Naqsh-e Jahan, Isfahan

Naqsh-e Jahan der gewaltige Safawidenplatz in Isfahan

Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 13:51 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Naqsh-e Jahan in Isfahan verbindet monumentale Safawidenarchitektur, filigrane Arkaden und einen riesigen Platzkörper zu einem persischen Stadtbild ohnegleichen.

Bauhaus-Poster als Abstraktion von Naqsch-e Dschahan Isfahan in Isfahan, Iran
Bauhaus-Poster als geometrische Abstraktion von Naqsch-e Dschahan Isfahan in Isfahan Iran, kraeftige Grundfarben und harte, Illustration mit AI erstellt.

Naqsh-e Jahan in Isfahan ist ein rechteckiger Platz von eindrucksvoller Größe, der zwischen dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert unter Shah Abbas I. als Zentrum der Safawidenhauptstadt angelegt wurde.Der Meidan Emam gehört seit 1979 zum UNESCO-Welterbe und gilt als eines der herausragenden Ensembles iranisch-islamischer Architektur.

Naqsh-e Jahan als Bühne der Safawidenzeit

Der Platz Naqsh-e Jahan liegt im historischen Zentrum von Isfahan und bildet ein großzügiges Rechteck mit einer Länge von rund 560 m und einer Breite von etwa 160 m.Die klassische Maßeinordnung macht deutlich, welchen Maßstab die Safawiden für ihren neuen Stadtraum wählten. Der Name Naqsh-e Jahan bedeutet „Abbild der Welt“ und verweist auf den Anspruch, hier einen konzentrierten Ausschnitt des Reiches zu zeigen.

Unter Shah Abbas I., der Ende des 16. Jahrhunderts die Hauptstadt nach Isfahan verlegte, entstand Naqsh-e Jahan als neuer Mittelpunkt einer geplanten Residenzstadt im Safawidenstil.Die Anlage wurde zwischen 1598 und 1629 errichtet und mit monumental gestalteten Bauten gerahmt. Die offene Platzfläche und die umlaufenden Arkaden schufen einen Rahmen, in dem höfische Repräsentation und städtisches Leben dicht beieinander lagen.

Moscheen, Palast und Basartor an den Platzkanten

Der Platz Naqsh-e Jahan ist an allen vier Seiten von Bauwerken aus der Safawidenzeit gefasst, die die religiösen und weltlichen Funktionen der Hauptstadt sichtbar machen.Zu den prägenden Gebäuden gehören die Shah-Moschee, die Sheikh-Lotfollah-Moschee, der Ali-Qapu-Palast und das nördliche Qeysarieh-Basartor. Diese Bauten sind über zweigeschossige Arkaden miteinander verbunden, in denen sich zahlreiche Geschäfte befinden.

An der Südseite von Naqsh-e Jahan steht die große Shah-Moschee, die auch als Imam-Moschee bezeichnet wird und als Hauptmoschee der Safawidendynastie gilt.Ihr Bau begann im frühen 17. Jahrhundert und sie zeigt eine reich dekorierte Fassade mit Kacheln in Blau- und Türkistönen. Auf der Ostseite des Platzes liegt die Sheikh-Lotfollah-Moschee, deren vergleichsweise kompakter Baukörper ohne Hof und Minarett auskommt und deren Kuppel mit fein abgestuften Farbtönen versehen ist.

Arkaden, Wasserbecken und Stadtstruktur

Die Längsseiten von Naqsh-e Jahan werden von doppelgeschossigen Arkaden gesäumt, die den Platz wie ein durchgehender Baukörper fassen. Hinter den Arkaden liegen zahlreiche Läden, Werkstätten und Eingangszonen, die den Platz mit dem umliegenden Stadtgewebe verbinden. In der Mitte der großen Hoffläche befinden sich Wasserbecken und Grünflächen, die den klaren, rechteckigen Grundriss gliedern.

Naqsh-e Jahan ist Teil eines größeren historischen Ensembles, in das auch die Achse der Chaharbagh-Allee und weitere Palast- und Gartenanlagen eingebunden sind.Die Safawidenzeit prägte Isfahan nachhaltig, und der Platz bildet einen wichtigen Bezugspunkt für die Stadtstruktur. Die Kombination aus religiösen Bauten, Palast und Basareingang am selben Platz macht Naqsh-e Jahan zu einem selten klar ablesbaren Beispiel persischer Stadtplanung.

Naqsh-e Jahan besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Naqsh-e Jahan liegt im Zentrum von Isfahan in der Provinz Isfahan; der Platz ist von der historischen Altstadt aus zu Fuß erreichbar und wird von Straßen mit Fahrzeugverkehr umgeben.
  • Der Platz selbst ist ebenerdig, die Arkaden besitzen jedoch Stufen und Schwellen, und der Zugang zu Ali Qapu und den Moscheen führt über Treppen mit teilweise schmalen Stufen.
  • Naqsh-e Jahan ist von den umliegenden Basaren und Wohnvierteln umgeben, wobei der Qeysarieh-Bazar nördlich an den Platz anschließt und so eine direkte Verbindung in das traditionelle Handelsviertel bildet.
  • Amtssprache ist Persisch, gezahlt wird in Iranischen Rial; im Umfeld des Platzes finden sich zahlreiche Geschäfte, die in dieser Währung abrechnen.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Naqsh-e Jahan auf Social-Media-Plattformen

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Naqsh-e Jahan: häufige Fragen

Wo liegt Naqsh-e Jahan?

Naqsh-e Jahan liegt im Zentrum der Stadt Isfahan in der gleichnamigen Provinz in Iran und bildet dort einen großen historischen Platz.

Was bietet ein Besuch von Naqsh-e Jahan?

Ein Besuch von Naqsh-e Jahan führt auf eine weite Platzfläche mit Safawidenarchitektur, flankiert von Moscheen, Palast, Basartor und Arkadengeschäften.

Was kennzeichnet Naqsh-e Jahan besonders?

Besonders kennzeichnend für Naqsh-e Jahan ist die Kombination aus rechteckigem Großplatz, umlaufenden Arkaden und den monumentalen Bauten der Safawidenzeit an den Platzkanten.

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