Mesa-Verde-Nationalpark, Mesa Verde National Park

Mesa-Verde-Nationalpark: Verborgene KlippenstĂ€dte ĂŒber Cortez entdecken

14.06.2026 - 22:21:20 | ad-hoc-news.de

Zwischen Cortez und den Canyons Colorados schĂŒtzt der Mesa-Verde-Nationalpark (Mesa Verde National Park) einzigartige Felsensiedlungen – warum dieser Ort in den USA Reisende aus Deutschland besonders fesselt.

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Wenn sich ĂŒber den roten Canyons bei Cortez das Abendlicht wie ein goldener Schleier auf die FelswĂ€nde legt, werden im Mesa-Verde-Nationalpark (Mesa Verde National Park, sinngemĂ€ĂŸ „GrĂŒner Tafelberg“) die Umrisse jahrhundertealter Klippenwohnungen sichtbar. Kaum ein anderer Ort in den USA lĂ€sst so intensiv erahnen, wie raffinierte Architektur, karges Hochplateau und die Geschichte eines indigenen Volkes miteinander verschmelzen.

Mesa-Verde-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Cortez

Der Mesa-Verde-Nationalpark liegt im SĂŒdwesten des US-Bundesstaates Colorado, unweit der Stadt Cortez und nahe der Grenzen zu Utah, Arizona und New Mexico. Er ist sowohl ein bedeutender Naturraum als auch eine der wichtigsten archĂ€ologischen Landschaften Nordamerikas. In den spektakulĂ€ren FelswĂ€nden sind mehr als 600 in den Sandstein gehauene Klippenwohnungen erhalten, dazu rund 5.000 weitere archĂ€ologische StĂ€tten auf den Hochplateaus. Dieser Doppelcharakter aus wilder Canyonlandschaft und dichtem Kulturerbe macht den Park zu einem einzigartigen Reiseziel.

Die UNESCO listet den Mesa-Verde-Nationalpark seit den 1970er-Jahren als Weltkulturerbe und betont seine „außergewöhnlich gut erhaltenen Belege einer prĂ€historischen Pueblo-Kultur“. Fachleute sehen in ihm eine der am besten erforschten und zugleich eindrucksvollsten Fundlandschaften der vorkolonialen Geschichte in Nordamerika. FĂŒr Reisende aus Deutschland wirkt die Szenerie zugleich vertraut und fremd: Die trockene Hochebene erinnert an Filmkulissen des amerikanischen Westens, die mehrstöckigen Felsensiedlungen mit Rundbauten und Plazas erinnern eher an mediterrane oder nahöstliche AltstĂ€dte.

Die AtmosphĂ€re im Park ist geprĂ€gt von Weite, Stille und plötzlichen dramatischen Ausblicken. Zwischen Wacholder, Pinyon-Kiefern und karger Graslandschaft fallen die tief eingeschnittenen Canyons erst an den Kanten der Mesas ins Auge. Wer hier unterwegs ist, blickt hinab auf die Klippenwohnungen, statt wie bei vielen Burgen oder historischen StĂ€dten von unten nach oben zu schauen – eine ungewohnte Perspektive, die den Besuch so intensiv macht.

Geschichte und Bedeutung von Mesa Verde National Park

Die historischen Wurzeln von Mesa Verde reichen viele Jahrhunderte zurĂŒck. ArchĂ€olog:innen ordnen die Funde den sogenannten Ancestral Puebloans (frĂŒher hĂ€ufig „Anasazi“ genannt) zu, einer indigenen Kultur des amerikanischen SĂŒdwestens. Diese Menschen lebten nicht nomadisch, sondern betrieben Ackerbau und bauten dauerhafte Siedlungen aus Stein und Lehm. In Mesa Verde lassen sich grob drei Entwicklungsphasen erkennen: frĂŒhe Dörfer auf der HochflĂ€che, grĂ¶ĂŸere Pueblos und schließlich die spektakulĂ€ren Klippenwohnungen.

Die Region dĂŒrfte bereits um die Zeitenwende dauerhaft besiedelt gewesen sein, der Siedlungs-Höhepunkt lag etwa zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert. In dieser Zeit entstanden mehrstöckige Wohnbauten, kiva genannte runde VersammlungsrĂ€ume im Boden, VorratsrĂ€ume und kleine PlĂ€tze. Viele dieser Strukturen sind so gut erhalten, dass sich Grundrisse und Raumanordnung klar ablesen lassen. In deutschen Reise- und Kulturmagazinen wird hĂ€ufig betont, dass Mesa Verde damit Ă€hnlich eindrucksvoll ist wie hochmittelalterliche AltstĂ€dte in Europa – nur dass es hier um eine vor-europĂ€ische Geschichte in Amerika geht.

Warum die Bevölkerung Mesa Verdes im spĂ€ten 13. Jahrhundert ihre Siedlungen aufgab und in andere Regionen des SĂŒdwestens zog, ist bis heute Gegenstand der Forschung. Fachleute diskutieren KlimaverĂ€nderungen, wiederkehrende DĂŒrren, Ressourcenknappheit und soziale Spannungen als mögliche Faktoren. Aus Respekt vor den heutigen Pueblo-Gemeinschaften, die sich als Nachfahren der Ancestral Puebloans verstehen, betonen offizielle Stellen, dass es sich nicht um „Untergang“, sondern um eine rĂ€umliche und gesellschaftliche Transformation handelte. FĂŒr Besuchende bedeutet dies: Mesa Verde ist kein „verlassenes“ Land, sondern Teil einer lebendigen Kulturgeschichte, die bis in die Gegenwart reicht.

Der moderne Schutz des Gebietes begann im frĂŒhen 20. Jahrhundert. 1906 erklĂ€rte der US-Kongress das Gebiet zum Nationalpark, um die archĂ€ologischen StĂ€tten vor PlĂŒnderung und Zerstörung zu bewahren. FĂŒr deutsche Leserinnen und Leser: Dies geschah nur wenige Jahre nach der GrĂŒndung vieler großer deutscher Museen fĂŒr Völkerkunde und ArchĂ€ologie, als das Interesse an außereuropĂ€ischen Kulturen stark zunahm. Seitdem wurden zahlreiche Felsensiedlungen wissenschaftlich untersucht, konserviert und behutsam fĂŒr den Besuch erschlossen.

Mit dem UNESCO-Welterbestatus, der einige Jahrzehnte spĂ€ter folgte, wurde die internationale Bedeutung zusĂ€tzlich hervorgehoben. Welterbe-Expert:innen betonen die außergewöhnliche Dichte an gut erhaltenen SiedlungsplĂ€tzen in einer vergleichsweise kompakten Landschaft. Diese Konzentration erlaubt es, Entwicklungen in Architektur, Lebensweise und Umweltbeziehung innerhalb eines relativ kleinen Gebietes nachzuvollziehen – ein „Lehrbuch der Pueblo-Geschichte in Landschaftsform“.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die berĂŒhmtesten Motive des Mesa-Verde-Nationalparks sind die Klippenwohnungen, also Siedlungen, die in natĂŒrlichen Felsnischen und -ĂŒberhĂ€ngen angelegt wurden. Anders als europĂ€ische Burgen, die weithin sichtbar auf HĂŒgelspitzen stehen, sind diese Siedlungen in die Felswand hineingebaut und von weitem kaum erkennbar. Erst wenn man den richtigen Blickwinkel trifft, erscheinen die mehrstöckigen HĂ€user wie eine versteckte Stadt zwischen Schatten und Sandstein.

Typisch sind rechteckige oder leicht unregelmĂ€ĂŸige WohnrĂ€ume mit sorgfĂ€ltig gesetzten Steinblöcken, verbunden durch lehmigen Mörtel. Viele GebĂ€ude waren einst verputzt und teils bemalt. Einige Anlagen umfassen Dutzende RĂ€ume und mehrere kivas, die runden, in den Boden eingelassenen Gemeinschafts- und ZeremonialrĂ€ume. Diese kivas sind heute oft an ihren kreisförmigen Grundrissen und dem einstigen Dachauflager zu erkennen. Sie gelten als HerzstĂŒck der Siedlungen und spiegeln die soziale und spirituelle Organisation der Gemeinschaft wider.

Zu den bekanntesten Klippenwohnungen gehört das sogenannte Cliff Palace, eine große Anlage mit zahlreichen RĂ€umen und mehreren kivas, die gerne als „grĂ¶ĂŸte Klippenwohnung Nordamerikas“ beschrieben wird. Ebenso eindrucksvoll ist der Balcony House-Komplex mit seinen Leitern, engen DurchgĂ€ngen und spektakulĂ€r freiliegenden Positionen an der Felswand. Die Namen stammen aus der Zeit der frĂŒhen Forscher und Parkverwaltungen; sie sind nicht die historischen Bezeichnungen der Pueblo-Bewohner.

Neben den Klippenanlagen finden sich auf den HochflĂ€chen klassische Pueblos – Dörfer mit verbundenen HĂ€userketten, PlĂ€tzen und separaten kivas. Hier wird deutlich, dass der Klippenbau eher eine spĂ€te und außergewöhnliche Phase darstellt, wĂ€hrend ĂŒber Jahrhunderte eher offene Siedlungen ĂŒblich waren. Die Strukturen erinnern in ihrer Geschlossenheit und in der Nutzung von GemeinschaftsrĂ€umen an dichte Altstadtviertel, nur in kleinerem Maßstab und in anderer Klimazone.

Viele Funde aus Mesa Verde sind heute in Museen ausgestellt – sowohl im Besucherzentrum des Parks als auch in Institutionen in den USA und darĂŒber hinaus. Typisch sind KeramikgefĂ€ĂŸe mit schwarz-weißen Mustern, fein gearbeitete Stein- und KnochengerĂ€te, Schmuck sowie AlltagsgegenstĂ€nde wie Körbe. Diese Artefakte zeigen, dass die Ancestral Puebloans nicht nur geschickte Baumeister, sondern auch herausragende Kunsthandwerker waren. Deutsche Kulturmagazine und ReisefĂŒhrer heben immer wieder hervor, wie modern manche geometrischen Muster auf der Keramik wirken – ein Detail, das besonders Designinteressierte anspricht.

ArchĂ€olog:innen und Denkmalpfleger:innen weisen darauf hin, dass der Mesa-Verde-Nationalpark heute nicht nur eine historische StĂ€tte, sondern auch ein Labor fĂŒr moderne Konservierungstechniken ist. In einem trockenen, aber nicht völlig berechenbaren Klima mĂŒssen Mauern, Putzreste und FelsĂŒberhĂ€nge kontinuierlich ĂŒberwacht werden. Gleichzeitig soll die EingriffsintensitĂ€t gering bleiben, um die AuthentizitĂ€t der StĂ€tten zu bewahren. Besucherinnen und Besucher bemerken dies an abgesperrten Bereichen, gestĂŒtzten Mauern oder rekonstruierten Wandabschnitten, die klar als solche gekennzeichnet sind.

Mesa-Verde-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

FĂŒr Reisende aus Deutschland ist der Mesa-Verde-Nationalpark meist Teil einer grĂ¶ĂŸeren Rundreise durch den amerikanischen SĂŒdwesten, hĂ€ufig kombiniert mit Zielen wie dem Grand Canyon, Monument Valley oder Arches National Park. Die Lage im SĂŒdwesten Colorados macht die Region relativ gut erreichbar, erfordert aber immer einen gewissen Anreiseaufwand.

  • Lage und Anreise
    Der Park liegt auf einer Hochebene, rund 15–20 km sĂŒdöstlich von Cortez im Bundesstaat Colorado. Von Deutschland aus fĂŒhrt der Weg meist ĂŒber große internationale Drehkreuze in den USA, etwa Denver, Phoenix oder Las Vegas. Ab Frankfurt, MĂŒnchen oder Berlin ist mit Flugzeiten von grob 11–13 Stunden bis zu den großen US-Drehkreuzen zu rechnen, hinzu kommen InlandsflĂŒge und Autofahrten. Von Denver aus dauert die Fahrt mit dem Mietwagen typischerweise mehrere Stunden durch landschaftlich reizvolle, aber teils abgelegene Regionen. Eine direkte Bahnverbindung zum Park existiert nicht; der öffentliche Nahverkehr ist in der Region eingeschrĂ€nkt, sodass ein Mietwagen fĂŒr die meisten Reisenden die praktischste Option ist.
  • Öffnungszeiten
    Der Mesa-Verde-Nationalpark ist grundsĂ€tzlich ganzjĂ€hrig zugĂ€nglich, allerdings können je nach Jahreszeit und Wetterlagen einzelne Straßen, Aussichtspunkte und archĂ€ologische StĂ€tten geschlossen sein. Einige Klippenwohnungen sind nur saisonal und im Rahmen gefĂŒhrter Touren der Parkverwaltung zu betreten, die im Voraus gebucht werden mĂŒssen. Öffnungszeiten, Tourzeiten und eventuelle EinschrĂ€nkungen können sich Ă€ndern – es ist daher unbedingt ratsam, die tagesaktuellen Informationen direkt beim Mesa-Verde-Nationalpark zu prĂŒfen.
  • Eintritt
    FĂŒr den Zugang zum Nationalpark wird eine EintrittsgebĂŒhr erhoben, die typischerweise pro Fahrzeug oder pro Person berechnet wird. ZusĂ€tzlich können fĂŒr gefĂŒhrte Touren in bestimmte Klippenwohnungen separate GebĂŒhren anfallen. Die Bezahlung ist meist mit Kreditkarte möglich, teilweise auch in bar in US-Dollar (USD). Da Preise angepasst werden können, sollten Besucherinnen und Besucher vorab auf der offiziellen Park-Website oder bei der US-Nationalparkverwaltung die aktuellen Konditionen einsehen. Als grobe Orientierung sollten Reisende einen niedrigen zweistelligen Euro-Betrag pro Fahrzeug oder Person einplanen, wobei Wechselkurse schwanken und der genaue Betrag in US-Dollar ausgewiesen wird.
  • Beste Reisezeit
    Die Hochsaison liegt in den Sommermonaten, wenn Wetter und TageslĂ€ngen besonders gĂŒnstig sind. Dann ist allerdings auch der Besucherandrang am grĂ¶ĂŸten, und gefĂŒhrte Touren können frĂŒh ausgebucht sein. FrĂŒhjahr und Herbst bieten oft angenehmere Temperaturen und ruhigere Besuchstage, wĂ€hrend im Winter mit Schnee, Straßensperrungen und eingeschrĂ€nktem Angebot zu rechnen ist. FĂŒr Reisende aus Deutschland kann besonders der frĂŒhe Sommer oder der SpĂ€therbst attraktiv sein, wenn die Temperaturen auf der Hochebene noch oder schon moderater sind als im Hochsommer. UnabhĂ€ngig von der Jahreszeit sind Sonnencreme, Kopfbedeckung und ausreichende TrinkwasservorrĂ€te wichtig, da die Sonneneinstrahlung auf der Höhe intensiv sein kann.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten
    In der Region um Cortez ist Englisch die dominierende Sprache; Spanisch ist ebenfalls verbreitet. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, grundlegende englische Redewendungen fĂŒr Wegbeschreibungen, Buchungen und Restaurantbesuche zu beherrschen. Im Park und in der Umgebung sind Kredit- und Debitkarten weit verbreitet, auch kontaktloses Bezahlen mit gĂ€ngigen digitalen Wallets wird in vielen Betrieben akzeptiert. Bargeld in US-Dollar ist dennoch nĂŒtzlich, insbesondere fĂŒr Trinkgelder oder kleinere BetrĂ€ge. Trinkgeld ist in den USA ĂŒblich: In Restaurants gelten 15–20 % des Rechnungsbetrags als Richtwert, bei gefĂŒhrten Touren freuen sich Guides ĂŒber ein freiwilliges Trinkgeld, wenn der Service ĂŒberzeugt hat.
    Beim Besuch der archĂ€ologischen StĂ€tten ist respektvolles Verhalten zentral. Viele Orte haben fĂŒr die heutigen Pueblo-Gemeinschaften eine spirituelle Bedeutung. Es ist wichtig, auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben, nichts zu berĂŒhren oder mitzunehmen und auf Hinweisschilder zu achten. Fotografieren ist an vielen Stellen erlaubt, Blitzlicht und Stative können jedoch eingeschrĂ€nkt sein; entsprechende Hinweise sollten vor Ort beachtet werden.
  • Einreisebestimmungen und Zeitverschiebung
    FĂŒr den Mesa-Verde-Nationalpark reisen deutsche StaatsbĂŒrgerinnen und StaatsbĂŒrger in die USA ein. Die Einreisebedingungen, etwa im Rahmen des Visa-Waiver-Programms oder mit Visum, unterliegen politischen und rechtlichen Änderungen. Deutsche StaatsbĂŒrger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Hinweise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen. ZusĂ€tzlich empfiehlt sich der Blick auf die Informationen der US-Botschaft.
    Colorado liegt je nach Jahreszeit mehrere Stunden hinter MitteleuropĂ€ischer Zeit (MEZ/MESZ). Dieser Zeitunterschied sollte bei der Reiseplanung berĂŒcksichtigt werden, insbesondere bei AnschlussflĂŒgen und MietwagenĂŒbernahmen. Eine Auslandskrankenversicherung ist fĂŒr Reisen außerhalb der EU dringend zu empfehlen, da die medizinische Versorgung in den USA zwar gut, aber oft kostspielig ist.

Warum Mesa Verde National Park auf jede Cortez-Reise gehört

FĂŒr viele Reisende bleibt der Mesa-Verde-Nationalpark als emotionaler Höhepunkt einer SĂŒdwest-Tour in Erinnerung. WĂ€hrend große Naturikonen wie der Grand Canyon vor allem mit GrĂ¶ĂŸe und Weite beeindrucken, berĂŒhrt Mesa Verde auf einer persönlicheren Ebene: Man blickt in ehemalige WohnrĂ€ume, in KĂŒchen, in VersammlungsrĂ€ume – Orte, an denen vor Jahrhunderten Menschen aßen, arbeiteten, lachten und diskutierten. Diese NĂ€he zum Alltagsleben einer vergangenen Kultur ist fĂŒr Besucherinnen und Besucher aus Europa oft besonders fesselnd.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Mischung aus Autoaussichtspunkten und kurzen Wanderungen. Viele zentrale Aussichtspunkte sind ĂŒber gut ausgebaute Straßen erreichbar, sodass auch weniger geĂŒbte Wandernde eindrucksvolle Blicke in die Canyons und auf die Klippenwohnungen werfen können. Zugleich gibt es Wanderwege unterschiedlicher LĂ€nge und Schwierigkeitsgrade, auf denen sich die Landschaft mit ihren duftenden NadelbĂ€umen, weiten Blicken und stillen Canyons intensiver erleben lĂ€sst.

FĂŒr kulturhistorisch Interessierte bietet der Park ein dichtes Netz aus Informationstafeln, Ausstellungen und gefĂŒhrten Touren. Rangerinnen und Ranger der US-Nationalparkverwaltung erklĂ€ren die Geschichte der Ancestral Puebloans, beleuchten aktuelle Forschungsfragen und betonen die Verbindung zu heutigen indigenen Gemeinschaften. Viele deutsche ReisefĂŒhrer empfehlen, mindestens zwei Tage fĂŒr den Park einzuplanen: einen Tag fĂŒr die klassischen Routen und Aussichtspunkte, einen weiteren fĂŒr eine gefĂŒhrte Tour und einige ruhigere Wege oder zusĂ€tzliche Aussichtspunkte.

Auch aus fotografischer Sicht ist Mesa Verde lohnend. Besonders stimmungsvolle Momente entstehen in den frĂŒhen Morgenstunden und am spĂ€ten Nachmittag, wenn das Licht flacher wird und Strukturen, Mauern und Felsreliefs plastischer hervortreten. Dabei ist zu bedenken, dass einige Klippenwohnungen nur im Rahmen gefĂŒhrter Touren erreichbar sind – wer bestimmte Motive fotografieren möchte, sollte dies bei der Reservierung berĂŒcksichtigen.

Im weiteren Umfeld des Parks locken zusĂ€tzliche Ziele, die eine Reise in die Region abrunden: die Four-Corners-Region, in der sich die Grenzen von Colorado, Utah, Arizona und New Mexico treffen, weitere StĂ€tten der Pueblo-Kulturen in New Mexico oder die spektakulĂ€ren roten Felslandschaften Utahs. FĂŒr Reisende aus Deutschland ergibt sich so ein facettenreiches Bild des amerikanischen SĂŒdwestens, das weit ĂŒber bekannte Filmklischees hinausgeht.

Mesa-Verde-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In sozialen Medien taucht der Mesa-Verde-Nationalpark regelmĂ€ĂŸig in Reiseinspirationen, Fotostrecken und Kulturformaten auf. Kurzvideos zeigen die Fahrt ĂŒber die Serpentinenstraßen hinauf zur Mesa, Drohnenaufnahmen (wo erlaubt) betonen die dramatische Lage der Klippenwohnungen, und viele Reisende teilen EindrĂŒcke von RangerfĂŒhrungen oder SonnenuntergĂ€ngen ĂŒber den Canyons. FĂŒr Interessierte aus Deutschland kann ein Blick in diese KanĂ€le helfen, ein GefĂŒhl fĂŒr Stimmung, LichtverhĂ€ltnisse und typische Perspektiven zu bekommen – und gleichzeitig praktische Einblicke in Kleidung, AusrĂŒstung und Besucherandrang zu gewinnen.

HĂ€ufige Fragen zu Mesa-Verde-Nationalpark

Wo liegt der Mesa-Verde-Nationalpark genau?

Der Mesa-Verde-Nationalpark befindet sich im SĂŒdwesten des US-Bundesstaates Colorado, auf einer Hochebene sĂŒdlich der Stadt Cortez. Das Gebiet liegt in der NĂ€he des sogenannten Four-Corners-Punkts, an dem die Grenzen von Colorado, Utah, Arizona und New Mexico zusammentreffen. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist der Park typischerweise ĂŒber US-GroßflughĂ€fen und anschließende Autofahrten erreichbar.

Was macht den Mesa-Verde-Nationalpark so besonders?

Der Park vereint eine eindrucksvolle Hochplateau- und Canyonlandschaft mit einer außergewöhnlich hohen Dichte an archĂ€ologischen StĂ€tten. Besonders bekannt sind die Klippenwohnungen der Ancestral Puebloans, die tief in natĂŒrliche Felsnischen gebaut wurden. Diese Kombination aus Natur und Kultur sowie der UNESCO-Welterbestatus machen Mesa Verde zu einem der bedeutendsten historischen Nationalparks der USA.

Wie viel Zeit sollte man fĂŒr den Besuch einplanen?

Viele Reisende verbringen mindestens einen vollen Tag im Mesa-Verde-Nationalpark, um die wichtigsten Aussichtspunkte, das Besucherzentrum und einige kurze Wege zu erkunden. Wer eine gefĂŒhrte Tour in eine Klippenwohnung buchen oder mehrere Wanderwege nutzen möchte, profitiert von zwei oder mehr Tagen. Wegen der relativ langen Anreisezeit von Cortez und den kurvigen Parkstraßen ist es sinnvoll, nicht zu knapp zu planen.

Ist der Mesa-Verde-Nationalpark fĂŒr Kinder und weniger geĂŒbte Wandernde geeignet?

Ja, zahlreiche Aussichtspunkte und kurze Wege sind auch mit Kindern oder ohne besondere Wandererfahrung gut machbar. Einige Klippenwohnungs-Touren erfordern jedoch das Klettern ĂŒber Leitern, das Durchqueren enger Passagen oder steilere Auf- und Abstiege. Die Parkverwaltung gibt Hinweise zur körperlichen Voraussetzung einzelner Touren, die vor der Buchung beachtet werden sollten. Wer unsicher ist, kann auf reine Aussichtspunkte und leichter zugĂ€ngliche Wege setzen.

Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr Besucher aus Deutschland?

FĂŒr viele Besucher aus Mitteleuropa sind spĂ€te FrĂŒhjahrs- und Herbstmonate attraktiv, wenn die Temperaturen auf der Hochebene angenehm und die Besucherzahlen etwas geringer sind als in der Hochsaison im Sommer. In den Sommermonaten sind die Tage zwar lang, aber es kann sehr warm werden und es herrscht stĂ€rkerer Andrang. Im Winter ist ein Besuch grundsĂ€tzlich möglich, doch mĂŒssen Reisende mit wetterbedingten EinschrĂ€nkungen und teilweise geschlossenen Straßen rechnen.

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