Galapagos-Inseln, Reise

Galapagos-Inseln: Wie Islas Galapagos Puerto Ayora prägen

14.06.2026 - 22:42:52 | ad-hoc-news.de

Galapagos-Inseln, Islas Galapagos und Puerto Ayora in Ecuador: Wo Darwin-Forschung, Meeresschildkröten und Vulkane auf streng geschützte Natur treffen – und was Reisende aus Deutschland wissen sollten.

Galapagos-Inseln, Reise, Tourismus
Galapagos-Inseln, Reise, Tourismus

Plötzlich liegt sie vor einem: eine tiefblaue Bucht, weiße Gischt am Lavagestein, Seelöwen auf der Hafenmauer – und dahinter die sanften Hänge eines Vulkans. Die Galapagos-Inseln, auf Spanisch Islas Galapagos („Inseln der Riesenschildkröten“), wirken von Puerto Ayora aus wie eine andere Welt, zugleich rau und verletzlich, streng geschützt und doch sehnsuchtsvoll begehrt.

Galapagos-Inseln: Das ikonische Wahrzeichen von Puerto Ayora

Für das Städtchen Puerto Ayora auf der Insel Santa Cruz sind die Galapagos-Inseln weit mehr als Kulisse: Sie sind Identität, Wirtschaftsmotor und Naturheiligtum zugleich. Puerto Ayora ist der wichtigste Ort des Archipels und Drehscheibe für fast alle Besucher, die die geschützte Inselwelt im Pazifik erkunden möchten. Im Vergleich zu ecuadorianischen Städten auf dem Festland ist Puerto Ayora klein, doch in Galapagos-Maßstäben bildet es eine belebte „Metropole“ mit Hafen, Unterkünften, Restaurants und Touranbietern.

Die Atmosphäre ist einzigartig: Abends sitzen Fischerinnen und Fischer am kleinen Markt, während Pelikane und Seelöwen auf Fischreste warten; am Kai gleiten Galápagoshaie durch das Hafenbecken. Nur wenige Schritte weiter beginnt fast unberührte Natur mit Kakteenwäldern, Lavafeldern und einsamen Stränden, an denen Meeresschildkröten ihre Nester anlegen. Dass diese Mischform aus lebendigem Hafenort und streng reguliertem Nationalpark funktioniert, ist nur durch strikte Regeln und intensive Forschung möglich.

Internationale Institutionen wie die UNESCO und die Charles-Darwin-Stiftung bezeichnen die Galapagos-Inseln immer wieder als eines der wertvollsten Ökosysteme der Erde. Der Archipel ist ein Symbol für biologische Evolution, Artenschutz und nachhaltigen Tourismus geworden. Für Reisende aus Deutschland ist Puerto Ayora daher der ideale Ausgangspunkt, um diese Welt in Ausschnitten kennen zu lernen – sei es auf mehrtägigen Bootstouren, bei Tagesausflügen zu unbewohnten Inseln oder auf Wanderungen im Hochland von Santa Cruz.

Geschichte und Bedeutung von Islas Galapagos

Die Galapagos-Inseln liegen im östlichen Pazifik, rund 1.000 km westlich der ecuadorianischen Küste. Sie bestehen aus mehreren großen und Dutzenden kleineren Inseln vulkanischen Ursprungs. Geologisch betrachtet sind sie jung: Die ältesten Inseln werden auf einige Millionen Jahre geschätzt, was im Vergleich zu europäischen Gebirgen, etwa den Alpen, relativ wenig ist. Die Inselgruppe entstand, weil sich die Nazca-Platte über einen Hotspot im Erdmantel schiebt – dort steigt heißes Material auf, schmilzt Gestein und bildet Vulkane, die schließlich aus dem Meer ragen.

Benannt wurden die Inseln nach den massigen Riesenschildkröten, die die frühen europäischen Besucher hier vorfanden. „Galápago“ bezeichnete im Spanischen einen Sattelschildkröten-Panzer. Berichte über die Inseln tauchen ab dem 16. Jahrhundert in europäischen Karten auf, zunächst als Anlaufpunkt für Walfänger, Piraten und Handelsschiffe. Eine dauerhafte Besiedlung setzte jedoch erst deutlich später ein und blieb wegen der isolierten Lage und der kargen Bedingungen lange schwierig.

Politisch gehören die Galapagos-Inseln seit dem 19. Jahrhundert zu Ecuador. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden kleine Siedlungen und Strafkolonien; der eigentliche Bedeutungswandel setzte aber mit der wissenschaftlichen Erforschung ein. Eine Schlüsselfigur ist der britische Naturforscher Charles Darwin, der die Inseln 1835 mit dem Forschungsschiff „Beagle“ besuchte. Seine Beobachtungen – etwa zu den Finkenarten auf verschiedenen Inseln – trugen später maßgeblich zur Entwicklung der Evolutionstheorie durch natürliche Selektion bei.

Die globale symbolische Bedeutung der Islas Galapagos entwickelte sich im 20. Jahrhundert. 1959 erklärte Ecuador große Teile des Archipels zum Nationalpark, kurz darauf wurde die Charles-Darwin-Forschungsstation bei Puerto Ayora gegründet. Spätestens mit der Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes in den 1970er-Jahren wurden die Inseln zum weltweit anerkannten Naturheiligtum. Seitdem stehen sie exemplarisch für den Konflikt zwischen touristischer Erschließung und konsequentem Naturschutz.

Für die lokale Bevölkerung und für Ecuador insgesamt sind die Galapagos-Inseln heute ein zentrales Identitätssymbol. Sie verbinden die Geschichte der Seefahrt, indigene Traditionen des Festlands, wissenschaftliche Forschung und moderne Umweltpolitik. Für Leserinnen und Leser aus Deutschland sind die Inseln historisch betrachtet somit eine Art „lebendiges Freiluftlabor“, dessen Entwicklungen sich gut im Kontext der Entstehung moderner Naturwissenschaften verstehen lassen – vergleichbar in ihrer kulturellen Bedeutung mit Orten wie Greenwich für die Zeitmessung oder CERN für die Teilchenphysik.

Architektur, Natur und besondere Merkmale

Wer Galapagos hört, denkt zuerst an Tiere, nicht an Architektur. Und doch prägt das gebaute Umfeld von Puerto Ayora entscheidend die Erfahrung vor Ort. Typisch sind niedrige, funktionale Gebäude, häufig in Mischbauweise aus Beton, Holz und Wellblech, die sich entlang der Uferstraße und im leicht ansteigenden Hinterland verteilen. Statt klassischer Monumente dominieren hier Piers, kleine Fischerhäfen, Promenaden und naturnahe Anlagen.

Ein markantes „Wahrzeichen“ für viele Besucher ist der Hauptkai von Puerto Ayora, von dem aus Ausflugsboote starten. Hier konzentriert sich das Leben: Guides in Nationalpark-Westen, Taucherteams, Touristen mit Schwimmwesten – und mittendrin Seelöwen, Meerechsen und Pelikane. Besonders eindrücklich ist der Gegensatz zwischen dem lebhaften Pier und den nur wenige Gehminuten entfernten Naturorten wie der Lagune Las Ninfas oder dem Weg zum Strand Tortuga Bay, wo sich Mangroven, Kakteenlandschaften und weiße Sandstrände aneinanderreihen.

Die eigentliche „Architektur“ der Galapagos-Inseln ist vulkanischer Natur: schwarze und rote Lavafelder, Schildvulkane mit sanften Flanken, Krater, Schlackenkegel und natürliche Tuffformationen. Viele Inseln haben eine charakteristische Form, etwa Bartolomé mit seiner markanten Felsnadel, die in Social-Media-Aufnahmen häufig als ikonische Silhouette der Islas Galapagos auftaucht. Besucher erleben hier eine Landschaft, die stellenweise eher an den Mond als an klassische Badeinseln erinnert.

Die Artenvielfalt macht die Inseln einzigartig. Berühmt sind die endemischen Arten, also Lebewesen, die nur hier vorkommen: die verschiedenartigen Darwinfinken, die Galapagos-Riesenschildkröten, Meerechsen, die schwimmenden Kormorane ohne Flugfähigkeit, die Blaufußtölpel mit leuchtend blauen Füßen oder die anmutigen Galapagos-Seelöwen. Viele dieser Tiere zeigen kaum Scheu vor Menschen – ein Resultat der isolierten Entwicklung ohne große Landräuber. Das verleiht Besuchen eine besondere Nähe, fordert aber auch strenge Regeln: Distanz halten, Wege nicht verlassen, Tiere nicht füttern, keine organischen Materialien einschleppen.

Naturschutzorganisationen und die Nationalparkverwaltung überwachen den Zugang streng. Die Besucherzahlen sind reguliert, Touren unterliegen klaren Routen, und zertifizierte Naturführer begleiten fast alle Landgänge. Diese Struktur soll verhindern, dass der Massentourismus die fragile Balance zerstört. Fachinstitutionen weisen immer wieder darauf hin, dass invasive Arten, Plastikmüll und der Klimawandel zu den größten Gefahren für das Ökosystem gehören. Für Reisende aus Deutschland bedeutet das: Galapagos ist kein klassisches Strandresort, sondern eine der am strengsten geschützten Destinationen der Welt.

Galapagos-Inseln besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Die Galapagos-Inseln liegen im Pazifik, rund 1.000 km westlich des ecuadorianischen Festlands. Puerto Ayora befindet sich auf der Insel Santa Cruz und ist vom Festland aus über die Flughäfen Baltra oder San Cristóbal erreichbar. Von Deutschland aus (z. B. Frankfurt, München, Berlin) führen Langstreckenverbindungen in der Regel über internationale Drehkreuze wie Madrid, Amsterdam oder US-Hubs nach Quito oder Guayaquil. Von dort geht es mit Inlandsflügen weiter zu den Galapagos-Flughäfen, anschließend mit Bus und Fähre nach Santa Cruz und per Auto oder Taxi nach Puerto Ayora. Da Flugpläne sich verändern können, sollten Reisende rechtzeitig prüfen, welche Routen aktuell angeboten werden.
  • Nationalpark, Besucherregeln und Öffnungszeiten
    Nahezu der gesamte Archipel ist Nationalpark und Meeresschutzgebiet mit klar definierten Schutzzonen. Viele Bereiche der Inseln sind nur im Rahmen geführter Touren und mit lizenzierten Naturführern zugänglich. Klassische „Öffnungszeiten“ wie bei einem Museum gibt es daher kaum; vielmehr gelten Besuchsfenster für einzelne Inseln und Landestellen, die Touranbieter in ihre Programme integrieren. Besucherinnen und Besucher sollten sich vorab direkt bei ihrem Reiseveranstalter, bei der Nationalparkverwaltung oder bei der offiziellen Tourismusinformation über mögliche Routen, aktuelle Beschränkungen und eventuelle saisonale Sperrungen informieren, da sich Regelungen je nach Schutzbedarf ändern können.
  • Eintrittsgebühren und Genehmigungen
    Für den Besuch der Galapagos-Inseln sind verpflichtende Gebühren an den Nationalpark sowie eine Transitkontrollkarte fällig. Diese werden in der Regel beim Abflug vom Festland und bei der Ankunft auf Galapagos erhoben. Die Beträge werden von den ecuadorianischen Behörden festgelegt und können angepasst werden; sie dienen der Finanzierung von Naturschutz, Infrastruktur und Kontrollmaßnahmen. Da sich die genaue Höhe und Zahlungsmodalitäten mit der Zeit ändern können, sollten Reisende die aktuell gültigen Informationen direkt bei der ecuadorianischen Nationalparkverwaltung oder ihrem Reiseveranstalter einholen. Die Bezahlung erfolgt meist in US-Dollar, da Ecuador diese Währung als offizielles Zahlungsmittel verwendet. Für die Budgetplanung kann eine Umrechnung in Euro (€, abhängig vom Wechselkurs) sinnvoll sein.
  • Beste Reisezeit und Klima
    Das Klima auf den Galapagos-Inseln wird sowohl von warmen als auch von kühleren Meerströmungen beeinflusst. Grob lassen sich zwei Jahreszeiten unterscheiden: eine wärmere, eher feuchte Phase etwa von Dezember bis in die erste Jahreshälfte und eine kühlere, trockenere Phase später im Jahr. In der wärmeren Zeit sind die Wassertemperaturen tendenziell angenehmer zum Schnorcheln und es gibt häufiger kurze Schauer, während in der kühleren Saison das Wasser frischer und nährstoffreicher ist – ideal für viele Meerestiere, weshalb sich dann teils besonders spektakuläre Tierbegegnungen ergeben können. Generell ist Galapagos ein Ganzjahresziel, allerdings mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Wer eher wärmeres Wasser sucht, entscheidet sich eher für die erste Jahreshälfte, wer kühlere Temperaturen und oft klarere Luft bevorzugt, eher für die zweite. Da sich Wettermuster ändern, sollten aktuelle Klimainformationen vor Reiseantritt geprüft werden.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    Amtssprache in Ecuador und auf den Galapagos-Inseln ist Spanisch. In Puerto Ayora und bei den meisten im Tourismus Tätigen wird jedoch häufig auch Englisch gesprochen, insbesondere in Hotels, bei Touranbietern und in Tauchschulen. Deutschsprachige Angebote sind seltener, können aber bei einigen Spezialveranstaltern vorhanden sein. Bezahlt wird in US-Dollar; Kreditkarten werden in vielen Hotels und Restaurants akzeptiert, in kleineren Lokalen und bei Bargeldzahlungen ist jedoch Kleingeld hilfreich. Deutsche Girokarten werden nicht überall unterstützt, internationale Kreditkarten (Visa, Mastercard, teils auch andere) sind üblicher. Trinkgeld ist in Ecuador und auf Galapagos nicht so stark formalisiert wie in manchen anderen Ländern, wird aber im Dienstleistungssektor geschätzt. Üblich sind moderate Aufrundungen in Restaurants und ein freiwilliges Trinkgeld für Guides und Bootscrews, abhängig von Zufriedenheit und Reisedauer.
  • Kleiderordnung, Ausrüstung und Fotografieren
    Die Atmosphäre auf den Galapagos-Inseln ist informell. Leichte, funktionale Kleidung, eine wärmende Schicht für kühlere Abende oder Bootstouren, Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, eine Kopfbedeckung und gutes Schuhwerk (auch für nasse Anlandungen) sind sinnvoll. Für Schnorchelausflüge werden meist Masken, Schnorchel und Flossen gestellt; empfindliche Personen können über einen eigenen Neoprenanzug nachdenken, insbesondere in der kühleren Saison. Fotografieren ist an vielen Orten erlaubt, jedoch stets mit Respekt vor den Tieren und Einhaltung der Mindestabstände. Drohnen sind stark reglementiert oder verboten, insbesondere in Schutzgebieten – hier müssen stets die aktuellen Vorgaben des Nationalparks beachtet werden.
  • Gesundheit, Versicherung und Einreisebestimmungen
    Für Reisende aus Deutschland gelten für Ecuador und die Galapagos-Inseln eigene Einreise- und Gesundheitsbestimmungen. Diese können sich ändern, daher sollten deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger die aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dazu zählen Angaben zu Einreisedokumenten, Aufenthaltsdauer, eventuell benötigten Impfungen und Sicherheitshinweisen. Da Ecuador nicht zum Schengenraum gehört, ist zudem eine separate Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption zu empfehlen. Auf den Galapagos-Inseln ist die medizinische Versorgung begrenzt und konzentriert sich auf Basisleistungen; für weitergehende Behandlungen ist meist das Festland zuständig.
  • Zeitverschiebung und Jetlag
    Die Galapagos-Inseln liegen in einer anderen Zeitzone als Mitteleuropa. Je nach Jahreszeit (MEZ oder MESZ) besteht in der Regel eine Zeitdifferenz von mehreren Stunden. Das bedeutet für Reisende aus Deutschland einen deutlichen Jetlag, zumal oft zwei Langstreckenflüge plus ein Inlandsflug kombiniert werden. Es lohnt sich, zumindest einen Puffertag einzuplanen, bevor anstrengende Aktivitäten wie längere Wanderungen oder Tauchgänge stattfinden. Uhrzeitangaben für Touren werden stets in lokaler Zeit gemacht; pünktliches Erscheinen ist wichtig, da Bootstouren und Transfers streng getaktet sind.
  • Nachhaltigkeit und Verhalten vor Ort
    Die Galapagos-Inseln sind ein empfindliches Ökosystem. Reisende können aktiv dazu beitragen, die Natur zu schützen: durch Vermeidung von Einwegplastik, Mitnahme von wiederverwendbaren Trinkflaschen, Nutzung von umweltbewussten Reiseanbietern, das Beachten aller Wege- und Abstandsvorgaben sowie das gründliche Reinigen von Schuhen und Ausrüstung, um keine Samen oder Kleintiere einzuschleppen. Die Nationalparkverwaltung und internationale Organisationen betonen, dass verantwortungsvoller Tourismus ein wichtiger Baustein ist, um die Finanzierung von Schutzmaßnahmen sicherzustellen.

Warum Islas Galapagos auf jede Puerto-Ayora-Reise gehört

Puerto Ayora bietet einen seltenen Spagat: Einerseits gibt es eine Infrastruktur, die Reisenden aus Deutschland vertraut vorkommt – Unterkünfte in verschiedenen Kategorien, Cafés, Bäckereien, kleine Supermärkte, medizinische Basisversorgung. Andererseits beginnt nur wenige Minuten vom Stadtkern entfernt eine Welt, in der wilde Tiere Vorrang haben und Naturgesetze den Takt angeben. Dies macht die Galapagos-Inseln zu einem Reiseziel, das weit über das klassische „Inselhopping“ hinausgeht.

Zu den typischen Erlebnissen zählen Bootstouren zu unbewohnten Inseln, bei denen Besucher Blaufußtölpel, Meerechsen, Seelöwenkolonien und manchmal auch Pinguine beobachten können. Schnorchelgänge in klaren Buchten bringen einen Meeresschildkröten, Rochen und bunten Fischschwärmen nahe. An Land führen Wanderwege durch Lavafelder, Opuntienwälder und Hochlandzonen, in denen Riesenschildkröten auf Privatfarmen oder in Schutzgebieten leben. Diese Mischung aus Aktivität, Beobachtung und Kontemplation macht den besonderen Reiz aus.

Im Vergleich zu klassischen europäischen Städtereisezielen – etwa Rom, Paris oder Barcelona – zeichnet sich Puerto Ayora weniger durch monumentale Architektur als durch unmittelbare Naturerlebnisse aus. Statt Kathedrale und Schloss stehen hier Felsbogen, Krater, Mangrovenlabyrinth und Riesenschildkröten im Mittelpunkt. Viele Reisende berichten, dass ein Besuch auf den Galapagos-Inseln ihre Sicht auf Natur und den eigenen Ressourcenverbrauch nachhaltig verändert. Für Familien aus der DACH-Region kann der Archipel zu einem Outdoor-Klassenzimmer werden, in dem Themen wie Klima, Artensterben und Meeresschutz anschaulich erlebbar sind.

Auch kulturell lohnt der Blick hinter die Kulissen: In Puerto Ayora und auf anderen bewohnten Inseln haben sich in den vergangenen Jahrzehnten kleine Gemeinden etabliert, in denen Festland-Ecuadorianerinnen und -Ecuadorianer leben, arbeiten und Kinder großziehen. Sie balancieren zwischen traditionellen Lebensweisen, neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten durch den Tourismus und dem strengen Rahmen des Naturschutzes. Wer vor Ort mit Guides, Restaurantbetreibern oder Beschäftigten in der Forschung spricht, erhält Einblicke in diesen Alltag – eine Perspektive, die über das reine „Naturwunder“ hinausgeht.

Galapagos-Inseln in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Auf Social-Media-Plattformen sind die Galapagos-Inseln längst zu einem Synonym für „einmal im Leben“-Reisen geworden. Besonders häufig geteilt werden kurze Clips von schwimmenden Seelöwen, slow-motion-Aufnahmen von Blaufußtölpeln bei der Landung, Drohnenbilder (sofern regelkonform erstellt) von Vulkanen und Stränden sowie Zeitraffersequenzen, in denen die Sonne hinter Lavaformationen versinkt. Viele Nutzerinnen und Nutzer betonen in ihren Posts den Eindruck einer „anderen Erde“, die sie so in dieser Intensität vorher nicht erlebt haben.

Zugleich wächst online das Bewusstsein für die Verletzlichkeit des Archipels. Unter Hashtags zu Islas Galapagos finden sich zunehmend Inhalte von Umweltorganisationen, Forscherteams und lokal verwurzelten Projekten, die Themen wie Mikroplastik, Überfischung oder invasive Arten ansprechen. Für interessierte Personen aus Deutschland kann ein Blick auf diese Kanäle eine gute Vorbereitung sein, um die Dimensionen von Schutz und nachhaltigem Reisen zu verstehen – und Inspiration für den eigenen Besuch zu gewinnen, ohne unrealistische Erwartungen zu schüren.

Häufige Fragen zu Galapagos-Inseln

Wo liegen die Galapagos-Inseln genau?

Die Galapagos-Inseln liegen im östlichen Pazifik, etwa 1.000 km westlich der Küste Ecuadors in Südamerika. Sie gehören politisch zum Staatsgebiet Ecuadors und bestehen aus mehreren größeren sowie zahlreichen kleineren Inseln vulkanischen Ursprungs. Puerto Ayora befindet sich auf der Insel Santa Cruz und ist das wichtigste touristische Zentrum des Archipels.

Warum sind die Islas Galapagos so berühmt?

Die Islas Galapagos sind vor allem wegen ihrer einzigartigen Tierwelt und ihrer Bedeutung für die Evolutionstheorie weltbekannt. Charles Darwin nutzte Beobachtungen auf den Inseln als Grundlage für zentrale Gedanken zur natürlichen Selektion. Viele Tierarten auf Galapagos sind endemisch, also ausschließlich dort zu finden, und zeigen eine für Besucher deutlich spürbare Zutraulichkeit. Zudem gelten die Inseln als eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete der Welt und sind Teil des UNESCO-Welterbes.

Wie reist man von Deutschland aus nach Puerto Ayora?

Von Deutschland aus geht die Reise in der Regel über Langstreckenflüge nach Quito oder Guayaquil in Ecuador, meist mit Umstieg an internationalen Drehkreuzen wie Madrid oder Amsterdam. Von Quito oder Guayaquil aus führen Inlandsflüge zu den Flughäfen auf Baltra oder San Cristóbal. Nach der Ankunft auf Baltra fahren Busse und Boote nach Santa Cruz, von wo aus es per Auto oder Taxi weiter nach Puerto Ayora geht. Aufgrund der komplexen Anreise empfehlen sich eine sorgfältige Planung und gegebenenfalls die Unterstützung durch spezialisierte Reiseanbieter.

Wann ist die beste Reisezeit für die Galapagos-Inseln?

Die Galapagos-Inseln können grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. Es gibt jedoch zwei grundlegende Klimaphasen: eine wärmere, eher feuchtere Zeit etwa von Dezember bis in die erste Jahreshälfte mit angenehm warmem Wasser und eine kühlere, trockenere Zeit später im Jahr, in der das Meer durch nährstoffreichere Strömungen geprägt ist. Je nach Interessen – etwa Schnorcheln mit möglichst warmem Wasser oder Beobachtung bestimmter Tieraktivitäten – können Reisende ihre Wunschzeit wählen. Vor einer Reise ist es sinnvoll, aktuelle Hinweise zu Wetter und Tierbeobachtungen einzuholen.

Welche besonderen Regeln gelten beim Besuch der Galapagos-Inseln?

Als streng geschützter Nationalpark unterliegen die Galapagos-Inseln zahlreichen Regeln. Besucher müssen meist eine Nationalparkgebühr bezahlen, eine Transitkontrollkarte erwerben und dürfen viele Inselbereiche nur mit lizenzierten Naturführern betreten. Es gilt, Tiere nicht zu berühren oder zu füttern, Wege nicht zu verlassen, keinen Müll zu hinterlassen und keine Pflanzen, Steine oder Tiere mitzuführen. Diese und weitere Vorgaben dienen dem Schutz der einzigartigen Flora und Fauna. Die jeweils aktuellen Regeln veröffentlicht die Nationalparkverwaltung; Reiseveranstalter informieren ihre Gäste in der Regel ausführlich vor Tourbeginn.

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