Markthal: Marktbogen und Wohnhaus in Rotterdams City
Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 18:21 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Markthal in Rotterdam ist ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus mit einer großen, überdachten Markthalle im Inneren und einem markanten bogenförmigen Baukörper aus Beton und Glas darüber. Sie wurde zwischen 2009 und 2014 nach Plänen des Rotterdamer Architekturbüros MVRDV errichtet und im Oktober 2014 offiziell eröffnet, womit sie zu den prägenden Beispielen zeitgenössischer Architektur in den Niederlanden zählt.
Markthal: der große Lebensmittelmarkt unter einem Wohnbogen
Die Markthal steht im Zentrum von Rotterdam im Bereich Blaak und Binnenrotte und nimmt ein Stadtblock zwischen mehreren innerstädtischen Straßen ein, darunter die Dominee Jan Scharpstraat und die Verlengde Nieuwstraat.Die Lage im Zentrum von Rotterdam gehört zu ihrem Charakter als innerstädtischer Treffpunkt. Im Inneren spannt sich eine große Markthalle, in der Lebensmittelstände, gastronomische Angebote und weitere Läden angeordnet sind; der Hallenraum wird von einem hohen Betonbogen gefasst, der die gesamte Anlage überspannt.Die Mischung aus Markt, Wohnen und Gastronomie ist im Nutzungskonzept fest verankert.
In den Seiten des Bogenbauwerks oberhalb und entlang der Halle befinden sich zahlreiche Wohnungen, die sich über mehrere Geschosse staffeln und mit ihren Fenstern sowohl zur Stadt als auch zur Markthalle orientiert sind.Die Kombination von Wohnnutzung und Markthalle macht die Markthal zu einem typischen Beispiel für ein gemischt genutztes Stadtgebäude. Unterhalb der Halle erstreckt sich ein mehrgeschossiges Untergeschoss mit Parkflächen, die direkt unter dem Markt angeordnet sind und das Ensemble funktional ergänzen.Das große Bruttogeschossvolumen verdeutlicht die Dimensionen des Projekts.
Architektur, Maße und das Bildprogramm „Horn of Plenty“
Architektonisch ist die Markthal ein Betontragwerk mit einem großen, geschwungenen Bogen, dessen innerer Raum die Halle bildet und dessen äußere Flächen mit Öffnungen für die Wohnungen durchsetzt sind.Die Bogenform und das Betontragwerk prägen die äußere Gestalt. Die Höhe des Bauwerks liegt bei etwa 40 m, die Länge des Bogens bei ungefähr 120 m und die Breite bei rund 70 m, womit der Hallenraum eine deutlich wahrnehmbare Großform im Stadtraum darstellt.Die Gesamtfläche von etwa 100.000 m² ordnet die Markthal in die Kategorie großer innerstädtischer Baukomplexe ein.
Die beiden Stirnseiten der Halle bestehen aus großflächigen Glasfassaden, die auf einer Seilkonstruktion aufgehängt sind und den Innenraum der Markthalle zur Stadt hin öffnen.Die Glasflächen an den Stirnseiten gehören zu den markanten Elementen des Gebäudes. Auf der Innenseite des Bogens spannt sich ein großformatiges Bildprogramm über die gesamte Decken- und Wandfläche der Halle: Das Werk „Horn of Plenty“ der Künstler Arno Coenen und Iris Roskam zeigt vergrößerte Darstellungen von Früchten, Gemüse, Blumen und weiteren Motiven aus der Welt der Lebensmittel und des Essens.Das Bildprogramm „Horn of Plenty“ verleiht der Halle eine farbige, bildreiche Innenwelt, die die Nutzung als Lebensmittelmarkt sichtbar aufgreift.
Entstehungsgeschichte, Planungsteam und städtebaulicher Kontext
Die Markthal wurde von MVRDV entworfen, einem Büro, das 1993 von Winy Maas, Jacob van Rijs und Nathalie de Vries gegründet wurde.Die Rolle von Winy Maas und MVRDV ist bei diesem Projekt zentral. Der Entwurf entstand in den 2000er Jahren und wurde in einem Zeitraum von 2004 bis 2014 umgesetzt; der Bau selbst lief von 2009 bis 2014 und schloss mit der Eröffnung durch Königin Máxima der Niederlande am 1. Oktober 2014.Die Fertigstellung im Jahr 2014 und die Einbindung in städtische Entwicklungen markieren einen Abschnitt der Stadterneuerung im Laurenskwartier.
Im Umfeld der Markthal liegen weitere prägnante Bauwerke Rotterdams, darunter die Bibliothek der Stadt und die sogenannten Kubushäuser, sowie der Bahnhof Rotterdam Blaak mit seinen Bahn- und Metroverbindungen.Die Nähe zu Rotterdam Blaak macht die Markthal zu einem leicht erreichbaren Ziel innerhalb des dichten Innenstadtgefüges. Die Anlage verbindet eine großmaßstäbliche Architektur mit kleinteiligen Nutzungen und fügt sich in ein Stadtviertel ein, das von moderner Nachkriegsarchitektur und innerstädtischer Verdichtung geprägt ist.
Markthal besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die Markthal liegt im Zentrum von Rotterdam im Bereich Blaak und Binnenrotte; mit der Bahn ist sie über den Bahnhof Rotterdam Blaak erreichbar, der von Zügen und der Metro bedient wird.
- Der Zugang zur Markthalle erfolgt ebenerdig von den umliegenden Straßen, im Inneren verbinden Treppen und Aufzüge die verschiedenen Ebenen der Halle und der Untergeschosse.
- In den Untergeschossen befinden sich Parkebenen, die direkt mit der Markthalle verbunden sind und über Einfahrten aus dem innerstädtischen Straßennetz erschlossen werden.
- Die Umgebung der Markthal ist dicht bebaut und urban; in kurzer Gehentfernung liegen die Bibliothek von Rotterdam und die Kubushäuser sowie weitere Einrichtungen des Stadtzentrums.
- Amtssprache ist Niederländisch, gezahlt wird in Euro; die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Markthal auf Social-Media-Plattformen
Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Markthal.
Markthal: häufige Fragen
Wo liegt die Markthal in Rotterdam?
Die Markthal liegt im Rotterdamer Stadtzentrum im Bereich Blaak und Binnenrotte, nahe der Dominee Jan Scharpstraat und des Bahnhofs Rotterdam Blaak.
Was bietet ein Besuch der Markthal?
Ein Besuch führt in eine große, überdachte Markthalle mit zahlreichen Lebensmittelständen, gastronomischen Angeboten und Läden, eingerahmt von einem bogenförmigen Wohn- und Geschäftsbau mit farbig gestalteter Innenfläche.
Was kennzeichnet die Architektur der Markthal?
Die Architektur ist durch einen hohen Betonbogen mit Glasfassaden an den Stirnseiten, die Integration von Wohnungen entlang dieses Bogens und das großformatige Bildprogramm „Horn of Plenty“ im Inneren geprägt.
