Gosudarstvennyi Ermitazh: Zarenresidenz und Weltmuseum an der Newa
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 21:41 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Gosudarstvennyi Ermitazh in Sankt Petersburg ist die Staatliche Eremitage, ein aus Zarenpalast und MuseumsgebĂ€uden gewachsenes Kunstmuseum von Weltrang, dessen Geschichte im 18. Jahrhundert mit Kaiserin Katharina II. beginnt.Staatliche Eremitage in Sankt Petersburg Kern des Ensembles ist der barocke Winterpalast an der Newa, der im 18. Jahrhundert als Hauptresidenz der russischen Zaren entstand und spĂ€ter gemeinsam mit der Kleinen, Alten und Neuen Eremitage zu einem zusammenhĂ€ngenden Museumsverbund wurde.main architectural ensemble of the Hermitage Die Sammlung geht auf das Jahr 1764 zurĂŒck, als Katharina die GroĂe GemĂ€lde des Berliner HĂ€ndlers Johann Ernst Gotzkowsky erwarb und daraus eine zunĂ€chst private Galerie im Anschluss an den Palast einrichtete.founded in 1764 by Catherine the Great
Gosudarstvennyi Ermitazh als Palastensemble
Die Eremitage ist nicht ein einzelnes GebĂ€ude, sondern ein dicht gefĂŒgtes Ensemble aus PalastflĂŒgeln und Museumsbauten am Ufer der Newa in der historischen Innenstadt von Sankt Petersburg.GebĂ€udekomplex an der Newa Der Winterpalast mit seiner grĂŒnen und weiĂen Barockfassade bildet die reprĂ€sentative Front zum Fluss, wĂ€hrend sich hinter und neben ihm die Kleine Eremitage, die Alte Eremitage, die Neue Eremitage und das Eremitage-Theater zu einem zusammenhĂ€ngenden Museumszug aneinanderreihen.Winter Palace and the buildings of the Small, Old and New Hermitages Die Kleine Eremitage entstand in der Regierungszeit Katharinas II. im Stil des Klassizismus als Refugium, in dem die Kaiserin ihre ersten GemĂ€lde und Kleinkunstwerke fern vom höfischen Zeremoniell betrachtete.Kleine Eremitage von Jean-Baptiste Vallin de La Mothe
Die Alte Eremitage, auch GroĂe Eremitage genannt, wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts angeschlossen, um die rasch wachsende Sammlung unterzubringen; sie ist im Vergleich zu den reich dekorierten Palastfassaden zurĂŒckhaltender gestaltet und diente vor allem der PrĂ€sentation der GemĂ€lde.Alte Eremitage als Erweiterung fĂŒr die Sammlung Im 19. Jahrhundert folgte die Neue Eremitage, nach PlĂ€nen des bayerischen Architekten Leo von Klenze errichtet, als erster GroĂbau in Russland, der ausdrĂŒcklich als öffentliches Museum konzipiert wurde und einen eigenen Eingang erhielt.Neue Eremitage von Leo von Klenze Zusammen mit dem benachbarten GeneralstabsgebĂ€ude am Palastplatz, dessen OstflĂŒgel heute ebenfalls zur Eremitage gehört, bildet der Komplex einen wesentlichen Teil des historischen Zentrums von Sankt Petersburg, das als WelterbestĂ€tte der UNESCO eingetragen ist.historischer Zentrum von St. Petersburg als Welterbe
Von Katharinas Galerie zum Staatlichen Museum
Die Geschichte der Eremitage beginnt mit der Sammelleidenschaft Katharinas II., die 1764 eine bedeutende Gruppe von GemĂ€lden aus dem Besitz Johann Ernst Gotzkowskys erwarb und sie zunĂ€chst in privaten RĂ€umen des Winterpalastes aufhĂ€ngen lieĂ.acquired a collection of paintings from Berlin merchant Johann Ernst Gotzkowsky In den folgenden Jahren und Jahrzehnten kamen weitere ganze Sammlungen hinzu, etwa BestĂ€nde des Grafen BrĂŒhl, sodass sich aus der höfischen Galerie eine eigenstĂ€ndige Kunstsammlung entwickelte, die unter Katharina und ihren Nachfolgern kontinuierlich anwuchs.GrĂŒndung und erster Ausbau unter Katharina II. Als offizielle GrĂŒndungsjahr der Eremitage gilt 1764; im 19. Jahrhundert wurde der Museumsgedanke vertieft und die Sammlung nach Schulen und Themen geordnet, bevor sie im Jahr 1852 im GebĂ€ude der Neuen Eremitage erstmals fĂŒr ein breiteres Publikum geöffnet wurde.Datum der Ăffnung als Museum
Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde der Winterpalast als Zarenresidenz aufgegeben, dem Museum ĂŒberlassen und der Ăffentlichkeit zugĂ€nglich gemacht, wodurch sich die AusstellungsflĂ€chen erheblich erweiterten.Winterpalast dem Museum ĂŒbertragen Gleichzeitig gingen enteignete private Kunstsammlungen in die Eremitage ĂŒber und ergĂ€nzten die BestĂ€nde um russische und europĂ€ische Werke. WĂ€hrend der Belagerung von Leningrad im Zweiten Weltkrieg wurden groĂe Teile der Sammlung ausgelagert und im Keller des Museums gesichert, wĂ€hrend die GebĂ€ude selbst mehrfach getroffen und spĂ€ter wiederhergestellt wurden.Belagerung von Leningrad und Sicherung der Sammlung In der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts kamen umfangreiche BestĂ€nde moderner Kunst hinzu, unter anderem Werke von Matisse und Picasso, die heute im GeneralstabsgebĂ€ude gegenĂŒber dem Winterpalast ausgestellt werden.Sammlungen moderner Malerei im GeneralstabsgebĂ€ude
Sammlungen und AusstellungsrÀume
Die Eremitage verfĂŒgt ĂŒber einen Bestand von mehreren Millionen Kunstwerken und kulturhistorischen Objekten, darunter GemĂ€lde, Skulpturen, Kunsthandwerk, archĂ€ologische Funde und umfangreiches numismatisches Material.more than three million works of art and artefacts In hunderten SĂ€len sind Zehntausende Exponate in dichter Abfolge prĂ€sentiert, wobei die Petersburger HĂ€ngung mit eng nebeneinander gehĂ€ngten GemĂ€lden ganze WĂ€nde fĂŒllt.mehr als 350 SĂ€le mit ausgestellten Exponaten Die Museumsbereiche gliedern sich in Sammlungen zur prĂ€historischen Kultur, zur Kunst und Kultur der Antike, zu den Kulturen des Ostens, zur westeuropĂ€ischen Kunst und zur russischen Kunst, sodass sich Besucher durch Epochen und Regionen der Weltgeschichte bewegen.
Zu den bekanntesten Bildern gehören Werke der italienischen Renaissance, etwa zwei Tafelbilder Leonardo da Vincis, Raffaels Heilige Familien und GemĂ€lde Tizians, Veroneses und Caravaggios.italienische Malerei mit Werken Leonardo da Vincis und Raffaels Die flĂ€mische und niederlĂ€ndische Malerei ist mit zahlreichen GemĂ€lden von Rubens, Van Dyck, Frans Snyders und einer groĂen Rembrandt-Sammlung vertreten, darunter âDanaeâ und âDie RĂŒckkehr des verlorenen Sohnesâ.Sammlung flĂ€mischer und niederlĂ€ndischer Malerei Im Bereich der französischen Kunst reicht das Spektrum von Poussin und Watteau bis zu den Impressionisten und der frĂŒhen Moderne, mit Bildern von Monet, CĂ©zanne, Gauguin, Matisse und Picasso, die im GeneralstabsgebĂ€ude gezeigt werden.Sammlung französischer Malerei und Moderne
Neben der Malerei beherbergt die Eremitage umfangreiche Sammlungen angewandter Kunst, darunter Porzellan aus europĂ€ischen Manufakturen wie MeiĂen und SĂšvres, Glas, Emailarbeiten, Textilien und Möbelkunst.umfangreiche Sammlungen angewandter Kunst Die Skulpturensammlung umfasst antike Marmorskulpturen und Werke neuzeitlicher Bildhauer wie Michelangelo und Rodin. In den Schatzkammern sind Goldarbeiten und Juwelierkunst aus Jahrtausenden zu sehen, darunter das berĂŒhmte Gold der Skythen und numismatische BestĂ€nde aus unterschiedlichen Kulturkreisen.archĂ€ologische Sammlungen und Schatzkammer
Gosudarstvennyi Ermitazh besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Gosudarstvennyi Ermitazh liegt im historischen Zentrum von Sankt Petersburg an der Newa, mit HaupteingÀngen am Palastplatz und an den Fassaden des Winterpalastes und der Neuen Eremitage.
- Der GebÀudekomplex besitzt zahlreiche reprÀsentative Treppen und lange Museumswege; beim Rundgang durch die PalastrÀume und Galerien sind viele Stufen und weitlÀufige SÀle zu bewÀltigen.
- In unmittelbarer NĂ€he liegen der Palastplatz mit dem AlexandersĂ€ule und das GeneralstabsgebĂ€ude, dessen OstflĂŒgel als moderner Museumsteil zur Eremitage gehört.
- Amtssprache ist Russisch, gezahlt wird in Rubel.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Gosudarstvennyi Ermitazh: hÀufige Fragen
Wo liegt Gosudarstvennyi Ermitazh?
Die Eremitage liegt im Zentrum von Sankt Petersburg am Ufer der Newa, rund um den Palastplatz mit Winterpalast und GeneralstabsgebÀude.
Was bietet ein Besuch im Gosudarstvennyi Ermitazh?
Ein Besuch fĂŒhrt durch historische ZarenrĂ€ume, prunkvolle TreppenhĂ€user und eine groĂe Zahl von Galerien mit europĂ€ischer, russischer und auĂereuropĂ€ischer Kunst.
Was kennzeichnet Gosudarstvennyi Ermitazh besonders?
Besonders kennzeichnend ist die Verbindung aus ehemaliger kaiserlicher Residenz und riesiger Kunstsammlung, die in einem zusammenhÀngenden Palastensemble prÀsentiert wird.
