Duomo di Amalfi, Amalfi

Duomo di Amalfi: Treppenhaus zur Himmelspforte über Amalfi

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 18:06 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Duomo di Amalfi erhebt sich in Amalfi über einer weiten Freitreppe und verbindet die Geschichte der Seerepublik mit einem vielschichtigen Sakralbau.

Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Kathedrale von Amalfi, Amalfi Italien
Extreme Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Kathedrale von Amalfi in Amalfi Italien, taktile Struktur und, Illustration mit AI erstellt.

Der Duomo di Amalfi ist die Kathedrale der Küstenstadt Amalfi in Italien und erhebt sich als Sakralbau über einer breiten Freitreppe über der Piazza Duomo, die Fassade klar vom urbanen Leben am Fuß des Hangs getrennt. Die Anlage geht auf eine Kirche zurück, deren Bau unter Herzog Mansone I im späten 10. Jahrhundert begann und die in den folgenden Jahrhunderten zu einem komplexen Kathedralensemble mit mehreren Schiffen, Krypta und Kreuzgang anwuchs.

Duomo di Amalfi: Geschichte einer Küstenkathedrale

Der Kern des heutigen Duomo di Amalfi entstand ab dem Jahr 987, als Herzog Mansone I eine neue Kirche zu Ehren des Apostels Andreas neben einer älteren Basilika errichten ließ. Die Gründung durch Mansone I im Jahr 987 bildete den Ausgangspunkt für ein Kathedralensemble, in dem zwei ursprünglich getrennte Kirchen mit mehreren Schiffen später baulich vereint wurden. Die ältere Kirche, heute als Basilika des Kreuzes bekannt, geht auf das 9. Jahrhundert zurück und steht wiederum auf den Resten einer frühchristlichen Anlage aus dem 6. Jahrhundert, die als früheste Kultschicht des Ortes gilt.

Im 13. Jahrhundert wurden Krypta und Atrium unterhalb und vor der Hauptkirche angelegt, wodurch der Zugang zur Kathedrale einen klar gegliederten Vorbereich erhielt. In dieser Zeit entstand auch der Chiostro del Paradiso, ein Kreuzgang mit schlanken Stützen und Arkaden, der im Auftrag des Erzbischofs Filippo Augustariccio zwischen 1266 und 1268 errichtet wurde und als eigener Geviertbau an die Kirche anschließt.Der Cloister of Paradise aus den 1260er Jahren verdankt seine Wirkung den umlaufenden Arkaden und der dichten Anordnung von Grabdenkmälern entlang der Innenwände.

Fassade, Stile und Materialien

Die heutige Schaufassade des Duomo di Amalfi stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und ersetzt einen älteren Vorgänger, der im 19. Jahrhundert verlorenging. Sie ist in neomoresken Formen mit neogotischen Einflüssen gehalten und trägt im oberen Bereich ein Mosaikfeld mit Darstellung des thronenden Christus, das vor einer geometrisch gegliederten Hintergrundstruktur steht.Die Fassade wurde im 19. Jahrhundert nach Entwurf von Errico Alvino geschaffen und bildet mit ihrem Giebel, den Spitzbögen und den farbigen Steinlagen einen deutlich von der umliegenden Bebauung abgesetzten Baukörper.

Architektonisch zeigt die Kathedrale eine Folge von Schichten, die von romanischen Formen der Grundstruktur über Arab-Norman-Elemente bis hin zu Barock- und Rokokoausstattungen im Innenraum reichen. Mehrere Quellen beschreiben den Duomo di Amalfi als Bau mit romanischer Grundanlage, Arab-Norman-Details und späteren barocken und rokokohaften Dekorationen, sodass sich im Inneren und an den Anbauten unterschiedliche Stile ablesen lassen. Die Mischung aus romanischer Struktur und späteren barocken Schichten macht den Bau zu einem Anschauungsobjekt für den Wandel kirchlicher Architektur an der südlichen italienischen Küste.

Innenraum, Krypta und Kreuzgang

Im Inneren zeigt der Duomo di Amalfi eine mehrschiffige Raumstruktur mit einer Hauptachse und seitlichen Schiffen, deren Trennung durch Säulen und Pfeiler erfolgt. Die Ausstattung kombiniert barocke Altaranlagen, Dekorationsmalerei und einzelne mittelalterliche Bauteile, sodass der Eindruck eines gewachsenen Kirchenraums entsteht. In der Krypta unter dem Hauptchor werden die Reliquien des Apostels Andreas aufbewahrt, die im frühen 13. Jahrhundert aus Konstantinopel nach Amalfi gebracht wurden und seither mit der Kathedrale verbunden sind. Mehrere Darstellungen, Reliefs und Gefäße im Kryptenraum greifen das Motiv des Apostels auf und bilden einen eigenen Andachtsbereich innerhalb des Ensembles.

Der Chiostro del Paradiso schließt als Kreuzgang mit Arkaden und schlanken Säulen an die Kathedrale an. Er ist als rechteckiger Hof mit zentraler Freifläche ausgelegt, um den herum die rundbogigen Gänge verlaufen. Entlang der Mauern stehen Grabplatten und Sarkophage, die den Kreuzgang zugleich zu einem Lapidarium historischer Bestattungen machen. Die Kombination aus weißem Stein, den schlanken Stützen und den Blickachsen auf Fassade und Glockenturm trägt zur prägnanten Erscheinung dieser Teilanlage bei.

Duomo di Amalfi besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Der Duomo di Amalfi steht oberhalb der Piazza Duomo im Zentrum von Amalfi, einer Stadt an der Amalfiküste in Kampanien, und ist über eine ausgedehnte Freitreppe von der Platzebene aus erreichbar.
  • Der Zugang zur Kathedrale erfolgt über zahlreiche Stufen, die vom Platz zur Vorhalle führen, sodass der Besuch ein sicheres Steigen auf einer teils steilen Treppe verlangt.
  • In unmittelbarer Nähe der Kathedrale liegen der Kreuzgang Chiostro del Paradiso und die Basilika des Kreuzes, die als eigene historische Räume innerhalb des Kathedralensembles erschlossen werden.
  • Amalfi ist von der Umgebung aus mit Straßenverkehrsmitteln entlang der Küstenstraße sowie mit Fährverbindungen entlang der Amalfiküste erreichbar, die den Ort mit anderen Küstenstädten verbinden.

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Duomo di Amalfi: häufige Fragen

Wo liegt der Duomo di Amalfi?

Der Duomo di Amalfi steht in der Stadt Amalfi an der südlichen Amalfiküste in Kampanien und erhebt sich mit seiner Hauptfassade über der zentralen Piazza Duomo.

Was bietet ein Besuch im Duomo di Amalfi?

Ein Besuch erschließt den mehrschiffigen Kirchenraum, die Krypta mit den Reliquien des Apostels Andreas sowie den Kreuzgang Chiostro del Paradiso und die Basilika des Kreuzes als eigene historische Teilbereiche.

Was kennzeichnet den Duomo di Amalfi besonders?

Prägend sind die breite Freitreppe über der Piazza Duomo, die neomoreske Fassade des 19. Jahrhunderts und die Verbindung romanischer Grundstruktur mit Arab-Norman- und barocken Ausstattungen.

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