Minar-e-Pakistan, Lahore

Minar-e-Pakistan: Wo Pakistan in Lahore geboren wurde

14.06.2026 - 22:32:54 | ad-hoc-news.de

Minar-e-Pakistan, das Monument Minar-e Pakistan in Lahore, Pakistan, markiert den symbolischen Geburtsmoment des Staates – und erzählt bis heute von Identität, Hoffnung und Wandel.

Minar-e-Pakistan, Lahore, Reise
Minar-e-Pakistan, Lahore, Reise

Wer in Lahore steht und zum schlanken, sich nach oben öffnenden Turm von Minar-e-Pakistan – auf Urdu sinngemäß „Turm Pakistans“ – hinaufschaut, blickt nicht nur auf Beton und Marmor. Man steht an jenem Ort, an dem 1940 der politische Grundstein für den späteren Staat Pakistan gelegt wurde, festgehalten im Monument Minar-e Pakistan, das bis heute als mächtiges Symbol nationaler Identität wirkt.

Minar-e-Pakistan: Das ikonische Wahrzeichen von Lahore

Minar-e-Pakistan erhebt sich im weitläufigen Iqbal Park im Herzen von Lahore, der historischen Metropole im Osten Pakistans. Das Monument verbindet symbolisch die Erinnerung an die berühmte „Lahore-Resolution“ von 1940 mit der modernen Nationswerdung nach der Unabhängigkeit 1947. Besucher erleben hier einen Ort, an dem Geschichte, Politik und Alltagsleben eng ineinandergreifen.

Für Reisende aus Deutschland wirkt der Platz um Minar-e Pakistan besonders lebendig: Familien picknicken auf den Grünflächen, Straßenhändler bieten Snacks und Tee an, und bei Sonnenuntergang spiegelt sich das Licht in den hellen Steinflächen des Turms. Während der Turm selbst deutlich jünger ist als viele islamische Monumente in Lahore, ist seine symbolische Kraft vergleichbar mit politisch aufgeladenen Orten wie dem Hambacher Schloss oder der Paulskirche in Frankfurt – allerdings im spezifisch südasiatischen Kontext.

Laut der pakistanischen Tourismusbehörde gilt Minar-e-Pakistan neben der Badshahi-Moschee und der Altstadt von Lahore als eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Medien wie die deutschsprachige Deutsche Welle und internationale Reiseführer beschreiben den Turm immer wieder als Pflichtstopp für alle, die die politische Geschichte Pakistans verstehen wollen. Damit ist der Ort weit mehr als nur ein Fotomotiv: Er ist ein Schlüssel, um die Entstehung und Selbstwahrnehmung des Landes nachzuvollziehen.

Geschichte und Bedeutung von Minar-e Pakistan

Der historische Hintergrund von Minar-e Pakistan führt in die letzten Jahrzehnte der britischen Kolonialherrschaft auf dem indischen Subkontinent. Am 23. März 1940 verabschiedete die Muslimliga im damaligen Minto Park in Lahore die sogenannte „Lahore-Resolution“. Diese Resolution forderte eigene mehrheitlich muslimische Staaten in den mehrheitlich muslimischen Gebieten Nordwest- und Nordostindiens. Viele Historiker sehen darin den politischen Ausgangspunkt für die spätere Gründung Pakistans 1947.

Die Entscheidung, den Ort dieser Resolution durch ein Monument zu markieren, fiel erst nach der Staatsgründung. In den 1950er-Jahren wurde die Idee intensiv diskutiert, um – ähnlich wie bei nationalen Denkmälern in Europa – einen sichtbaren Erinnerungsort zu schaffen. Der Bau begann Mitte der 1960er-Jahre, in einem Zeitraum, in dem Pakistan nach innen und außen verstärkt nach symbolischer Selbstvergewisserung suchte.

Architekturhistorische Darstellungen und offizielle pakistanische Stellen ordnen Minar-e-Pakistan als „National Monument“ ein, das explizit an die Lahore-Resolution erinnert. In vielen pakistanischen Schulbüchern wird der Turm zusammen mit dem Datum 23. März genannt – also dem Tag, an dem die Resolution 1940 verabschiedet wurde und an dem später der „Pakistan Day“ begangen wird. Für Besucher ist es deshalb hilfreich, Minar-e Pakistan nicht nur als Bauwerk, sondern als verdichtete Form nationaler Erinnerung zu verstehen.

Im Vergleich zu europäischen Nationaldenkmälern ist Minar-e-Pakistan relativ jung. Während etwa das Niederwalddenkmal bei Rüdesheim Ende des 19. Jahrhunderts entstand, liegt der Bau von Minar-e Pakistan in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die historische Distanz zu den Ereignissen, an die erinnert wird, ist also deutlich kürzer – die Gründung Pakistans ist im kollektiven Gedächtnis bis heute präsenter als in Europa viele Ereignisse des 19. Jahrhunderts.

Pakistanische Historiker und Kommentatoren betonen regelmäßig, dass Minar-e-Pakistan nicht nur ein Rückblick auf 1940 ist, sondern auch ein Reflexionsort für aktuelle Debatten über Identität und Zusammenhalt. Bei nationalen Gedenktagen, Kundgebungen und Großveranstaltungen ist das Areal rund um den Turm ein zentraler Schauplatz, an dem Politik, Militär und Zivilgesellschaft sichtbar werden. Das macht den Besuch für Interessierte aus Deutschland zugleich spannend und vielschichtig.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch fällt Minar-e-Pakistan durch seine Kombination aus moderner Ingenieursbauweise und Anklängen klassisch-islamischer Formen auf. Der Turm ruht auf einem massiven Sockel, der sich in mehreren Stufen nach oben verjüngt. Die unteren Bereiche sind in schweren, eher rustikal wirkenden Materialien gehalten, die oberen dagegen in hellen, glatten Steinoberflächen.

Diese bewusst gewählte Gestaltung steht für einen symbolischen Weg von den „harten“ Anfängen der politischen Bewegung hin zu einer helleren, idealisierten Zukunft. Viele Beschreibungen betonen, dass der Übergang von massiven Formen zu leichteren Elementen den schwierigen, aber zielgerichteten Prozess der Staatsgründung widerspiegeln soll. Das Motiv des Aufstiegs ist typisch für Monumente, die nationale Identität ausdrücken wollen.

An der Basis des Turms befinden sich in der Regel Tafeln und Inschriften, die auf die Lahore-Resolution verweisen. Die Resolution selbst wird häufig in mehreren Sprachen präsentiert, darunter Urdu, Englisch und weitere regionale Sprachen. Damit soll unterstrichen werden, dass der historische Akt, der hier erinnert wird, eine Wirkung auf verschiedene Bevölkerungsgruppen hatte. Für Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland erleichtert dies zugleich den Zugang – besonders, wenn Englisch verwendet wird.

Der Turm erreicht eine beachtliche Höhe und ist damit weithin sichtbar. Aus städtebaulicher Perspektive markiert Minar-e-Pakistan einen Punkt, an dem sich historische Bauten, moderne Stadtentwicklung und Grünflächen überlagern. Rund um den Turm liegen neben Rasenflächen und Wegen auch Wasserbassins und Gartenbereiche, die dem Ort zusätzlich eine parkartige Atmosphäre verleihen.

In vielen Bildreportagen und Dokumentarfilmen wird Minar-e Pakistan häufig gemeinsam mit der nahegelegenen Badshahi-Moschee und der historischen Altstadt von Lahore gezeigt. Architekturexperten heben hervor, dass sich hier unterschiedliche Epochen überlagern: Die prachtvolle Mogul-Architektur der Moschee, das koloniale Erbe in der Stadt und das postkoloniale Nationalmonument Minar-e-Pakistan. Wer sich für Architektur interessiert, erlebt hier ein komprimiertes Panorama von mehreren Jahrhunderten Bau- und Ideengeschichte.

Für Fotografen ist der Turm vor allem in den Morgen- und Abendstunden interessant, wenn das Licht weich ist und sich die Schatten der abgestuften Basis segnend über die Grünflächen legen. Zahlreiche Reisefotografen und Medien nutzen Minar-e Pakistan als Schlüsselmotiv, um Lahore in einem Bild zu verdichten: der Turm als Symbol, die Menschen im Park als Alltag, die Silhouette der Stadt im Hintergrund als Gegenwart.

Minar-e-Pakistan besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Minar-e-Pakistan liegt im Iqbal Park nahe der historischen Altstadt von Lahore. FĂĽr Reisende aus Deutschland erfolgt die Anreise in der Regel per Flug nach Lahore (Allama Iqbal International Airport). Direkte Nonstop-Verbindungen aus Deutschland sind selten; gängig sind Umsteigeverbindungen ĂĽber groĂźe internationale Drehkreuze wie Istanbul, Doha oder Dubai. Die reine Flugzeit von Frankfurt, MĂĽnchen oder Berlin bis zum Umsteigepunkt liegt meist bei rund 5–6 Stunden, von dort nach Lahore noch einmal ähnlich lang, sodass insgesamt häufig 10–12 Flugstunden zusammenkommen, je nach Verbindung und Wartezeiten.
  • Weiterfahrt in der Stadt: Vom Flughafen zum Iqbal Park nutzen viele Besucher Taxis oder Ride-Hailing-Dienste. In Pakistan sind neben klassischen Taxis auch App-basierte Dienste verbreitet. Preisangaben schwanken stark nach Verkehrslage und Anbieter; gängig ist eine preislich moderate Fahrt vom Flughafen ins Zentrum. Es empfiehlt sich, vorab mit dem Fahrer den ungefähren Preis zu klären oder auf Taxameter bzw. Festpreise ĂĽber die App zu achten.
  • Ă–ffnungszeiten: Der Iqbal Park und die AuĂźenbereiche rund um Minar-e Pakistan sind in der Regel tagsĂĽber zugänglich, oft bis in den Abend hinein. Konkrete Ă–ffnungszeiten und mögliche Zugangsbeschränkungen – etwa bei offiziellen Veranstaltungen oder Sicherheitslagen – können jedoch variieren. Es ist ratsam, die aktuell gĂĽltigen Zeiten kurz vor dem Besuch auf offiziellen Informationskanälen der Stadt Lahore oder der zuständigen Behörden zu prĂĽfen. Generell ist der Besuch bei Tageslicht aus GrĂĽnden der Orientierung und Sicherheit am empfehlenswertesten.
  • Eintritt: FĂĽr den Zugang zum Park selbst fallen nach gängiger Praxis entweder keine oder nur geringe EintrittsgebĂĽhren an. Finanzielle Regelungen können sich jedoch ändern. Wer genaue aktuelle Informationen benötigt, sollte kurz vor der Reise aktuelle Hinweise lokaler Tourismusstellen oder der Parkverwaltung konsultieren. FĂĽr Reisende aus Deutschland bleibt der Besuch in der Regel ein sehr kostengĂĽnstiges Erlebnis; typische Preise fĂĽr öffentliche Monumente in der Region liegen deutlich unter dem Niveau groĂźer europäischer Museen.
  • Beste Reisezeit: Lahore hat ein ĂĽberwiegend heiĂźes, teilweise extrem heiĂźes Klima mit deutlichen Jahreszeiten. FĂĽr den Besuch von Minar-e-Pakistan empfehlen sich die vergleichsweise milderen Monate von etwa November bis März. In dieser Zeit liegen die Temperaturen tagsĂĽber oft angenehmer, während der Sommer mit Werten deutlich ĂĽber 35 °C sehr belastend sein kann. Zudem fällt im Sommer während des Monsuns intensiver Regen; bei starken Schauern kann der Park zeitweise weniger einladend sein. FĂĽr einen Besuch des Turms und des Umfelds sind die kĂĽhleren Morgen- oder späten Nachmittagsstunden ideal, da die Lichtverhältnisse fĂĽr Fotografie gĂĽnstiger sind.
  • Zeitzone: Pakistan liegt in der Zeitzone Pakistan Standard Time (PST), die in der Regel 4 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) liegt. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt der Unterschied meist 3 Stunden. Wer einen Besuch plant, sollte vor Flugbuchung und Terminplanung die aktuelle Zeitverschiebung prĂĽfen, da politische Entscheidungen zu Sommerzeitregelungen sich im Laufe der Jahre ändern können.
  • Sprache: Amtssprache in Pakistan ist Urdu; daneben werden zahlreiche Regionalsprachen gesprochen, in Punjab insbesondere Punjabi. Englisch ist in Verwaltung, Wirtschaft und im höher gebildeten städtischen Milieu weit verbreitet, insbesondere in Metropolen wie Lahore. Deutsche Sprachkenntnisse sind kaum anzutreffen. FĂĽr Reisende aus Deutschland genĂĽgt in der Regel gutes Englisch, um sich zu verständigen. Grundlegende Höflichkeitsfloskeln in Urdu werden positiv aufgenommen, sind aber nicht zwingend notwendig.
  • Zahlung und Währung: Die Landeswährung ist die Pakistanische Rupie (PKR). Kreditkarten werden in größeren Hotels, gehobenen Restaurants und Einkaufszentren zunehmend akzeptiert, im Alltagsverkehr – etwa bei StraĂźenständen, kleinen Läden oder im Parkumfeld – dominiert jedoch Bargeld. FĂĽr Besucher aus Deutschland empfiehlt es sich, schon am Flughafen oder in offiziellen Wechselstuben einen kleineren Betrag in Rupien zu tauschen. Ein fester Euro-Betrag lässt sich hier nicht sinnvoll nennen, da Wechselkurse schwanken. Kontaktlose Zahlungen per Smartphone sind in urbanen Bereichen vor allem dort möglich, wo internationale Kartensysteme unterstĂĽtzt werden, aber weniger flächendeckend als in Deutschland.
  • Trinkgeldkultur: In Pakistan ist ein moderates Trinkgeld ĂĽblich und wird erwartet, wenn man mit dem Service zufrieden ist. In Restaurants gilt eine kleine Zuwendung – etwa aufgerundet oder ein ĂĽberschaubarer Prozentsatz – als angemessen, sofern nicht bereits eine ServicegebĂĽhr ausgewiesen ist. Bei Fahrern, Guides oder Kofferträgern sind kleine Beträge in lokaler Währung ĂĽblich. In Parks und an Monumenten kann es vorkommen, dass inoffizielle „Helfer“ Dienste wie Fotografieren oder Wegweisung anbieten und anschlieĂźend Trinkgeld erhoffen; hier ist es sinnvoll, vorab klar zu kommunizieren, ob man Hilfe wĂĽnscht.
  • Kleiderordnung: Minar-e-Pakistan ist kein religiöses Gebäude im engeren Sinne, sondern ein nationales Monument. Dennoch ist in Pakistan insgesamt eine eher konservative Kleidungspraxis ĂĽblich. FĂĽr Reisende aus Deutschland empfiehlt sich eine zurĂĽckhaltende, die Schultern und Knie bedeckende Kleidung. Leichte, lange Baumwollstoffe sind bei den oft hohen Temperaturen angenehm und respektieren gleichzeitig die lokalen Gepflogenheiten. FĂĽr Frauen sind lockere Schals praktisch, um bei Bedarf das DekolletĂ© zu bedecken oder sich an religiös geprägten Orten in der Umgebung spontan anzupassen.
  • Fotografieren: Im AuĂźenbereich von Minar-e Pakistan wird Fotografie meist toleriert und ist weit verbreitet – von Selfies ĂĽber Gruppenfotos bis hin zu professionelleren Aufnahmen. Wie bei vielen öffentlichen Orten in der Region empfiehlt es sich jedoch, Menschen nicht ohne Einverständnis aus nächster Nähe zu fotografieren und bei Familien besonders zurĂĽckhaltend zu sein. Drohnenaufnahmen können Einschränkungen unterliegen, insbesondere in der Nähe offizieller Gebäude oder bei größeren Menschenansammlungen. Wer professionelles oder kommerzielles Bildmaterial produzieren möchte, sollte sich im Vorfeld ĂĽber etwaige Genehmigungspflichten informieren.
  • Sicherheit und Verhalten: Wie an allen stark frequentierten Orten ist eine normale Aufmerksamkeit gegenĂĽber Taschendiebstahl sinnvoll, ohne in Alarmstimmung zu verfallen. Größere politische Veranstaltungen oder Kundgebungen können das Gelände um Minar-e-Pakistan zeitweise stark fĂĽllen. Reisende aus Deutschland sollten Menschenansammlungen mit politischem Charakter mit etwas Abstand beobachten und im Zweifelsfall aus SicherheitsgrĂĽnden meiden. Gängige Reisehinweise betonen eine respektvolle, unaufgeregte Haltung im Umgang mit Symbolen des pakistanischen Staates, etwa Flaggen oder staatlichen Emblemen.
  • Einreisebestimmungen: FĂĽr deutsche StaatsbĂĽrger gilt Pakistan als visumspflichtiges Reiseland. Die konkreten Bedingungen, etwa zur Beantragung eines elektronischen Visums, zur GĂĽltigkeitsdauer von Pässen, zu Sicherheitslagen und möglichen Einschränkungen, ändern sich im Laufe der Zeit und mĂĽssen vor Reiseantritt aktuell ĂĽberprĂĽft werden. Deutsche StaatsbĂĽrger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen, Sicherheits- und Gesundheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂĽfen. FĂĽr Reisende aus Ă–sterreich und der Schweiz gelten jeweils die Hinweise der eigenen AuĂźenministerien.
  • Gesundheit und Versicherung: FĂĽr Reisen nach Pakistan raten deutsche Behörden in der Regel zu einem umfassenden Impfschutz entsprechend den Standardimpfungen sowie je nach Region zu zusätzlichen Impfungen oder VorsorgemaĂźnahmen. Da Pakistan nicht zum Geltungsbereich der gesetzlichen Krankenversicherung gehört, ist eine Auslandskrankenversicherung fĂĽr Reisende empfehlenswert, die im Ernstfall auch einen medizinisch notwendigen RĂĽcktransport nach Europa abdeckt. Konkrete medizinische Ratschläge sollten individuell mit ärztlichem Fachpersonal abgestimmt werden.

Warum Minar-e Pakistan auf jede Lahore-Reise gehört

Minar-e-Pakistan ist fĂĽr eine Reise nach Lahore aus mehreren GrĂĽnden ein lohnender Fixpunkt. Zum einen verdichtet der Turm auf engem Raum zentrale Aspekte der pakistanischen Geschichte: den Weg von der kolonialen Ordnung zur Eigenstaatlichkeit, die Rolle politischer Bewegungen und den Stellenwert nationaler Symbole. Wer hier steht, versteht besser, warum die Lahore-Resolution von 1940 in pakistanischen SchulbĂĽchern und Feiertagen bis heute eine so prominente Rolle spielt.

Zum anderen ist das Umfeld von Minar-e Pakistan ein idealer Einstieg in die Stadt selbst. Von hier aus sind wichtige Sehenswürdigkeiten wie die Badshahi-Moschee, das Lahore Fort und Teile der Altstadt gut erreichbar. Ein halber Tag lässt sich problemlos mit einem kombinierten Spaziergang durchs historische Herz der Stadt füllen, bei dem Minar-e-Pakistan als Ausgangs- oder Endpunkt dient.

Die Atmosphäre rund um den Turm unterscheidet sich deutlich von vielen westlichen Monumenten. Statt eines stillen, musealen Gedenkortes findet man hier einen lebendigen Stadtpark, in dem Kinder spielen, Verkäufer Tee anbieten und Paare auf Bänken sitzen. Politische Symbolik und Alltag existieren Seite an Seite. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland bietet das die Möglichkeit, in kurzer Zeit sowohl einen Einblick in die politische Kultur Pakistans als auch in den Alltag der Menschen in Lahore zu gewinnen.

Wer die Reise nach Pakistan vor allem aus kulturellem Interesse unternimmt, findet rund um Minar-e Pakistan zahlreiche Anknüpfungspunkte: Zur Mogul-Geschichte im benachbarten Fort, zur britischen Kolonialzeit in der Stadtstruktur, zur postkolonialen Moderne im Monument selbst. Kultur- und Architekturreiseführer beschreiben diese Konzentration historischer Schichten regelmäßig als besondere Stärke von Lahore gegenüber anderen Großstädten der Region.

Hinzu kommt, dass Minar-e-Pakistan auch in der zeitgenössischen Medienkultur Pakistans präsent ist: als Hintergrund für Musikvideos, als Schauplatz von Fernsehreportagen und als wiederkehrendes Motiv in nationalen Werbekampagnen. Wer später Bilder oder Filme aus Pakistan sieht, erkennt den Turm oft sofort wieder. Dadurch wird der Besuch zu einem Referenzpunkt, der das Verständnis späterer Medienerlebnisse erleichtert.

Für Reisende aus Deutschland, die häufig zuerst Ziele wie Indien oder Südostasien ansteuern, kann Minar-e Pakistan ein Schlüssel sein, um den spezifischen Weg Pakistans in der Region zu verstehen. Die Kombination aus politischer Symbolik, architektonischer Präsenz und lebendiger Parklandschaft macht das Monument zu einem Ort, der auch bei einer ersten Reise in das Land unmittelbar zugänglich und zugleich intellektuell anregend ist.

Minar-e-Pakistan in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien ist Minar-e-Pakistan längst ein etabliertes Motiv: Unter diversen Hashtags teilen pakistanische Nutzer und internationale Reisende Fotos von illuminierten Abenden, patriotischen Veranstaltungen, spontanen Picknicks und ruhigen Momenten im Park. Für deutschsprachige Besucher ist ein Blick in diese digitalen Bilderwelten eine gute Vorbereitung, um ein Gefühl für Stimmung, Kleidung, Menschenmengen und typische Blickwinkel zu bekommen.

Häufige Fragen zu Minar-e-Pakistan

Wo genau befindet sich Minar-e-Pakistan?

Minar-e-Pakistan liegt im Iqbal Park im Zentrum von Lahore, einer Großstadt im Osten Pakistans unweit der Grenze zu Indien. Der Park befindet sich in der Nähe der historischen Altstadt, der Badshahi-Moschee und des Lahore Fort, sodass sich der Besuch gut mit einem Rundgang durch das historische Zentrum kombinieren lässt.

Welche historische Bedeutung hat Minar-e Pakistan?

Minar-e Pakistan erinnert an die Lahore-Resolution von 1940, in der die Muslimliga die Schaffung eigener mehrheitlich muslimischer Staaten in den mehrheitlich muslimischen Regionen des damaligen Britisch-Indiens forderte. Diese Resolution gilt als wichtiger politischer Ausgangspunkt für die spätere Gründung des Staates Pakistan 1947. Der Turm wurde nach der Unabhängigkeit als nationales Monument errichtet, um diesen historischen Moment sichtbar im Stadtbild von Lahore zu verankern.

Wie lässt sich Minar-e-Pakistan von Deutschland aus erreichen?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel über große internationale Drehkreuze wie Istanbul, Doha oder Dubai nach Lahore. Nonstop-Flüge sind selten; üblich sind Umsteigeverbindungen mit einer Gesamtflugzeit von etwa 10–12 Stunden, abhängig von Route und Wartezeiten. Vom Flughafen Lahore gelangt man mit Taxi oder Ride-Hailing-Diensten in der Regel in überschaubarer Fahrzeit zum Iqbal Park.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr einen Besuch von Minar-e Pakistan?

Aufgrund des heißen Klimas in Lahore eignen sich die vergleichsweise kühleren Monate von etwa November bis März besonders gut für einen Besuch. In dieser Zeit sind die Temperaturen meist moderater als im Hochsommer, wenn Werte über 35 °C häufig sind und der Monsun zusätzliche Luftfeuchtigkeit und Regen bringen kann. Für den Besuch von Minar-e-Pakistan empfehlen sich vor allem die frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden, wenn es weniger heiß ist und das Licht für Fotografien angenehmer wirkt.

Welche Besonderheiten sollten deutsche Reisende beim Besuch beachten?

Minar-e-Pakistan ist ein nationales Monument mit politischer und historischer Bedeutung. Reisende aus Deutschland sollten respektvoll mit Symbolen wie der Landesflagge umgehen und sich bei politischen Veranstaltungen eher zurückhaltend im Hintergrund bewegen. Eine zurückhaltende, Schultern und Knie bedeckende Kleidung wird empfohlen. Da Pakistan visumspflichtig ist und sich Sicherheits- und Einreisebestimmungen ändern können, sollten deutsche Staatsbürger vorab die Hinweise des Auswärtigen Amts auf auswaertiges-amt.de prüfen und eine geeignete Auslandskrankenversicherung abschließen.

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