Medina of Tunis: historische Altstadt zwischen Moscheen und Souks
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 17:07 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Medina of Tunis ist die historische Altstadt der Hauptstadt Tunis in Tunesien und bildet ein dicht bebautes, islamisch geprĂ€gtes Stadtviertel mit verwinkelten Gassen, Moscheen, PalĂ€sten und traditionellen Souks. Sie entstand im 7. Jahrhundert als arabo-muslimische StadtgrĂŒndung und steht seit 1979 als KulturstĂ€tte auf der Welterbeliste der UNESCO, weil ihr geschlossenes Stadtbild viele Epochen der nordafrikanischen Stadtgeschichte in einem kompakten Ensemble bewahrt.
Medina of Tunis: Stadtgrundriss und Lage zwischen See und Ebene
Die Medina of Tunis liegt auf leicht ansteigendem GelĂ€nde zwischen dem See von Tunis und der Sebkha SĂ©joumi und bildet den historischen Kern der Stadt, der sich von den spĂ€ter entstandenen europĂ€ischen Vierteln deutlich absetzt.Die Altstadt von Tunis Der Stadtkern geht auf eine arabo-muslimische GrĂŒndung um 698 n. Chr. zurĂŒck, als die neue Stadt um eine zentrale Moschee entstand und sich nach dem Muster einer nordafrikanischen islamischen Stadt entwickelte.Eine der ersten Arabo-Muslimischen StĂ€dte des Maghreb Der Grundriss folgt dem traditionellen Muster mit einer dichten Folge von Wohnquartieren, religiösen Bauten und Handelsbereichen, die ĂŒber schmale, teils ĂŒberbaute Gassen miteinander verbunden sind.
Die WelterbestĂ€tte umfasst den zentralen Teil der Medina aus dem 8. Jahrhundert sowie Stadtviertel nördlich und sĂŒdlich, die im 13. Jahrhundert entstanden und das historische Stadtgebiet zu einem ausgedehnten Ensemble ergĂ€nzen.Die Welterbe-FlĂ€che umfasst ein Gebiet von rund 280 bis knapp 300 Hektar Innerhalb dieser FlĂ€che liegt ein enges Netz historischer StraĂenrĂ€ume, in denen sich WohnhĂ€user mit Innenhöfen, religiöse Einrichtungen und Handelsbauten zu einem geschlossenen Stadtbild fĂŒgen, das sich deutlich von moderner Bebauung unterscheidet.
Sakrale Bauten und Monumente in der Medina of Tunis
Die Medina of Tunis gilt als stĂ€dtischer Raum mit einer auĂergewöhnlich hohen Dichte historischer Bauwerke, darunter eine groĂe Zahl von Moscheen, Mausoleen, Lehranstalten, PalĂ€sten und öffentlichen Brunnen, die unterschiedliche Bauphasen reprĂ€sentieren.Es sind einige Hundert erfasste Monumente Zu den religiösen Zentren gehört die Ez-Zitouna-Moschee, die als groĂe Freitagsmoschee der Stadt gilt und bereits im frĂŒhen 8. Jahrhundert angelegt wurde; sie bildet bis heute einen rĂ€umlichen Mittelpunkt der Altstadt und ist von engen Gassen und Souks umgeben.Die Zitouna-Moschee als zentrale Moschee
Weitere bedeutende Moscheen innerhalb der Medina sind die Kasbah-Moschee und die Youssef-Dey-Moschee, die jeweils an wichtigen PlĂ€tzen der Altstadt liegen und mit Minaretten und Hofanlagen ĂŒber die umliegende Bebauung hinausreichen.Kasbah-Moschee und Youssef-Dey-Moschee Hinzu kommen reprĂ€sentative Mausoleen wie das Tourbet el Bey, in dem Angehörige der Herrscherfamilie bestattet sind, sowie die Zaouia von Sidi Mehrez, die religiöse und stĂ€dtische IdentitĂ€t verbindet.Mausoleen und Zaouien als Teil des Bauensembles
PalÀste, Souks und Stadttore der Medina of Tunis
Neben den religiösen Bauten prĂ€gen PalĂ€ste und noble HĂ€user das Bild der Medina of Tunis, darunter Dar el-Bey, Dar Hussein, Dar Ben Abdallah und Dar Lasram, die mit Innenhöfen, aufwendig gestalteten Portalen und reich verzierten Fassaden die Wohnkultur stĂ€dtischer Eliten vom Mittelalter bis in die frĂŒhe Neuzeit widerspiegeln.PalĂ€ste und noble HĂ€user der Medina Die Souks der Medina sind traditionell nach Gewerben gegliedert, etwa der Souq el-Attarine mit DĂŒften und Ălen oder Bereiche fĂŒr Leder, Stoffe und Kupferarbeiten; sie liegen als ĂŒberdachte MarktstraĂen nahe den zentralen Moscheen und bilden einen zusammenhĂ€ngenden Handelsraum.
An den RĂ€ndern der Altstadt markieren historische Stadttore den Ăbergang zwischen der Medina und den umgebenden Stadtteilen, darunter Bab Bhar, das auch als Porte de France bezeichnet wird, sowie Bab Jedid als weiteres Tor im Mauerring.Bab Bhar und Bab Jedid als Stadttore Die Kasbah mit ihren Verwaltungsbauten und der militĂ€rischen Anlage El Attarine ergĂ€nzt die stĂ€dtische Struktur um PlĂ€tze und Baukörper, die die Machtgeschichte der Stadt sichtbar machen.
Medina of Tunis besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die Medina von Tunis liegt westlich der modernen Innenstadt von Tunis zwischen dem See von Tunis und der Sebkha SĂ©joumi und ist vom Zentrum aus ĂŒber Hauptachsen der Stadt, darunter die Avenue Habib Bourguiba, gut erreichbar.
- Innerhalb der Altstadt bestehen zahlreiche enge, teils verwinkelte Gassen, von denen einige ansteigend verlaufen; der Weg durch die Medina verlangt Trittsicherheit und Aufmerksamkeit, insbesondere im Bereich der Souks.
- Der Zugang zur Medina erfolgt unter anderem ĂŒber historische Stadttore wie Bab Bhar und Bab Jedid, an denen sich der Ăbergang zwischen dem alten Stadtgewebe und spĂ€ter entstandenen Vierteln erkennen lĂ€sst.
- Tunesien liegt in Nordafrika; Amtssprache ist Arabisch, gezahlt wird in Tunesischen Dinar.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Medina of Tunis: hÀufige Fragen
Wo liegt die Medina of Tunis innerhalb der Stadt?
Die Medina of Tunis liegt westlich der modernen Innenstadt von Tunis zwischen dem See von Tunis und der Sebkha Séjoumi und bildet den historischen Stadtkern.
Was bietet ein Besuch der Medina of Tunis?
Ein Besuch fĂŒhrt durch enge Gassen zu Moscheen, PalĂ€sten und Souks, in denen sich die Baugeschichte der Stadt von der arabo-muslimischen GrĂŒndung bis in die frĂŒhe Neuzeit ablesen lĂ€sst.
Was kennzeichnet die Medina of Tunis als WelterbestÀtte?
Kennzeichnend sind der weitgehend erhaltene mittelalterliche Stadtgrundriss, die groĂe Zahl historischer Monumente und die Eintragung als UNESCO-Welterbe seit 1979.
