Blauer Teich Biei: Warum Aoi Ike auf Hokkaido so magisch wirkt
17.06.2026 - 11:41:21 | ad-hoc-news.dePlötzlich öffnet sich der Wald und vor Ihnen liegt ein stiller Teich, in dem kahle BaumstĂ€mme wie Skulpturen aus einem fast unwirklich blauen Wasser ragen: der Blauer Teich Biei, lokal Aoi Ike (japanisch etwa âBlauer Teichâ). Die Farbe wirkt je nach Licht TĂŒrkis, Saphir oder milchig blau â und macht diesen Ort auf Hokkaido zu einem der ikonischsten Fotomotive Japans.
Blauer Teich Biei: Das ikonische Wahrzeichen von Biei
Der Blauer Teich Biei liegt in der lĂ€ndlichen Region um die Kleinstadt Biei im Zentrum von Hokkaido, der nördlichsten der vier Hauptinseln Japans. Die Landschaft ist geprĂ€gt von sanften HĂŒgeln, Feldern und WĂ€ldern und wird in japanischen Reisemagazinen oft mit europĂ€ischen Postkartenlandschaften verglichen. FĂŒr deutsche Reisende erinnert die Gegend in ihrer Weite eher an eine Mischung aus AllgĂ€u und nordischem Fjell â nur mit deutlich kontinentalerem Klima.
Der Teich selbst ist relativ klein, doch seine visuelle Wirkung ist enorm. Aus dem blauen Wasser ragen helle, abgestorbene LĂ€rchen und Birken, die wie grafische Linien vor einem farbintensiven Hintergrund wirken. Dieser starke Kontrast hat den Ort zu einem Symbolbild fĂŒr Biei gemacht; viele TourismusbroschĂŒren fĂŒr Hokkaido zeigen den Blauen Teich noch vor bekannten Skigebieten oder StĂ€dten.
Bekannt wurde Aoi Ike international, als das Motiv vor einigen Jahren als Hintergrundbild in einem groĂen Betriebssystem eines US-Technologiekonzerns genutzt wurde. Seitdem hat sich der Teich von einem regionalen Ausflugstipp zu einer globalen Attraktion entwickelt, die insbesondere von Fotografie- und Naturfans gezielt angesteuert wird. Japanische und internationale Reiseverlage heben hervor, dass der Teich durch seine kĂŒnstliche Entstehung und die intensive Farbe ein sehr modernes Wahrzeichen ist â im Gegensatz zu vielen historischen Tempeln oder Burgen des Landes.
Geschichte und Bedeutung von Aoi Ike
Anders als viele bekannte Seen Japans ist der Blauer Teich Biei kein uraltes NaturgewĂ€sser, sondern das Nebenprodukt eines modernen Hochwasserschutzprojekts. Die Region rund um den Vulkan Tokachi auf Hokkaido war in der Vergangenheit mehrfach von AusbrĂŒchen und damit verbundenen Laharen (Schlamm- und Gerölllawinen) betroffen. Nach einem gröĂeren Ausbruch Ende der 1980er Jahre errichteten Ingenieure im Flussbett des Biei-Flusses ein System von DĂ€mmen, um kĂŒnftige Schuttströme abzubremsen und die Stadt Biei zu schĂŒtzen.
Durch diese DĂ€mme entstand in einem Seitental ein aufgestauter Bereich, in dem sich Wasser sammelte. In diesem Bereich standen bereits BĂ€ume, die nun dauerhaft im Wasser standen und nach und nach abstarben. So entwickelte sich der heute sichtbare Teich mit den charakteristischen BaumstĂ€mmen. Die genaue Entstehungszeit des Teiches wird von unterschiedlichen Quellen zu Beginn der 1990er Jahre eingeordnet; ein exaktes Eröffnungsdatum fĂŒr Besucher gibt es nicht, da der Ort zunĂ€chst gar nicht als SehenswĂŒrdigkeit geplant war.
Die besondere blaue Farbe wurde erst einige Jahre spĂ€ter ĂŒberregional bekannt. Japanische Fotograf:innen, darunter auch regionale Landschaftsfotografen von Hokkaido, veröffentlichten Bilder in Magazinen und Kalendern, was die Aufmerksamkeit auf die Region verstĂ€rkte. Offizielle Stellen in Hokkaido und die TourismusverbĂ€nde von Biei begannen daraufhin, den Blauen Teich in BroschĂŒren, Online-Kampagnen und auf Messen zu bewerben.
Kulturell steht Aoi Ike fĂŒr eine interessante Spannung, die fĂŒr moderne japanische Landschaften typisch ist: Die Szenerie wirkt wie unberĂŒhrte Natur, ist aber das ganz direkte Ergebnis menschlicher Eingriffe in den Flusslauf aus GrĂŒnden des Katastrophenschutzes. FĂŒr Besucher aus Deutschland lĂ€sst sich dies mit einigen Stauseen oder renaturierten FlusslĂ€ufen vergleichen, bei denen sich durch Ingenieurbauten neue Ăkosysteme und Landschaftsbilder entwickelt haben, die spĂ€ter touristisch entdeckt werden.
FĂŒr die Einwohner:innen von Biei ist der Teich inzwischen ein wichtiger Bestandteil der regionalen IdentitĂ€t und Wirtschaft. Rund um den Ort haben sich CafĂ©s, SouvenirgeschĂ€fte und Fotopunkte entwickelt. Gleichzeitig achten die zustĂ€ndigen Behörden darauf, den Zugang zu lenken und sensiblere Bereiche abzusperren, um Erosion und SchĂ€den durch zu viele Besucher zu begrenzen. In offiziellen Informationen wird regelmĂ€Ăig darauf hingewiesen, Wege nicht zu verlassen und die Uferbereiche zu respektieren.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Der Blauer Teich Biei verfĂŒgt nicht ĂŒber klassische Architektur im Sinne von GebĂ€uden oder Monumenten. Die âArchitekturâ der Landschaft entsteht aus drei zentralen Komponenten: dem Wasser, den BaumstĂ€mmen und dem umgebenden Wald. Diese Elemente greifen in einer Weise ineinander, die von vielen Betrachtern als fast surreal beschrieben wird.
Das auffĂ€lligste Merkmal ist die FĂ€rbung des Wassers. Wissenschaftliche ErklĂ€rungen verweisen darauf, dass feine Partikel im Wasser â insbesondere Aluminium-haltige Sedimente vulkanischen Ursprungs, die aus nahegelegenen FlĂŒssen eingetragen werden â das Sonnenlicht streuen. Dadurch werden bestimmte WellenlĂ€ngen stĂ€rker reflektiert, was den Teich fĂŒr das menschliche Auge intensiv blau erscheinen lĂ€sst. Dieses physikalische Prinzip ist Ă€hnlich wie beim âBlue Lakeâ in anderen Regionen der Welt oder beim Himmelblau, nur dass hier die Partikelkonzentration im Wasser und der Untergrund fĂŒr die spezifische FĂ€rbung sorgen.
Die abgestorbenen BĂ€ume verstĂ€rken die Wirkung, indem sie als vertikale, helle Linien im Bild stehen. Viele Fotograf:innen sprechen von einer ânatĂŒrlichen Installationâ, die an Minimal Art oder japanische Tuschezeichnungen erinnert. Die Kombination aus klarer LinienfĂŒhrung, ruhiger WasseroberflĂ€che und krĂ€ftiger Farbe erzeugt einen hohen Wiedererkennungswert, der sich in tausenden Bildern auf Social Media widerspiegelt.
Je nach Jahreszeit verĂ€ndert sich die Stimmung rund um den Teich deutlich. Im Sommer intensiviert das krĂ€ftige GrĂŒn des Waldes den blau-tĂŒrkisen Eindruck des Wassers. Im Herbst spiegeln sich rot und golden gefĂ€rbte BlĂ€tter zwischen den BaumstĂ€mmen. Im Winter wiederum, wenn Schnee und Eis Teile des Teiches bedecken, wirkt die Szene fast monochrom â einzelne freie WasserflĂ€chen leuchten dann noch stĂ€rker blau vor einem weiĂen Hintergrund. Viele professionelle Fotografie-Guides empfehlen deshalb mehrere Besuche zu unterschiedlichen Jahreszeiten, um die Bandbreite des Ortes zu erleben.
Auch die Tageszeit spielt eine groĂe Rolle: In den Morgenstunden, wenn das Licht noch weich ist und hĂ€ufig Nebel ĂŒber dem Wasser liegt, entsteht eine besonders mystische AtmosphĂ€re. Gegen Mittag, bei höher stehender Sonne, wirkt das Blau hĂ€ufig krĂ€ftiger und klarer. In der DĂ€mmerung, vor allem bei vorhandenem Restlicht, kann der Teich eher grĂŒnlich oder grau-blau erscheinen. Offizielle Bildgalerien von Hokkaido und Biei zeigen diese Unterschiede sehr deutlich.
In der japanischen PopulĂ€rkultur taucht der Blauer Teich Biei mittlerweile in FotobĂ€nden, Reise-Dokumentationen und Online-Serien ĂŒber Hokkaido auf. Anders als historische HeiligtĂŒmer wie Shinto-Schreine oder buddhistische Tempel ist Aoi Ike jedoch kein religiöser Ort. Es gibt keine Schreine oder Torii direkt am Ufer, was deutschen Besucher:innen die Einordnung erleichtert: Es handelt sich nicht um einen heiligen See, sondern um ein landschaftliches Highlight mit fotografischer Strahlkraft.
Blauer Teich Biei besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise: Der Blauer Teich Biei liegt nahe der Stadt Biei im Zentrum von Hokkaido, etwa 15 bis 20 km östlich von Asahikawa und rund 160 km nordöstlich von Sapporo. FĂŒr Reisende aus Deutschland fĂŒhrt der schnellste Weg in der Regel ĂŒber Tokio (FlughĂ€fen Haneda oder Narita) oder andere groĂe Asiendrehkreuze nach Sapporo (New Chitose Airport). Von Sapporo nach Asahikawa bestehen InlandsflĂŒge und Bahnverbindungen. Von Asahikawa erreichen Sie Biei per Regionalzug oder Bus in rund 30 bis 40 Minuten. Vom Ort Biei fahren saisonabhĂ€ngig Busse in Richtung Blauer Teich; auĂerhalb der Hauptsaison ist ein Mietwagen die flexibelste Option. Fahrzeiten ab Deutschland nach Hokkaido variieren stark nach Verbindung, meist sollten inklusive Umstieg mindestens 15 bis 18 Stunden Reisezeit einkalkuliert werden.
- Ăffnungszeiten: Der Zugang zum Blauen Teich Biei erfolgt ĂŒber einen ausgeschilderten Besucherbereich mit Wegen und Aussichtspunkten. Der Bereich ist in der Regel tĂ€glich zugĂ€nglich, kann aber witterungsbedingt (z. B. bei starkem Schneefall, GlĂ€tte oder Wartungsarbeiten) zeitweise gesperrt oder eingeschrĂ€nkt sein. Ăffnungszeiten können je nach Saison und lokalen Entscheidungen variieren â es empfiehlt sich, kurz vor dem Besuch aktuelle Hinweise der örtlichen Tourismusinformation oder offizieller Stellen in Biei und Hokkaido zu prĂŒfen.
- Eintritt: FĂŒr den Besuch des eigentlichen Teich-Areals wird nach öffentlich zugĂ€nglichen Informationen ĂŒblicherweise kein klassischer Eintritt wie bei einem Museum erhoben; der Zugang ĂŒber die Wege ist als öffentlich zugĂ€nglicher Naturbereich angelegt. Da sich GebĂŒhrenmodelle oder ParkgebĂŒhren Ă€ndern können, sollten Reisende trotzdem mit möglichen Kosten fĂŒr ParkplĂ€tze oder Shuttlebusse rechnen. Als grobe Orientierung genĂŒgt es, einige Euro (umgerechnet in Yen) fĂŒr Parken oder lokale Infrastruktur einzuplanen, genaue und aktuelle BetrĂ€ge sollten vor Ort oder auf offiziellen Informationsseiten geprĂŒft werden.
- Beste Reisezeit: Hokkaido hat ein deutlich kĂŒhleres Klima als groĂe Teile des japanischen Hauptlandes Honshu. Die Hauptsaison fĂŒr einen Besuch des Blauen Teichs liegt zwischen spĂ€ten FrĂŒhling und Herbst. Von Mai bis Juni prĂ€sentieren sich die umliegenden WĂ€lder frischgrĂŒn, wĂ€hrend im Juli und August die Sommerhitze zwar spĂŒrbar, aber weniger drĂŒckend ist als in Tokio oder Osaka. Der Herbst (Ende September bis Oktober) ist fĂŒr viele Reisende die attraktivste Zeit, da sich die LaubfĂ€rbung mit der blauen WasserflĂ€che zu einem besonders intensiven Farbspiel verbindet. Im Winter kann der Teich teilweise zugefroren und von Schnee bedeckt sein; dann wirken die Kontraste ruhiger, aber atmosphĂ€risch sehr eindrucksvoll. Wer den Teich fotografieren möchte, sollte auĂerdem die Tageszeit im Blick behalten: Vormittags ist das Licht oft weicher, mittags kann die Farbe krĂ€ftiger erscheinen.
- Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten: In Biei und der Region Hokkaido wird ĂŒberwiegend Japanisch gesprochen. Englisch wird in touristischen Einrichtungen zunehmend verstanden, aber nicht flĂ€chendeckend. Deutsch ist kaum verbreitet. Es empfiehlt sich, einige grundlegende japanische Höflichkeitsformeln zu kennen oder eine Ăbersetzungs-App zu nutzen. In Japan wird traditionell viel mit Bargeld in Yen bezahlt; Kartenzahlung ist in StĂ€dten und gröĂeren Einrichtungen verbreitet, in lĂ€ndlicheren Regionen kann Bargeld jedoch weiterhin wichtig sein. Internationale Kreditkarten werden hĂ€ufiger akzeptiert als deutsche Girokarten. Mobile Payment (z. B. ĂŒber Apple Pay oder Google Pay) ist im Alltag vor allem dort nutzbar, wo entsprechende Kreditkarten hinterlegt sind; lokale Dienste wie Suica Mobile oder andere IC-Card-Lösungen können fĂŒr ĂPNV und kleinere BetrĂ€ge praktisch sein. Trinkgeld ist in Japan unĂŒblich und kann sogar als unhöflich empfunden werden; guter Service ist im Preis enthalten. Am Blauen Teich selbst sollten Besucher RĂŒcksicht auf die Natur nehmen, Abfall wieder mitnehmen, Wege nicht verlassen und Drohnen oder laute Musik vermeiden, wenn entsprechende Hinweisschilder dies untersagen. Fotografie ist grundsĂ€tzlich erlaubt, solange keine Absperrungen ĂŒberschritten werden und andere Besucher nicht gestört werden.
- Einreisebestimmungen: Japan liegt je nach Jahreszeit 7 bis 8 Stunden vor MitteleuropĂ€ischer Zeit (MEZ/MESZ). FĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger können sich Einreisebedingungen und Visaregeln Ă€ndern. Daher sollten aktuelle Hinweise zu ReisepĂ€ssen, Visafreiheit, Gesundheitsbestimmungen und Sicherheit stets auf der Website des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de geprĂŒft werden. FĂŒr Reisen auĂerhalb Europas empfiehlt sich zudem eine separate Auslandsreisekrankenversicherung, da die europĂ€ische Krankenversicherungskarte (EHIC) in Japan nicht gilt.
Warum Aoi Ike auf jede Biei-Reise gehört
Wer eine Reise nach Hokkaido plant, entscheidet sich oft wegen der weiten Landschaften, des kĂŒhleren Klimas und einer ruhigeren AtmosphĂ€re als in den Metropolregionen. Der Blauer Teich Biei fĂŒgt dieser Erwartung eine besondere visuelle Note hinzu. Der Moment, in dem der Teich nach einem kurzen Weg durch den Wald plötzlich sichtbar wird, gehört zu jenen Reiseerlebnissen, die trotz zahlreicher Fotos zuvor ĂŒberraschend wirken â die IntensitĂ€t der Farbe ist schwer vollstĂ€ndig digital einzufangen.
FĂŒr eine Reiseplanung aus Deutschland bietet sich der Teich besonders als Teil einer Route durch Zentral-Hokkaido an, die Biei, Furano und die Umgebung von Asahikawa kombiniert. WĂ€hrend Biei fĂŒr seine HĂŒgel und den Blauen Teich bekannt ist, stehen Furano und die Umgebung fĂŒr Blumenfelder im Sommer, Lavendelfarmen und Wintersport. In dieser Kombination lĂ€sst sich eine abwechslungsreiche Reise gestalten, die Natur, Fotografie, leichte Wanderungen und Kulinarik verbindet.
Aus Sicht vieler ReisefĂŒhrer ist ein Besuch des Blauen Teichs ideal, um die Vielfalt japanischer Landschaften abseits der bekannten Klassiker Kyoto, Tokio und Fuji-san zu erleben. Die Region Hokkaido ist mit ihren klimatischen Bedingungen, ihrer Geschichte als spĂ€ter erschlossene Grenzregion und ihrer starken landwirtschaftlichen PrĂ€gung ein Gegenpol zu den hochverdichteten Metropolen im SĂŒden. Wer Japan bereits einmal besucht hat und eine zweite oder dritte Reise plant, findet in Biei und Aoi Ike eine gute Möglichkeit, das Land aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.
Auch fĂŒr Familien kann der Besuch attraktiv sein: Der Weg zum Teich ist in der Regel leicht begehbar, und das Motiv ist auch fĂŒr Kinder sehr eindrucksvoll. Gleichzeitig sollten Eltern darauf achten, dass Kinder nicht zu nah an das Ufer herantreten, da Böschungen rutschig sein können. FĂŒr Ă€ltere Reisende oder Menschen mit eingeschrĂ€nkter MobilitĂ€t ist relevant, dass der Teich ĂŒber festere Wege erreichbar ist, jedoch je nach Witterung (Schnee, Eis, Regen) Vorsicht geboten ist. Genauere Angaben zum aktuellen Zustand der Wege und etwaigen BarrierefreiheitsmaĂnahmen sollten vor einer Reise direkt bei lokalen Tourismusinformationen erfragt werden.
Viele Reiseberichte betonen, dass sich ein Besuch am Blauen Teich gut mit weiteren Naturerlebnissen kombinieren lĂ€sst. Dazu gehören in der Region etwa Flusslandschaften, Wandergebiete und Aussichtspunkte auf die umliegenden Berge. In den Wintermonaten wird der Norden Hokkaidos zudem von internationalen Skifahrern und Snowboardern besucht. Wer eine Rundreise plant, sollte ausreichend Zeit fĂŒr Transfers einplanen, da Entfernungen auf Hokkaido gröĂer sind, als es auf der Karte zunĂ€chst erscheint, und öffentliche Verkehrsmittel zwar zuverlĂ€ssig, aber im lĂ€ndlichen Raum nicht immer im dichten Takt verkehren.
SchlieĂlich spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine zunehmende Rolle. Japanische Behörden und Tourismusorganisationen weisen darauf hin, dass sensible NaturrĂ€ume wie der Bereich um den Blauen Teich langfristig nur erhalten werden können, wenn Besucherströme gelenkt und Verhaltensregeln respektiert werden. FĂŒr Reisende aus Deutschland bedeutet das: lieber etwas mehr Zeit einplanen, Geduld mitbringen und dafĂŒr die Landschaft mit Ruhe und RĂŒcksicht genieĂen, statt an wenigen Punkten möglichst viele Selfies aufzunehmen.
Blauer Teich Biei in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke
In sozialen Medien ist der Blauer Teich Biei seit Jahren ein Dauerbrenner. Auf Bildplattformen finden sich unzĂ€hlige Aufnahmen aus immer neuen Perspektiven und Jahreszeiten, oft mit Fokus auf das intensive Blau oder die Spiegelungen der abgestorbenen BĂ€ume. Reise-Influencer:innen nutzen den Teich gerne als Symbol fĂŒr das âandereâ Japan jenseits der GroĂstĂ€dte. Gleichzeitig wĂ€chst das Bewusstsein dafĂŒr, dass ruhige Orte durch zu starke Inszenierung ĂŒberlastet werden können. Viele Nutzer:innen teilen deshalb mittlerweile auch Hinweise zum respektvollen Besuch und zur Vermeidung von Menschenmassen, etwa durch Besuche frĂŒhmorgens oder auĂerhalb der Hauptferienzeiten.
Blauer Teich Biei â Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
HĂ€ufige Fragen zu Blauer Teich Biei
Wo liegt der Blauer Teich Biei genau?
Der Blauer Teich Biei befindet sich in der NĂ€he der Stadt Biei in Zentral-Hokkaido, der nördlichsten Hauptinsel Japans. Er liegt in einem bewaldeten Gebiet östlich von Biei, unweit der StraĂe in Richtung der heiĂen Quellen und Berge in der Umgebung. Die nĂ€chstgröĂere Stadt ist Asahikawa, von der aus der Teich per Auto oder Bus in gut einer Stunde erreichbar ist. Die genaue Beschilderung vor Ort erfolgt auf Japanisch und Englisch.
Warum ist das Wasser von Aoi Ike so blau?
Die auffĂ€llige blaue FĂ€rbung des Wassers entsteht durch das Zusammenspiel von vulkanischen Sedimenten, die feine Partikel in das Wasser bringen, und dem Lichteinfall. Diese Partikel â etwa aluminiumhaltige Bestandteile â streuen das Sonnenlicht so, dass bestimmte WellenlĂ€ngen stĂ€rker reflektiert werden und der Teich fĂŒr das Auge intensiv blau oder tĂŒrkis wirkt. Je nach Wetter, Jahreszeit und Tageszeit kann die Farbe von krĂ€ftig blau ĂŒber milchig bis hin zu leicht grĂŒnlich variieren.
Wie ist der Blauer Teich Biei entstanden?
Der Teich ist als Nebenprodukt eines Schutzprojekts gegen Schutt- und Gerölllawinen nach VulkanausbrĂŒchen entstanden. Durch den Bau von DĂ€mmen im Flusslauf stauten sich Wasser und Sedimente an, wodurch in einem Waldgebiet ein stehendes GewĂ€sser entstand. Die dortigen BĂ€ume starben im Wasser ab und bilden heute die charakteristischen hellen StĂ€mme, die aus der WasseroberflĂ€che ragen. Der Ort war ursprĂŒnglich nicht als touristische Attraktion geplant, hat sich aber im Laufe der Zeit zu einer der bekanntesten SehenswĂŒrdigkeiten Hokkaidos entwickelt.
Wann ist die beste Zeit, den Blauen Teich zu besuchen?
Die beste Reisezeit hĂ€ngt davon ab, welche Stimmung Reisende erleben möchten. Zwischen Mai und Oktober sind die Wege meist gut zugĂ€nglich, die Region ist schneefrei und das Blau des Wassers tritt besonders in Kombination mit dem GrĂŒn der WĂ€lder oder der HerbstfĂ€rbung hervor. Im Winter kann der Teich teilweise zugefroren sein und von Schnee bedeckt werden, was eine ruhigere, fast monochrome Szenerie erzeugt. Wer gröĂere Besucherströme meiden möchte, sollte möglichst frĂŒh am Tag und auĂerhalb von Wochenenden sowie nationalen Feiertagen in Japan kommen.
Wie gelangen Reisende aus Deutschland am besten zum Blauen Teich Biei?
Von Deutschland aus fĂŒhrt der Weg meist mit einem Langstreckenflug nach Tokio oder ĂŒber andere internationale Drehkreuze nach Sapporo auf Hokkaido. Von dort geht es per Inlandsflug, Bahn oder Bus nach Asahikawa und weiter nach Biei. Die letzten Kilometer zum Blauen Teich werden je nach Saison und Angebot per Bus, Taxi oder Mietwagen zurĂŒckgelegt. Da FahrplĂ€ne und Verkehrsverbindungen sich Ă€ndern können, ist es ratsam, vor der Reise aktuelle Informationen bei Bahn- und Busbetreibern oder der örtlichen Tourismusinformation einzuholen.
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