National Mall Washington, Reise

National Mall Washington: Wo Amerika seine Geschichte inszeniert

14.06.2026 - 21:45:07 | ad-hoc-news.de

Die National Mall Washington in Washington, D.C., USA, ist weit mehr als eine „GrĂŒne Meile“. Warum dieser symbolische Raum zwischen Kapitol und Lincoln Memorial fĂŒr Reisende aus Deutschland zum SchlĂŒssel zum VerstĂ€ndnis der USA wird.

National Mall Washington, Reise, Wahrzeichen
National Mall Washington, Reise, Wahrzeichen

Zwischen dem Kapitol auf der einen und dem Lincoln Memorial auf der anderen Seite öffnet sich die National Mall Washington – ein weiter GrĂŒnstreifen, gesĂ€umt von Monumenten, Museen und Sichtachsen, in denen sich die Geschichte der USA wie auf einer BĂŒhne entfaltet. Die National Mall (sinngemĂ€ĂŸ: „Nationaler Prachtboulevard“) ist kein Einkaufszentrum, sondern das symbolische Herz von Washington, D.C., und seit Jahrzehnten Schauplatz von PrĂ€sidentenreden, BĂŒrgerrechtsbewegungen und Massenkundgebungen.

National Mall Washington: Das ikonische Wahrzeichen von Washington, D.C.

FĂŒr Besucherinnen und Besucher aus Deutschland wirkt die National Mall Washington zunĂ€chst ĂŒberraschend vertraut – aus Filmen, Nachrichtensendungen und historischen Fotos. Hier stehen das Washington Monument als weißer Obelisk, das Lincoln Memorial mit seiner monumentalen Statue und am Rand der Mall das Capitol, die Kuppel des US-Kongresses. Diese GebĂ€ude sind zu globalen Symbolen der US-Politik geworden und bilden gemeinsam einen Raum, der wie ein Freiluft-Museum der amerikanischen Geschichte wirkt.

Die National Mall erstreckt sich ĂŒber mehrere Kilometer als breites Band aus RasenflĂ€chen, Baumreihen und Wasserbecken. Dazwischen liegen einige der bedeutendsten Museen der USA, darunter mehrere HĂ€user der Smithsonian Institution, etwa das National Museum of American History und das National Air and Space Museum. Die Mall ist damit zugleich politisches Zentrum, Ort nationaler Erinnerung und eine der grĂ¶ĂŸten Konzentrationen von Museen weltweit.

FĂŒr deutsche Reisende ist dieser Ort besonders spannend, weil sich hier die Selbstinszenierung der USA als Nation fast idealtypisch ablesen lĂ€sst. WĂ€hrend Berlin sein politisches Herz um Reichstag, Kanzleramt und Brandenburger Tor gruppiert, bĂŒndelt Washington an der National Mall Geschichte, Mythos und Macht in einer klar komponierten Achse, deren Gestalt sich ĂŒber mehr als zwei Jahrhunderte entwickelt hat.

Geschichte und Bedeutung von National Mall

Die Wurzeln der National Mall reichen zurĂŒck in die GrĂŒndungszeit der USA. Ende des 18. Jahrhunderts wurde Washington als neue Hauptstadt geplant, um einen eigenen, vom Einfluss einzelner Bundesstaaten unabhĂ€ngigen Regierungssitz zu schaffen. Der französischstĂ€mmige Ingenieur und Stadtplaner Pierre Charles L’Enfant entwarf einen großzĂŒgigen Stadtgrundriss mit breiten Avenuen, Sichtachsen und einem zentralen Promenadenraum, der spĂ€ter zur National Mall werden sollte. Die Idee war, Raum fĂŒr Monumente und öffentliche GebĂ€ude zu schaffen, der zugleich ReprĂ€sentation und BĂŒrgernĂ€he ermöglicht.

Im 19. Jahrhundert blieb die FlĂ€che zunĂ€chst vergleichsweise unfertig: Die Mall war eher eine lockere Aneinanderreihung von ParkstĂŒcken, MĂ€rkten und GebĂ€uden. Erst im frĂŒhen 20. Jahrhundert erhielt sie ihr heutiges, streng geometrisches Erscheinungsbild. Ein entscheidender Schritt war der sogenannte McMillan-Plan, ein stĂ€dtebauliches Konzept aus der Zeit um 1900, das sich an europĂ€ischen Vorbildern orientierte und klare Sichtachsen, einheitliche GrĂŒnflĂ€chen und monumentale Perspektiven vorsah. Ziel war es, den symbolischen Charakter der Hauptstadt zu stĂ€rken und die National Mall als reprĂ€sentatives Zentrum zu gestalten.

Mit der Errichtung zentraler DenkmĂ€ler gewann die Mall zunehmend nationale Bedeutung. Das Washington Monument als Ehrung des ersten US-PrĂ€sidenten prĂ€gt die Silhouette der Stadt mit seinem ĂŒberragenden Obelisken. Am westlichen Ende kam in der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts das Lincoln Memorial hinzu, das an den PrĂ€sidenten erinnert, der im Amerikanischen BĂŒrgerkrieg die Union bewahrte und die Sklaverei abschaffte. SpĂ€ter folgten weitere GedenkstĂ€tten, etwa das Jefferson Memorial in der NĂ€he des Tidal Basin und Memorials fĂŒr die im Zweiten Weltkrieg, im Korea- und Vietnamkrieg gefallenen Soldaten.

Die National Mall wurde auch zum Schauplatz wichtiger gesellschaftlicher Ereignisse. Hier fanden große Demonstrationen fĂŒr BĂŒrgerrechte, gegen Kriege und fĂŒr soziale Reformen statt. BerĂŒhmt ist insbesondere die Rede „I Have a Dream“ von Martin Luther King Jr., die im Rahmen des Marsches auf Washington in den 1960er-Jahren vor dem Lincoln Memorial gehalten wurde. FĂŒr deutsche Besucherinnen und Besucher ist die Mall damit nicht nur Kulisse, sondern ein Ort, an dem sich soziale und politische Auseinandersetzungen sichtbar in den öffentlichen Raum eingeschrieben haben.

Über die Jahrzehnte wurde die National Mall immer wieder angepasst, erweitert und neu interpretiert. Neue DenkmĂ€ler kamen hinzu, bestehende Anlagen wurden restauriert, Museen modernisiert. Der Ort ist damit keine statische Kulisse, sondern ein sich fortschreibender Spiegel des amerikanischen SelbstverstĂ€ndnisses, der auf historische Ereignisse ebenso reagiert wie auf aktuelle Debatten ĂŒber Erinnerungskultur und nationale IdentitĂ€t.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch betrachtet ist die National Mall eine orchestrierte Abfolge von Formen, Materialien und Symbolen. Das Washington Monument mit seinem hellen Stein und der schlanken, aufragenden Form markiert den geometrischen Mittelpunkt vieler Sichtachsen. Es ist deutlich höher als typische KirchtĂŒrme in Deutschland und setzt einen vertikalen Akzent in einer Stadt, deren Bebauung bewusst flach gehalten wurde, um monumentale GebĂ€ude besser zur Geltung zu bringen.

Das Lincoln Memorial auf der Westseite der Mall erinnert mit seinen SĂ€ulen und seiner strengen Symmetrie an einen antiken Tempel. Im Inneren sitzt die ĂŒberlebensgroße Statue Abraham Lincolns auf einem massiven Stuhl, den Blick ĂŒber das Reflecting Pool hinweg in Richtung Washington Monument und Kapitol gerichtet. Die bewusste Anlehnung an die Antike verweist auf demokratische Ideale, die aus der europĂ€ischen Tradition ĂŒbernommen und in einen neuen nationalen Kontext gestellt wurden.

Am östlichen Ende der Mall prĂ€sentiert sich mit dem Capitol ein anderes Architekturzitat: Die große weiße Kuppel erinnert an europĂ€ische ParlamentsgebĂ€ude und Kirchenbauten, ist aber hier zum Symbol der US-Gesetzgebung geworden. FĂŒr Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist die Kombination dieser Motive – antiker Tempel, Obelisk, klassizistische Kuppel – besonders interessant, weil sich hier deutlich zeigt, wie stark sich die junge amerikanische Republik an europĂ€ischen Formen orientierte, um ihre eigene politische LegitimitĂ€t zu inszenieren.

Zwischen diesen monumentalen Polen liegen zahlreiche Museen und Institutionen, deren Architektur vom neogotischen Smithsonian Castle ĂŒber klassizistische Museumsfassaden bis hin zu moderneren Erweiterungsbauten reicht. Die Smithsonian-Institutionen entlang der Mall umfassen unter anderem Museen fĂŒr amerikanische Geschichte, Naturkunde, Luft- und Raumfahrt sowie Kunst. Viele dieser HĂ€user sind so konzipiert, dass sie schon mit ihrer Ă€ußeren Form ihren Inhalt andeuten, etwa durch Fassadenreliefs, Skulpturen oder transparente Bauweisen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Gestaltung der GedenkstĂ€tten, die bewusst auf EmotionalitĂ€t und Reflexion setzen. Das Vietnam Veterans Memorial beispielsweise arbeitet mit einer in den Boden eingesenkten, schwarzen Granitmauer, in der die Namen der Gefallenen spiegelnd erscheinen. Diese minimalistische Gestaltung kontrastiert mit traditionell heroischen KriegerdenkmĂ€lern und schafft einen eher introspektiven Raum, der gerade Besucherinnen und Besucher aus Europa an Diskussionen ĂŒber Erinnerungskultur in ihren eigenen LĂ€ndern erinnert.

Kunst und Landschaftsarchitektur greifen auf der National Mall eng ineinander. Baumreihen rahmen Wege, WasserflĂ€chen reflektieren Monumente, und offene RasenflĂ€chen bieten Raum fĂŒr Veranstaltungen und spontane Nutzungen. Die Kombination aus strenger geometrischer Ordnung und informeller AufenthaltsqualitĂ€t macht den Reiz dieses großen Freiraums aus. Wer von Deutschland aus an die National Mall denkt, verbindet sie oft mit Bildern von Feuerwerken am US-UnabhĂ€ngigkeitstag oder Massenkundgebungen – im Alltag ist sie zugleich Picknickwiese, Joggingstrecke und touristischer Magnet.

National Mall Washington besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

FĂŒr die Planung einer Reise zur National Mall Washington ist es hilfreich, einige zeitunabhĂ€ngige Grundinformationen zu berĂŒcksichtigen. Da sich konkrete Details wie Öffnungszeiten, Sicherheitsregelungen oder Zugangsbedingungen Ă€ndern können, sollten tagesaktuelle Hinweise direkt bei den zustĂ€ndigen Stellen und offiziellen Websites geprĂŒft werden.

  • Lage und Anreise
    Die National Mall liegt im Zentrum von Washington, D.C., im Regierungsviertel. FĂŒr Reisende aus Deutschland erfolgt die Anreise in der Regel per Flug ĂŒber große internationale Drehkreuze. Ab Frankfurt, MĂŒnchen, Berlin, DĂŒsseldorf oder Hamburg bestehen ĂŒblicherweise Verbindungen zu FlughĂ€fen im Großraum Washington oder ĂŒber andere US-StĂ€dte mit AnschlussflĂŒgen. Da FlugplĂ€ne und Routen variieren, empfiehlt sich eine aktuelle PrĂŒfung bei Airlines oder Reiseanbietern. Innerhalb der Stadt ist die National Mall mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, etwa ĂŒber das U-Bahn-System (Metro) und Buslinien. Viele Besucherinnen und Besucher kombinieren die Mall zudem mit Fußwegen oder LeihfahrrĂ€dern, da die Entfernungen zwischen den SehenswĂŒrdigkeiten trotz der WeitlĂ€ufigkeit gut zu bewĂ€ltigen sind.
  • Öffnungszeiten
    Die FreiflĂ€chen der National Mall sind grundsĂ€tzlich als öffentlicher Raum zugĂ€nglich. Einzelne GebĂ€ude, Museen und GedenkstĂ€tten haben jedoch eigene Öffnungszeiten, die sich je nach Jahreszeit, Wochentag und Sicherheitslage unterscheiden können. Da diese Angaben regelmĂ€ĂŸigen Anpassungen unterliegen, sollte vor dem Besuch direkt bei der offiziellen Verwaltung der Mall oder bei den jeweiligen Institutionen geprĂŒft werden, welche Einrichtungen wann geöffnet sind. Es ist ratsam, insbesondere fĂŒr stark frequentierte Museen ausreichend Zeit fĂŒr Sicherheitskontrollen und Wartezeiten einzuplanen.
  • Eintritt
    Viele Museen entlang der National Mall erheben traditionell keinen Eintritt, insbesondere zahlreiche HĂ€user der Smithsonian Institution. Einige Sonderausstellungen oder spezialisierte Einrichtungen können jedoch kostenpflichtig sein oder zeitgebundene Tickets erfordern. Da sich Regelungen und TicketmodalitĂ€ten Ă€ndern können, ist es sinnvoll, vorab die aktuellen Bedingungen auf den Seiten der betreffenden Museen zu prĂŒfen. FĂŒr Reisende aus der DACH-Region gilt: Selbst fĂŒr kostenfreie Museen können Reservierungen notwendig sein, vor allem in Zeiten hohen Besucheraufkommens. Gegebenenfalls anfallende GebĂŒhren werden meist in US-Dollar angegeben; zur Orientierung kann grob mit Umrechnungen in Euro gerechnet werden, wobei Wechselkurse schwanken.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima in Washington, D.C., ist von deutlichen Jahreszeiten geprĂ€gt. FrĂŒhling und Herbst gelten fĂŒr den Besuch der National Mall als besonders angenehm, da die Temperaturen moderat sind und die Vegetation zusĂ€tzliche Reize bietet, etwa blĂŒhende BĂ€ume im FrĂŒhjahr oder farbige LaubfĂ€rbung im Herbst. Die Sommermonate können dagegen sehr warm und teils schwĂŒl werden, was lĂ€ngere Fußwege anstrengender macht. Die Winter sind meist kĂŒhler, gelegentlich mit Schnee, bieten aber den Vorteil geringerer Besucherzahlen. UnabhĂ€ngig von der Jahreszeit empfiehlt es sich, Besuche in den frĂŒhen Morgenstunden oder spĂ€ter am Nachmittag zu planen, um die Mittagszeit mit stĂ€rkster Sonneneinstrahlung zu umgehen und sanfteres Licht fĂŒr Fotos zu nutzen.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    In Washington, D.C., ist Englisch die dominierende Sprache. In touristisch geprĂ€gten Bereichen der National Mall und in Museen ist Englischkenntnis in der Regel ausreichend, um sich zu orientieren; Deutsch wird deutlich seltener gesprochen. Viele Beschilderungen, Audioguides oder BroschĂŒren existieren primĂ€r auf Englisch, mit gelegentlichen Angeboten in weiteren Sprachen. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, grundlegende englische Begriffe fĂŒr Museumsbesuch, Orientierung und Sicherheit zu kennen.
    Bei der Bezahlung sind Kreditkarten weit verbreitet. In vielen Einrichtungen werden internationale Kreditkarten (z. B. Visa, Mastercard) akzeptiert, teils auch kontaktlose Zahlung ĂŒber Smartphones. Bargeld in US-Dollar bleibt jedoch nĂŒtzlich, etwa fĂŒr kleinere BetrĂ€ge, Trinkgelder oder Automaten. GĂ€ngige deutsche Girokarten funktionieren im Ausland nicht immer wie gewohnt, daher empfiehlt sich eine Kreditkarte speziell fĂŒr Reisen. Trinkgeld ist in den USA ein fester Bestandteil der Dienstleistungskultur. In Restaurants, bei FĂŒhrungen oder fĂŒr bestimmte Serviceleistungen gelten Trinkgelder als ĂŒblich, deren Höhe je nach Situation variiert. Besucherinnen und Besucher aus Deutschland sollten sich vor der Reise mit den gĂ€ngigen Gepflogenheiten vertraut machen, um MissverstĂ€ndnisse zu vermeiden.
  • Einreisebestimmungen und Zeitverschiebung
    FĂŒr die Einreise in die USA gelten spezifische Bestimmungen, die sich Ă€ndern können. Deutsche StaatsbĂŒrger sollten die aktuellen Einreisehinweise und Visaregeln beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den zustĂ€ndigen US-Behörden prĂŒfen. HĂ€ufig sind elektronische Reisegenehmigungen oder Visa erforderlich; deren Bedingungen und GĂŒltigkeitsdauer mĂŒssen vor Abreise sorgfĂ€ltig geprĂŒft werden. ZusĂ€tzlich ist eine Auslandskrankenversicherung empfehlenswert, da medizinische Leistungen in den USA kostenintensiv sein können. Die Zeitverschiebung zwischen Mitteleuropa und Washington, D.C., betrĂ€gt in der Regel mehrere Stunden; die genaue Differenz variiert je nach Sommer- oder Winterzeitregelung in beiden Regionen. FĂŒr die Reiseplanung, insbesondere bei An- und Abflug sowie bei der BewĂ€ltigung des Jetlags, ist es sinnvoll, diesen Faktor einzuplanen und gegebenenfalls einen Puffer fĂŒr die Umstellung vorzusehen.

Warum National Mall auf jede Washington, D.C.-Reise gehört

Die National Mall Washington bĂŒndelt auf wenigen Kilometern, was viele Menschen mit den USA verbinden: politische Macht, historische ZĂ€suren, technische Innovation und kulturelle Vielfalt. FĂŒr Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich ein eigenes Bild von den Vereinigten Staaten machen möchten, ist sie ein idealer Ausgangspunkt. Hier lassen sich symbolische Orte wie das Lincoln Memorial oder das Washington Monument mit Besuchen in Museen verbinden, die vom Mondflug bis zur BĂŒrgerrechtsbewegung ein breites Spektrum amerikanischer Geschichte vermitteln.

Ein Spaziergang ĂŒber die Mall erlaubt es, berĂŒhmte Orte in einem eigenen Tempo zu erleben. Wer morgens am Capitol beginnt, kann Schritt fĂŒr Schritt den Blick ĂŒber das Washington Monument hinweg bis zum Reflecting Pool und zum Lincoln Memorial schweifen lassen. Auf dem Weg liegen Museen, in denen Original-Raumkapseln, historische Dokumente oder Kunstwerke ausgestellt sind, wĂ€hrend auf den RasenflĂ€chen Schulklassen picknicken, Jogger ihre Runden drehen und Reisegruppen aus aller Welt unterwegs sind. Diese Mischung aus Alltagsleben und Symbolik gehört zu den besonderen QualitĂ€ten des Ortes.

Die National Mall bietet zudem einen dichten Kontext, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den USA und Deutschland zu reflektieren. WĂ€hrend das Regierungsviertel in Berlin eher von einer Mischung aus historischen Bauten und zeitgenössischer Architektur geprĂ€gt ist, setzt Washington stĂ€rker auf klassizistische MonumentalitĂ€t und klare Achsen. Die Art, wie Geschichte erzĂ€hlt wird, unterscheidet sich ebenfalls: Viele DenkmĂ€ler der Mall betonen heroische Narrative und herausragende Persönlichkeiten, wĂ€hrend neuere GedenkstĂ€tten zunehmend auch Opferperspektiven und kritische Reflexion einbeziehen. Diese Vielfalt macht den Besuch fĂŒr historisch und politisch Interessierte aus der DACH-Region besonders anregend.

DarĂŒber hinaus ist die National Mall ein Ort, an dem sich die mediale Wahrnehmung der USA mit eigenen EindrĂŒcken konfrontieren lĂ€sst. Was in Nachrichtenbildern oft als Kulisse politischer Inszenierungen erscheint, zeigt sich vor Ort als öffentlicher Raum, den Menschen aus der Region wie aus aller Welt ganz pragmatisch nutzen. Diese unmittelbare Erfahrung, auf denselben Stufen zu stehen, auf denen berĂŒhmte Reden gehalten wurden, oder durch dieselben Hallen zu gehen, in denen zentrale Artefakte ausgestellt sind, schafft eine NĂ€he, die ĂŒber reine Medienrezeption hinausgeht.

FĂŒr viele Reisende wird der Besuch der National Mall damit zu einem SchlĂŒsselmoment ihrer Washington-Reise, weil er ein verdichtetes Bild der USA vermittelt. Wer hier einige Stunden oder Tage verbringt, gewinnt EindrĂŒcke, die in Erinnerung bleiben und spĂ€ter helfen, aktuelle Entwicklungen und Debatten in den USA besser einzuordnen. Insofern ist die Mall nicht nur eine SehenswĂŒrdigkeit, sondern ein Raum, der den Blick auf ein ganzes Land schĂ€rfen kann.

National Mall Washington in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In sozialen Medien taucht die National Mall Washington regelmĂ€ĂŸig als Hintergrund fĂŒr Reiseberichte, politische Kommentare und kulturelle Veranstaltungen auf. Besucherinnen und Besucher teilen Fotos von SonnenuntergĂ€ngen hinter dem Washington Monument, Videos von Feuerwerken oder Ausschnitte von Gedenkveranstaltungen. Hashtags zur National Mall bĂŒndeln dabei EindrĂŒcke aus unterschiedlichsten Perspektiven – von Touristinnen und Touristen bis hin zu Aktivistinnen, Historikern und Architekturfans. FĂŒr Reisende aus der DACH-Region bieten diese digitalen EindrĂŒcke zusĂ€tzliche Inspiration und einen Eindruck davon, wie der Ort im Alltag genutzt und wahrgenommen wird.

HĂ€ufige Fragen zu National Mall Washington

Wo genau liegt die National Mall in Washington, D.C.?

Die National Mall befindet sich im Zentrum von Washington, D.C., zwischen dem Capitol im Osten und dem Lincoln Memorial im Westen. Sie wird von wichtigen RegierungsgebÀuden, Monumenten und Museen gesÀumt und bildet das Herz des Regierungs- und Museumsviertels der US-Hauptstadt.

Warum ist die National Mall fĂŒr die Geschichte der USA so bedeutsam?

Die National Mall ist der Ort, an dem zentrale Monumente, GedenkstĂ€tten und Museen die Geschichte der USA sichtbar machen. Hier wurden bedeutende politische Reden gehalten, etwa im Rahmen der BĂŒrgerrechtsbewegung, und es finden regelmĂ€ĂŸig Großveranstaltungen statt. Die Mall fungiert damit als BĂŒhne, auf der sich der Wandel des Landes ĂŒber die Jahrzehnte ablesen lĂ€sst.

Wie viel Zeit sollte man fĂŒr einen Besuch der National Mall einplanen?

FĂŒr einen ersten Eindruck empfiehlt sich mindestens ein halber Tag, um die wichtigsten Monumente von außen zu sehen und einen groben Überblick zu gewinnen. Wer zusĂ€tzlich Museen besuchen oder mehrfach zwischen Ost- und Westende pendeln möchte, sollte eher ein bis zwei volle Tage einplanen. Die tatsĂ€chliche Aufenthaltsdauer hĂ€ngt stark davon ab, wie intensiv man einzelne Ausstellungen und GedenkstĂ€tten erkunden möchte.

Welche SehenswĂŒrdigkeiten liegen an oder nahe der National Mall?

Entlang der National Mall befinden sich unter anderem das Washington Monument, das Lincoln Memorial, das U.S. Capitol, das Jefferson Memorial in der NĂ€he sowie mehrere KriegsdenkmĂ€ler. Zudem reihen sich zahlreiche Museen der Smithsonian Institution an der Mall auf, darunter Museen fĂŒr amerikanische Geschichte, Naturkunde, Luft- und Raumfahrt sowie Kunst. In fußlĂ€ufiger Entfernung liegen außerdem weitere RegierungsgebĂ€ude und Museen.

FĂŒr wen eignet sich ein Besuch der National Mall besonders?

Die National Mall eignet sich fĂŒr politisch und historisch Interessierte, Kunst- und Kulturfans sowie Familien und Schulklassen, die einen kompakten Einstieg in die Geschichte und Kultur der USA suchen. Durch die Mischung aus FreiflĂ€chen, Monumenten und Museen können Besucherinnen und Besucher ihren Aufenthalt flexibel gestalten – vom kurzen Fotostopp bis zur mehrtĂ€gigen, inhaltlich vertieften Erkundung.

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