La Moneda Santiago, Palacio de La Moneda

La Moneda Santiago: Macht, Geschichte und Architektur im Herzen Chiles

14.06.2026 - 17:25:55 | ad-hoc-news.de

La Moneda Santiago, der Palacio de La Moneda, ist weit mehr als Chiles Präsidentensitz. Warum dieses Bauwerk in Santiago de Chile Reisende aus Deutschland tief bewegt, zeigt dieser Guide.

La Moneda Santiago, Palacio de La Moneda, Santiago de Chile
La Moneda Santiago, Palacio de La Moneda, Santiago de Chile

Wenn sich morgens über dem Zentrum von Santiago de Chile das Licht der Anden in den hellen Fassaden bricht, wirkt La Moneda Santiago fast wie eine Bühne der Geschichte: Der Palacio de La Moneda („Palast der Münze“) ist Regierungszentrale, Erinnerungsort und architektonisches Schmuckstück zugleich – ein Ort, an dem politische Macht und stille Höfe überraschend nah beieinanderliegen.

La Moneda Santiago: Das ikonische Wahrzeichen von Santiago de Chile

La Moneda Santiago liegt im politischen und geographischen Zentrum von Santiago de Chile, eingerahmt von breiten Avenidas, modernen Bürohochhäusern und dem weitläufigen Platz „Plaza de la Constitución“ auf der Nordseite. Wer von hier in die umliegenden Straßen blickt, spürt sofort: Dies ist das Herz der chilenischen Republik, vergleichbar mit dem Zusammenspiel von Reichstag, Bundeskanzleramt und Bundespräsidialamt in Berlin – nur in einer einzigen, historisch gewachsenen Anlage gebündelt.

Der Palacio de La Moneda ist heute offizieller Sitz des chilenischen Präsidenten und wichtiger Teile der Regierung. Zugleich fungiert er als repräsentatives Symbol des Staates, als Ort für Empfänge, nationale Zeremonien, Pressekonferenzen und Demonstrationen. Die weitläufigen Plätze rund um den Palast bilden eine Art demokratisches Schaufenster: Hier versammeln sich Bürgerinnen und Bürger, feiern Wahlsiege, protestieren oder gedenken der Opfer der Militärdiktatur – La Moneda ist daher ein Brennpunkt der Zeitgeschichte, ähnlich aufgeladen wie das Brandenburger Tor in Berlin, das zugleich Feiertagskulisse und Protestraum ist.

Für Reisende aus Deutschland ist La Moneda Santiago besonders faszinierend, weil sich an diesem Ort mehrere Schichten chilenischer Identität überlagern: Koloniale Baukunst, republikanische Tradition, Militärputsch und Übergang zur Demokratie, zeitgenössische Kunst und Alltagsleben der Hauptstadt. Die Architektur wirkt zunächst streng und klassisch, doch hinter den Fassaden verbergen sich intime Innenhöfe, unterirdische Kulturzentren und moderne Denkmäler.

Eine besondere Qualität des Ortes ist seine Zugänglichkeit: Anders als viele abgeschirmte Regierungsgebäude wirkt La Moneda – zumindest aus der Distanz – offen. Breite Gehwege, Wasserflächen und Skulpturen locken nicht nur Touristinnen und Touristen, sondern auch Angestellte aus den Büros der Umgebung, Schülergruppen und Straßenkünstler an. Wer sich Zeit nimmt, erlebt hier nicht nur ein Foto-Motiv, sondern einen lebendigen Teil des städtischen Alltags.

Geschichte und Bedeutung von Palacio de La Moneda

Die Ursprünge des Palacio de La Moneda reichen in die Kolonialzeit zurück. Ursprünglich entstand das Gebäude nicht als Präsidentenpalast, sondern als königliche Münzprägeanstalt der spanischen Krone – daher der Name „La Moneda“ (die Münze). Damit war der Bau in seinen Anfängen ein Symbol wirtschaftlicher Kontrolle und kolonialer Verwaltung. Erst später wandelte sich seine Funktion hin zum Sitz der Republik.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Chile vom spanischen Kolonialgebiet zum unabhängigen Staat. Im Zuge dieser politischen Neuordnung wurde La Moneda schrittweise umgebaut und erweitert. Der Palast wurde zu einem der zentralen Orte der neuen Republik: Regierungsmitglieder arbeiteten hier, Kabinettssitzungen fanden statt, Staatsgäste wurden empfangen. Während in Mitteleuropa Monarchien erst nach und nach abgelöst wurden, etablierte sich in Chile eine republikanische Tradition, in deren Mittelpunkt La Moneda als „Haus der Exekutive“ stand.

International bekannt wurde der Palast vor allem durch den Militärputsch vom 11. September 1973. An diesem Tag bombardierten Einheiten der chilenischen Luftwaffe und des Militärs das Gebäude, um den demokratisch gewählten Präsidenten Salvador Allende zu stürzen. Bilder des brennenden Palastes gingen um die Welt und prägten das Bild von La Moneda als Symbol sowohl der bedrohten Demokratie als auch der anschließenden Militärdiktatur unter Augusto Pinochet.

Der Tod Salvador Allendes, der sich nach verbreiteter historischer Forschung im Inneren des Palastes das Leben nahm, gehört zu den einschneidenden Momenten des 20. Jahrhunderts in Lateinamerika. Für deutsche Leserinnen und Leser lässt sich die Symbolkraft mit der des Reichstagsbrands von 1933 vergleichen – ein Schlüsselmoment, an dem sich ein demokratisches System in ein autoritäres Regime verwandelt. In Chile gilt La Moneda seither als Ort des Gedenkens, der Kontroversen und der Aufarbeitung.

Nach dem Ende der Militärdiktatur in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren wurden der Palacio de La Moneda und seine Umgebung umfassend restauriert und neu geordnet. Die demokratischen Regierungen legten Wert darauf, das Gebäude nicht nur als Machtzentrum, sondern auch als öffentlich zugängliches Symbol der wiederhergestellten Demokratie zu öffnen. Im Zuge dieser Neuorientierung entstanden unter anderem das unterirdische Kulturzentrum „Centro Cultural La Moneda“ und verschiedene Gedenkorte für Opfer der Diktatur.

Heute steht La Moneda Santiago für einen demokratischen Staat, der seine konfliktreiche Geschichte nicht verdrängt, sondern sichtbar macht. Führungen, Ausstellungen und künstlerische Installationen erinnern an die Vergangenheit und stellen Bezüge zur Gegenwart her. Wer den Palast besucht, wird daher nicht nur mit architektonischer Eleganz konfrontiert, sondern auch mit Fragen nach Erinnerung, Gerechtigkeit und politischer Verantwortung – Themen, die auch in der deutschen Erinnerungskultur rund um Orte wie die Gedenkstätte Berliner Mauer oder das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände präsent sind.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist der Palacio de La Moneda ein Beispiel für klassizistische und neoklassizistische Formen, wie sie im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert in vielen Teilen der Welt verbreitet waren. Charakteristisch sind die symmetrische Gliederung der Fassaden, klare horizontale Linien, rhythmisch gesetzte Fensterreihen und ein betont zurückhaltender Dekor. Die hellen Putzfassaden reflektieren das oft intensive Sonnenlicht Santiagos und geben dem Gebäude eine zugleich würdige und leichte Ausstrahlung.

Die Anlage gliedert sich in mehrere Flügel, die um Innenhöfe angeordnet sind. Diese Höfe – in der spanischsprachigen Welt „patios“ genannt – strukturieren den Palast und schaffen geschützte, intime Räume innerhalb des monumentalen Gesamtvolumens. Besucherinnen und Besucher, die im Rahmen von Führungen Zugang erhalten, erleben einen starken Kontrast: Von der lauten, verkehrsreichen Stadt geht es in ruhige, von Arkaden gesäumte Höfe mit Brunnen, Pflanzungen und Skulpturen.

Besonders markant sind die repräsentativen Eingänge, etwa an der Nord- und Südseite. Sie werden von massiven Portalen, Toren und Wachposten flankiert. Die repräsentative Wirkung entsteht nicht durch überbordenden Schmuck, sondern durch Proportion, Maßstab und den klaren Rhythmus der Öffnungen. Für Architekturliebhaber aus Deutschland lässt sich La Moneda stilistisch eher mit klassizistischen Bauten wie dem Kronprinzenpalais in Berlin oder Teilen der Münchner Ludwigstraße vergleichen als mit barocken Schlössern à la Sanssouci.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Palast spielt Kunst eine große Rolle. Das „Centro Cultural La Moneda“ unterhalb der südlichen Platzfläche beherbergt wechselnde Ausstellungen zu chilenischer und internationaler Kunst, Fotografie, Design und Geschichte. Es gilt als eines der wichtigsten Kulturzentren der Hauptstadt und bietet ein dichtes Programm aus Ausstellungen, Filmvorführungen, Konferenzen und Bildungsangeboten. Für Reisende, die mehr über die kulturelle Vielfalt Chiles erfahren möchten, ist dieser Ort eine ideale Ergänzung zum Spaziergang rund um den Palast.

Auf den Plätzen rund um La Moneda finden sich zudem Skulpturen und Denkmäler, die unterschiedliche Facetten der chilenischen Geschichte beleuchten. Dazu zählen Figuren bedeutender Staatsmänner und -frauen, aber auch Werke, die sich mit Demokratie, Menschenrechten und Erinnerungspolitik auseinandersetzen. Diese künstlerischen Interventionen machen deutlich, dass La Moneda nicht als statisches Monument verstanden wird, sondern als lebendiger Ort, an dem sich gesellschaftliche Debatten spiegeln.

Besondere Aufmerksamkeit zieht auch die traditionelle Wachablösung der „Guardia de Palacio“ auf sich, die in regelmäßigen Abständen vor dem Palast stattfindet. Die Zeremonie mit uniformierten Ehrenformationen, Musik und festgelegten Abläufen erinnert an vergleichbare Rituale vor dem Buckingham Palace in London oder dem Syntagma-Platz in Athen. Sie unterstreicht die Rolle von La Moneda als staatliches Symbol und ist zugleich eine Attraktion für Besucherinnen und Besucher, die einen Einblick in die militärische und protokollarische Seite des Landes erhalten möchten.

Im Inneren des Palastes – soweit zugänglich – finden sich neben den Arbeitsräumen der Regierung repräsentative Säle, historische Porträts und Kunstwerke, die chilenische Geschichte ins Bild setzen. Obwohl der Zugang aus Sicherheitsgründen reguliert ist, verdeutlichen Führungen und ausgewiesene Besucherbereiche, dass die Regierung darum bemüht ist, Transparenz und Bürgernähe zu signalisieren.

La Moneda Santiago besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Ein Besuch von La Moneda Santiago lässt sich unkompliziert in einen Stadtrundgang durch das historische Zentrum von Santiago de Chile integrieren. Der Palast liegt in Laufdistanz zu weiteren Sehenswürdigkeiten wie der Kathedrale auf der „Plaza de Armas“, dem Museum für Zeitgenössische Kunst, dem Cerro Santa Lucía oder dem Kunstmuseum „Museo Nacional de Bellas Artes“.

Für deutschsprachige Reisende – ob aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz – sind vor allem praktische Fragen wichtig: Wie erreicht man den Palast, welche Sicherheitsregelungen gelten, und was lässt sich mit dem Besuch kombinieren? Der folgende Überblick gibt eine Orientierung, ersetzt aber nicht die tagesaktuelle Prüfung bei offiziellen Stellen oder beim Auswärtigen Amt.

  • Lage und Anreise: La Moneda Santiago befindet sich im Zentrum von Santiago de Chile, im Regierungsviertel sĂĽdlich der historischen Altstadt. Die nächstgelegene Metro-Station trägt den Namen „La Moneda“, weitere Haltestellen in Gehweite sind „Universidad de Chile“ und „Los HĂ©roes“. Aus den wichtigsten Hotelvierteln – etwa Providencia, Las Condes oder Bellas Artes/Lastarria – ist der Palast bequem per Metro oder Taxi zu erreichen. Von Deutschland aus wird Santiago de Chile in der Regel ĂĽber LangstreckenflĂĽge erreicht, häufig mit Umstieg ĂĽber europäische Drehkreuze wie Madrid, Paris, London oder nordamerikanische Städte. Direkte Nonstop-Verbindungen ab Deutschland sind nicht konstant gewährleistet und können sich je nach Saison und Airline-Angebot ändern.
  • Flugzeit und Zeitverschiebung: Die reine Flugzeit von Frankfurt, MĂĽnchen oder Berlin nach Santiago de Chile liegt in der Regel im Bereich von etwa 17 bis 20 Stunden, abhängig von Route und Umstiegszeiten. Da Chile in einer anderen Zeitzone liegt, besteht – je nach Jahreszeit – meist ein Zeitunterschied von mehreren Stunden zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ/MESZ). Reisende sollten den Jetlag einkalkulieren und La Moneda nicht direkt am ersten Reisetag einplanen, um den Besuch entspannt wahrnehmen zu können.
  • Ă–ffnungszeiten: Die Plätze rund um den Palacio de La Moneda sind in der Regel frei zugänglich. FĂĽr FĂĽhrungen durch das Innere des Palastes oder fĂĽr den Besuch des „Centro Cultural La Moneda“ gelten jedoch spezifische Ă–ffnungszeiten, die sich ändern können. Es empfiehlt sich, kurz vor dem Besuch die offiziellen Informationskanäle des Präsidentenpalastes bzw. des Kulturzentrums zu prĂĽfen, da Feiertage, politische Veranstaltungen oder Sicherheitslagen zu Einschränkungen fĂĽhren können. Generell ist der Vormittag eine gute Zeit, um den Palast bei klarem Licht zu fotografieren und den Start des Tages im Regierungsviertel zu beobachten.
  • Eintritt: Der Aufenthalt auf den öffentlichen Plätzen rund um La Moneda ist ĂĽblicherweise kostenfrei. FĂĽr bestimmte FĂĽhrungen oder Sonderausstellungen im Kulturzentrum kann ein Eintritt erhoben werden. Da sich GebĂĽhren, Währungen und Rabattstrukturen (z. B. fĂĽr Studierende, Familien oder Senior:innen) im Laufe der Zeit verändern, sollten aktuelle Preise direkt beim „Centro Cultural La Moneda“ oder den offiziellen Stellen geprĂĽft werden. Als grobe Orientierung liegen Eintrittspreise fĂĽr größere Ausstellungen in groĂźen lateinamerikanischen Metropolen häufig im Bereich eines niedrigen zweistelligen Euro-Betrags; es kann aber auch kostenfreie Angebote geben.
  • Beste Reisezeit: Santiago de Chile liegt auf der SĂĽdhalbkugel, daher sind die Jahreszeiten im Vergleich zu Deutschland vertauscht. Die Sommermonate in Chile (ungefähr Dezember bis März) können heiĂź und sehr trocken sein, während die Wintermonate (ungefähr Juni bis August) milder, aber teilweise regnerisch sind. FĂĽr Stadtbesichtigungen, einschlieĂźlich eines Besuchs von La Moneda, gelten FrĂĽhling (ca. September bis November) und Herbst (ca. März bis Mai) als besonders angenehm: Die Temperaturen sind moderat, der Himmel oft klar, und die Luftqualität ist häufig besser als in den Hochsommermonaten. Unabhängig von der Jahreszeit lohnt es sich, La Moneda entweder vormittags oder am späten Nachmittag zu besuchen, wenn das Licht weicher ist und sich die Fassaden besonders stimmungsvoll präsentieren.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld: Amtssprache in Chile ist Spanisch. In touristisch geprägten Bereichen, größeren Hotels und bei offiziellen FĂĽhrungen rund um La Moneda sprechen viele Mitarbeitende zumindest grundlegendes Englisch, Deutsch ist dagegen selten. FĂĽr Reisende aus Deutschland empfiehlt es sich, einige spanische Höflichkeitsfloskeln zu beherrschen und bei Bedarf eine Ăśbersetzungs-App zu nutzen. Beim Bezahlen sind Kreditkarten (insbesondere Visa und Mastercard) verbreitet, auch kontaktlose Zahlungen mit Smartphone werden zunehmend akzeptiert. Bargeld in chilenischen Pesos ist dennoch sinnvoll, etwa fĂĽr kleinere Beträge, Trinkgeld oder Märkte. Trinkgeld ist in Restaurants ĂĽblich, häufig werden etwa 10 % vorgeschlagen; bei StadtfĂĽhrungen, auch rund um La Moneda, werden kleine Trinkgelder fĂĽr gute Leistung geschätzt.
  • Sicherheit und Verhalten: Das Umfeld von La Moneda ist tagsĂĽber in der Regel stark frequentiert und von Polizei sowie Sicherheitsdiensten ĂĽberwacht. Wie an jedem politischen Zentralort kann es jedoch zu Demonstrationen und Kundgebungen kommen. Reisende sollten Menschenansammlungen aufmerksam beobachten, politische Auseinandersetzungen meiden und Hinweise der örtlichen Behörden befolgen. Wertgegenstände sollten zurĂĽckhaltend sichtbar getragen werden. Fotografieren ist auf den öffentlichen Plätzen in der Regel erlaubt, doch die Anweisungen des Sicherheitspersonals – insbesondere im Hinblick auf Absperrungen oder sensible Bereiche – sind zu respektieren.
  • Einreisebestimmungen: Deutsche StaatsbĂĽrger sollten aktuelle Einreisehinweise, Visabestimmungen und Sicherheitsempfehlungen fĂĽr Chile beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂĽfen. Da sich Regularien im Zuge politischer Entwicklungen, gesundheitlicher Lagen oder bilateraler Abkommen ändern können, ist eine tagesaktuelle Information unerlässlich. Innerhalb Chiles ist eine gute Reiseversicherung inklusive Auslandskrankenversicherung ratsam, da die medizinische Versorgung in größeren Städten zwar solide ist, aber je nach Einrichtung hohe Kosten verursachen kann.

Warum Palacio de La Moneda auf jede Santiago de Chile-Reise gehört

La Moneda Santiago ist nicht nur eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern auch ein Schlüssel zum Verständnis Chiles. Wer hier Zeit verbringt, taucht in eine vielschichtige Erzählung aus kolonialen Ursprüngen, republikanischem Selbstverständnis, Diktaturerfahrung und demokratischer Neuerfindung ein. Dieser Ort verbindet, ähnlich wie der Berliner Reichstag, die sichtbare Architektur der Macht mit der unsichtbaren Geschichte gesellschaftlicher Auseinandersetzungen.

Für viele Reisende ist der Moment besonders eindrücklich, wenn man vom verkehrsreichen „Alameda“-Boulevard (offiziell „Avenida Libertador Bernardo O'Higgins“) auf den weitläufigen Platz vor dem Palast tritt. Plötzlich öffnet sich der Blick auf die symmetrische Fassade, eingerahmt von chilenischen Flaggen und Wachposten. Gleichzeitig sind im Hintergrund die Glas- und Stahlfassaden moderner Bürogebäude zu sehen – ein visuelles Symbol für die Verbindung von Tradition und Gegenwart.

Ein weiterer Pluspunkt: La Moneda lässt sich hervorragend mit anderen Highlights der Stadt kombinieren. Nach einem Besuch des Palastes und des Kulturzentrums lohnt sich ein Abstecher in die historische Altstadt, ein Spaziergang im Künstlerviertel Bellas Artes oder eine Fahrt mit der Standseilbahn auf den Hügel „Cerro San Cristóbal“, von dem aus man bei gutem Wetter ein beeindruckendes Panorama über die Metropole und die Andenkette genießt. Wer mehrere Tage in Santiago verbringt, kann La Moneda am ersten Tag als Orientierungspunkt nutzen und von hier aus weitere Stadtteile erkunden.

Für Reisende aus Deutschland erzeugt La Moneda auch eine interessante Resonanz mit der eigenen Erinnerungskultur. Viele Besucherinnen und Besucher kennen Bilder des Palastes aus der Berichterstattung über den Putsch von 1973, über den Übergang zur Demokratie oder über aktuelle politische Ereignisse. Vor Ort zu stehen, die Dimensionen des Gebäudes physisch zu erleben und die Atmosphäre aufzusaugen, schafft ein anderes Verständnis. Plötzlich werden Nachrichtenbilder zu einer räumlichen Erfahrung, und die abstrakte Geschichte Chiles gewinnt konkrete Kontur.

Hinzu kommt, dass Santiago de Chile in vielen Reiserouten durch Südamerika als Dreh- und Angelpunkt fungiert – sei es als Einstieg in eine Patagonien-Reise, als Ausgangspunkt für Exkursionen in die Atacama-Wüste oder als Zwischenstopp auf dem Weg nach Easter Island (Rapa Nui). Wer ohnehin hier landet, sollte La Moneda einplanen, um ein Gefühl für die politische und kulturelle Mitte des Landes zu bekommen, bevor es weiter in die Natur- und Landschaftswunder geht.

Nicht zuletzt ist der Besuch von La Moneda ein stilles Statement: In einem Land, das sich intensiv mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt, kann die Präsenz ausländischer Besucherinnen und Besucher, die sich respektvoll für Geschichte und Gegenwart interessieren, als Zeichen internationaler Aufmerksamkeit verstanden werden. Wer Führungen bucht, Ausstellungen besucht und lokale Perspektiven ernst nimmt, trägt dazu bei, dass sich eine lebendige, dialogorientierte Erinnerungskultur etabliert und verstetigt.

La Moneda Santiago in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Medien ist der Palacio de La Moneda längst eine feste Größe: Reisende teilen Bilder von der Wachablösung, vom abendlichen Lichterspiel auf den Fassaden und von temporären Kunstinstallationen im Umfeld des Palastes. Zugleich ist La Moneda immer wieder Schauplatz politischer Ereignisse, die live gestreamt und diskutiert werden – ein Grund mehr, den Ort bei einer Reise auch jenseits des Bildschirms zu erleben.

Häufige Fragen zu La Moneda Santiago

Wo genau liegt La Moneda Santiago?

La Moneda Santiago liegt im Zentrum von Santiago de Chile, im Regierungsviertel südlich der historischen Altstadt. Der Palast ist von der Metro-Station „La Moneda“ aus in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar und befindet sich zwischen wichtigen Verkehrsachsen wie der „Avenida Libertador Bernardo O'Higgins“ und der „Alameda“.

Welche historische Bedeutung hat der Palacio de La Moneda?

Der Palacio de La Moneda wurde ursprünglich als Münzprägeanstalt in der Kolonialzeit errichtet und entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum Sitz der republikanischen Regierung. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er insbesondere durch den Militärputsch vom 11. September 1973, bei dem der Palast bombardiert wurde und der demokratisch gewählte Präsident Salvador Allende ums Leben kam. Seit dem Übergang zur Demokratie gilt La Moneda als Symbol der chilenischen Republik und als Ort der Erinnerung an die Diktatur.

Kann man La Moneda von innen besichtigen?

Je nach Sicherheitslage und organisatorischen Rahmenbedingungen werden Führungen durch ausgewählte Bereiche des Palacio de La Moneda angeboten. Der Zugang ist meist nur nach vorheriger Anmeldung oder im Rahmen spezieller Programme möglich. Unabhängig davon ist das unterirdische „Centro Cultural La Moneda“ für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet Ausstellungen, Veranstaltungen und Kulturangebote, die einen tieferen Einblick in Geschichte und Gegenwart Chiles ermöglichen.

Wie viel Zeit sollte ich fĂĽr einen Besuch von La Moneda einplanen?

Für einen ersten Eindruck mit Spaziergang um den Palast, Fotostopps auf den Plätzen und einem kurzen Besuch des Kulturzentrums sind etwa 1,5 bis 2 Stunden realistisch. Wer zusätzlich eine Führung durch das Innere des Palastes oder den Besuch von Sonderausstellungen im „Centro Cultural La Moneda“ einplant, sollte eher 3 Stunden oder mehr vorsehen, um den Ort in Ruhe zu erleben.

Wann ist die beste Reisezeit, um La Moneda zu besuchen?

Die angenehmsten Bedingungen für Stadtbesichtigungen in Santiago de Chile bieten in der Regel Frühling (ungefähr September bis November) und Herbst (ungefähr März bis Mai), wenn die Temperaturen moderat sind. Für La Moneda Santiago sind Vormittag oder später Nachmittag ideal, da das Licht zu diesen Zeiten besonders vorteilhaft auf die Fassaden fällt und die Atmosphäre auf den Plätzen lebendig, aber nicht überfüllt ist.

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