Lalibela, Athiopien

Lalibela: in Fels gehauene Kirchenstadt im Hochland Athiopiens

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 10:00 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Lalibela im Hochland Athiopiens ist eine in Fels gehauene Kirchenstadt, in der elf monolithische Sakralbauten ein kompaktes Ganzes bilden und ein besonderes Pilgerziel schaffen.

Fotorealistische Ansicht von Felsenkirchen von Lalibela in Lalibela, Athiopien im Abendlicht
Fotorealistische Panoramaaufnahme von Felsenkirchen von Lalibela in Lalibela Athiopien, warmes Abendlicht auf Wahrzeichen, Illustration mit AI erstellt.

Lalibela im Norden Athiopiens ist eine kleine Hochlandstadt, in deren Zentrum ein Komplex aus elf in den Fels gehauenen Kirchen die Landschaft zu einer Kirchenstadt werden lĂ€sst und als UNESCO-Welterbe gilt. Die Felskirchen von Lalibela entstanden im spĂ€ten 12. und frĂŒhen 13. Jahrhundert unter König Gebre Meskel Lalibela der Zagwe-Dynastie und werden hĂ€ufig als steinerne Nachbildung eines „Neuen Jerusalem“ beschrieben.spĂ€ten 12. und frĂŒhen 13. Jahrhundert unter König Gebre Meskel Lalibela

Lalibela und seine Felskirchen im Hochland Athiopiens

Die Stadt Lalibela liegt im Lasta-Distrikt der Amhara-Region im nördlichen Athiopien und gehört zur Verwaltungszone Nord-Wollo, die Teil der Ă€thiopischen HochlĂ€nder ist.Lasta-Distrikt der Amhara-Region Das historische Zentrum mit den Felskirchen befindet sich auf einem Hochplateau, dessen Höhenlage nach verschiedenen Angaben bei deutlich ĂŒber 2.000 Metern liegt und von GebirgszĂŒgen und eingeschnittenen TĂ€lern umgeben ist.Hochplateau mit GebirgszĂŒgen und TĂ€lern

Die elf Felskirchen wurden direkt aus dem vulkanischen Fels gearbeitet und liegen konzentriert in mehreren Gruppen nahe beieinander, sodass zwischen den Sakralbauten nur schmale GrĂ€ben, Höfe und Wege den Felskörper gliedern.elf Felskirchen wurden direkt aus dem vulkanischen Fels gearbeitet Das UNESCO-Welterbekomitee verzeichnet die „Rock-Hewn Churches, Lalibela“ seit 1978 als KulturerbestĂ€tte und hebt die geschlossene Anordnung der Kirchen inmitten einer traditionellen Siedlung mit RundhĂ€usern hervor.seit 1978 als KulturerbestĂ€tte

Architektonische Gruppen: vom großen Hof bis zur kreuzförmigen Kirche

Die Felskirchen von Lalibela sind in unterscheidbare Gruppen gegliedert, die durch kĂŒnstlich geschaffene Schluchten und GĂ€nge erschlossen werden und zusammen ein komplexes Wegenetz im Fels bilden.Gruppen gegliedert Zum nördlichen Verband gehört Biete Medhane Alem, das „Haus des Erlösers der Welt“, das mit seiner großen, rechteckigen Halle und regelmĂ€ĂŸigen Pfeilerstellungen als eine der grĂ¶ĂŸten monolithischen Kirchen der Anlage gilt.Biete Medhane Alem

In derselben Gruppe liegen Biete Maryam, das „Haus der Maria“, und weitere Felskirchen wie Biete Meskel und Biete Denagel, die in ihrer Ausformung von Hofanlagen, Vorhallen und NebenrĂ€umen geprĂ€gt sind und jeweils eigene liturgische Funktionen tragen.Biete Maryam, Biete Meskel und Biete Denagel Besonders markant erscheint die Kirche des Heiligen Georg, Biete Giyorgis, die freistehend in einem tief ausgeschachteten Hof liegt und einen kreuzförmigen Grundriss zeigt, dessen Außenkontur sich klar von der FelsoberflĂ€che abzeichnet.Kirche des Heiligen Georg

Religiöse Bedeutung und UNESCO-Welterbestatus

Lalibela ist ein bedeutendes Zentrum der Ă€thiopisch-orthodoxen Kirche, in dem die Felskirchen bis heute fĂŒr Gottesdienste, liturgische Feiern und Prozessionen genutzt werden und als Ziel zahlreicher Pilger gelten.bedeutendes Zentrum der Ă€thiopisch-orthodoxen Kirche Die Anlage wird hĂ€ufig als „New Jerusalem“ bezeichnet, weil einzelne Elemente wie die Benennung eines „Jordan“-Grabens und die symbolische Anordnung der Kirchen an Motive der biblischen Topografie erinnern.New Jerusalem

Die Rock-Hewn Churches of Lalibela sind als UNESCO-WelterbestĂ€tte mit der Referenznummer 18 eingetragen, mit den Kriterien i, ii und iii als kulturelles Erbe, und werden als herausragende Leistung mittelalterlicher Architektur und religiöser Baukunst beschrieben.Ref. 18, Kriterien i, ii, iii Neben der außergewöhnlichen Bauform betonen die Beschreibungen die Bedeutung der Kirchen als lebendiges religiöses Ensemble, in dem Architektur, Liturgie und lokale Tradition eng miteinander verbunden sind.lebendiges religiöses Ensemble

Lalibela besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lalibela liegt in den HochlĂ€ndern Nordathopiens in der Amhara-Region; von Addis Abeba fĂŒhren Straßenverbindungen und ein regionaler Flughafen in die NĂ€he der Stadt.
  • Das GelĂ€nde der Felskirchen ist stark gegliedert, mit in den Fels gearbeiteten GrĂ€ben, Treppen und unregelmĂ€ĂŸigen Wegen, die ein sicheres Gehen erfordern.
  • Innerhalb der Kirchen wechseln sich ebene Böden und Stufen ab, und einige ZugĂ€nge fĂŒhren ĂŒber niedrige DurchgĂ€nge und schmale DurchgĂ€nge im Fels.
  • Die Umgebung von Lalibela liegt deutlich ĂŒber 2.000 Metern Meereshöhe, was die körperliche Belastung beim Gehen auf den Wegen und Treppen erhöhen kann.
  • Amtssprache ist Amharisch, gezahlt wird in Äthiopischen Birr. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Lalibela auf Social-Media-Plattformen

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Lalibela: hÀufige Fragen

Wo liegt Lalibela in Athiopien?

Lalibela liegt im Lasta-Distrikt der Amhara-Region im Norden Athiopiens und gehört zur Verwaltungszone Nord-Wollo in den Àthiopischen HochlÀndern.

Was bietet ein Besuch der Felskirchen von Lalibela?

Ein Besuch der Felskirchen von Lalibela fĂŒhrt durch ein dichtes Ensemble monolithischer Kirchen, GrĂ€ben und Höfe, in denen Architektur, Felsbearbeitung und religiöse Praxis eng miteinander verbunden sind.

Was kennzeichnet die Felskirchen von Lalibela besonders?

Die Felskirchen von Lalibela sind vollstÀndig aus dem lebenden Fels gearbeitet, zu elf Kirchen zusammengefasst und als UNESCO-Welterbe anerkannt, was ihren besonderen Stellenwert innerhalb der mittelalterlichen Baukunst Athiopiens unterstreicht.

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