Ciutat de les Arts i les Ciencies – futuristische Architektur im alten Flussbett
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 07:13 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Ciutat de les Arts i les Ciencies in Valencia ist ein weitläufiger Komplex aus futuristischen Bauwerken, die sich im ehemaligen Bett des Río Túria zwischen Innenstadt und Hafen erstrecken und Wissenschaft, Kultur sowie Freizeit an einem Ort bündeln. Prägend für die Anlage sind die expressiven Formen von Santiago Calatrava und die organisch geschwungene Architektur, deren erste Gebäude Ende der 1990er Jahre eröffnet wurden und die bis 2009 schrittweise ergänzt wurde.
Ciutat de les Arts i les Ciencies im alten Flussbett des Túria
Die Ciutat de les Arts i les Ciencies liegt im trockengelegten Flussbett des Río Túria, das nach der Umleitung des Flusses als lineare Park- und Kulturachse durch Valencia entwickelt wurde. Der Komplex nimmt einen Abschnitt dieser Achse südöstlich der historischen Altstadt ein und zieht sich über rund zwei Kilometer als Abfolge von Bauwerken, Wasserflächen und Wegen.Der Komplex erstreckt sich entlang des ehemaligen Flussbetts Die Lage im abgesenkten Flusstal lässt die Gebäude teilweise unter dem Niveau der angrenzenden Stadtviertel erscheinen, während ihre Aufbauten weithin über die Umgebung hinausragen.
Städtebaulich ist die Ciutat de les Arts i les Ciencies zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Nazaret nahe der Küste angeordnet, mit direkten Verbindungen zu angrenzenden Wohnquartieren und Verkehrsachsen. Das Gelände ist von breiten Fußwegen und Wasserbecken durchzogen, die den Flusslauf zitieren, während Brücken und Rampen die verschiedenen Ebenen und Uferseiten verbinden.Die Anlage bedeckt eine Fläche von etwa 350.000 Quadratmetern und wirkt damit wie eine eigene Stadtlandschaft im Band des ehemaligen Flusses.
Architektur und Hauptgebäude der Ciutat de les Arts i les Ciencies
Gestaltet wurde die Ciutat de les Arts i les Ciencies überwiegend von dem aus Valencia stammenden Architekten und Ingenieur Santiago Calatrava, der für mehrere Gebäude die charakteristischen weiß gehaltenen, skulpturalen Formen entwarf. Ergänzend zeichnete der mexikanische Architekt Félix Candela für die Struktur des Ozeanariums verantwortlich, dessen dünne Betonschalen an Meeresformen erinnern.Die Planung des Ensembles begann Mitte der 1990er Jahre, die Eröffnung der ersten Teilbauten erfolgte 1998, weitere Elemente kamen bis zum Abschluss mit dem Ágora im Jahr 2009 hinzu.Die Entwicklung erstreckte sich damit über etwa 14 Jahre Bauzeit
Die Anlage besteht aus mehreren benannten Gebäuden und Freiräumen, die jeweils eigene Funktionen tragen. Das Hemisfèric ist ein halbkugelförmiges Bauwerk mit einem flachen Wasserbecken, das ein IMAX-Kino sowie ein Planetarium beherbergt. Das Museu de les Ciències ist ein langgestrecktes Volumen mit großer Glasfassade, das als interaktives Wissenschaftsmuseum dient. Unter einer offenen, von rankenartigen Bögen gezeichneten Konstruktion erstreckt sich der Umbracle als Spazierweg mit gartenähnlicher Bepflanzung und integrierter Parkfläche.Zum Ensemble gehören zudem das Oceanogràfic als großes Aquarium, der Palau de les Arts Reina Sofía als Opernhaus und das Ágora als multifunktionale Halle Die Gebäude sind über Wasserflächen und Plätze miteinander verbunden, sodass sich Besucher zwischen den Bauwerken entlang reflektierender Becken bewegen.
Material, Formensprache und Nutzung als Kultur- und Wissenschaftszentrum
Charakteristisch für die Ciutat de les Arts i les Ciencies ist die Verwendung von weißem Beton, Glas und Metall, die zusammen mit den geschwungenen Tragelementen eine neofuturistische Anmutung erzeugen. Viele Baukörper wirken wie abstrahierte natürliche Formen, etwa ein überdimensioniertes Auge, ein Fisch oder ein Schiffsrumpf, und spiegeln sich in ausgedehnten Wasserbecken, die die Architektur optisch verdoppeln. Innenräume wie der Opernsaal des Palau de les Arts sind mit technischen Bühnenanlagen und differenzierten Zuschauerräumen ausgestattet und dienen der Aufführung von Musiktheater sowie Konzerten.
Die Funktionen der einzelnen Teile reichen von wissenschaftlicher Vermittlung bis zu Freizeit- und Veranstaltungsnutzung. Im Museu de les Ciències laden interaktive Stationen zu naturwissenschaftlichen Experimenten ein, während das Oceanogràfic Meereslebensräume in mehreren Zonen darstellt und als eines der größten Aquarien Europas gilt.Der Umbracle bildet einen offenen Gartenweg mit Blick über die Bauwerke, der tagsüber als Aussichtspromenade genutzt wird. Die Kombination aus Kulturinstitutionen, Wissenschaftsausstellung, Kino, Aquarium und Freiraum macht die Ciutat de les Arts i les Ciencies zu einem vielfältig genutzten Stadtbaustein, an dem unterschiedliche Zielgruppen zusammenkommen.
Ciutat de les Arts i les Ciencies besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die Ciutat de les Arts i les Ciencies liegt südöstlich der Altstadt von Valencia im ehemaligen Bett des Río Túria und ist über städtische Buslinien sowie Straßenverbindungen von der Innenstadt und vom Bahnhof Valencia Nord erreichbar.
- Das Gelände besteht aus weitläufigen Wegen und Platzflächen mit längeren Distanzen zwischen den einzelnen Gebäuden, dazu kommen Treppen und Rampen, die die verschiedenen Ebenen des ehemaligen Flusstals verbinden.
- In der Umgebung der Ciutat de les Arts i les Ciencies verlaufen der Jardí del Túria als Grünzug im alten Flussbett und Verkehrsachsen wie die Avenida del Professor López Piñero, die den Zugang mit Pkw erleichtern.
- Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Euro; für viele Beschilderungen und Hinweise innerhalb der Ciutat de les Arts i les Ciencies sind zusätzlich valencianische Bezeichnungen üblich.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Ciutat de les Arts i les Ciencies auf Social-Media-Plattformen
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Ciutat de les Arts i les Ciencies: häufige Fragen
Wo liegt die Ciutat de les Arts i les Ciencies in Valencia?
Die Ciutat de les Arts i les Ciencies liegt im südöstlichen Abschnitt des trockengelegten Río-Túria-Betts zwischen der Altstadt von Valencia und dem Hafen und schließt an den Jardí del Túria sowie angrenzende Stadtviertel an.
Was bietet ein Besuch der Ciutat de les Arts i les Ciencies?
Ein Besuch verbindet Architektur, Wissenschaft und Freizeit: Hemisfèric, Museu de les Ciències, Umbracle, Oceanogràfic, Palau de les Arts und Ágora bieten Kino, interaktive Ausstellungen, Aquarium, Oper und Veranstaltungsräume in einem zusammenhängenden Ensemble.
Was kennzeichnet die Ciutat de les Arts i les Ciencies besonders?
Prägend sind die neofuturistischen Bauformen von Santiago Calatrava und Félix Candela, der Standort im ehemaligen Flussbett des Río Túria und die Kombination aus großmaßstäblichen Wasserflächen, weißem Beton und Glas, die eine eigenständige moderne Stadtlandschaft bilden.
