Nasir-ol-Molk-Moschee Shiraz, Masjed-e Nasir ol-Molk

Nasir-ol-Molk-Moschee Shiraz: Wo Licht den Stein verzaubert

14.06.2026 - 22:13:43 | ad-hoc-news.de

Die Nasir-ol-Molk-Moschee Shiraz, lokal Masjed-e Nasir ol-Molk, verwandelt morgens das Gebetshaus von Shiraz im Iran in ein Meer aus Farben – was macht diesen Ort so einzigartig für Reisende aus Deutschland?

Nasir-ol-Molk-Moschee Shiraz, Masjed-e Nasir ol-Molk, Shiraz
Nasir-ol-Molk-Moschee Shiraz, Masjed-e Nasir ol-Molk, Shiraz

Wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die bunten Glasfenster der Nasir-ol-Molk-Moschee Shiraz fallen, verwandelt sich der Gebetssaal in ein flirrendes Mosaik aus Rosa, Blau und Gold. Die Masjed-e Nasir ol-Molk (sinngemäß „Moschee des Nasir ol-Molk“) in Shiraz gilt seit Jahren als eine der stimmungsvollsten Moscheen des Iran – und als einer der fotogensten Sakralbauten der islamischen Welt.

Nasir-ol-Molk-Moschee Shiraz: Das ikonische Wahrzeichen von Shiraz

Shiraz im Süden des Iran ist für viele Iranerinnen und Iraner die Stadt der Dichter, Gärten und Nachtigallen. Zwischen historischen Wohnvierteln, Basaren und alten Karawansereien liegt die Nasir-ol-Molk-Moschee – auf persisch Masjed-e Nasir ol-Molk –, heute ein Wahrzeichen, das in unzähligen Bildbänden und Reportagen über den Iran auftaucht. Internationale Medien und Reiseratgeber beschreiben sie regelmäßig als eine der schönsten Moscheen des Landes, gerade wegen ihres fast magischen Morgenlichts.

Der Bau ist deutlich kleiner als viele monumentale Freitagsmoscheen im Nahen Osten. Doch gerade diese intime Größe macht den Reiz aus: Statt gewaltiger Kuppeln und Minarette stehen hier sorgfältige Fliesenmuster, fein geschnitzte Holzdecken und aufwendige Glasfenster im Mittelpunkt. Wer den Hauptraum betritt, erlebt die Moschee weniger als riesigen Sakralraum, sondern eher als stilles, farbiges Refugium, in dem sich architektonische Raffinesse und spirituelle Ruhe verbinden.

Für Reisende aus Deutschland bietet die Nasir-ol-Molk-Moschee einen seltenen Einblick in die persische Architektur des 19. Jahrhunderts. Anders als viele berühmte islamische Bauten, die aus mittelalterlicher Zeit stammen, entstand dieser Bau in einer Phase intensiver künstlerischer Erneuerung im Iran. Die Moschee schlägt damit eine Brücke zwischen traditionellen Formen und einer ästhetischen Verspieltheit, die heute vor allem in der Kombination aus rosa Keramikfliesen und bunten Glasfenstern sichtbar ist.

Geschichte und Bedeutung von Masjed-e Nasir ol-Molk

Masjed-e Nasir ol-Molk wurde im späten 19. Jahrhundert errichtet, in einer Epoche, in der im Iran die Kadscharen-Dynastie herrschte. Diese Zeit war geprägt von einer Mischung aus traditionellen persischen Formen und neuen Einflüssen, die unter anderem über Kontakte zu Europa und zum Osmanischen Reich in das Land gelangten. Die Moschee wurde über mehrere Jahre hinweg gebaut; die Arbeiten erstreckten sich von den 1870er- bis in die 1880er-Jahre, also grob eine Generation vor der konstitutionellen Revolution im Iran und rund ein Jahrzehnt vor der Gründung des Deutschen Reichs.

Auftraggeber war ein einflussreicher Gönner aus Shiraz, der den repräsentativen Bau in einem damals aufstrebenden Stadtviertel errichten ließ. Der Name „Nasir ol-Molk“ verweist auf diesen Stifter. Wie viele sakrale Bauten in der Region diente die Moschee von Beginn an zugleich als religiöses Zentrum des Viertels, als Ort für das tägliche Gebet, für religiöse Feste sowie als sozialer Treffpunkt – etwa während des Fastenmonats Ramadan, wenn sich Gläubige zum gemeinsamen Fastenbrechen versammeln.

Die persische Stadt Shiraz war schon lange vor dem Bau der Moschee ein kulturelles Zentrum. Berühmte Dichter wie Hafis und Saadi sind hier begraben, und ihre Gräber zählen heute zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Errichtung der Masjed-e Nasir ol-Molk fügte dem ohnehin reichen architektonischen Erbe von Shiraz einen weiteren Baustein hinzu. Kunsthistoriker betonen häufig, dass die Moschee ein bedeutendes Beispiel dafür ist, wie sich höfische und bürgerliche Patronage im 19. Jahrhundert ergänzten, um religiöse Architektur zu finanzieren.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts durchlief der Iran tiefgreifende politische Umbrüche – von der konstitutionellen Revolution über die Pahlavi-Monarchie bis hin zur Islamischen Republik. Die Nasir-ol-Molk-Moschee blieb dabei durchgehend ein Ort religiöser Praxis. Zugleich gewann sie mit der Zeit an touristischer Bedeutung. Als der internationale Tourismus in den Iran – mit Unterbrechungen – wuchs, erschien die Moschee zunehmend in Reiseführern und Bildbänden. Renommierte Reisemedien und Fotomagazine stellen sie bis heute als exemplarisches Motiv persischer Architektur vor.

Anders als viele iranische Monumente gehört Masjed-e Nasir ol-Molk nicht zu den eigenständigen UNESCO-Welterbestätten. In Reise- und Kulturreportagen wird sie dennoch häufig im selben Atemzug mit bedeutenden Welterbeorten des Iran genannt, etwa Persepolis oder den historischen Innenstädten von Isfahan und Yazd. Für Besucherinnen und Besucher aus Europa fügt sich die Moschee damit in eine Route ein, die antike Ruinen, islamische Großarchitektur und intime Stadträume verbindet.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch vereint die Nasir-ol-Molk-Moschee zentrale Elemente klassischer persischer Moscheebaukunst mit einer ungewöhnlich verspielten Farbigkeit. Von außen wirkt der Bau vergleichsweise zurückhaltend: ein Portal mit Bogenformen, flankiert von zwei schlanken Minaretten, ein Innenhof mit Wasserbecken, umgeben von Arkaden und Räumen für Gebet und Unterricht. Die wahre Wirkung entfaltet sich im Inneren des Hauptraums, der morgens vom einfallenden Licht der farbigen Glasfenster inszeniert wird.

Typisch für persische Architektur sind die reich ornamentierten Fliesen – sogenannte Kachel- oder Fayenceverkleidungen. In vielen Moscheen dominieren Blau- und Türkistöne, die mit weißen und goldenen Mustern kombiniert werden. In Masjed-e Nasir ol-Molk tritt dazu eine auffällige rosa Farbpalette. Zahlreiche Keramikfliesen sind in Rosa-, Rot- und Violetttönen gehalten. Diese Farbwahl ist so markant, dass viele internationale Besucher die Moschee liebevoll als „Rosa Moschee“ bezeichnen.

Die Glasfenster im Gebetssaal sind ein weiteres charakteristisches Merkmal. Sie bestehen aus aufwendig eingesetzten bunten Scheiben, die geometrische und florale Muster bilden. Wenn das Morgenlicht durch diese Fenster fällt, projizieren sie ein bewegtes Muster aus Farben auf Teppiche, Wände und Gewölbe. Fotos dieses Lichtspektakels gehören zu den meistgeteilten Motiven der Moschee in sozialen Medien. Dabei entsteht eine Atmosphäre, die fast an ein kaleidoskopisches Spiel aus Licht und Schatten erinnert.

Die Decken des Innenraums sind als Kreuzgewölbe und Kuppeln ausgebildet, reich verziert mit floralen und geometrischen Mustern. Der Stil gehört in die Tradition islamischer Ornamentik, in der figürliche Darstellungen meist vermieden werden. Stattdessen greifen die Muster symmetrische Formen, Ranken, Sterne und Blumen auf, die in sorgfältiger Handarbeit ausgeführt wurden. Reiseführer wie jene großer deutschsprachiger Verlage weisen darauf hin, dass Besucherinnen und Besucher die feinen Details oft erst wahrnehmen, wenn sie sich Zeit nehmen, die Flächen aus der Nähe zu betrachten.

Der Innenhof mit seinem Wasserbecken dient nicht nur dekorativen Zwecken. In der klassischen islamischen Architektur ist Wasser ein wichtiges Symbol für Reinheit, Paradies und Leben in trockenen Klimazonen. Viele traditionelle Wohnhäuser und religiöse Bauten in Shiraz und anderen iranischen Städten besitzen Höfe mit Zierbecken und Pflanzen. In Masjed-e Nasir ol-Molk spiegelt sich die Fassade im Wasser, besonders in den Morgen- und Abendstunden, wenn das Licht flach einfällt.

Die Materialität der Moschee unterstreicht ihren Charakter als handwerkliches Meisterwerk. Stein, Ziegel, Holz und Keramik wurden so kombiniert, dass sie den klimatischen Bedingungen standhalten. Im heißen Sommer schafft die solide Bauweise mit dicken Wänden und schattigen Arkaden angenehme Innenräume. Im Winter tragen Teppiche, Vorhänge und Holzelemente dazu bei, den Gebetssaal behaglich zu halten. Kulturinstitutionen und Architekturzeitschriften betonen zudem, dass die Moschee ein anschauliches Beispiel für den hohen Stand traditioneller Baukunst im Iran des 19. Jahrhunderts ist.

Besonders eindrücklich ist der Kontrast zwischen Innen- und Außenraum. Während die Stadt Shiraz inzwischen deutlich gewachsen ist und Verkehrsgeräusche den Alltag bestimmen, wirkt das Innere der Moschee als geschützter, leiser Mikrokosmos. Diese Erfahrung wird in Reiseberichten immer wieder hervorgehoben: Wer den Hof betritt, lässt den Lärm der Straßen hinter sich und findet sich in einem Raum wieder, der durch Farbe, Licht und Ornament eine fast meditative Stimmung erzeugt.

Nasir-ol-Molk-Moschee Shiraz besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist die Nasir-ol-Molk-Moschee heute ein fester Programmpunkt jeder Reise nach Shiraz. Die Stadt liegt im Süden des Iran und ist über internationale Drehkreuze wie Teheran erreichbar. Direkte Linienflüge aus Deutschland in den Iran können je nach politischer Lage und Angebot variieren; häufig wird über Teheran oder andere große Flughäfen in der Region umgestiegen. Von Teheran nach Shiraz führen Inlandsflüge sowie Fernbusse und je nach Fahrplan auch Zugverbindungen. Die Gesamtanreisezeit aus Deutschland liegt – inklusive Umstieg – meist deutlich über fünf Stunden und kann bei Anschlussflügen ein Vielfaches betragen.

Innerhalb von Shiraz befindet sich Masjed-e Nasir ol-Molk in einem historischen Viertel, das auch zu Fuß gut erkundet werden kann. Viele Reisende kombinieren den Besuch mit einem Bummel durch nahegelegene Basare und mit einem Abstecher zur Vakil-Moschee oder zum Shah-Cheragh-Schrein, einer weiteren wichtigen Pilgerstätte der Stadt. Taxen und in einigen Fällen App-basierte Fahrdienste sind vor Ort verbreitet. Wer lieber individuell zu Fuß unterwegs ist, sollte bedenken, dass sommerliche Temperaturen in Shiraz oft deutlich ansteigen und der Besuch der Moschee deshalb am frühen Morgen besonders angenehm ist.

Die Öffnungszeiten der Nasir-ol-Molk-Moschee können je nach Wochentag, Gebetszeiten, religiösen Feiertagen und aktuellen Regelungen variieren. Besucher sollten die jeweils aktuellen Informationen direkt bei der Verwaltung der Moschee oder bei offiziellen Tourismusstellen im Iran prüfen. Häufig wird empfohlen, möglichst früh am Morgen zu kommen – nicht nur wegen des Lichts, sondern auch, weil der Andrang im Laufe des Vormittags zunimmt. Während des Freitagsgebets und an wichtigen religiösen Feiertagen kann der Zugang für Touristinnen und Touristen eingeschränkt sein.

Auch bei den Eintrittsbedingungen existieren Unterschiede je nach Saison und lokalen Entscheidungen. In vielen Fällen wird für ausländische Besucher eine Gebühr erhoben, die in der lokalen Währung zu entrichten ist. Da Wechselkurse und Preise sich im Iran häufig ändern, sollten sich Reisende nicht auf konkrete Beträge verlassen, sondern vor Ort oder über aktuelle, seriöse Reiseführer und offizielle Auskunftsstellen Informationen einholen. Barzahlung ist im Land weit verbreitet, internationale Bank- und Kreditkarten funktionieren aufgrund von Sanktionen und Finanzrestriktionen oft eingeschränkt oder gar nicht.

Die beste Tageszeit für einen Besuch ist in der Regel der frühe Morgen, wenn das Sonnenlicht schräg in den Gebetssaal fällt und die bunten Glasfenster ihr volles Farbspiel entfalten. Viele Fotografierende erscheinen bereits kurz nach Sonnenaufgang, um das Licht in seiner intensivsten Form zu erleben. Wer Wert auf ruhigere Momente legt, kann versuchen, einen Tag außerhalb der Hauptreisezeit zu wählen oder nach dem ersten Andrang am Morgen zurückzukehren, wenn die Gruppe der Fotografie-Enthusiasten abgezogen ist.

Für deutsche Reisende ist die Kleiderordnung in der Masjed-e Nasir ol-Molk ein wichtiger Punkt. Als aktive Moschee gelten islamische Regeln für angemessene Kleidung. Frauen müssen in der Regel ein Kopftuch tragen und Körperkonturen großzügig bedecken; oft stehen vor Ort leichte Umhänge oder Chadors zur Verfügung, die über die eigene Kleidung gelegt werden können. Männer sollten auf kurze Hosen und ärmellose Oberteile verzichten. Reiseführer empfehlen, sich bereits vor dem Besuch an die üblichen Kleidungsvorschriften im Iran zu gewöhnen, um sich souverän und respektvoll im Land zu bewegen.

Fotografie ist in der Nasir-ol-Molk-Moschee grundsätzlich weit verbreitet und ein wesentlicher Grund für die Popularität des Ortes. Dennoch sollten Besucher die religiöse Funktion des Gebäudes respektieren. Während der Gebetszeiten ist Zurückhaltung angebracht; Menschen sollten nicht ohne deren Einverständnis im Gebet fotografiert werden. Viele seriöse Reiseführer weisen darauf hin, dass stille, diskrete Fotografie den Respekt gegenüber den Gläubigen wahrt und Konflikte vermeidet. Der Einsatz von Blitzlicht wird häufig nicht gern gesehen.

Sprachlich ist Persisch (Farsi) die dominierende Alltagssprache in Shiraz. Englischkenntnisse sind vor allem bei jüngeren Menschen und im Tourismusbereich verbreitet, aber nicht überall selbstverständlich. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen. Für deutschsprachige Reisende empfiehlt sich daher zumindest eine grundlegende Vorbereitung mit ein paar persischen Höflichkeitsfloskeln oder eine Übersetzungs-App. Viele kulturelle Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten sind zunehmend zweisprachig (Persisch/Englisch) beschildert, doch eine Garantie besteht nicht.

Zahlungs- und Trinkgeldgepflogenheiten unterscheiden sich von Deutschland. Bargeld spielt im Iran eine zentrale Rolle, und kleine Beträge werden oft in bar beglichen. In Restaurants und bei Dienstleistungen ist ein moderates Trinkgeld üblich, das meist direkt in bar gegeben wird. Internationale Kartenanbieter sind aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Lage teilweise nicht nutzbar; Reisende sollten sich vorab bei ihrer Bank informieren und ausreichend Bargeld oder lokal nutzbare Zahlungsmittel einplanen.

Aus deutscher Perspektive ist auch der rechtliche und sicherheitsrelevante Rahmen wichtig. Deutsche Staatsbürger sollten grundsätzlich die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Je nach politischer Lage können sich Empfehlungslage, Visapraxis und Flugverbindungen ändern. Für Reisen außerhalb der Europäischen Union wird außerdem eine Auslandskrankenversicherung empfohlen, da die deutsche gesetzliche Krankenversicherung im Iran in der Regel keine Leistungen erbringt.

Der Iran liegt in einer anderen Zeitzone als Deutschland. Je nach Jahreszeit besteht in der Regel ein Unterschied von einigen Stunden zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) bzw. zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Dieser Zeitunterschied kann bei der Planung von Inlandsflügen, Moscheebesuchen im Morgenlicht und bei allen Absprachen mit lokalen Reiseführern eine Rolle spielen. Es lohnt sich, vor Abreise die aktuell gültige Zeitverschiebung zu überprüfen.

  • Lage und Anreise: Nasir-ol-Molk-Moschee in einem historischen Viertel von Shiraz, erreichbar ĂĽber internationale FlĂĽge mit Umstieg, InlandsflĂĽge, Fernbusse und lokale Taxis oder zu FuĂź im Stadtgebiet.
  • Ă–ffnungszeiten: variieren je nach Tag, Gebetszeiten und Feiertagen – aktuelle Zeiten direkt bei der Moschee oder offiziellen Tourismusstellen prĂĽfen.
  • Eintritt: fĂĽr ausländische Besucher wird oft ein Eintrittsgeld in lokaler Währung erhoben; konkrete Beträge ändern sich und sollten vor Ort oder in aktuellen ReisefĂĽhrern recherchiert werden.
  • Beste Reisezeit: frĂĽhe Morgenstunden fĂĽr das intensivste Farbspiel, angenehmere Temperaturen im FrĂĽhling und Herbst, Sommer oft sehr heiĂź.
  • Praxis-Tipps: Persisch als Hauptsprache, Englisch im Tourismusbereich verbreitet; Bargeld wichtig, internationale Karten teilweise eingeschränkt; zurĂĽckhaltende Trinkgeldkultur mit kleinen Beträgen; islamische Kleiderordnung beachten; Fotografieren diskret und respektvoll handhaben.
  • Einreisebestimmungen: Deutsche StaatsbĂĽrger sollten aktuelle Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂĽfen.

Warum Masjed-e Nasir ol-Molk auf jede Shiraz-Reise gehört

Wer eine Reise nach Shiraz plant, hat meist bereits ikonische Ziele im Kopf: die Ruinen von Persepolis, die Gräber der persischen Dichter Hafis und Saadi, die Gärten mit ihren Wasserläufen und Zypressen. Masjed-e Nasir ol-Molk ergänzt diese Liste um einen Ort, der besonders direkt wirkt. Hier geht es nicht nur um historische Daten, sondern um ein körperlich spürbares Erlebnis: das Eintauchen in ein Raumgefüge, das durch Licht und Farbe ständig in Bewegung ist.

Für viele Reisende aus Deutschland ist der Besuch der Nasir-ol-Molk-Moschee ein Moment, in dem abstrakte Vorstellungen vom Iran – geprägt von Nachrichtenlage, Politik und Klischees – einer konkreten, sinnlichen Erfahrung weichen. Die stille Konzentration im Gebetssaal, die warme Begrüßung durch lokale Aufsichten oder Führerinnen, das Staunen anderer Besucher: All dies schafft eine Atmosphäre, die sich deutlich von der oft angespannten Darstellung des Landes in der außenpolitischen Berichterstattung unterscheidet. Kulturreportagen und deutschsprachige Reisemagazine heben hervor, dass solche Begegnungen ein differenzierteres Bild des Landes vermitteln können.

Die Moschee fügt sich zudem ideal in eine Route durch Shiraz ein, die zu Fuß oder mit kurzen Fahrten zu bewältigen ist. Wer morgens die Lichtspiele der Masjed-e Nasir ol-Molk erlebt, kann im Anschluss in einem nahegelegenen Teehaus eine Pause einlegen, anschließend durch den Basar schlendern und später am Tag die Gärten oder Dichtergrabmäler besuchen. Für Fotografie-Enthusiasten bietet die Moschee neben klassischer Architektur auch unzählige Motive von Details: Fliesen, Bögen, Spiegelungen im Wasser, Schatten von Arkaden.

Aus kulturhistorischer Sicht ist Masjed-e Nasir ol-Molk ein Schlüsselwerk, um die Kontinuität persischer Kunst zu verstehen. Während viele Menschen in Deutschland bei islamischer Architektur sofort an die großen Bauwerke von Isfahan oder an die Kuppeln von Istanbul denken, zeigt die Moschee in Shiraz, wie differenziert und regional gefärbt diese Tradition ist. Die rosa Fliesen, die intime Raumstruktur, das Zusammenspiel von Glas und Keramik – all dies erzeugt eine eigentümliche Variante der bekannten Formen.

Für Reisende aus der DACH-Region, die bereits andere Teile des Nahen Ostens besucht haben, eignet sich die Nasir-ol-Molk-Moschee als Vergleichspunkt. Wer etwa die Blaue Moschee in Istanbul oder den Felsendom in Jerusalem kennt, erkennt in Shiraz die gemeinsame Sprache islamischer Ornamentik, aber auch den spezifischen persischen Akzent: die betonte Linearität der Muster, die floralen Motive, die Verschmelzung von Architektur und Gartenkultur, wie sie in vielen iranischen Städten zu finden ist.

Emotionale Stimmen aus Reportagen und Reiseführern beschreiben den Besuch häufig als „Traum aus Licht“ oder als „magischen Moment im Morgengrauen“. Viele weisen darauf hin, dass selbst Menschen, die kaum religiösen Bezug zum Islam haben, sich von der ruhigen Stimmung und der ästhetischen Qualität des Raums berühren lassen. In einer Zeit, in der Bildschirme und digitale Eindrücke den Alltag prägen, bietet ein Ort wie Masjed-e Nasir ol-Molk eine Erfahrung, die sich nicht vollständig in Fotos und Videos übersetzen lässt – man muss sie vor Ort erleben.

Nasir-ol-Molk-Moschee Shiraz in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien gehört die Nasir-ol-Molk-Moschee seit Jahren zu den meistfotografierten Motiven des Iran. Viele Beiträge konzentrieren sich auf die bunten Lichtkegel im Gebetssaal, aber immer häufiger tauchen auch ruhigere Perspektiven auf: Menschen im Gebet, Details von Fliesen, der leere Hof in der Dämmerung. So entsteht ein vielschichtiges Bild, das sich nicht auf das eine ikonische Foto reduziert.

Häufige Fragen zu Nasir-ol-Molk-Moschee Shiraz

Wo liegt die Nasir-ol-Molk-Moschee Shiraz genau?

Die Nasir-ol-Molk-Moschee liegt in einem historischen Wohn- und Geschäftsviertel von Shiraz im Süden des Iran. Sie befindet sich in der Nähe weiterer Sehenswürdigkeiten wie Basarbereichen und anderen religiösen Bauten und ist vom Stadtzentrum aus mit Taxi oder zu Fuß erreichbar.

Wann wurde Masjed-e Nasir ol-Molk erbaut?

Die Moschee entstand im späten 19. Jahrhundert während der Herrschaft der Kadscharen-Dynastie. Die Bauarbeiten zogen sich über mehrere Jahre hin und wurden in den 1870er- und 1880er-Jahren abgeschlossen.

Was macht die Nasir-ol-Molk-Moschee so besonders?

Die Moschee ist vor allem für ihre bunten Glasfenster und rosa Keramikfliesen bekannt. Wenn am Morgen die Sonne durch die Fenster fällt, verwandelt sich der Gebetssaal in ein farbiges Lichtspiel, das weltweit auf Fotos und in Reportagen gezeigt wird.

Wann ist die beste Zeit fĂĽr einen Besuch?

Die beste Tageszeit ist meist der frühe Morgen, kurz nach Sonnenaufgang, wenn das Licht durch die Glasfenster fällt. Jahreszeitlich bieten Frühling und Herbst oft angenehme Temperaturen für den Besuch von Shiraz und der Moschee.

Was sollten deutsche Reisende bei Kleidung und Verhalten beachten?

Als aktive Moschee gelten islamische Kleiderregeln: Frauen sollten ein Kopftuch und weite Kleidung tragen, Männer auf Shorts und ärmellose Oberteile verzichten. Fotografieren ist meist erlaubt, sollte aber respektvoll und möglichst ohne Störung betender Personen erfolgen.

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