Grachten von Amsterdam, Amsterdam

Grachten von Amsterdam: Warum die Grachten van Amsterdam verzaubern

17.06.2026 - 13:59:01 | ad-hoc-news.de

Die Grachten von Amsterdam, lokal Grachten van Amsterdam genannt, prĂ€gen Amsterdam in den Niederlanden wie kaum ein anderes Wahrzeichen – und bergen mehr Geschichten, als man auf einer Bootsfahrt sieht.

Grachten von Amsterdam, Amsterdam, Reise
Grachten von Amsterdam, Amsterdam, Reise

Ein leises PlĂ€tschern am Bootsrumpf, der Duft von feuchtem Backstein und ĂŒber Ihnen schmale GiebelhĂ€user, die sich im Wasser spiegeln: Die Grachten von Amsterdam, lokal „Grachten van Amsterdam“ (wörtlich: Amsterdamer KanĂ€le) genannt, sind weit mehr als eine Postkartenkulisse.

Sie ziehen Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt an – und bieten gerade fĂŒr Reisende aus Deutschland eine der dichtesten Kombinationen aus Geschichte, Architektur und entspannter Stadterfahrung in Europa.

Grachten von Amsterdam: Das ikonische Wahrzeichen von Amsterdam

Wer an Amsterdam denkt, denkt fast automatisch an Wasser: Rund um den historischen Stadtkern legt sich ein halbkreisförmiges Band aus KanĂ€len, das sogenannte GrachtengĂŒrtel-System. Zu ihm gehören berĂŒhmte WasserlĂ€ufe wie Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht. Gemeinsam bilden sie die Grachten von Amsterdam, die die niederlĂ€ndische Hauptstadt bis heute wie ein fein gezeichnetes Netz durchziehen.

International gelten die Grachten als eines der am besten erhaltenen Beispiele fĂŒr eine planmĂ€ĂŸig angelegte Wasserstadt aus der frĂŒhen Neuzeit. Die UNESCO wĂŒrdigt den „Grachtengordel“ (GrachtengĂŒrtel) als außergewöhnliches Beispiel fĂŒr Stadtplanung und bĂŒrgerliche Kultur der niederlĂ€ndischen Republik des 17. Jahrhunderts. Sie hebt hervor, dass hier wirtschaftlicher Aufstieg, technische Innovation und eine besondere Wohnkultur auf einzigartige Weise zusammentreffen.

FĂŒr deutsche Reisende ist das Erlebnis besonders reizvoll: Die Altstadt ist kompakt, vieles lĂ€sst sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad entlang der KanĂ€le entdecken, und die Grachten verbinden historische Pracht mit modernem, urbanem Leben – von Szene-CafĂ©s ĂŒber Boutiquen bis hin zu Museen von Weltrang wie dem Anne-Frank-Haus oder dem Rijksmuseum in fußlĂ€ufiger oder kurzer Tram-Distanz.

Geschichte und Bedeutung von Grachten van Amsterdam

Die Wurzeln der Grachten van Amsterdam reichen zurĂŒck ins Mittelalter. UrsprĂŒnglich dienten die KanĂ€le vor allem dem Schutz der Siedlung, der EntwĂ€sserung der sumpfigen Umgebung und dem Warentransport. Amsterdam liegt in einem Gebiet, das einst von Mooren und WasserlĂ€ufen geprĂ€gt war; ohne systematische Wasserregulierung wĂ€re eine wachsende Stadt kaum möglich gewesen.

Den entscheidenden Schub erhielt das Kanalsystem im sogenannten „Goldenen Zeitalter“ der Niederlande im 17. Jahrhundert. In dieser Epoche stieg Amsterdam zu einer der fĂŒhrenden HandelsstĂ€dte Europas auf. Kaufleute und die mĂ€chtige NiederlĂ€ndische Ostindien-Kompanie machten die Stadt zu einem Drehkreuz fĂŒr Waren aus Asien, Afrika und Amerika – von GewĂŒrzen ĂŒber Textilien bis zu Kunstobjekten. Um dem Bevölkerungswachstum, dem wachsenden Wohlstand und dem steigenden Platzbedarf fĂŒr LagerhĂ€user gerecht zu werden, legte die Stadt Mitte des 17. Jahrhunderts ein groß angelegtes Erweiterungsprojekt an.

Dieses Projekt, dessen Planung sich ĂŒber mehrere Jahrzehnte erstreckte, sah ein systematisches, halbkreisförmiges Grachtensystem vor, das sich außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern um das Zentrum legte. Die wichtigsten KanĂ€le verliefen parallel zueinander, verbunden durch QuerkanĂ€le und Straßen. An ihnen entstanden Parzellen, auf denen die charakteristischen schmalen HĂ€user mit ihren hohen Fassaden errichtet wurden. Viele dieser GebĂ€ude wurden von wohlhabenden Kaufleuten und Patrizierfamilien bewohnt, die sich mit reprĂ€sentativen Giebeln und reich verzierten TĂŒren in Szene setzten.

Historikerinnen und Historiker betonen, dass dieses System nicht nur funktional, sondern auch Ausdruck eines bĂŒrgerlichen SelbstverstĂ€ndnisses war: Statt königlicher PalĂ€ste dominierte eine Vielzahl privater StadthĂ€user, oft mit LagerflĂ€chen im Erdgeschoss und WohnrĂ€umen darĂŒber. Die Stadtstruktur spiegelte damit den Einfluss von Kaufleuten und Handwerkern wider – ein Unterschied zu vielen absolutistisch geprĂ€gten HauptstĂ€dten in anderen Teilen Europas.

Im 19. und frĂŒhen 20. Jahrhundert standen die Grachten zeitweise unter Druck: Industrialisierung und hygienische Herausforderungen fĂŒhrten dazu, dass einige KanĂ€le verlandet oder sogar zugeschĂŒttet wurden. Der zunehmende Straßenverkehr machte Wasserwege in vielen StĂ€dten ĂŒberflĂŒssig. In Amsterdam setzte jedoch frĂŒh ein Umdenken ein. BĂŒrgerinitiativen und Denkmalpfleger warben fĂŒr den Erhalt des historischen Stadtbildes. Dies legte den Grundstein fĂŒr die heutige WertschĂ€tzung der Grachten als Kulturerbe.

Im Jahr 2010 wurden Teile des Amsterdamer GrachtengĂŒrtels offiziell als UNESCO-Welterbe anerkannt. Die Welterbekommission betonte, dass die Kombination von Stadtplanung, Wasserbau, Gesellschaftsstruktur und Architektur international einzigartig sei. Dadurch erhielten die Grachten eine zusĂ€tzliche Schutzebene, die Restaurierungen und behutsame Entwicklung begĂŒnstigt.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Wer die Grachten von Amsterdam entlangspaziert, erlebt ein lebendiges Freilichtmuseum der Architekturgeschichte. Besonders prĂ€gend sind die schmalen, hohen HĂ€user mit ihren oft leicht nach vorn geneigten Fassaden. Diese Neigung ist keine optische TĂ€uschung, sondern praktischer Natur: Sie erleichterte frĂŒher den Transport von Waren, die mithilfe von Haken und FlaschenzĂŒgen ĂŒber der Giebelkante nach oben gezogen wurden, ohne die Fassade zu beschĂ€digen.

Viele HĂ€user entlang der Herengracht oder Keizersgracht stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert und sind Beispiele fĂŒr die niederlĂ€ndische Variante des Barock und Klassizismus. Typisch sind reich verzierte Giebel: Treppengiebel, Glockengiebel, Halsgiebel oder FĂ€cher-Giebel. Sie dienten nicht nur zur Zierde, sondern auch als Statussymbol. Wohlhabende Bauherren ließen ihre HĂ€user mit aufwendigen Ornamenten, Reliefs und manchmal sogar allegorischen Figuren schmĂŒcken.

In einigen der ehemaligen KaufmannspalĂ€ste sind heute Museen oder Kulturinstitutionen untergebracht. Entlang der Grachten finden sich zum Beispiel das Museum Het Rembrandthuis in einem historischen Wohnhaus des berĂŒhmten Malers (zwar nicht direkt an den Hauptgrachten, aber im historischen Zentrum), das Museum Van Loon an der Keizersgracht oder das Huis Marseille, ein Museum fĂŒr Fotografie an der Keizersgracht. Sie zeigen eindrĂŒcklich, wie eng Wohnkultur, Kunst und Handel in Amsterdam historisch verknĂŒpft waren.

Auch die BrĂŒcken sind wesentliche Elemente des Stadtbilds. Über 1.000 BrĂŒcken verbinden Straßen und Ufer, viele von ihnen als elegante Bogenkonstruktionen aus Stein oder mit filigranen GelĂ€ndern aus Metall. Besonders in den Abendstunden, wenn die BrĂŒcken und Uferbeleuchtung eingeschaltet sind, entsteht eine atmosphĂ€rische Kulisse, die zu Fuß oder vom Boot aus gleichermaßen beeindruckt.

Kunst spielt an den Grachten nicht nur in Museen eine Rolle. RegelmĂ€ĂŸig finden entlang des Wassers temporĂ€re Kunstaktionen, Lichtinstallationen oder Festivals statt, etwa das Amsterdam Light Festival im Winter, bei dem Lichtkunstwerke an und ĂŒber den KanĂ€len installiert werden. Solche Veranstaltungen unterstreichen die Rolle der Grachten als BĂŒhne fĂŒr zeitgenössische Kultur, ohne den historischen Charakter zu ĂŒberdecken.

Die UNESCO, der niederlĂ€ndische Denkmalschutz und die Stadt Amsterdam legen großen Wert darauf, das typische Erscheinungsbild zu bewahren. Das bedeutet strenge Regeln fĂŒr FassadenĂ€nderungen, Werbung und Neubauten. Gleichzeitig werden historische Bausubstanz und Wasserbauwerke laufend restauriert. So bleibt das Ensemble nicht nur fotogen, sondern funktional – etwa durch die Pflege der Uferbefestigungen und Wasserregulierung, die in einer Stadt unter dem Meeresspiegel lebenswichtig ist.

Grachten von Amsterdam besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Die Grachten von Amsterdam umgeben das historische Zentrum rund um den Hauptbahnhof Amsterdam Centraal, das Damrak und den GrachtengĂŒrtel. Von Deutschland aus ist Amsterdam per Flug, Bahn und Auto gut erreichbar. DirektflĂŒge von Frankfurt, MĂŒnchen, Berlin, DĂŒsseldorf oder Hamburg dauern in der Regel rund 1 bis 1,5 Stunden; viele Airlines verbinden deutsche StĂ€dte mit dem Flughafen Amsterdam Schiphol. Mit der Bahn fahren mehrere ICE- und Intercity-Verbindungen tĂ€glich von StĂ€dten wie Frankfurt, Köln, DĂŒsseldorf oder Berlin nach Amsterdam; die Fahrzeiten liegen – je nach Startpunkt – zwischen etwa 4 und 7 Stunden. Mit dem Auto ist Amsterdam ĂŒber das niederlĂ€ndische Autobahnnetz (z. B. ĂŒber die A3/A12 oder A57/A77 Richtung Arnheim/Nijmegen und weiter nach Amsterdam) gut angebunden. In der Innenstadt sind ParkplĂ€tze allerdings teuer und knapp; viele UnterkĂŒnfte empfehlen Park-and-Ride-Angebote außerhalb des Zentrums.
  • Öffnungszeiten: Die Grachten selbst sind als öffentliches Stadtgebiet jederzeit zugĂ€nglich und können zu jeder Tages- und Jahreszeit besucht werden. Bootsrundfahrten, Museen und andere Einrichtungen entlang der KanĂ€le haben eigene Öffnungszeiten, die saisonal variieren können. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch direkt bei den jeweiligen Anbietern oder auf den offiziellen Informationsseiten der Stadt Amsterdam die aktuellen Zeiten und FahrplĂ€ne zu prĂŒfen. Angaben zu festen Öffnungszeiten der Grachten als solche sind nicht erforderlich, da es sich um frei zugĂ€ngliche Wasserstraßen handelt.
  • Eintritt: FĂŒr das Flanieren entlang der Grachten fĂ€llt kein Eintritt an. Kosten entstehen vor allem fĂŒr optionale Angebote wie Grachtenrundfahrten, Museumsbesuche oder private Bootsvermietungen. Die Preise variieren je nach Anbieter, Dauer und Leistungspaket. Als Orientierung: Klassische Rundfahrten bewegen sich oft im Bereich eines moderaten zweistelligen Eurobetrags pro Person. Konkrete Tarife sollten direkt bei den Reedereien oder Tourenanbietern recherchiert werden, da sie sich Ă€ndern können.
  • Beste Reisezeit: Amsterdam lĂ€sst sich grundsĂ€tzlich ganzjĂ€hrig besuchen. Viele Reisende aus Deutschland bevorzugen das spĂ€te FrĂŒhjahr (Mai, Juni) und den frĂŒhen Herbst (September, Anfang Oktober), wenn das Wetter milde Temperaturen bietet und die Stadt noch nicht oder nicht mehr im vollen Hochsaison-Andrang liegt. Im Sommer (Juli, August) sind die Grachten besonders belebt, sowohl durch Boote als auch durch FußgĂ€nger und Radfahrende; dann wird es an beliebten Fotospots und Anlegestellen entsprechend voll. Winterbesuche haben ihren eigenen Reiz: Nebel ĂŒber dem Wasser, frĂŒhe DĂ€mmerung und illuminierte BrĂŒcken schaffen eine sehr stimmungsvolle AtmosphĂ€re. Eis auf den Grachten, wie es frĂŒher gelegentlich vorkam, ist heute wegen der milderen Winter und des intensiven Bootsbetriebs jedoch selten.
  • Tageszeit und Andrang: Wer die Grachten von Amsterdam in Ruhe erleben möchte, sollte frĂŒh am Morgen oder spĂ€ter am Abend unterwegs sein. In den frĂŒhen Stunden spiegeln sich die GiebelhĂ€user im oft ruhigen Wasser, und es ist weniger Verkehr auf den Straßen. Ab dem spĂ€ten Vormittag bis in den Nachmittag hinein sind vor allem die Bereiche in der NĂ€he des Bahnhofs, des Dam-Platzes und rund um populĂ€re Fotomotive stark frequentiert. Abendliche Bootstouren bieten eine andere Perspektive, wenn das Licht weicher wird und die BrĂŒcken beleuchtet sind.
  • Sprache vor Ort: In Amsterdam sprechen die meisten Menschen NiederlĂ€ndisch als Muttersprache, aber Englisch ist im Alltag sehr weit verbreitet. In touristischen Bereichen, Hotels und auf Booten wird hĂ€ufig sehr gutes Englisch gesprochen, teilweise auch Deutsch. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist die VerstĂ€ndigung in der Regel problemlos. Einige Grundbegriffe auf NiederlĂ€ndisch werden dennoch geschĂ€tzt.
  • Zahlung und Trinkgeld: Die Niederlande nutzen den Euro (€). Kartenzahlung ist in Amsterdam sehr verbreitet, insbesondere mit Kreditkarten und gĂ€ngigen Debitkarten. Mobile Payment (z. B. Apple Pay, Google Pay) wird vielerorts akzeptiert. Bargeld spielt eine geringere Rolle als in vielen Regionen Deutschlands, wird aber natĂŒrlich noch angenommen. Beim Trinkgeld ist es ĂŒblich, im Restaurant bei Zufriedenheit etwa 5 bis 10 Prozent zu geben oder den Betrag aufzurunden. Auf Bootstouren und bei FĂŒhrungen freuen sich Guides ĂŒber ein freiwilliges kleines Trinkgeld, wenn die Leistung ĂŒberzeugt.
  • Verkehr und Sicherheit: Entlang der Grachten teilen sich FußgĂ€nger, Radfahrer und Autos hĂ€ufig enge Straßen. Besonders ungeĂŒbte Besucher sollten aufmerksam sein, da der Radverkehr in Amsterdam intensiv ist und oft Vorrang genießt. Nach Einbruch der Dunkelheit sind die zentralen Grachtenbereiche in der Regel gut beleuchtet und belebt. Wie in anderen GroßstĂ€dten empfiehlt sich ein wachsamer Umgang mit Wertsachen, insbesondere an stark frequentierten PlĂ€tzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Einreisebestimmungen: Die Niederlande gehören zum Schengen-Raum. FĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger ist die Einreise im Regelfall mit gĂŒltigem Personalausweis oder Reisepass möglich. Da sich Regelungen Ă€ndern können, sollten Reisende vor ihrer Reise die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen.
  • Zeitzone: Amsterdam liegt wie Deutschland in der MitteleuropĂ€ischen Zeit (MEZ) und in der Sommerzeit in der MitteleuropĂ€ischen Sommerzeit (MESZ). Das bedeutet: Es besteht keine Zeitverschiebung zwischen Deutschland und den Niederlanden, was die Planung von An- und Abreise sowie TagesausflĂŒgen erleichtert.
  • Gesundheit und Versicherung: FĂŒr deutsche Reisende gilt: Innerhalb der EU können die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung mit der EuropĂ€ischen Krankenversicherungskarte (meist auf der RĂŒckseite der Versichertenkarte) in Anspruch genommen werden. Dennoch ist eine zusĂ€tzliche Auslandskrankenversicherung mit RĂŒcktransportoption oft sinnvoll, um ĂŒber den gesetzlichen Rahmen hinaus abgesichert zu sein.

Warum Grachten van Amsterdam auf jede Amsterdam-Reise gehört

Die Grachten von Amsterdam sind nicht nur ein „Must-see“, weil sie in jedem ReisefĂŒhrer erscheinen, sondern weil sie das LebensgefĂŒhl der Stadt unmittelbar spĂŒrbar machen. Eine einfache Beobachtung am Wasser erzĂ€hlt mehr ĂŒber Amsterdam, seine Geschichte und seine Gegenwart, als jede Statistik es könnte.

Da sind zum einen die schwimmenden Hausboote, die entlang vieler KanĂ€le liegen. UrsprĂŒnglich als provisorische oder kreative Wohnlösung gedacht, gehören sie heute zum festen Stadtbild. Sie zeigen, wie die Bewohnerinnen und Bewohner die NĂ€he zum Wasser als Chance begreifen – sei es aus PlatzgrĂŒnden oder aus Liebe zur maritimen AtmosphĂ€re.

Zum anderen verĂ€ndert der Perspektivwechsel vom Boot aus die Wahrnehmung der Stadt. Beim Blick vom Wasser aus bekommt man ein GespĂŒr fĂŒr die Symmetrie und Planung des GrachtengĂŒrtels, fĂŒr die rhythmisch aneinandergereihten Fassaden, die sich trotz individueller Unterschiede zu einem harmonischen Ganzen fĂŒgen. Viele Besucher berichten, dass sie erst nach einer Tour auf den Grachten das StadtgefĂŒge wirklich verstanden haben.

FĂŒr Kulturinteressierte sind die Grachten ein idealer Ausgangspunkt, um Amsterdams Museen und KulturstĂ€tten zu erkunden. Das Anne-Frank-Haus liegt in unmittelbarer NĂ€he zur Prinsengracht, das Rijksmuseum und das Van Gogh Museum sind vom sĂŒdlichen GrachtengĂŒrtel aus schnell erreichbar. Kombiniert man eine Bootsfahrt oder einen Spaziergang mit Museumsbesuchen, entsteht ein Tagesprogramm, das sowohl landschaftliche als auch kulturelle Höhepunkte vereint.

ReisefĂŒhrer wie die deutschsprachigen Ausgaben von Marco Polo oder Merian betonen regelmĂ€ĂŸig, dass die Grachten das charakteristischste Element der Stadt sind. Sie empfehlen, zumindest einen halben Tag fĂŒr eine Mischung aus Rundfahrt, Spaziergang und spontanen Stopps in CafĂ©s oder Galerien entlang der KanĂ€le einzuplanen. Gerade im Vergleich zu deutschen GroßstĂ€dten wirkt die Kombination aus Wasser, enger historischer Bebauung und Radverkehr fĂŒr viele Besucher ungewohnt – und gerade deshalb eindrucksvoll.

Ein weiterer Pluspunkt fĂŒr Reisende aus Deutschland: Viele Aspekte des Aufenthalts wirken vertraut oder leicht handhabbar. Dieselbe Zeitzone, keine WĂ€hrungsumstellung, eine Ă€hnlich strukturierte Verkehrs- und Sicherheitslage sowie die weit verbreitete Nutzung des Englischen machen den Einstieg in die Stadt einfach. Gleichzeitig vermitteln die Grachten deutlich, dass es sich um eine eigenstĂ€ndige Kultur mit anderer Geschichte, anderen stĂ€dtebaulichen Traditionen und einer ausgeprĂ€gten Beziehung zum Wasser handelt.

Wer seine Amsterdam-Reise besonders intensiv erleben möchte, kann sogar eine Unterkunft direkt an den Grachten wĂ€hlen – vom historischen Stadthaus-Hotel bis zum modernen Boutique-Hotel mit Blick auf das Wasser oder einem offiziellen Hausboot mit Vermietungslizenz. So begleitet der Blick auf KanĂ€le und BrĂŒcken den gesamten Aufenthalt, vom ersten Kaffee am Morgen bis zum letzten Lichtreflex am Abend.

Grachten von Amsterdam in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In den sozialen Medien gehören die Grachten van Amsterdam zu den am hĂ€ufigsten geteilten Motiven der Stadt: Ob Sonnenaufgang auf der Prinsengracht, Herbstlaub an der Keizersgracht oder nĂ€chtliche Lichtinstallationen – die KanĂ€le bilden die BĂŒhne fĂŒr unzĂ€hlige Fotos, Videos und Reiseberichte. Viele Reisende teilen ihre EindrĂŒcke in Echtzeit und schaffen so einen digitalen Bilderfluss, der die Grachten als lebendigen, stĂ€ndig neu interpretierten Stadtraum zeigt.

HĂ€ufige Fragen zu Grachten von Amsterdam

Wo liegen die Grachten von Amsterdam genau?

Die Grachten von Amsterdam umgeben den historischen Stadtkern der niederlĂ€ndischen Hauptstadt und bilden einen halbkreisförmigen GĂŒrtel rund um das Zentrum. Bekannte KanĂ€le wie Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht verlaufen parallel zueinander und sind durch zahlreiche BrĂŒcken und Querstraßen verbunden.

Warum sind die Grachten van Amsterdam UNESCO-Welterbe?

Teile des Amsterdamer GrachtengĂŒrtels wurden als UNESCO-Welterbe anerkannt, weil sie ein herausragendes Beispiel fĂŒr Stadtplanung und Wasserbau des 17. Jahrhunderts darstellen. Die Kombination aus planmĂ€ĂŸig angelegten KanĂ€len, historischer Architektur und der Rolle Amsterdams als Handelsmetropole gilt als weltweit einzigartig.

Wie lÀsst sich ein Besuch der Grachten von Amsterdam am besten planen?

FĂŒr viele Reisende bewĂ€hrt sich eine Kombination aus Bootsrundfahrt und Spaziergang entlang ausgewĂ€hlter KanĂ€le. Eine klassische Grachtenfahrt vermittelt einen Überblick ĂŒber Struktur und Geschichte, wĂ€hrend ein anschließender Bummel Zeit fĂŒr Fotostopps, CafĂ©besuche und Museumsbesuche in der NĂ€he lĂ€sst. Es empfiehlt sich, je nach Interesse mindestens einen halben Tag einzuplanen.

Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr die Grachten von Amsterdam?

Besonders angenehm sind das spĂ€te FrĂŒhjahr und der frĂŒhe Herbst, wenn das Wetter mild ist und die Stadt etwas weniger ĂŒberlaufen als in den Sommerferien. Wer die Grachten ohne große Menschenmengen erleben möchte, kann außerdem frĂŒhe Morgenstunden oder spĂ€tere Abendstunden nutzen. Winterbesuche bieten eine stimmungsvolle, oft ruhigere AtmosphĂ€re mit beleuchteten BrĂŒcken und weniger Bootsbetrieb.

Welche Tipps sind fĂŒr Reisende aus Deutschland besonders wichtig?

Reisende aus Deutschland profitieren davon, dass es keine Zeitverschiebung gibt und in den Niederlanden der Euro genutzt wird. Amsterdam ist aus vielen deutschen StĂ€dten per Bahn, Flugzeug oder Auto gut erreichbar. Vor der Reise sollten die aktuellen Einreisehinweise des AuswĂ€rtigen Amts ĂŒberprĂŒft werden. Vor Ort ist Kartenzahlung sehr verbreitet, Englischkenntnisse sind meist ausreichend, und beim Trinkgeld ist ein moderates Aufrunden in Gastronomie und bei Touren ĂŒblich.

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