionen, um den Blauen Teich zu erreichen. Eine genaue Routenplanung hilft, Umstiege und Reisezeiten optimal zu organisieren.

Ist der Blauer Teich Biei ein natĂŒrliches oder kĂŒnstliches GewĂ€sser?

Der Blauer Teich Biei ist ein kĂŒnstlich angelegtes GewĂ€sser, das im Rahmen von Hochwasserschutzmaßnahmen rund um den Vulkan Tokachi-dake entstand. Die Art und Weise, wie sich Wasser, Sedimente und abgestorbene BĂ€ume entwickelt haben, wirkt jedoch sehr naturnah. Die blau-tĂŒrkise FĂ€rbung des Wassers und die stehenden BaumstĂ€mme vermitteln vielen Besuchern den Eindruck eines NaturphĂ€nomens, auch wenn der Ursprung technisch bedingt ist.

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