Pacific Rim Tofino: Kanadas wilde Küste für Entdecker
14.06.2026 - 22:47:46 | ad-hoc-news.deBrandung, Regenwald, Nebelschwaden über endlosen Stränden: Wer zum ersten Mal im Pacific Rim Tofino steht, versteht sofort, warum das Pacific Rim National Park Reserve (auf Deutsch sinngemäß „Nationalpark-Reservat Pazifikrand“) seit Jahren als Inbegriff der wilden Westküste Kanadas gilt. Hier treffen der offene Pazifik, uralte temperierte Regenwälder und First-Nations-Kultur aufeinander – ein Kontrast, der sich tief einprägt.
Pacific Rim Tofino: Das ikonische Wahrzeichen von Tofino
Pacific Rim Tofino ist weniger ein einzelnes Bauwerk als vielmehr ein starkes Symbol: Die Kombination aus zerklüfteter Felsküste, weiten Sandstränden und dichtem Regenwald ist zum Wahrzeichen von Tofino und der gesamten Westküste von Vancouver Island geworden. Für viele Kanada-Reisende steht dieses Küstenstück stellvertretend für das Gefühl von Weite, Wildnis und Abgeschiedenheit.
Der Küstenort Tofino liegt an der Westküste von Vancouver Island in der Provinz British Columbia und gilt als einer der wichtigsten Zugänge zum Pacific Rim National Park Reserve. Das Schutzgebiet erstreckt sich über mehrere Teilbereiche entlang der Westküste der Insel und umfasst sowohl Küstenregenwald als auch vorgelagerte Inselgruppen. Reiseführer wie das „ADAC Reisemagazin Kanada“ und „National Geographic Traveler Kanada“ stellen den Nationalpark seit Jahren als einen Höhepunkt jeder Reise nach British Columbia heraus, weil hier Küstennatur, Meeresfauna und indigene Kultur ungewöhnlich dicht zusammenkommen.
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland bietet Pacific Rim Tofino eine eindrucksvolle Gegenwelt zur dicht besiedelten Mitte Europas. Statt Großstadtlärm dominieren hier Wellenrauschen, windgepeitschte Baumkronen und das Geschrei von Seevögeln. Der Ort Tofino selbst hat sich zu einem bekannten Surf- und Outdoor-Hub entwickelt, bleibt aber klein genug, um seinen entspannten, fast dorfartigen Charakter zu bewahren.
Geschichte und Bedeutung von Pacific Rim National Park Reserve
Das Pacific Rim National Park Reserve wurde in den 1970er-Jahren als Schutzgebiet eingerichtet, um einen repräsentativen Ausschnitt der rauen Westküste Vancouver Islands und ihres temperierten Regenwaldes zu bewahren. Die kanadische Nationalparkbehörde Parks Canada beschreibt das Reservat als Zusammenschluss mehrerer getrennt liegender Sektoren: den bekannten Long Beach zwischen Tofino und Ucluelet, den inselreichen Broken Group Islands im Barkley Sound und den abgelegenen West Coast Trail weiter südlich. Alle drei Bereiche werden gemeinsam verwaltet und bilden zusammen das Pacific Rim National Park Reserve.
Historisch ist die Region jedoch viel älter, als jede moderne Schutzgebietskategorie suggeriert. Sie ist seit Jahrtausenden Heimat verschiedener First Nations, darunter insbesondere der Nuu-chah-nulth, zu denen u. a. die Tla-o-qui-aht First Nation, die Huu-ay-aht First Nations und weitere Gemeinschaften gehören. In offiziellen Informationen betont Parks Canada immer wieder, dass die Landschaft nicht als „unberührte Wildnis“, sondern als über lange Zeit kulturell geprägter Lebensraum verstanden werden müsse. Zeremonielle Plätze, traditionelle Fisch- und Jagdgründe sowie Siedlungsreste sind Teil dieses kulturellen Erbes.
Die Ausweisung als Nationalpark-Reservat erfolgte vor dem Hintergrund wachsender Sorge um Holzschlag, Straßenbau und zunehmenden Tourismus entlang der Küste. Bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren gab es Proteste gegen großflächige Abholzungen in den Küstenregenwäldern Vancouver Islands. Die Einrichtung des Pacific Rim National Park Reserve brachte für einen Teil dieser Landschaften einen deutlich stärkeren Schutz, auch wenn angrenzende Wälder außerhalb des Reservats weiterhin forstwirtschaftlich genutzt werden.
Für Kanada und die Provinz British Columbia besitzt Pacific Rim eine doppelte Bedeutung: einerseits als ökologisch wertvolles Refugium für zahlreiche Arten, andererseits als wichtiger Baustein des naturbasierten Tourismus. Die Deutsche Zentrale für Tourismus weist in ihren Kanada-Informationen seit Jahren darauf hin, dass sich viele Reisende bewusst Ziele mit hohem Naturerlebnischarakter suchen. Die Westküste von Vancouver Island wird dort immer wieder als Beispiel genannt, wie Naturschutz und Tourismus langfristig zusammengedacht werden können.
Im Vergleich zu vielen europäischen Schutzgebieten ist die Kategorie „National Park Reserve“ speziell: Sie signalisiert, dass noch Landansprüche der indigenen Bevölkerung offen sind. Parks Canada führt aus, dass das Pacific Rim National Park Reserve im Rahmen von Verhandlungen mit den First Nations verwaltet wird, um Landrechte und kulturelle Nutzungen zu berücksichtigen. Dieses kooperative Modell ist ein wichtiger Teil der politischen und kulturellen Bedeutung des Parks und unterscheidet ihn von klassischen Nationalparks, in denen indigene Rechte historisch oft ignoriert wurden.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Auch wenn Pacific Rim Tofino kein klassisches Bauwerk ist, gibt es doch eine Reihe baulicher und gestalterischer Elemente, die das Erlebnis prägen. Besucherzentren, Aussichtspunkte, Holzstege und Interpretationspfade wurden so angelegt, dass sie sich möglichst sensibel in die Landschaft einfügen. Im Long-Beach-Sektor finden sich mehrere Aussichtspunkte mit Holzplattformen, von denen aus sich die Küstenlinie mit ihren vorgelagerten Felsen besonders eindrucksvoll überblicken lässt.
Charakteristisch sind die langen, teils schnurgeraden Sandstrände wie Long Beach, Chesterman Beach oder Cox Bay. Sie bilden mit ihrem flachen Gefälle, der gleichmäßigen Brandung und der Kulisse aus dunklem Regenwald ein Motiv, das auf Fotografien und in sozialen Medien fast ikonisch geworden ist. Die Oberfläche der Strände verändert sich mit Wetter, Jahreszeit und Tidenhub; bei Ebbe spiegeln breite Wasserfilme den Himmel, bei Sturm türmen sich Treibholzstämme und Seegras zu wilden Skulpturen.
Ein kulturell besonders relevanter Akzent sind die sichtbaren Spuren der First-Nations-Kultur. An mehreren Stellen am Rand des Pacific Rim National Park Reserve, insbesondere in Tofino und in benachbarten Gemeinden, finden sich Totempfähle, Schnitzereien und zeitgenössische Kunst indigener Künstlerinnen und Künstler. Museen und Galerien vor Ort – etwa das Roy Henry Vickers Gallery in Tofino – greifen in ihren Ausstellungen Motive aus Regenwald, Meer und Tierwelt auf und setzen sie in einen kulturellen Kontext. Für deutsche Reisende, die mit der Geschichte der First Nations weniger vertraut sind, bietet dies einen wichtigen Einstieg in die Perspektive der ursprünglichen Bewohner der Region.
Architektonisch interessant sind auch einige Lodges und Unterkünfte am Rand des Nationalparks, die mit großen Panoramafenstern, viel Holz und naturnahen Formen arbeiten. Sie orientieren sich oft an Prinzipien nachhaltiger Bauweise und versuchen, den Eindruck zu vermitteln, man wohne unmittelbar im Wald oder an der Brandung. In deutschsprachigen Reisemagazinen wird diese Architektur gelegentlich mit alpinen Designhotels verglichen, nur dass hier nicht die Berge, sondern der Ozean im Mittelpunkt steht.
Ein besonderes Merkmal des Parks ist der temperierte Regenwald selbst. Charakteristisch sind riesige westliche Rotzedern, Sitka-Fichten und Hemlocktannen, die von einem dichten Unterwuchs aus Farne, Moosen und Pilzen begleitet werden. Holzstege und Boardwalks führen durch diese feuchten Waldstücke, damit Besucherinnen und Besucher empfindliche Böden nicht zerstören. Fachzeitschriften wie „GEO“ und „National Geographic Deutschland“ haben mehrfach betont, dass diese Art von Küstenregenwald weltweit selten ist und nur entlang bestimmter Abschnitte der Pazifikküste Nordamerikas vorkommt.
Pacific Rim Tofino besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise ab Deutschland
Pacific Rim Tofino liegt an der Westküste von Vancouver Island in der Provinz British Columbia. Für Reisende aus Deutschland führt der Weg in der Regel zunächst per Flug nach Vancouver oder – mit Umstieg – nach Victoria. Von Frankfurt, München oder Berlin gibt es je nach Saison Direkt- oder Umsteigeverbindungen nach Vancouver über große nordamerikanische oder europäische Drehkreuze; die reine Flugzeit auf der Langstrecke liegt meist bei rund 9–11 Stunden, abhängig von Route und Zwischenstopps. Von Vancouver aus geht es weiter mit Inlandsflug nach Tofino, per Fähre nach Vancouver Island und anschließend mit dem Auto oder Bus über die Insel. Die Straße nach Tofino führt durch bergiges Terrain, weshalb zusätzliche Fahrzeit einkalkuliert werden sollte. Zugverbindungen im europäischen Sinn (Fernverkehr) existieren auf Vancouver Island nicht, dafür sind Mietwagen und Shuttlebusse die üblichen Verkehrsmittel. - Orientierung im Park
Der am leichtesten zugängliche Teil des Pacific Rim National Park Reserve für Tofino-Gäste ist der Long-Beach-Sektor zwischen Tofino und Ucluelet. Hier liegen Strände, Parkplätze und kurze Wanderwege relativ nah an der Küstenstraße. Detaillierte Karten und Hinweise auf aktuelle Bedingungen (z.?B. Sturmwarnungen, Bärensichtungen, gesperrte Wege) bietet das Besucherzentrum von Parks Canada in der Region. Es empfiehlt sich, vor Wanderungen die offiziellen Aushänge sorgfältig zu lesen. - Öffnungszeiten
Der Küstenabschnitt des Pacific Rim National Park Reserve ist grundsätzlich ganzjährig zugänglich, Wetter und Tageslicht bestimmen jedoch maßgeblich das Erlebnis. Bestimmte Einrichtungen wie Besucherzentren, Campingplätze oder geführte Programme können saisonale Öffnungszeiten haben. Da sich diese Zeiten ändern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Angaben direkt bei Parks Canada oder bei der regionalen Tourismusorganisation für Tofino und Ucluelet prüfen. Der Hinweis „Öffnungszeiten können variieren – direkt bei Pacific Rim National Park Reserve prüfen“ gilt insbesondere außerhalb der Hauptsaison. - Eintritt und Gebühren
Für den Zugang zu Nationalparks in Kanada wird in der Regel eine Tages- oder Jahresgebühr fällig, die auch für das Pacific Rim National Park Reserve gilt. Die Preise können sich verändern und hängen teilweise von Alter, Aufenthaltsdauer und Fahrzeugtyp ab. Daher ist es sinnvoll, vor der Reise auf der offiziellen Website von Parks Canada nach aktuellen Tarifen zu schauen. Für längere Kanada-Reisen kann sich ein nationaler Parkpass („Parks Canada Discovery Pass“) lohnen, der den Eintritt in viele Nationalparks für einen definierten Zeitraum abdeckt. Die Bezahlung erfolgt typischerweise in kanadischen Dollar (CAD); zur groben Orientierung kann von einem Wechselkurs ausgegangen werden, bei dem Beträge in Euro umgerechnet werden, jedoch unterliegen Wechselkurse Schwankungen. - Beste Reisezeit
Die Westküste von Vancouver Island hat ein maritim geprägtes Klima mit milden Temperaturen und viel Niederschlag. Die klassische Hauptsaison für Tofino und den Long-Beach-Bereich liegt in den Sommermonaten von etwa Juni bis September. Dann sind die Tage lang, die Temperaturen häufig angenehm und viele Aktivitäten wie Surfen, Kajakfahren oder Wanderungen besonders beliebt. Entsprechend hoch können Andrang und Preise sein. Frühling und Herbst bieten eine reizvolle Alternative mit weniger Betrieb, dynamischem Wetter und intensiven Lichtstimmungen. Der Winter ist die Zeit der Stürme: Viele Besucherinnen und Besucher kommen dann bewusst zum „Storm Watching“, um von sicheren Punkten aus die gewaltige Pazifikbrandung zu beobachten. Wer zu dieser Zeit reist, sollte mit starkem Wind, Regen und eingeschränkter Sicht rechnen, erhält dafür aber eine sehr eindrucksvolle, dramatische Küstenerfahrung. - Sicherheit und Naturrespekt
Im Pazifikraum sind Gezeiten, Strömungen und schnell wechselnde Wetterbedingungen wichtige Faktoren. Reisende sollten immer auf Hinweise der Parkverwaltung achten, Gezeitenpläne beachten und niemals auf rutschige Felsen klettern, die der Brandung ausgesetzt sind. Zudem gilt der Küstenregenwald als Lebensraum von Schwarzbären, Wölfen und gelegentlich Pumas. Die Parkverwaltung gibt klare Verhaltensregeln heraus – darunter das sichere Verstauen von Lebensmitteln, das Meiden von Wildtieren und das Reisen in Gruppen auf abgelegeneren Wegen. Für deutsche Besucher, die an mitteleuropäische Wanderwege gewöhnt sind, kann diese Wildnisdimension ungewohnt sein, ist aber mit Vernunft und Vorbereitung gut beherrschbar. - Sprache, Kultur und Kommunikation
Amtssprache in British Columbia ist Englisch, Französisch spielt in dieser Region im Alltag eine geringere Rolle. In Tofino und Umgebung wird überwiegend Englisch gesprochen. Viele Dienstleister im Tourismus sind an internationale Gäste gewöhnt, daher kommen deutsche Reisende mit Englischkenntnissen im Alltag gut zurecht. Deutschsprachige Informationen sind seltener, in überregionalen Broschüren und digitalen Angeboten teilweise aber vorhanden. Zusätzlich lohnt es sich, einige Begriffe aus der Sprache der lokalen First Nations kennenzulernen, da Orts- und Landschaftsnamen ihren Ursprung häufig in der Nuu-chah-nulth-Sprache haben. - Zahlung, Preise und Trinkgeld
In Tofino und Umgebung sind Kreditkarten weit verbreitet, kontaktloses Bezahlen per Smartphone wird in der Regel akzeptiert. EC- oder Girocard aus dem deutschen System funktionieren im Ausland häufig nur eingeschränkt, weshalb eine gängige Kreditkarte (z.?B. Visa, Mastercard) empfehlenswert ist. Bargeld in kanadischen Dollar wird weiterhin in vielen Geschäften angenommen, ist aber nicht zwingend erforderlich. In Kanada ist Trinkgeldkultur ähnlich ausgeprägt wie in den USA: In Restaurants sind 15–20?Prozent üblich, bei zufriedenstellendem Service werden entsprechende Beträge erwartet. Auch bei geführten Touren, Taxi- oder Shuttlefahrten wird Trinkgeld geschätzt. - Zeitzone und Zeitverschiebung
Tofino liegt in der Pacific Time Zone (PT). Im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt die Zeitverschiebung im Winter in der Regel minus 9 Stunden, während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) meist minus 9 Stunden, abhängig von den jeweiligen Umstellungsdaten für Sommerzeit in Europa und Nordamerika. Wer telefonisch reservieren oder virtuelle Termine koordinieren möchte, sollte diesen Zeitunterschied berücksichtigen. - Gesundheit und Versicherung
Für Reisende aus Deutschland empfiehlt sich für Kanada eine private Auslandskrankenversicherung, da die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) dort nicht gilt. Medizinische Versorgung in Kanada ist im internationalen Vergleich hochwertig, kann aber ohne Versicherung teuer werden. Grundimpfungen sollten vor Reiseantritt überprüft werden; spezielle Pflichtimpfungen bestehen für die Region in der Regel nicht, dennoch sind aktuelle Hinweise von Gesundheitsbehörden und Reiseratgeber zu beachten. - Einreisebestimmungen
Deutsche Staatsbürger benötigen zur Einreise nach Kanada in der Regel einen gültigen Reisepass und – für touristische Kurzaufenthalte per Flug – meist eine elektronische Reisegenehmigung (eTA), die vor dem Abflug online beantragt wird. Konkrete Bestimmungen können sich ändern. Deutsche Staatsbürger sollten daher die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei der kanadischen Regierung prüfen, bevor sie eine Reise nach Tofino und in das Pacific Rim National Park Reserve antreten.
Warum Pacific Rim National Park Reserve auf jede Tofino-Reise gehört
Für viele Reisende aus Deutschland ist Pacific Rim Tofino der emotionale Höhepunkt einer Kanada-Reise. Die Kombination aus Ozean, Regenwald und intensiven Wetterstimmungen schafft eine Atmosphäre, die sich nur schwer mit europäischen Küsten vergleichen lässt. Während Nord- oder Ostsee häufig sanfter wirken und die Atlantikküste Frankreichs von weiten Stränden geprägt ist, vereint die Westküste von Vancouver Island dramatische Felsformationen, uralten Wald und die Wucht eines offenen Ozeans in unmittelbarer Nachbarschaft.
Die Region ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für Naturbeobachtung. In den Gewässern vor Pacific Rim Tofino werden je nach Jahreszeit Grauwale, Buckelwale und Schwertwale (Orcas) gesichtet. Beobachtungstouren im Boot oder mit dem Kajak werden von lokalen Anbietern organisiert, die sich an Richtlinien zum Schutz der Tiere orientieren. Auch Seeotter, Seehunde und eine Vielzahl von Seevögeln lassen sich mit etwas Glück beobachten. Für Birdwatcher sind insbesondere die Zugzeiten im Frühling und Herbst interessant, wenn zahlreiche Arten entlang der Pazifikküste unterwegs sind.
Ein weiterer Grund für die Popularität der Region ist die wachsende Surfszene. Strände wie Cox Bay oder Chesterman Beach gelten als verlässliche Spots mit konstanten Wellen. Im Gegensatz zu vielen tropischen Surfzielen herrschen hier jedoch kühle Wassertemperaturen, die ganzjährig Neoprenanzüge erforderlich machen. Für deutsche Surferinnen und Surfer, die bisher vielleicht Frankreich, Portugal oder die Kanaren kennen, bietet Pacific Rim Tofino eine völlig andere, aber faszinierende Kulisse – kalter Pazifik, Regenwald im Hintergrund, häufig Nebel und wechselhaftes Wetter.
Kulturell lohnt sich der Besuch auch wegen der First-Nations-Perspektive. Geführte Touren, Ausstellungen und Informationsmaterial von Parks Canada vermitteln, wie eng das Leben der Nuu-chah-nulth mit Meer, Wald und Tierwelt verbunden ist. Viele Begriffe aus der Region, etwa Ortsnamen oder Bezeichnungen von Meeressäugern, stammen aus der Sprache der First Nations und erzählen von Geschichten, Mythen und Alltagsbezügen, die weit älter sind als die europäische Besiedlung der Westküste.
Im Umfeld des Parks finden sich zusätzliche Sehenswürdigkeiten, die sich gut in eine Reiseroute integrieren lassen. Der Ort Ucluelet südlich von Long Beach bietet eigene Küstenwanderwege wie den beliebten Wild Pacific Trail mit eindrucksvollen Ausblicken auf Meer und Felsinseln. Auf Vancouver Island insgesamt locken Städte wie Victoria mit ihren britisch geprägten Architekturspuren und Gärten. So lässt sich Pacific Rim Tofino gut als Baustein in einer abwechslungsreichen Reise kombinieren, die Stadt, Kultur und Natur verbindet.
Reiseratgeber betonen immer wieder, dass ein Aufenthalt in Pacific Rim Tofino nicht nur wegen der landschaftlichen Attraktionen, sondern auch als Entschleunigungserfahrung gilt. Das wechselhafte Wetter zwingt dazu, Pläne flexibel zu halten. Statt minutiöser Tagesprogramme entsteht Raum für spontane Strandspaziergänge, das Beobachten von Wellen und Wolken oder das Verweilen in Cafés und Lodges mit Blick auf den Regenwald. Für viele Urlauberinnen und Urlauber aus Deutschland ist genau diese Mischung aus Erleben und Innehalten ein wichtiger Teil des Reizes.
Pacific Rim Tofino in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
Auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok taucht Pacific Rim Tofino immer häufiger als Synonym für den „kanadischen Pacific-Nordwesten“ auf: Neblige Strandaufnahmen, Surfszenen im Regen, Walbeobachtungs-Clips und Fotos von mit Moos behangenen Baumriesen dominieren die Feeds. Influencerinnen und Influencer inszenieren hier nicht nur spektakuläre Natur, sondern auch einen Lifestyle zwischen Outdoor-Abenteuer, Nachhaltigkeit und bewusstem Reisen. Für potenzielle Gäste aus Deutschland bieten diese Eindrücke eine visuelle Ergänzung zu klassischen Reiseführern – ersetzen fundierte Informationen und Sicherheitsregeln aber nicht.
Pacific Rim Tofino — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Pacific Rim Tofino
Wo liegt Pacific Rim Tofino genau?
Pacific Rim Tofino bezeichnet im Reisekontext meist den Bereich des Pacific Rim National Park Reserve in der Nähe der Stadt Tofino an der Westküste von Vancouver Island in der Provinz British Columbia, Kanada. Der gut erschlossene Long-Beach-Sektor des Parks liegt zwischen Tofino im Norden und Ucluelet im Süden entlang der Küstenstraße.
Was ist der Unterschied zwischen Pacific Rim Tofino und Pacific Rim National Park Reserve?
Pacific Rim National Park Reserve ist die offizielle Bezeichnung des Schutzgebiets, das aus mehreren voneinander getrennten Sektoren besteht. Pacific Rim Tofino hat sich dagegen als gebräuchlicher Begriff eingebürgert, um insbesondere den Teil des Nationalpark-Reservats rund um Tofino und die leicht zugänglichen Strände zu beschreiben. Im Alltag werden beide Bezeichnungen oft synonym verwendet.
Wie kommt man von Deutschland nach Pacific Rim Tofino?
Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel zunächst nach Vancouver oder Victoria. Von dort geht es weiter per Inlandsflug nach Tofino oder per Fähre nach Vancouver Island und dann mit dem Auto oder Bus über die Insel. Die gesamte Anreise von Deutschland bis Tofino umfasst mindestens einen Langstreckenflug sowie mehrere Anschlussverbindungen; je nach Route sollte ein Reisetag pro Richtung eingeplant werden.
Was ist die beste Reisezeit für Pacific Rim Tofino?
Die beliebteste Reisezeit liegt in den Sommermonaten von etwa Juni bis September, wenn das Wetter vergleichsweise stabil ist und viele Aktivitäten angeboten werden. Frühling und Herbst bieten eine Mischung aus weniger Andrang und spannenden Lichtstimmungen, während der Winter sich für das berühmte „Storm Watching“ eignet, bei dem die pazifischen Stürme sicher von Land aus beobachtet werden.
Ist Pacific Rim Tofino für Familien geeignet?
Ja, Pacific Rim Tofino kann für Familien ein eindrucksvolles Reiseziel sein, sofern auf Sicherheit und Wetterbedingungen geachtet wird. Viele Strände haben flache Abschnitte und bieten Platz zum Spielen, Sandburgen bauen und Spazierengehen, gleichzeitig müssen Kinder aber stets in der Nähe von Erwachsenen bleiben, da Brandung, Strömungen und Treibholz nicht unterschätzt werden dürfen. Geführte Touren, Besucherzentren und kurze Boardwalks durch den Regenwald eignen sich ebenfalls gut für Familien.
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