Gosudarstvennyi Ermitazh, Sankt Petersburg

Gosudarstvennyi Ermitazh als Palastmuseum an der Newa

Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 10:16 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Gosudarstvennyi Ermitazh in Sankt Petersburg vereint kaiserlichen Winterpalast und Kunstmuseum zu einem monumentalen Ensemble an der Newa.

Editorial-Reisemagazinbild vom Wahrzeichen Eremitage Sankt Petersburg in Sankt Petersburg, R…
Editorialbild im Reisemagazin-Stil vom Wahrzeichen Eremitage Sankt Petersburg in Sankt Petersburg Russland, ausgewogene Bildgestaltung und, Illustration mit AI erstellt.

Gosudarstvennyi Ermitazh in Sankt Petersburg ist ein Kunstmuseum in einem ehemaligen kaiserlichen Palastensemble aus dem 18. und 19. Jahrhundert und gilt als eines der größten Museen der Welt. Im Zentrum steht der Winterpalast als frühere Residenz der russischen Zaren, der mit weiteren Museumsgebäuden an der Newa zu einem geschlossenen Baukomplex verbunden ist.

Gosudarstvennyi Ermitazh und der Winterpalast an der Newa

Der historische Kern des Gosudarstvennyi Ermitazh ist der Winterpalast an der Newa, der zwischen 1754 und 1762 nach Entwürfen von Francesco Bartolomeo Rastrelli errichtet wurde.Der Winterpalast war Hauptresidenz der russischen Kaiser und prägt mit seiner reich gegliederten Fassade die Palastuferpromenade im historischen Zentrum von Sankt Petersburg. Die Anlage des Museums nimmt mehrere unmittelbar angrenzende Gebäude ein, die sich entlang der Palast- bzw. Dvortsovaya-Uferstraße und am Schlossplatz erstrecken.

Zum Hauptkomplex gehören neben dem Winterpalast das Kleine Hermitage-Gebäude aus den 1760er Jahren, das Alte Hermitage-Gebäude aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, das Hermitage-Theater sowie der im 19. Jahrhundert errichtete Neue Hermitage-Bau.Die fünf verbundenen Gebäude sind durch Übergänge miteinander verknüpft und bilden ein durchgehendes Museum mit zahlreichen Sälen und Sammlungsräumen. Die Fassaden zeigen verschiedene Ausprägungen des russischen Barock und des Klassizismus und bilden gemeinsam ein geschlossenes historisches Ensemble im Zentrum der Stadt.

Gründung unter Katharina II. und Ausbau zum Großmuseum

Als Gründungsjahr des Gosudarstvennyi Ermitazh gilt 1764, als Zarin Katharina II. von dem Berliner Kaufmann Johann Ernst Gotzkowsky eine Sammlung europäischer Gemälde erwarb.Catherine II. erwarb 1764 eine Gemäldesammlung Diese Erwerbung legte den Grundstein für eine kaiserliche Kunstsammlung, die zunächst in Räumen des Winterpalasts und in den neu errichteten Hermitage-Gebäuden untergebracht wurde. Der Name des Museums geht auf den französischen Begriff „ermitage“ für einen Rückzugsort zurück und spiegelt den ursprünglichen Charakter als privater Kunst- und Aufenthaltsbereich der Zarin wider.

Im 19. Jahrhundert wurde das Museum in mehreren Bauphasen erweitert, unter anderem durch den Neuen Hermitage-Bau nach Plänen von Leo von Klenze, der in den 1840er Jahren entstand.Der Neue Hermitage-Bau aus dem 19. Jahrhundert 1852 wurde die Sammlung in diesen Gebäuden für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach der Oktoberrevolution 1917 gingen die kaiserlichen Bestände in staatlichen Besitz über, und die Sammlungen wurden um Werke aus anderen Palästen und privaten Kollektionen erweitert. Der Gosudarstvennyi Ermitazh entwickelte sich damit von einer höfischen Galerie zu einem staatlichen Großmuseum mit international bedeutenden Beständen.

Sammlungen zwischen Antike und moderner Kunst

Die Sammlungen des Gosudarstvennyi Ermitazh umfassen Werke von der Steinzeit bis zur Kunst des 20. Jahrhunderts und werden über mehrere Fachabteilungen präsentiert.Die Bestände reichen von Archäologie bis zu moderner Malerei Besonders umfangreich ist die Abteilung für westeuropäische Malerei mit Werken aus der italienischen Renaissance, der niederländischen und flämischen Barockmalerei, der französischen Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts und der europäischen Moderne. Ergänzt werden diese Bestände durch Skulpturen, Kunsthandwerk, Möbel, Textilien und dekorative Künste.

Weitere Schwerpunkte bilden Sammlungen zur Kunst und Archäologie des Vorderen Orients, der Antike und des Alten Ägypten sowie Bestände zur Geschichte und Kunst Russlands.Die Hermitage-Bestände decken zahlreiche Kulturkreise ab In Münzkabinetten und Schatzkammern wird eine große numismatische Sammlung präsentiert, die einen wichtigen Teil des Gesamtbestands ausmacht. Die Ausstellungsräume sind in den historischen Sälen der Palastgebäude untergebracht, in denen Stuck, Wandmalereien, vergoldete Dekorationen und Kronleuchter die kaiserliche Vergangenheit der Räume sichtbar lassen.

Gosudarstvennyi Ermitazh besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Gosudarstvennyi Ermitazh liegt im historischen Zentrum von Sankt Petersburg an der Newa, am Schlossplatz und der Palastuferstraße, und ist von den wichtigsten Stadtachsen aus erreichbar.
  • Das Museum erstreckt sich über mehrere miteinander verbundene Palastgebäude mit zahlreichen Sälen, langen Fluren und Treppen, weshalb längere Wege im Inneren einzuplanen sind.
  • In unmittelbarer Nachbarschaft liegen der Schlossplatz mit der Alexandersäule und weitere historische Bauten, sodass sich der Besuch mit einem Rundgang durch das zentrale Stadtviertel verbinden lässt.
  • Amtssprache ist Russisch, gezahlt wird in Russischen Rubel.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Gosudarstvennyi Ermitazh: häufige Fragen

Wo liegt Gosudarstvennyi Ermitazh?

Das Museum liegt im Zentrum von Sankt Petersburg an der Newa, am Schlossplatz und an der Palastuferstraße im historischen Stadtgebiet.

Was bietet ein Besuch im Gosudarstvennyi Ermitazh?

Ein Besuch führt durch ehemalige Zarenresidenzen mit reich dekorierten Sälen und durch Sammlungen, die Kunst und Kultur von der Antike bis ins 20. Jahrhundert zeigen.

Was kennzeichnet Gosudarstvennyi Ermitazh besonders?

Prägend ist die Verbindung aus kaiserlichem Palastensemble mit dem Winterpalast und einem Kunstmuseum mit umfangreichen internationalen Sammlungen in einem zusammenhängenden Gebäudekomplex.

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