Reisen, unterhaltung

Gewerkschaften: mehr Sonderurlaub gefordert

14.02.2020 - 10:35:50 | ad-hoc-news.de

Die deutschen Gewerkschaften fordern beim Tod des eigenen Kindes zusÀtzliche Tage Sonderurlaub.

DGB-Logo - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
DGB-Logo - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Diese Forderung stellte Ulrich Silberbach, Vorsitzender des DBB Beamtenbund und Tarifunion. GegenĂŒber der "Frankfurter Allgemeinen" forderte er fĂŒr den Tod eines Kindes zusĂ€tzliche Tage Sonderurlaub fĂŒr die Eltern, um die Trauer zu bewĂ€ltigen. Dies sei in Deutschland dringend erforderlich, weil die aktuelle Praxis unmenschlich kurz sei. Derzeit mĂŒssen Arbeitnehmer nach zwei freien Tagen wieder arbeiten gehen. Silberbach fragte, wer dazu nach einem so dramatischen Schicksalsschlag in der Lage sei. Das aktuelle Vorgehen nannte er absurd. Im Vergleich mit anderen europĂ€ischen LĂ€ndern schneiden Deutsche sehr schlecht ab. Frankreich gewĂ€hrt den Eltern eines solchen Schicksalsschlages 15 Tage Sonderurlaub. Die britische Regierung verlĂ€ngerte ihn gerade auf zehn Tage. Das Vorstandsmitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), Annelie Buntenbach, zeigte sich zurĂŒckhaltender als ihr Kollege vom DBB. Die FunktionĂ€rin empfahl der Bundesregierung, die Entwicklung bei den Nachbarn zu beobachten. Berlin solle dann aus den Erfahrungen dort lernen. Die Gewerkschaft Verdi, Mitglied im DGB, fordert dagegen eine angemessene Ausweitung des bezahlten, aber auch des unbezahlten Urlaubs. Zwei Tage seien fĂŒr die Trauer zu wenig. Die ArbeitgeberverbĂ€nde zeigten VerstĂ€ndnis fĂŒr die Situation der Betroffenen, reagierten auf die Forderungen aus den Gewerkschaften aber ablehnend. Ein so schwerer Schicksalsschlag sei nicht mit einem Gesetz zu kompensieren. Vielmehr finden Arbeitgeber und die betroffenen Arbeitnehmer in der Regel der Situation angemessene Lösungen. Das Bundeswirtschaftsministerium verfolgt laut eigener Angabe die Entwicklung in Frankreich und Großbritannien interessiert. Es wollte sich aber nicht festlegen, ob es den Beispielen folgt. Besonders in Frankreich gab es eine lebhafte Debatte, als die französische Regierung zunĂ€chst eine VerlĂ€ngerung des Sonderurlaubes ablehnte. Als Opposition und Medien diese Ablehnung unmenschlich nannten, lenkte Paris ein und beschloss eine deutliche Ausweitung der bisherigen Regel. Sie wollte so den Eindruck zurĂŒckdrĂ€ngen, sie wĂ€re bei diesem Thema hartherzig. Die britische Regierung verlĂ€ngerte den Anspruch auf Sonderurlaub in einem neuen Gesetz auf zehn Tage. Es tritt am 1. April in Kraft. Die Regelung soll etwa Zehntausend Familien zugutekommen.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
unterhaltung | 59799247 |