Narita-san Shinsho-ji: Japans Tempelwelt direkt am Flughafen Tokio
19.06.2026 - 07:55:28 | ad-hoc-news.deNur wenige Minuten vom internationalen Flughafen Tokio-Narita entfernt öffnet Narita-san Shinsho-ji, lokal Naritasan Shinshoji (sinngemÀà âNeuer Tempel des wahren Gesetzes von Naritaâ), einen unerwartet stillen Kosmos aus RĂ€ucherduft, Pagoden und klingenden Gebetsglocken. Wer vom Langstreckenflug aus Deutschland kommt, steht hier plötzlich zwischen MönchsgesĂ€ngen, historischen Hallen und alten Zedern â und begreift, warum dieser Tempel zu den bedeutendsten buddhistischen Zentren in Japan zĂ€hlt.
Narita-san Shinsho-ji: Das ikonische Wahrzeichen von Narita
Narita-san Shinsho-ji liegt im Stadtgebiet von Narita in der PrĂ€fektur Chiba, etwa 60 km östlich von Tokio. Die Anlage gilt als geistiges Zentrum des Shingon-Buddhismus in der Region Kant? und ist einer der bedeutendsten Tempel, die dem Feuergott Fud? My?? geweiht sind. Jedes Jahr pilgern Millionen GlĂ€ubige und Tourist:innen hierher, besonders zum Jahreswechsel, wenn in Japan der erste Tempelbesuch des Jahres (âHatsum?deâ) traditionell von groĂer Bedeutung ist.
Im Unterschied zu vielen bekannten Tempeln in Kyoto oder Nara ist Naritasan Shinshoji nicht in einer klassischen Altstadt, sondern in einer eher modernen Provinzstadt verankert â und gerade das macht die Anlage fĂŒr Reisende aus Deutschland so interessant: Sie verbindet authentisches Pilgerleben mit unkomplizierter Erreichbarkeit direkt vom internationalen Drehkreuz Tokio-Narita. Zwischen traditionellen Holzhallen, farbenprĂ€chtigen Pagoden und einem weitlĂ€ufigen Landschaftsgarten lĂ€sst sich hier in wenigen Stunden tief in japanische Religions- und Alltagskultur eintauchen.
Die lange, leicht ansteigende PilgerstraĂe Omotesand?, gesĂ€umt von GeschĂ€ften, die gegrillten Aal, Reiskekse und traditionelle SĂŒĂwaren verkaufen, fĂŒhrt direkt zum Haupttor des Tempels. Wer diesen Weg geht, erlebt bereits auf den ersten Metern die Mischung aus lebendigem Volksglauben, kulinarischer Kultur und spiritueller AtmosphĂ€re, die Narita-san Shinsho-ji zu einem besonderen Reiseziel macht.
Geschichte und Bedeutung von Naritasan Shinshoji
Die Geschichte von Naritasan Shinshoji reicht bis in das 10. Jahrhundert zurĂŒck und ist eng mit der politischen und religiösen Entwicklung Japans verbunden. Der Tempel wird traditionell auf das Jahr 940 datiert, also in eine Zeit, in der Deutschland als Nationalstaat noch viele Jahrhunderte Zukunft war. Nach ĂŒberlieferten Quellen wurde eine Statue des Fud? My?? wĂ€hrend eines militĂ€rischen Konflikts in die Region gebracht. Nachdem der Aufstand niedergeschlagen worden sein soll, wurde die Statue in Narita belassen und der Tempel gegrĂŒndet, um den Gott weiterhin zu verehren.
Fud? My??, wörtlich âder unbewegliche Weisheitskönigâ, ist im esoterischen Buddhismus ein sehr populĂ€rer Schutzgott. Er wird hĂ€ufig mit strengem Gesichtsausdruck, Schwert und Lasso dargestellt, um Unwissenheit zu zerschneiden und negative KrĂ€fte zu bĂ€ndigen. In Naritasan Shinshoji gilt die Hauptstatue des Fud? My?? als besonders wirkmĂ€chtig. GlĂ€ubige kommen, um fĂŒr Schutz, Erfolg, Gesundheit oder sichere Reisen zu beten, und lassen zum Beispiel Autoplaketten, Talismane oder kleine Holztafeln weihen.
Seit der Edo-Zeit (17.â19. Jahrhundert) entwickelte sich Naritasan zu einem der wichtigsten Pilgerorte im GroĂraum Edo, dem heutigen Tokio. Damals legten Pilger die Strecke zu FuĂ oder mit einfachen Verkehrsmitteln zurĂŒck; heute verlĂ€uft die moderne Eisenbahnlinie JR Narita Line direkt zum Bahnhof Narita, nur wenige Gehminuten von der Tempelanlage entfernt. Die KontinuitĂ€t des Pilgerwesens â von der Vormoderne bis zur Gegenwart â ist einer der GrĂŒnde, warum Narita-san Shinsho-ji bis heute eine lebendige religiöse Funktion behalten hat und nicht nur als âFreilichtmuseumâ existiert.
In der Meiji-Zeit, als Japan sich nach auĂen öffnete und tiefgreifende Modernisierungen erlebte, ĂŒberstand Naritasan Shinshoji Phasen staatlicher Religionspolitik, in denen buddhistische Institutionen gegenĂŒber dem Shintoismus zeitweise benachteiligt waren. Dennoch blieb der Tempel ein wichtiger Glaubensort und konnte seine Traditionen bewahren. Im 20. Jahrhundert wurde die Anlage schrittweise erweitert; neue Hallen, Pagoden und GebĂ€ude ergĂ€nzten die historischen Strukturen.
Bis heute ist Narita-san Shinsho-ji ein wichtiger Ort fĂŒr die Praxis des esoterischen Shingon-Buddhismus. Mehrmals tĂ€glich finden sogenannte Goma-Rituale statt â Feuerrituale, bei denen Holztafeln mit WĂŒnschen im heiligen Feuer verbrannt werden. Diese Rituale verbinden Gebete aus alter Zeit mit den Anliegen moderner Besucherinnen und Besucher, etwa erfolgreiche PrĂŒfungen, geschĂ€ftlichen Erfolg oder Schutz auf Reisen.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Die Tempelanlage von Naritasan Shinshoji erstreckt sich ĂŒber ein hĂŒgeliges Areal mit mehreren Ebenen. Architektonisch vereint sie unterschiedliche Bauphasen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Besucher aus Deutschland werden schnell feststellen, dass die Anlage eher einem kleinen Tempelpark als einer einzelnen Halle gleicht: Wege fĂŒhren durch WĂ€lder, ĂŒber Treppen und an Teichen vorbei zu Hallen in verschiedenen Stilen.
Zentrales Bauwerk ist die groĂe Haupthalle, in der die Statue des Fud? My?? verehrt wird. Die heutige Hauptgebetshalle stammt aus dem 20. Jahrhundert und kombiniert traditionelle Holzarchitektur mit moderner Bautechnik. AuffĂ€llig sind die weit auskragenden DĂ€cher, die geschnitzten Verzierungen entlang der DachtrĂ€ger und die krĂ€ftigen Farben, die bei Renovierungen immer wieder aufgefrischt werden. Im Inneren fĂ€llt der Blick auf den Altarbereich mit der Fud?-Statue, umrahmt von goldenen Elementen, StoffbehĂ€ngen und zahlreichen Opfergaben.
Ein besonderes Highlight sind die Pagoden auf dem GelĂ€nde. Die dreistöckige Pagode im traditionellen Stil reprĂ€sentiert die buddhistische Kosmologie â ihr Aufbau vom quadratischen Fundament bis zur spitzen Turmkrone steht symbolisch fĂŒr den Weg von der irdischen Welt zur Erleuchtung. Daneben gibt es eine gröĂere, moderne Pagode, die mit bunten Reliefs und Figuren detailreich gestaltet ist. FĂŒr Besucherinnen und Besucher erinnert die Silhouette dieser TĂŒrme womöglich an bekannte Pagoden in Kyoto, ist aber hier eingebettet in eine weniger touristisch ĂŒberlaufene Umgebung.
Kunsthistorisch interessant sind die zahlreichen Schnitzereien, Malereien und Statuen auf dem GelĂ€nde. Holzreliefs an Toren und BrĂŒstungen zeigen mythische Tiere, Blumenmotive und Szenen aus buddhistischen Legenden. Steinlaternen, steinerne Stupas und kleine Nebenschreine â zum Teil dem Shintoismus zugeordnet â verdeutlichen die historische NĂ€he beider Religionen im japanischen Alltag. FĂŒr europĂ€ische Augen wirken die ĂbergĂ€nge zwischen buddhistischen und shintoistischen Elementen mitunter flieĂend, obwohl sie aus unterschiedlichen religiösen Traditionen stammen.
Hinter den HauptgebĂ€uden erstreckt sich der weitlĂ€ufige Naritasan-Park, ein sorgfĂ€ltig gestalteter Landschaftsgarten mit Teichen, BrĂŒcken, WasserfĂ€llen und Spazierwegen. In der KirschblĂŒtensaison im FrĂŒhjahr reflektieren rosa BlĂŒten in den WasserflĂ€chen, wĂ€hrend im Herbst das Laub der AhornbĂ€ume intensive Rot- und Goldtöne zeigt. Der Park wird von vielen Besucherinnen und Besuchern als Ruhepol wahrgenommen â ein idealer Ort, um den Jetlag aus Deutschland sanft zu ĂŒberbrĂŒcken oder zwischen zwei FlĂŒgen tief durchzuatmen.
Mehrere kleinere Hallen und Nebentempel auf dem GelĂ€nde zeigen Statuen verschiedener Bodhisattvas und Schutzgottheiten. Dabei fĂ€llt auf, dass viele Figuren mit farbigen TĂŒchern geschmĂŒckt oder mit MĂŒnzen, RĂ€ucherstĂ€bchen und kleinen Opfergaben versehen sind. Dies veranschaulicht, dass Naritasan Shinshoji nicht nur ein touristischer Ort ist, sondern vor allem eine lebendige GebetsstĂ€tte.
Narita-san Shinsho-ji besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Narita-san Shinsho-ji befindet sich in Narita in der PrĂ€fektur Chiba, östlich von Tokio. Vom Flughafen Tokio-Narita sind es nur wenige Kilometer; je nach gewĂ€hltem Verkehrsmittel liegen die Fahrzeiten ĂŒblicherweise im Bereich von rund 10 bis 30 Minuten. Von Deutschland aus verkehren regelmĂ€Ăig LangstreckenflĂŒge groĂer Airlines zum Flughafen Tokio-Narita, insbesondere ab Frankfurt am Main und teilweise ab weiteren Drehkreuzen wie MĂŒnchen oder DĂŒsseldorf, hĂ€ufig nonstop oder mit Umstieg ĂŒber asiatische oder europĂ€ische Hubs. Die genaue Flugzeit variiert je nach Route, liegt aber meist im Bereich von etwa 11 bis 13 Stunden. Aus Tokio-Stadt ist Narita mit ZĂŒgen der JR (Japan Railways) und privaten Bahngesellschaften erreichbar; die Fahrt dauert in der Regel weniger als eine Stunde, abhĂ€ngig vom Startbahnhof und Zugtyp. - FuĂweg vom Bahnhof
Vom Bahnhof Narita fĂŒhrt die traditionelle Omotesand?-StraĂe in komfortabler Gehentfernung zur Tempelanlage. Der Spaziergang dauert meist zwischen 10 und 20 Minuten, je nach individueller Gehgeschwindigkeit und Fotostopps. Entlang der Strecke reihen sich Restaurants, CafĂ©s und AndenkenlĂ€den aneinander, sodass der Weg selbst bereits Teil des Besuchserlebnisses ist. - Ăffnungszeiten
Die Tempelanlage ist in der Regel tagsĂŒber durchgehend zugĂ€nglich; zentrale Hallen sind hĂ€ufig von den frĂŒhen Morgenstunden bis in den spĂ€ten Nachmittag fĂŒr Besucher geöffnet. Da genaue Zeiten saisonal oder an Feiertagen variieren können, empfiehlt es sich, vor dem Besuch die aktuellen Angaben direkt bei Narita-san Shinsho-ji oder der örtlichen Tourismusinformation zu prĂŒfen. Dies gilt insbesondere fĂŒr spezielle Zeremonien, Goma-Feuerrituale und Veranstaltungen zum Jahreswechsel. - Eintritt
Der Zutritt zum GelĂ€nde von Naritasan Shinshoji ist im Allgemeinen kostenlos. FĂŒr bestimmte Museen, Sonderausstellungen oder spezielle Bereiche innerhalb der Anlage können jedoch gesonderte GebĂŒhren erhoben werden. Da sich Regelungen und Preise Ă€ndern können, sollten Reisende aktuelle Informationen kurz vor dem Besuch direkt beim Tempel oder bei offiziellen Tourismusstellen einholen. FĂŒr die Reiseplanung ist sinnvoll, eine kleine Summe in bar einzuplanen, etwa fĂŒr Spenden, Amulette oder eventuell gebĂŒhrenpflichtige Teilbereiche. - Beste Reisezeit
Narita liegt in einer gemĂ€Ăigt-warmen Klimazone mit feuchten Sommern und eher milden Wintern. Aus deutscher Sicht sind insbesondere FrĂŒhling und Herbst attraktiv: Im FrĂŒhling stehen KirschbĂ€ume und andere BlĂŒten im Naritasan-Park in voller Pracht, wĂ€hrend im Herbst die LaubverfĂ€rbung ein intensives Farbspiel bietet. Der Sommer kann heiĂ und schwĂŒl sein, dafĂŒr sind die Tage lang und das kulturelle Leben sehr lebhaft. Der Jahreswechsel, wenn viele Japaner:innen den ersten Tempelbesuch des Jahres absolvieren, bietet eine eindrucksvolle, aber stark besuchte AtmosphĂ€re. Wer Menschenmengen vermeiden möchte, dem empfiehlt sich ein Besuch unter der Woche am frĂŒhen Vormittag oder im spĂ€ten Nachmittag. - Sprache und Kommunikation
In Narita sind grundlegende Informationen an touristisch relevanten Stellen hĂ€ufig zweisprachig beschriftet, unter anderem auf Japanisch und Englisch. Deutschsprachige Hinweise sind eher selten. Viele BeschĂ€ftigte im Tourismusbereich verfĂŒgen ĂŒber zumindest grundlegende Englischkenntnisse, wĂ€hrend auĂerhalb touristischer Einrichtungen die VerstĂ€ndigung teils auf einfachem Sprachniveau erfolgt. Es kann hilfreich sein, wichtige Begriffe in japanischer Schrift auf dem Smartphone zu speichern oder eine Ăbersetzungs-App zu nutzen. Höfliche Gesten und ein respektvolles Auftreten werden in Japan besonders positiv wahrgenommen. - Zahlung, WĂ€hrung und Trinkgeld
In Japan wird mit Yen bezahlt. FĂŒr aus Deutschland anreisende Personen empfiehlt es sich, sowohl Bargeld als auch mindestens eine international akzeptierte Kreditkarte mitzufĂŒhren. In Narita können gröĂere GeschĂ€fte und Hotels meist Karten akzeptieren, kleinere LĂ€den oder ImbissstĂ€nde verlangen jedoch hĂ€ufig Bargeld. Kontaktloses Bezahlen und mobile Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay sind zunehmend verbreitet, aber keineswegs flĂ€chendeckend. Trinkgeld ist in Japan unĂŒblich und kann in manchen Situationen sogar als irritierend empfunden werden. Stattdessen wird guter Service als selbstverstĂ€ndlicher Teil der Dienstleistung betrachtet. - Kleiderordnung und Verhalten im Tempel
Es besteht keine strenge Kleiderordnung, dennoch sind angemessene, nicht zu freizĂŒgige Kleidung und ein respektvolles Auftreten angebracht. In bestimmten InnenrĂ€umen kann das Fotografieren eingeschrĂ€nkt oder verboten sein; Hinweise sollten genau beachtet werden. Vor dem Betreten mancher Hallen werden Besucher gebeten, Schuhe auszuziehen. Am Eingang stehen in der Regel Regale oder Ablagen bereit. Beim Betreten und Verlassen eines TempelgebĂ€udes ist ein leichtes Verbeugen ĂŒblich; lautstarke GesprĂ€che, Telefonate oder Essen innerhalb der Gebetshallen sollten vermieden werden. - Fotografie
Auf dem AuĂengelĂ€nde von Naritasan Shinshoji ist das Fotografieren im Allgemeinen erlaubt und bietet zahlreiche Motive, von Pagoden ĂŒber Torii-Tore bis zu Landschaftsszenen im Park. In InnenrĂ€umen, insbesondere in der NĂ€he von AltĂ€ren und Ritualen, können jedoch BeschrĂ€nkungen gelten. Schilder geben Auskunft; im Zweifel ist es respektvoll, auf Blitzlicht zu verzichten und keine Personen im Gebet aus unmittelbarer NĂ€he zu fotografieren. Wer Bilder in sozialen Medien veröffentlichen möchte, sollte RĂŒcksicht auf die PrivatsphĂ€re anderer Besucherinnen und Besucher nehmen. - Einreisebestimmungen und Gesundheit
FĂŒr die Einreise nach Japan benötigen deutsche StaatsbĂŒrger je nach Reisedauer und Zweck unterschiedliche Unterlagen. Da sich Bestimmungen Ă€ndern können, sollten Reisende sich unbedingt rechtzeitig vor der Abreise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de ĂŒber die aktuellen Einreise- und Visaregeln informieren. FĂŒr medizinische Versorgung in Japan ist eine separate Auslandskrankenversicherung sinnvoll, da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland Kosten im Nicht-EU-Ausland ĂŒblicherweise nicht vollstĂ€ndig abdeckt. - Zeitverschiebung
Japan liegt in der Regel mehrere Stunden vor der MitteleuropĂ€ischen Zeit. Je nach Jahreszeit und Umstellung auf Sommerzeit in Europa betrĂ€gt die Zeitdifferenz ĂŒblicherweise zwischen 7 und 8 Stunden. Dies bedeutet, dass Besucher aus Deutschland hĂ€ufig mit Jetlag rechnen mĂŒssen. Ein Besuch in Narita-san Shinsho-ji am Ankunftstag kann helfen, sich bei Tageslicht zu bewegen und den Körper behutsam auf die neue Zeitzone einzustellen.
Warum Naritasan Shinshoji auf jede Narita-Reise gehört
FĂŒr Reisende aus Deutschland bietet Narita-san Shinsho-ji eine seltene Kombination: Die Anlage ist sowohl ein bedeutender historischer und religiöser Ort als auch ein in wenigen Minuten vom internationalen Flughafen erreichbares Ausflugsziel. Wer in Tokio landet oder von dort abfliegt, kann mit relativ geringem Zeitaufwand einen tiefen Einblick in japanische Kulturgeschichte und Gegenwartsreligion erhalten. Im Vergleich zu weiter entfernten TempelstĂ€dten wie Kyoto ist die Schwelle hier niedrig: Man kommt ohne lange Fahrten oder komplizierte Routen zu einem authentischen Pilgerort.
Die AtmosphĂ€re unterscheidet sich deutlich von westlichen Sakralbauten, etwa gotischen Kathedralen in Deutschland. Statt hoher Spitzbögen und Buntglas herrschen Holz, weiche Dachlinien und offene ĂbergĂ€nge zwischen Innen und AuĂen vor. Der Geruch von RĂ€ucherstĂ€bchen, das rhythmische Schlagen der Taiko-Trommel wĂ€hrend der Rituale und das leise Rauschen der BĂ€ume im Naritasan-Park schaffen ein sinnliches Gesamterlebnis, das fĂŒr Besucherinnen und Besucher nachhaltig im GedĂ€chtnis bleibt.
Auch kulinarisch ist ein Besuch lohnend: Entlang der Omotesand?-StraĂe bieten Restaurants regionale SpezialitĂ€ten an, darunter gegrillten Aal (Unagi), Nudelsuppen und SĂŒĂspeisen. Viele Betriebe sind seit Generationen familiengefĂŒhrt, was eine weitere Ebene lokaler Kultur vermittelt. Wer aus Deutschland kommt, kann hier japanische AlltagskĂŒche in einer weniger ĂŒberlaufenen Umgebung probieren als in manchen Innenstadtvierteln Tokios.
FĂŒr Familien eignet sich Naritasan Shinshoji als Einstiegsort, um Kindern die Kultur Japans nĂ€herzubringen: farbenfrohe GebĂ€ude, Wege zum Entdecken und freundliche Begegnungen mit Einheimischen machen den Besuch abwechslungsreich. Gleichzeitig bietet die Anlage ausreichend Ruhebereiche, in denen man sich vom Reisestress erholen kann. FĂŒr Alleinreisende oder Paare ist der Tempel ein Ort der Kontemplation, der sich leicht in die Reiseplanung integrieren lĂ€sst, zum Beispiel als Halbtagesausflug bei Ankunft oder vor dem Heimflug nach Deutschland.
Nicht zuletzt bietet der Tempel zahlreiche fotografische Motive, die sich gut fĂŒr Reisealben und soziale Medien eignen: das Zusammenspiel aus traditioneller Architektur, Natur und Ritualen. Zugleich bleibt Narita-san Shinsho-ji ein lebendiger Kultort. Wer ihn besucht, ist nicht nur Tourist, sondern Gast in einem aktiven religiösen Zentrum â eine Gelegenheit, die eigene Perspektive auf Japan um eine authentische Dimension zu erweitern.
Narita-san Shinsho-ji in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke
In sozialen Medien taucht Naritasan Shinshoji regelmĂ€Ăig in Reiseberichten und Fotostrecken auf, oft in Verbindung mit dem Flughafen Tokio-Narita. Viele Nutzerinnen und Nutzer teilen EindrĂŒcke vom ersten Tempelbesuch direkt nach der Landung, von der KirschblĂŒte im Naritasan-Park oder von den Feuerritualen in der Haupthalle. FĂŒr Reisende aus Deutschland kann ein Blick in die gĂ€ngigen Plattformen helfen, ein GefĂŒhl fĂŒr AtmosphĂ€re, Lichtstimmungen und weniger bekannte Perspektiven der Anlage zu bekommen.
Narita-san Shinsho-ji â Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
HĂ€ufige Fragen zu Narita-san Shinsho-ji
Wo liegt Narita-san Shinsho-ji genau?
Narita-san Shinsho-ji liegt in der Stadt Narita in der PrĂ€fektur Chiba im Osten Japans. Die Tempelanlage befindet sich unweit des internationalen Flughafens Tokio-Narita und ist vom Bahnhof Narita aus in einem kurzen Spaziergang ĂŒber die Omotesand?-StraĂe erreichbar.
Wie alt ist Naritasan Shinshoji und warum ist der Tempel so bedeutend?
Die Wurzeln von Naritasan Shinshoji reichen bis in das 10. Jahrhundert zurĂŒck. Der Tempel ist dem Fud? My?? geweiht, einer wichtigen Schutz- und Weisheitsgottheit im esoterischen Buddhismus. Durch seine lange Geschichte und die bis heute lebendige Pilgertradition gilt Naritasan als eines der bedeutendsten buddhistischen Zentren im GroĂraum Tokio.
Lohnt sich ein Besuch von Narita-san Shinsho-ji bei einem kurzen Aufenthalt in Narita?
Ja, der Tempel eignet sich besonders gut fĂŒr Reisende mit Zwischenstopp oder kurzem Aufenthalt in Narita. Dank der geringen Entfernung zum Flughafen lĂ€sst sich die Anlage oft in wenigen Stunden besuchen, inklusive Spaziergang ĂŒber die Omotesand?-StraĂe und einem Rundgang durch den Naritasan-Park.
Wie viel Zeit sollte man fĂŒr Naritasan Shinshoji einplanen?
FĂŒr einen ersten Eindruck reichen vielen Besuchern etwa zwei bis drei Stunden, inklusive Weg vom Bahnhof, Rundgang durch die Hauptbereiche und kurzer Pause im Park. Wer sich intensiver mit der Anlage, den Ritualen und den GĂ€rten beschĂ€ftigen möchte, kann problemlos einen halben Tag oder lĂ€nger verbringen.
Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr einen Besuch aus Deutschland?
FĂŒr Reisende aus Deutschland sind vor allem FrĂŒhling und Herbst attraktiv, wenn das Klima angenehm ist und der Naritasan-Park entweder in BlĂŒte oder im Herbstlaub steht. Der Jahreswechsel bietet durch den traditionellen ersten Tempelbesuch des Jahres eine besonders dichte AtmosphĂ€re, ist allerdings mit hohem Besucherandrang verbunden.
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