Iguazu-FĂ€lle, Cataratas del Iguazu

Iguazu-FĂ€lle: Wie Cataratas del Iguazu alle Erwartungen sprengen

03.06.2026 - 07:45:29 | ad-hoc-news.de

Die Iguazu-FĂ€lle bei Foz do Iguacu und Cataratas del Iguazu auf argentinischer Seite zĂ€hlen zu den spektakulĂ€rsten Naturwundern der Welt – was Reisende aus Deutschland jetzt ĂŒber Routen, Saison, Gischt-Erlebnis und praktische Tipps wissen sollten.

Iguazu-FĂ€lle, Cataratas del Iguazu, Reise
Iguazu-FĂ€lle, Cataratas del Iguazu, Reise

Schon aus der Ferne klingt es wie Donner, dann öffnet sich der Blick: Die Iguazu-FĂ€lle, lokal Cataratas del Iguazu (sinngemĂ€ĂŸ „großes Wasser“ in der Sprache der GuaranĂ­), stĂŒrzen in Hunderten Kaskaden in eine grĂŒne Schlucht, wĂ€hrend feine Gischt Regenbögen in die Luft malt. Wenige Naturwunder in SĂŒdamerika verbinden so eindrucksvoll Urgewalt, subtropischen Regenwald und perfekt erschlossene Aussichtspunkte wie dieses Welterbe an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien.

Iguazu-FĂ€lle: Das ikonische Wahrzeichen von Foz do Iguacu

Die Iguazu-FĂ€lle liegen im DreilĂ€ndereck von Brasilien, Argentinien und Paraguay, eingebettet in dichten Atlantischen Regenwald. Sie erstrecken sich ĂŒber rund 2,7 km Breite und bilden mehr als 250 einzelne WasserfĂ€lle, je nach Wasserstand sogar deutlich mehr. Sowohl Brasilien als auch Argentinien haben die FĂ€lle in große Nationalparks eingebettet, den brasilianischen Parque Nacional do Iguaçu und den argentinischen Parque Nacional IguazĂș, die beide zum UNESCO-Welterbe gehören. Diese Kombination aus Schutzgebiet und Besucher-Infrastruktur macht das Naturwunder besonders zugĂ€nglich.

FĂŒr Reisende aus Deutschland ist der Standort klar strukturiert: Auf brasilianischer Seite liegt das Tor zu den Iguazu-FĂ€llen in der Stadt Foz do Iguacu, auf argentinischer Seite in Puerto IguazĂș. Von dort fĂŒhren gut ausgeschilderte Straßen zu den ParkeingĂ€ngen. Anders als bei vielen europĂ€ischen Naturattraktionen sind die Wege hier so angelegt, dass Besucher den FĂ€llen sehr nahekommen: auf Stegen direkt ĂŒber dem Wasser, auf Panoramapfaden entlang der Felskante und von mehreren Aussichtsplattformen mit nahezu frontalem Blick auf die grĂ¶ĂŸten Kaskaden.

Die sinnliche AtmosphĂ€re ist es, die viele Reisende nachhaltig beeindruckt: Das konstante Grollen, die kĂŒhle Gischt in der Luft, das subtropische Klima mit Temperaturen, die hĂ€ufig deutlich ĂŒber 20 Â°C liegen, sowie die dichte Vegetation, in der Tukane, Schmetterlinge und manchmal sogar Coatis (NasenbĂ€ren) zu sehen sind. Die Iguazu-FĂ€lle sind nicht nur ein Panorama fĂŒr spektakulĂ€re Fotos, sondern ein immersives Naturerlebnis, das alle Sinne anspricht.

Geschichte und Bedeutung von Cataratas del Iguazu

Die Geschichte der Iguazu-FĂ€lle beginnt lange vor der ersten europĂ€ischen Beschreibung. FĂŒr die indigenen GuaranĂ­-Völker sind die Cataratas del Iguazu seit Jahrhunderten ein heiliger Ort, um den sich Legenden und Überlieferungen ranken. Geologisch sind die FĂ€lle das Ergebnis vulkanischer AktivitĂ€ten und tektonischer Bewegungen: Basalt- und Gesteinsschichten brachen an einer Linie, an der bis heute der Iguazu-Fluss abrupt in die Tiefe stĂŒrzt.

Der portugiesische Entdecker Álvar NĂșñez Cabeza de Vaca gilt als der erste EuropĂ€er, der die FĂ€lle im 16. Jahrhundert schriftlich beschrieb. Die spanisch-portugiesische Kolonisation brachte Missionare, HĂ€ndler und spĂ€ter Siedler in die Region, doch das Gebiet blieb lange Zeit dĂŒnn besiedelt. Erst im 20. Jahrhundert wurde das touristische Potenzial systematisch erschlossen, wobei Argentinien 1934 und Brasilien 1939 jeweils Nationalparks grĂŒndeten, um die einzigartige Landschaft zu schĂŒtzen und zugleich geordnet zugĂ€nglich zu machen.

Die UNESCO nahm den argentinischen Nationalpark IguazĂș 1984 und den brasilianischen Iguaçu-Nationalpark 1986 in die Liste des Welterbes auf. Damit wurde international anerkannt, dass es sich um ein Naturerbe von außergewöhnlichem universellem Wert handelt. Im Vergleich zu vielen KulturwelterbestĂ€tten in Europa – etwa dem Kölner Dom – liegt der Schwerpunkt hier auf der Kombination aus geologischer Besonderheit, BiodiversitĂ€t und dem Ă€sthetischen Eindruck der FĂ€lle.

Parallel zur touristischen Entwicklung wuchs die Bedeutung der Region als Symbol fĂŒr grenzĂŒberschreitende Zusammenarbeit. Der Fluss Iguazu markiert ĂŒber weite Strecken die Grenze zwischen Brasilien und Argentinien; beide LĂ€nder stimmen ihre Schutz- und Tourismuskonzepte ab, um Besucherlenkung und Naturschutz in Einklang zu bringen. Dies ist bemerkenswert, weil es zeigt, wie ein ikonisches Naturwahrzeichen LĂ€nder ĂŒber Grenzen hinweg verbindet.

Architektur, WegefĂŒhrung und besondere Merkmale

Auch wenn es sich primĂ€r um ein Naturwunder handelt, spielt die „Architektur“ der Besucherwege eine große Rolle fĂŒr das Erlebnis. Auf der brasilianischen Seite konzentriert sich die WegefĂŒhrung auf einen Hauptpanoramaweg entlang der Felskante. Von hier eröffnen sich weite Blicke ĂŒber nahezu die gesamte Breite der FĂ€lle, was hĂ€ufig als „Kinoperspektive“ beschrieben wird. Am Ende dieses Weges fĂŒhrt ein Steg direkt in die Gischtzone einer großen Kaskade, was Reisenden die NĂ€he zur Wassermasse eindrucksvoll erleben lĂ€sst.

Die argentinische Seite setzt stĂ€rker auf verschiedene Routen direkt am und ĂŒber dem Fluss: Ein „unterer“ und ein „oberer“ Rundweg folgen dem Verlauf mehrerer Falllinien, dazu kommen Stege, die sich bis ĂŒber den Fluss ziehen. Das spektakulĂ€rste Element ist der lange Steg zum „Garganta del Diablo“, dem „Teufelsschlund“. Hier stĂŒrzt ein Großteil des Flusses in eine hufeisenförmige Schlucht, die von einem nahezu permanenten Gischtnebel erfĂŒllt ist. Die Konstruktion dieser Stege wurde so vorgenommen, dass die natĂŒrliche Umgebung möglichst wenig beeintrĂ€chtigt wird und sie bei Hochwasser angepasst oder zeitweise geschlossen werden können.

Besonders prĂ€gend ist das Zusammenspiel von Höhe und Breite. Die höchsten Fallstufen erreichen etwa 80 m, damit sind sie höher als die ViktoriafĂ€lle in Afrika, wĂ€hrend die Gesamtbreite von rund 2,7 km die meisten europĂ€ischen WasserfĂ€lle deutlich ĂŒbertrifft. FĂŒr den Vergleich: Die Fallhöhe ĂŒberragt jene vieler alpiner FĂ€lle und ĂŒbertrifft deutlich markante Bauwerke wie das Brandenburger Tor in Berlin oder das Schloss Neuschwanstein, wenn man sie gedanklich nebeneinanderstellt.

Auch in der Tier- und Pflanzenwelt zeigen sich Besonderheiten: Die Nationalparks gehören zum bedrohten Atlantischen Regenwald, einem der artenreichsten Ökosysteme SĂŒdamerikas. Besucher können mit etwas GlĂŒck bunte Vögel, Schmetterlinge, Leguane und Coatis beobachten. GefĂŒhrte Touren weisen oft auf geschĂŒtzte Arten hin und erklĂ€ren, warum etwa nĂ€chtliche Beleuchtungen oder zu starke LĂ€rmbelastungen zugunsten der Tierwelt begrenzt werden.

Zudem spielt Wasserregulierung eine Rolle: Mehrere große StaudĂ€mme in der Region, etwa der ItaipĂș-Staudamm am ParanĂĄ-Fluss, beeinflussen den Wasserstand der FlĂŒsse, doch die Iguazu-FĂ€lle bleiben aufgrund ihres Einzugsgebiets und der Schutzkonzepte von extremen Schwankungen stĂ€rker geschĂŒtzt, als es in manchen anderen Regionen der Fall ist. FĂŒr Besucher bedeutet das: Ein eindrucksvolles Wassererlebnis ist in der Regel das ganze Jahr ĂŒber möglich, auch wenn die IntensitĂ€t variiert.

Iguazu-FĂ€lle besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Iguazu-FĂ€lle liegen an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien, nahe den StĂ€dten Foz do Iguacu (Brasilien) und Puerto IguazĂș (Argentinien). Von Deutschland aus fĂŒhren internationale FlĂŒge in der Regel ĂŒber große Drehkreuze in Europa oder SĂŒdamerika, etwa SĂŁo Paulo, Rio de Janeiro oder Buenos Aires. Die gesamte Reisezeit von Frankfurt, MĂŒnchen, Berlin oder DĂŒsseldorf zu einem der FlughĂ€fen Foz do Iguaçu (Brasilien) oder Puerto IguazĂș (Argentinien) kann – je nach Verbindung – leicht 15 Stunden oder mehr betragen, inklusive Umstieg.
    Innerhalb der Region verbinden Busse, Taxis und organisierte Transfers die StĂ€dte mit den ParkeingĂ€ngen. Eine direkte Bahnanreise wie in Europa existiert nicht. Mietwagen sind in beiden LĂ€ndern verfĂŒgbar, erfordern jedoch etwas Erfahrung im internationalen Straßenverkehr.
  • Öffnungszeiten
    Die Nationalparks auf brasilianischer und argentinischer Seite haben in der Regel tĂ€gliche Öffnungszeiten tagsĂŒber, oft von den frĂŒhen Morgenstunden bis zum spĂ€ten Nachmittag. Da Zeiten je nach Saison, Wochentag und besonderen Ereignissen variieren können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Angaben direkt ĂŒber die offizielle Webseite des Iguaçu-Nationalparks in Brasilien oder des Parque Nacional IguazĂș in Argentinien prĂŒfen. Saisonale Anpassungen, Wartungsarbeiten oder kurzfristige Sperrungen einzelner Stege – etwa bei Hochwasser – sind möglich.
  • Eintrittspreise
    FĂŒr beide Nationalparks werden EintrittsgebĂŒhren erhoben, die fĂŒr internationale Besucher höher sind als fĂŒr Einheimische. Preise können sich aufgrund von Wechselkursen, Inflationsentwicklung und Anpassungen der Parkverwaltung relativ hĂ€ufig Ă€ndern. Daher empfiehlt es sich, die jeweils aktuellen Ticketpreise vor der Reise direkt beim brasilianischen oder argentinischen Parkbetreiber zu recherchieren. Üblich ist eine Bezahlung vor Ort in LandeswĂ€hrung oder mit international gĂŒltiger Kreditkarte. Orientierungshalber sollten Reisende mit einem zweistelligen Euro-Betrag pro Tageseintritt rechnen, um Eintritt, Shuttlebus innerhalb des Parks und grundlegende Infrastruktur abdecken zu können.
  • Beste Reisezeit
    Die Iguazu-FĂ€lle sind ein Ganzjahresziel. Das subtropische Klima bringt warme bis heiße Temperaturen und meist eine hohe Luftfeuchtigkeit mit sich. In den sĂŒdamerikanischen Sommermonaten (ungefĂ€hr Dezember bis Februar) ist es besonders heiß und oft sehr feucht; zu dieser Zeit können NiederschlĂ€ge den Wasserstand erhöhen, was die WasserfĂ€lle spektakulĂ€r, das Klima aber anstrengend macht. In den Übergangszeiten und dem dortigen Winter (ungefĂ€hr Juni bis August) ist es etwas milder, dafĂŒr kann der Wasserstand teilweise niedriger sein. FĂŒr Reisende aus Deutschland bieten sich hĂ€ufig die Monate mit gemĂ€ĂŸigten Temperaturen an, in denen das Gischt-Erlebnis beeindruckend bleibt, aber die Hitze ertrĂ€glicher ist. FrĂŒh am Morgen oder am spĂ€ten Nachmittag ist der Andrang meist geringer, und das Licht ist fĂŒr Fotografien besonders attraktiv.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    Auf brasilianischer Seite ist Portugiesisch die Amtssprache, auf argentinischer Seite Spanisch. In den touristischen Bereichen der Iguazu-FĂ€lle sprechen viele Mitarbeitende zumindest grundlegendes Englisch, vereinzelt auch Deutsch, doch VerlĂ€sslichkeit besteht vor allem bei Englischkenntnissen. Es empfiehlt sich, einige einfache Höflichkeitsfloskeln in Portugiesisch und Spanisch zu kennen, was gerade außerhalb der touristischen Hauptzonen hilfreich ist.
    Bei der Zahlung sind internationale Kreditkarten weit verbreitet. In den Nationalparks, Hotels und Restaurants in Foz do Iguacu sowie Puerto IguazĂș können Kartenzahlungen meist problemlos genutzt werden, dennoch ist etwas Bargeld in LandeswĂ€hrung (brasilianischer Real und argentinischer Peso) sinnvoll, etwa fĂŒr kleinere EinkĂ€ufe, Trinkgelder oder lokale Busse. Mobile Payment-Systeme wie Apple Pay oder Google Pay werden zunehmend unterstĂŒtzt, sind aber nicht ĂŒberall selbstverstĂ€ndlich.
    Trinkgeld ist im formellen Sinne nicht streng geregelt, eine Anerkennung guter Leistung wird jedoch erwartet. In Restaurants sind 10 % als Orientierung ĂŒblich, sofern kein Servicezuschlag bereits auf der Rechnung ausgewiesen ist. Bei Guides, Fahrern oder im Hotelservice sind kleine Trinkgelder als Anerkennung verbreitet.
  • Kleidung, AusrĂŒstung und Fotografieren
    Durch die Gischt und das subtropische Klima sind leichte, schnell trocknende Kleidung und rutschfeste Schuhe empfehlenswert. Eine leichte Regenjacke oder ein Poncho, idealerweise aus Kunststoff, schĂŒtzt vor NĂ€sse; viele Anbieter verkaufen oder verleihen vor Ort Einweg-Ponchos. Kamera und Smartphone sollten mit wasserfesten HĂŒllen oder Beuteln geschĂŒtzt werden. Wer empfindlich auf Sonne reagiert, sollte an Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, Kopfbedeckung und gegebenenfalls eine Sonnenbrille denken. FĂŒr Foto- und Videoaufnahmen gelten in den Nationalparks wenige EinschrĂ€nkungen, doch der Einsatz von Drohnen ist in der Regel genehmigungspflichtig oder untersagt und muss vorab mit der Parkverwaltung geklĂ€rt werden.
  • Gesundheit, Sicherheit und Versicherung
    Die Iguazu-Region liegt in einem subtropischen Gebiet, in dem je nach Saison Insektenstiche hĂ€ufiger auftreten können. Ein wirksames MĂŒckenschutzmittel, lange leichte Kleidung und gegebenenfalls Beratung bei Tropen- oder Reisemedizinern vor Abreise sind sinnvoll. Da sich die Empfehlungen fĂŒr Impfungen und Gesundheitsvorsorge Ă€ndern können, sollten Reisende aktuelle Hinweise bei offiziellen Stellen und medizinischen Einrichtungen einholen. FĂŒr Besucher aus Deutschland ist eine Auslandsreisekrankenversicherung, die auch RĂŒcktransport abdeckt, ratsam, da Brasilien und Argentinien nicht zum unmittelbaren Leistungsbereich der gesetzlichen Krankenversicherung gehören. Innerhalb der Parks sollte man sich grundsĂ€tzlich an markierte Wege halten und Sicherheitsanweisungen des Personals befolgen.
  • Einreisebestimmungen
    Deutsche StaatsbĂŒrger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen fĂŒr Brasilien und Argentinien sowie mögliche TransitlĂ€nder beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen. Da Bestimmungen zu Visumfreiheit, Aufenthaltsdauer und PassgĂŒltigkeit variieren oder sich Ă€ndern können, ist eine aktuelle Information vor Reiseantritt essenziell. Wer sowohl die brasilianische als auch die argentinische Seite besuchen möchte, muss die jeweilige Grenzpassage einplanen – in der Regel per Bus, Taxi oder organisiertem Transfer – und sollte fĂŒr beide LĂ€nder die Einreisevorgaben erfĂŒllen.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Die Iguazu-Region liegt – je nach Jahreszeit und Landesregelung – in Zeitzonen, die der MitteleuropĂ€ischen Zeit (MEZ) in der Regel um einige Stunden nachgehen. Die genaue Zeitverschiebung kann aufgrund von Sommerzeitregeln in Brasilien oder ihrer Abschaffung variieren. Reisende sollten vor Abflug die aktuelle Zeitdifferenz zu Deutschland prĂŒfen, insbesondere wenn AnschlussflĂŒge, Touren oder gefĂŒhrte AusflĂŒge gebucht sind, bei denen PĂŒnktlichkeit entscheidend ist.

Warum Cataratas del Iguazu auf jede Foz do Iguacu-Reise gehört

FĂŒr viele SĂŒdamerika-Reisende sind die Iguazu-FĂ€lle ein Höhepunkt, der mit bekannten Naturwundern wie den Niagara-FĂ€llen oder den ViktoriafĂ€llen verglichen wird. Der Unterschied liegt in der Kombination aus Breite, Höhe, Regenwaldkulisse und der NĂ€he, mit der Besucher den Wassermassen begegnen. Wer ĂŒber Foz do Iguacu oder Puerto IguazĂș anreist, erlebt nicht nur eine einzelne Aussichtsplattform, sondern eine mehrstĂŒndige oder sogar mehrtĂ€gige Entdeckungsreise.

Ein klassisches Besuchsprogramm umfasst mindestens einen Tag auf der brasilianischen und einen weiteren Tag auf der argentinischen Seite. Die brasilianische Perspektive bietet Panorama-Blicke, die ideal sind, um das Ausmaß der FĂ€lle zu erfassen und ikonische Bilder zu machen. Die argentinische Seite ermöglicht es, direkt „in“ die Landschaft einzutauchen, da Stege bis ĂŒber den Fluss fĂŒhren. Viele Reiseveranstalter aus dem deutschsprachigen Raum planen die Iguazu-FĂ€lle daher als intensiven Doppelbesuch ein, um diese zwei sehr unterschiedlichen Blickwinkel zu kombinieren.

Neben den Hauptattraktionen gibt es ergĂ€nzende Angebote, die das Erlebnis vertiefen können: Bootstouren, die nahe an bestimmte Kaskaden heranfahren; gefĂŒhrte Wanderungen durch den Regenwald mit Fokus auf Flora und Fauna; gelegentlich nĂ€chtliche Veranstaltungen bei Vollmond auf der argentinischen Seite, bei denen die WasserfĂ€lle im Mondlicht sichtbar werden. Auch Besuche des nahe gelegenen ItaipĂș-Staudamms oder des DreilĂ€nderecks von Brasilien, Argentinien und Paraguay sind beliebte ErgĂ€nzungen fĂŒr mehrere Tage in der Region.

FĂŒr Reisende aus der DACH-Region lohnt sich der vergleichsweise lange Flug, weil sich die Iguazu-FĂ€lle ideal mit anderen berĂŒhmten Zielen kombinieren lassen: etwa mit Rio de Janeiro, Buenos Aires oder den Andenregionen weiter sĂŒdlich. Wer eine Rundreise durch SĂŒdamerika plant, kann Iguazu als natĂŒrlichen „Dreh- und Angelpunkt“ einbauen, der eine klare, emotionale Erinnerung schafft – Ă€hnlich prĂ€gend wie ein Besuch des Grand Canyon oder des Nordkaps, aber mit einer ganz eigenen, tropischen Note.

Iguazu-FĂ€lle in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In sozialen Netzwerken gehören die Iguazu-FĂ€lle zu den meistgeteilten Naturmotiven SĂŒdamerikas. Kurze Video-Clips, die den Weg ĂŒber den Steg zum „Teufelsschlund“ zeigen, Zeitlupen von Regenbögen im Gischtnebel oder Vorher-Nachher-Aufnahmen von trockenem Besucheroutfit und durchnĂ€ssten Abenteurern nach einer Bootstour erzeugen starke Resonanz. FĂŒr Reisende aus Deutschland bieten Plattformen wie YouTube, Instagram oder TikTok eine gute Möglichkeit, sich vorab visuell auf das Erlebnis einzustimmen – und nach der RĂŒckkehr eigene EindrĂŒcke mit anderen zu teilen.

HĂ€ufige Fragen zu Iguazu-FĂ€lle

Wo liegen die Iguazu-FĂ€lle genau?

Die Iguazu-FĂ€lle liegen im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Argentinien, nahe den StĂ€dten Foz do Iguacu auf brasilianischer und Puerto IguazĂș auf argentinischer Seite. Beide LĂ€nder haben eigene Nationalparks eingerichtet, von deren EingĂ€ngen Besucher verschiedene Aussichtspunkte, Stege und Wanderwege erreichen.

Wie viel Zeit sollten Reisende fĂŒr die Cataratas del Iguazu einplanen?

Wer sowohl die brasilianische als auch die argentinische Seite erkunden möchte, sollte mindestens zwei volle Tage einplanen, jeweils einen pro Land. So bleibt ausreichend Zeit fĂŒr die wichtigsten Stege, Aussichtspunkte und optionale AktivitĂ€ten wie Bootstouren oder gefĂŒhrte Wanderungen. Bei sehr engem Zeitbudget ist ein kompakter Besuch an einem Tag möglich, doch das Erlebnis ist intensiver, wenn nicht alles in wenigen Stunden gebĂŒndelt werden muss.

Was unterscheidet die brasilianische von der argentinischen Seite?

Die brasilianische Seite der Iguazu-FĂ€lle bietet vor allem weite Panorama-Blicke auf die Gesamtheit der WasserfĂ€lle und einen markanten Steg in die Gischtzone. Die argentinische Seite ist stĂ€rker auf verschiedene Routen und Stege ausgerichtet, die Besucher direkt ĂŒber den Fluss und zu einzelnen Falllinien fĂŒhren, darunter der spektakulĂ€re Steg zum „Garganta del Diablo“. Viele Reisende empfinden die beiden Seiten als komplementĂ€r und schĂ€tzen gerade die unterschiedlichen Blickwinkel.

Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr die Iguazu-FĂ€lle aus deutscher Sicht?

Die Iguazu-FĂ€lle sind ganzjĂ€hrig beeindruckend. FĂŒr Reisende aus Deutschland eignen sich hĂ€ufig die Monate mit moderateren Temperaturen und etwas geringerer Luftfeuchtigkeit, etwa im sĂŒdamerikanischen Winter und den Übergangszeiten. In den Sommermonaten vor Ort sind die FĂ€lle durch höhere WasserstĂ€nde oft besonders mĂ€chtig, gleichzeitig ist es sehr heiß und schwĂŒl. Wichtig ist, sowohl Klima als auch persönliche Hitzetoleranz zu berĂŒcksichtigen.

Welche Vorbereitung ist fĂŒr eine Reise aus Deutschland nötig?

Neben der Flugplanung ĂŒber internationale Drehkreuze sollten Reisende rechtzeitig Einreisebestimmungen beim AuswĂ€rtigen Amt prĂŒfen und gegebenenfalls eine Auslandsreisekrankenversicherung abschließen. Sinnvoll sind außerdem eine Beratung zur Gesundheitsvorsorge, ein Blick auf die beste Reisezeit und die frĂŒhzeitige Buchung von UnterkĂŒnften in Foz do Iguacu oder Puerto IguazĂș, besonders in der Hochsaison. Vor Ort helfen leichte, wetterangepasste Kleidung, MĂŒckenschutz, Sonnenschutz und wasserfeste HĂŒllen fĂŒr Technik dabei, das Naturerlebnis entspannt zu genießen.

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