Ludi Yan, Guilin

Ludi Yan in Guilin: Kalksteinhöhle unter Guangming Hill

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 15:21 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Ludi Yan in Guilin ist eine natürliche Kalksteinhöhle mit farbig ausgeleuchteten Kammern, in denen sich die Karstlandschaft Südchinas unterirdisch fortsetzt.

Schwarzweiss-Reportage vom Wahrzeichen Reed-Flute-Cave in Guilin, China
Schwarzweiss-Reportagebild vom Wahrzeichen Reed-Flute-Cave in Guilin China, dokumentarische Reisefotografie mit starken Kontrasten, Illustration mit AI erstellt.

Ludi Yan in Guilin ist eine natürliche Kalksteinhöhle in der Karstlandschaft des Südens von China, deren Kammern und Gänge von Stalaktiten, Stalagmiten und Kalksäulen geprägt sind. Die Höhle liegt im Kalkstein von Guangming Hill am nordwestlichen Stadtrand von Guilin in der Autonomen Region Guangxi und folgt einem kompakten unterirdischen Gangsystem mit einer Länge von etwa 240 m. In den Hallen markieren farbige Beleuchtung und Wasserbecken die Reliefs des Gesteins und machen die Formen des Karsts sichtbar, während an den Wänden historische Tinteninschriften aus der Tang-Dynastie wie eine zweite Schicht Geschichte in der Höhle liegen.

Ludi Yan als Teil des Guilin-Karsts

Die Höhle Ludi Yan ist in Kalkstein entstanden, der zur Karstlandschaft rund um Guilin gehört und zur weiteren Einheit des sogenannten South China Karst gezählt wird, der als UNESCO-Welterbe verzeichnet ist. Der Guilin-Karst ist Teil des UNESCO-Welterbes South China Karst, in dem Turmhügel und unterirdische Hohlräume gemeinsam eine geologische Landschaft bilden. In diesem Kalkstein von Guangming Hill hat Wasser über sehr lange Zeiträume Hohlräume geschaffen, aus denen die heutige Höhle mit ihren Hallen hervorgegangen ist.

Ludi Yan wird als natürliche Kalksteinhöhle beschrieben, deren Gestein in der Erdgeschichte vor rund 180 Millionen Jahren entstanden ist. Die Kalksteinschichten, in denen Ludi Yan liegt, werden in die Jurazeit datiert, auch wenn der Hohlraum der Höhle deutlich jünger ist und über Hunderttausende von Jahren durch zirkulierendes Wasser entstanden ist. Die Höhle selbst gilt als Wasserhöhle, in der sich unterirdische Strömungen in Spalten und Klüften des Kalksteins Platz geschaffen haben und so Hallen und Gänge ausgebildet wurden.

Gangsystem, Hallen und Gesteinsformen

Die unterirdische Route durch Ludi Yan verläuft über einen Weg von etwa 240 m durch eine Abfolge von Hallen und Verbindungsgängen. Reisebeschreibungen führen die Höhlenroute mit etwa 240 m Länge als kompakten Rundweg, auf dem Besucher die unterschiedlichen Räume nacheinander durchschreiten. In den größeren Hallen erreicht die Höhle eine Höhe von rund 18 m, und an den breitesten Stellen spannt sich der Raum über etwas mehr als 90 m, sodass der Eindruck eher einer unterirdischen Halle als eines engen Ganges entsteht.

Im Inneren von Ludi Yan sind die klassischen Karstformen zu sehen, die durch Kalkabscheidung aus langsam tropfendem Wasser entstehen und im Laufe langer Zeiträume wachsen. Die Beschreibungen nennen eine Vielzahl von Stalaktiten, Stalagmiten, Säulen und dünnen Kalkvorhängen, die von der Decke herabhängen oder vom Boden aufragen und an manchen Stellen zu massiven Säulen zusammengewachsen sind. In einigen Hallen spiegeln Wasserflächen die Kalkformationen und die eingesetzte Beleuchtung, sodass sich die Formen sowohl im Gestein als auch in der Reflexion im Wasser zeigen.

Tinteninschriften und Zugänglichkeit der Höhle

Ein prägendes Merkmal von Ludi Yan ist die Verbindung aus geologischer und kultureller Geschichte, die sich in den Tinteninschriften auf den Kalkwänden zeigt. In der Höhle wurden mehr als siebzig Inschriften aus Tinte gezählt, darunter Gedichte und Reiseberichte, deren älteste datierte Inschrift auf das Jahr 792 n. Chr. in der Zeit der Tang-Dynastie zurückgeht. Diese Zeichen belegen eine Nutzung der Höhle als besuchter Ort über viele Jahrhunderte hinweg und machen Ludi Yan zu einem der früh dokumentierten touristischen Ziele in der Region Guilin.

Als landschaftliches Ziel ist Ludi Yan seit der Mitte des 20. Jahrhunderts mit einem ausgebauten Wegsystem und einer elektrischen Beleuchtung erschlossen. Reiseinformationen führen das Jahr 1962 als Zeitpunkt an, ab dem die Höhle als Schauhöhle mit fester Route geöffnet wurde, wodurch der Zugang über einen befestigten Weg und Treppen innerhalb der Höhle ermöglicht wurde. Die eingesetzte Beleuchtung hebt bestimmte Formationen hervor und setzt farbige Akzente, während der Weg die Besucher sicher durch die Abfolge der Hallen führt.

Ludi Yan besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Ludi Yan liegt am nordwestlichen Stadtrand von Guilin in der Autonomen Region Guangxi und ist an der Flanke von Guangming Hill erschlossen; die Zufahrt erfolgt über Straßenverbindungen aus dem Stadtgebiet von Guilin.
  • Der Zugang in die Höhle führt über Treppen und Wege im Inneren, die durch die Hallen und Gänge verlaufen, sodass Besucher mit Stufen und wechselnder Geländehöhe im unterirdischen Raum rechnen müssen.
  • In der Umgebung von Ludi Yan liegt die Karstlandschaft von Guilin mit ihren markanten Kalksteinhügeln, sodass sich der Besuch der Höhle mit Ausblicken auf die umliegenden Hügel verbinden lässt.
  • Amtssprache ist Chinesisch, gezahlt wird in Renminbi Yuan.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Ludi Yan auf Social-Media-Plattformen

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Ludi Yan: häufige Fragen

Wo liegt Ludi Yan in China?

Ludi Yan liegt an der Flanke von Guangming Hill am nordwestlichen Rand von Guilin in der Autonomen Region Guangxi im Süden von China.

Was bietet ein Besuch von Ludi Yan?

Ein Besuch von Ludi Yan führt durch eine kalksteingeformte Höhle mit etwa 240 m unterirdischer Route, Hallen mit Stalaktiten, Stalagmiten und Kalksäulen sowie farbiger Beleuchtung und Wasserbecken.

Was kennzeichnet Ludi Yan besonders?

Besonders kennzeichnend für Ludi Yan ist die Kombination aus Karstformen im Kalkstein und historischen Tinteninschriften aus der Tang-Zeit, die den geologischen Raum mit schriftlichen Spuren früher Besucher verbinden.

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