Haeinsa-Tempel, Hapcheon

Haeinsa-Tempel wird am 30. September Kulturerbe

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 02:04 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Der Haeinsa-Tempel in Hapcheon erhielt am 30. September 2026 mit einem 1910 errichteten Gebäude neuen nationalen Kulturerbe-Status.

Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Haeinsa-Tempel, Hapcheon Sudkorea
Extreme Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Haeinsa-Tempel in Hapcheon Sudkorea, taktile Struktur und weiches Seitenlicht, Illustration mit AI erstellt.

Der Haeinsa-Tempel in Hapcheon wurde am 30. September 2026 mit dem Haeuso der Gukilam-Klause als nationales Volkskulturerbe anerkannt. Die Ausweisung betrifft einen historischen Toilettenbau innerhalb der Tempelanlage und erweitert den Blick auf die Alltagskultur buddhistischer Gemeinschaften.

Haeinsa-Tempel erhält Schutz für das Gukilam-Haeuso

Die koreanische Kulturerbebehörde nahm das Gebäude gemeinsam mit zwei weiteren Tempel-Toiletten in die nationale Liste auf. Das geht aus der Meldung zur Kulturerbe-Ausweisung vom 30. September 2026 hervor.

Das Haeuso der Gukilam-Klause wurde 1910 errichtet. Es bewahrt nach Angaben der Behörde seinen ursprünglichen Standort und seine Grundform und wird weiterhin genutzt. Die Ausweisung ist zugleich eine Anerkennung von Räumen, die das tägliche Leben und die Regeln einer klösterlichen Gemeinschaft dokumentieren.

Der Begriff Haeuso bezeichnet im koreanischen Tempelleben einen Ort, an dem Sorgen abgelegt werden. Die drei nun geschützten Gebäude sind die ersten Tempel-Toiletten, die in Korea als nationales Kulturerbe ausgewiesen wurden. Ihre Aufnahme erfolgte gemeinsam für Anlagen in Suncheon, Yeongwol und Hapcheon.

Das Haeuso ergänzt die Welterbe-Anlage am Berg Gaya

Der Haeinsa-Tempel liegt am Berg Gaya in der Region Hapcheon. Bekannt ist die Anlage vor allem für die Tripitaka Koreana, eine Sammlung buddhistischer Texte auf etwa 80.000 Holztafeln.

Die Tafeln entstanden zwischen 1237 und 1248. Sie werden in den Gebäuden des Janggyeong Panjeon aufbewahrt, die aus dem 15. Jahrhundert stammen. Die UNESCO-Beschreibung des Welterbes nennt die Magazine wegen ihrer Belüftung und ihrer Lösungen zur Regulierung von Temperatur und Feuchtigkeit.

Damit steht nun auch ein Gebäude der klösterlichen Versorgung im aktuellen Kulturinteresse. Während das Janggyeong Panjeon die Bewahrung religiöser Texte sichtbar macht, verweist das Gukilam-Haeuso auf die Lebensweise der Menschen, die in der Anlage praktizierten.

Die Bauform zeigt praktische Tempelarchitektur

Das Haeuso nutzt eine Hanglage. An der Vorderseite ist es eingeschossig, an der Rückseite erscheint es als zweigeschossiger Bau in der Art eines Pavillons.

Die offene Konstruktion kommt ohne Türen aus und arbeitet mit Brüstungen auf Brusthöhe. Gitterfenster auf Augenhöhe lassen Licht und Luft in den Bau. Diese Merkmale sind nicht nur architektonische Details, sondern erklären, warum die Anlage als Zeugnis der klösterlichen Alltagskultur bewertet wurde.

Haeinsa-Tempel besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Kulturerbe-Ausweisung wurde am 30. September 2026 bekanntgegeben und betrifft das Haeuso der Gukilam-Klause im Haeinsa-Tempel in Hapcheon.
  • Der neue Schutzstatus bezieht sich auf das historische Haeuso. Er ist nicht mit einer angekündigten Sonderöffnung des Gebäudes oder einer Änderung des Zugangs zur gesamten Tempelanlage gleichzusetzen.
  • Die Anlage liegt am Berg Gaya in Hapcheon. Zum Komplex gehören neben dem Haeuso auch die Janggyeong-Panjeon-Gebäude mit den Holztafeln der Tripitaka Koreana.
  • Besucher treffen auf unterschiedliche Bauaufgaben innerhalb eines Tempels: Magazine für religiöse Texte und ein weiterhin genutzter Bau für die klösterliche Lebenspraxis.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Haeinsa-Tempel auf Social-Media-Plattformen

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Haeinsa-Tempel: häufige Fragen

Was hat sich am Haeinsa-Tempel geändert?

Am 30. September 2026 wurde das Haeuso der Gukilam-Klause als nationales Volkskulturerbe ausgewiesen. Der Status würdigt einen 1910 errichteten und weiterhin genutzten Bau.

Wo liegt der Haeinsa-Tempel und wie kommt man hin?

Der Haeinsa-Tempel liegt in Hapcheon am Berg Gaya in Südkorea. Die Anlage umfasst unter anderem das Janggyeong Panjeon und die Gukilam-Klause.

Was ist der Haeinsa-Tempel?

Der Haeinsa-Tempel ist eine buddhistische Tempelanlage mit den Janggyeong Panjeon-Gebäuden. Dort wird die zwischen 1237 und 1248 entstandene Tripitaka Koreana auf etwa 80.000 Holztafeln bewahrt.

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