Icehotel, Jukkasjarvi

Icehotel in Jukkasjarvi: Architektur aus Eis und Schnee

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 01:03 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Das Icehotel in Jukkasjarvi verbindet gefrorenes Flusswasser, Kunst und Übernachtung in einer vergänglichen Architektur aus Eis.

Pop-Art-Comic von Eishotel Jukkasjärvi in Jukkasjarvi, Schweden mit Rasterpunkten
Pop-Art-Comicillustration des Wahrzeichens Eishotel Jukkasjärvi in Jukkasjarvi Schweden, kraeftige Konturen Rasterpunkte und satte Farben, Illustration mit AI erstellt.

Das Icehotel in Jukkasjarvi besteht aus Eis, Schnee und wechselnden Kunstwerken. Die Anlage am Torne älv entstand aus einer Ausstellung von Yngve Bergqvist und verbindet seit 1989 Hotelfunktion mit Eiskunst.

Ein Hotel, dessen Wände aus dem Torne älv entstehen

Das Icehotel liegt in Jukkasjarvi im Norden Schwedens, rund 200 Kilometer nördlich des Polarkreises. Der Torne älv prägt den Ort als Fluss, Landschaftselement und Quelle des Baumaterials. Im Winter gefriert sein Wasser zu klaren Eisblöcken, die für Architektur und Kunst verwendet werden.

Die Eisblöcke werden mit Schnee und Eis zu Wänden, Böden, Decken, Säulen, Betten und Sitzflächen verbunden. Für die Bauteile kommt außerdem „snice“ zum Einsatz, eine Mischung aus Schnee und Eis. Eis aus dem Torne älv bildet dabei das zentrale Material.

Von der Arctic Hall zum Icehotel

Die Geschichte des Icehotels beginnt 1989 mit Yngve Bergqvist. Er eröffnete am gefrorenen Torne älv die Arctic Hall, eine Galerie aus Eis und Schnee. Eine Übernachtung in dieser Ausstellung führte zur Verbindung von Eiskunst und Gastbetrieb.

Im folgenden Jahr entstand in Jukkasjarvi eine sechzig Quadratmeter große Eisstruktur. Sie trug den Namen ARTic Hall und diente als Galerie. Aus diesem frühen Bau entwickelte sich das Icehotel, das 1990 als Hotel aus Eis und Schnee eröffnet wurde. Die erste Eisstruktur von 1989 markiert den Beginn der Anlage.

Kunstzimmer zwischen Gewölben und gefrorenem Licht

Das Icehotel ist zugleich Hotel und Ausstellung. Künstler gestalten Räume, Suiten und Skulpturen aus dem gefrorenen Wasser des Flusses. Jede Ausführung besitzt eigene Reliefs, Figuren, Möbel und Lichtinstallationen.

Die Räume liegen in einer Architektur aus Schnee und Eis. Gewölbe verbinden Korridore und Zimmer, während die Eisflächen das Licht der Beleuchtung aufnehmen. Die Gestaltung reicht von abstrakten Formen bis zu figürlichen Szenen. Eiskunst aus Jukkasjarvi gehört zur dauerhaften Identität des Hauses.

Zum Icehotel gehört außerdem Icehotel 365, ein dauerhaft betriebenes Gebäude mit Eiszimmern, Bar und Kunsträumen. Der Bereich steht neben warmen Unterkunftsgebäuden und ergänzt das saisonal errichtete Eishotel. In den kalten Zimmern gehören Betten, Felle und Thermoschlafsäcke zur Ausstattung.

Icehotel besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Das Icehotel liegt in Jukkasjarvi, etwa 200 Kilometer nördlich des Polarkreises und nahe der Stadt Kiruna in Schweden.
  • Die Anreise führt mit dem Zug oder Flugzeug nach Kiruna. Von dort verbindet ein Bus Kiruna mit Jukkasjarvi.
  • Der Aufenthalt in einem Eiszimmer bedeutet eine Übernachtung in einem Raum aus Schnee und Eis. Die Innentemperatur liegt ungefähr zwischen minus fünf und minus acht Grad Celsius.
  • Zum Gelände gehören kalte Kunsträume, warme Unterkunftsgebäude, ein Restaurant und eine Eisbar mit Gläsern aus Eis.

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Icehotel: häufige Fragen

Wo liegt das Icehotel?

Das Icehotel liegt in Jukkasjarvi im Norden Schwedens, am Torne älv und nahe Kiruna.

Was bietet ein Besuch?

Zum Icehotel gehören Eiszimmer, Kunstsuiten, Ausstellungsräume, warme Unterkünfte, ein Restaurant und eine Eisbar.

Was kennzeichnet das Icehotel?

Das Icehotel verbindet Architektur aus Schnee und Eis mit jährlich wechselnden Kunstwerken. Das Baumaterial stammt aus dem gefrorenen Wasser des Torne älv.

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