Perito-Moreno-Gletscher, Glaciar Perito Moreno

Perito-Moreno-Gletscher: Patagoniens eisige BĂĽhne der Erdgeschichte

14.06.2026 - 22:52:57 | ad-hoc-news.de

Am Perito-Moreno-Gletscher bei El Calafate in Argentinien kracht, knirscht und leuchtet das Eis wie auf einer Naturbühne – warum dieser Glaciar Perito Moreno für Reisende aus Deutschland so faszinierend ist.

Perito-Moreno-Gletscher, Glaciar Perito Moreno, Reise
Perito-Moreno-Gletscher, Glaciar Perito Moreno, Reise

Vor der blau schimmernden Eiswand des Perito-Moreno-Gletschers wirkt selbst ein ausgewachsener Reisebus winzig. Der Glaciar Perito Moreno („Gletscher Perito Moreno“ auf Deutsch) bei El Calafate in Patagonien ist einer jener Orte, an denen Naturgewalt und Stille zugleich greifbar werden: Wenn tonnenschwere Eistürme donnernd abbrechen und in den Lago Argentino stürzen, vibriert die Luft – und oft verstummt die Aussichtsplattform für einen Moment vor Staunen.

Perito-Moreno-Gletscher: Das ikonische Wahrzeichen von El Calafate

Der Perito-Moreno-Gletscher ist eines der bekanntesten Naturwahrzeichen Argentiniens und ein Höhepunkt jeder Reise nach Patagonien. Er liegt im Süden des Landes, unweit der Kleinstadt El Calafate, am Südufer des weit verzweigten Lago Argentino. Für viele Besucher aus Deutschland ist er der Inbegriff des patagonischen Eises: gut erreichbar, dennoch wild, spektakulär und zugleich vergleichsweise gut erschlossen.

Der Gletscher gehört zum Parque Nacional Los Glaciares, einem Nationalpark, der wegen seiner außergewöhnlichen Gletscherlandschaften als UNESCO-Welterbe eingestuft wurde. Experten der UNESCO betonen regelmäßig den herausragenden universellen Wert dieser Region, weil hier eine der größten zusammenhängenden Eismassen außerhalb der Polarregionen zu finden ist. Der Perito-Moreno-Gletscher ist einer der prominentesten Ausläufer dieses gigantischen Eisfeldes.

Besonders eindrücklich wirkt der Glaciar Perito Moreno durch seine leicht zugängliche Front: Eine bis zu rund 60?m hohe und mehrere Kilometer breite Eiswand ragt nahezu senkrecht aus dem milchig-türkisen Wasser des Lago Argentino auf. Von einem fein ausgebauten System aus Stegen und Aussichtsplattformen aus können Besucher das Eis aus nächster Nähe beobachten, ohne sich in gefährliches Gelände begeben zu müssen. Für deutsche Reisende, die vielleicht eher die Gletscher der Alpen kennen, eröffnet sich hier eine völlig andere Dimension von Eislandschaft.

Geschichte und Bedeutung von Glaciar Perito Moreno

Der Name Glaciar Perito Moreno geht auf den argentinischen Geografen und Forschungsreisenden Francisco Pascasio Moreno zurück. „Perito“ bedeutet im Spanischen „Sachverständiger“ oder „Experte“. Moreno spielte im 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle bei der Erforschung Patagoniens und wirkte als Gutachter bei Grenzfragen zwischen Argentinien und Chile mit. Zu seinen Ehren trägt der Gletscher seit dem frühen 20. Jahrhundert seinen Namen; die Benennung wurde im Zuge der Erschließung der Region für wissenschaftliche Expeditionen und später für den Tourismus etabliert.

Der Gletscher selbst ist natürlich wesentlich älter. Er ist Teil des südpatagonischen Eisfeldes, einer gewaltigen Inlandeismasse, die sich über Hunderte Kilometer entlang der Andenkette erstreckt. Geologen ordnen die Entstehung der heutigen Gletscherformen in die Zeit nach der letzten Eiszeit ein, als sich die großen Eisschilde schrittweise zurückzogen und einzelne kräftige Tal- und Talgletscher übrigblieben. Der Perito-Moreno-Gletscher gilt dabei als „Temperaturzeiger“ für diese Region: Sein Verhalten wird von Glaziologen, also Gletscherforschern, seit Jahrzehnten genau beobachtet.

Im Unterschied zu vielen anderen Gletschern weltweit, die sich messbar zurückziehen, ist der Perito-Moreno-Gletscher lange Zeit relativ stabil geblieben. Fachinstitute und argentinische Behörden betonen häufig, dass er sich – über Jahre gemittelt – in einem näherungsweise ausgeglichenen Massenhaushalt befunden hat. Das bedeutet, dass sich der jährliche Schneezuwachs im Nährgebiet und der Eisverlust an der Zunge ungefähr die Waage halten können. Dennoch wird auch dieser Gletscher im Kontext des globalen Klimawandels aufmerksam überwacht, weil selbst kleine langfristige Veränderungen Hinweise auf tieferliegende Prozesse liefern.

Der Nationalpark Los Glaciares wurde bereits im 20. Jahrhundert eingerichtet, um diese einzigartige Landschaft zu schützen. Die UNESCO erklärte das Gebiet 1981 zum Weltnaturerbe; in dieser Kategorie werden Orte ausgezeichnet, die einen herausragenden universellen Wert für die Naturgeschichte der Erde besitzen. Für deutsche Leser lässt sich die Bedeutung in etwa mit dem Status des Wattenmeers oder des Mittelrheintals vergleichen – nur dass es hier um Eis, Berge und Gletscher geht statt um Kulturlandschaften oder Küstenräume.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn es sich beim Perito-Moreno-Gletscher um ein Naturphänomen handelt, spielt die „Architektur“ des Eises im übertragenen Sinn eine zentrale Rolle. Die wuchtige Front ist von Türmen, Spalten und Höhlungen durchzogen. Das Eis bricht in zackigen Kanten, die bei Sonnenschein in intensiven Blautönen leuchten. Dieser Effekt entsteht, weil dicht gepresstes Gletschereis vor allem kurzwelliges Licht durchlässt und streut, während andere Spektren stärker absorbiert werden. Für Besucher wirkt es, als sei der Gletscher von innen beleuchtet.

Die Nationalparkverwaltung hat ein Netz aus Wegen und Aussichtsplattformen errichtet, das sich wie ein Balkon entlang eines Hanges gegenüber der Gletscherfront zieht. Über Treppen und Rampen können Besucher verschiedene Blickwinkel einnehmen: von der Draufsicht auf die zerklüftete Oberfläche bis zum frontalen Blick auf die Eiswand. Für Fotografen aus Deutschland bietet sich hier ein seltenes Motiv: Verglichen mit alpinen Gletschern, die oft nur nach langen Wanderungen erreicht werden können, ist der Perito-Moreno-Gletscher erstaunlich bequem zugänglich.

Ein besonderes Naturschauspiel sind die Eisabbrüche, im Spanischen „calving“ bzw. „desprendimientos“. In unregelmäßigen Abständen stürzen haushohe Eismassen von der Gletscherfront ab und schlagen mit lautem Donner in den See. Wer Geduld mitbringt und mehrere Stunden auf den Stegen verbringt, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen kleineren oder größeren Abbruch zu sehen. Es ist allerdings nicht planbar, wann genau etwas passiert; seriöse Reiseanbieter betonen daher zu Recht, dass es sich um ein Naturereignis handelt, das sich nicht auf Knopfdruck zeigen lässt.

Ein weiterer, weltweit beachteter Vorgang ist die periodische „Staumauer“, die der Gletscher bildet. In manchen Jahren reicht seine Zunge bis an eine Halbinsel des Festlands heran und trennt so einen Seitenarm des Lago Argentino vom restlichen See ab. Dabei staut sich Wasser und drückt mit zunehmendem Druck gegen das Eis, bis es sich in einem spektakulären Durchbruch wieder Bahn bricht. Wenn dieser sogenannte „Rupture“-Prozess stattfindet, berichten internationale Medien und Fachportale darüber; er erfolgt aber in unregelmäßigen Abständen und lässt sich nicht als touristische „Show“ planen.

Neben der natürlichen „Eisarchitektur“ gibt es rund um den Glaciar Perito Moreno eine zurückhaltende Infrastruktur: ein Besucherzentrum mit grundlegenden Informationen, Gastronomieangebote, Toiletten, Parkplätze und Anlegestellen für die Boote, die zum Fuß der Eiswand fahren. Der architektonische Stil ist funktional und darauf ausgerichtet, sich möglichst unaufdringlich in die Landschaft einzufügen. Ziel der Parkverwaltung ist es, den Spagat zwischen Zugänglichkeit und Naturschutz zu schaffen.

Künstlerisch und kulturell inspiriert der Perito-Moreno-Gletscher immer wieder Fotografen, Filmemacher und Schriftsteller. Argentinische Medien und internationale Bildbände verwenden die Gletscherfront oft als Symbolbild für Patagonien, ähnlich wie in Deutschland das Brandenburger Tor für Berlin steht. Reiseführer wie etwa deutschsprachige Ausgaben großer Verlage beschreiben den Moment des ersten Blicks auf die Eiswand regelmäßig als einen der eindrucksvollsten Augenblicke einer Patagonienreise.

Perito-Moreno-Gletscher besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Perito-Moreno-Gletscher liegt im Süden Argentiniens, in der Provinz Santa Cruz, rund 80?km westlich der Stadt El Calafate. Für Reisende aus Deutschland führt der Weg in der Regel über einen Langstreckenflug nach Buenos Aires (Ezeiza International Airport). Von dort aus bestehen Inlandsflüge nach El Calafate, die – je nach Verbindung – rund 3 bis 4?Stunden dauern. Direktflüge aus Deutschland nach El Calafate gibt es nicht; eine Umsteigeverbindung über Buenos Aires oder andere große Drehkreuze in Südamerika ist notwendig. Die Gesamtflugzeit ab Frankfurt, München oder Berlin liegt – inklusive Zwischenstopp – typischerweise deutlich über 18?Stunden, abhängig von Route und Wartezeiten.
    Von El Calafate aus ist der Gletscher über eine gut ausgebaute Straße erreichbar. Organisierte Ausflüge per Bus oder Minivan fahren in der Hochsaison meist täglich. Wer ein Auto mietet, erreicht den Eingang des Nationalparks bei moderater Fahrt in rund 1,5?Stunden. Bahnverbindungen gibt es in dieser abgelegenen Region nicht, und Fernbusse aus anderen Landesteilen benötigen oft über Nacht oder länger. Für Reisende aus der DACH-Region empfiehlt sich daher in der Regel die Kombination aus Flug und lokalem Transfer.
  • Ă–ffnungszeiten
    Der Zugang zum Gletscher erfolgt über den Nationalpark-Eingang. Die konkreten Öffnungszeiten können je nach Saison variieren, häufig sind die Tore tagsüber ab dem frühen Morgen bis in die frühen Abendstunden geöffnet. Da sich Rahmenbedingungen ändern können – etwa aufgrund von Witterung, Straßenarbeiten oder organisatorischen Anpassungen – sollten aktuelle Zeiten direkt bei der Nationalparkverwaltung oder offiziellen Tourismusinformationen von El Calafate geprüft werden. Viele Veranstalter passen ihre Touren an diese Öffnungszeiten an und informieren Gästen vor Ort.
  • Eintritt und Touren
    Für den Nationalpark ist ein Eintrittsentgelt zu entrichten, das vor Ort in der Regel in argentinischen Peso gezahlt wird. Da sich Preise in Argentinien relativ häufig ändern können, verzichten seriöse Reiseführer auf langfristig gültige konkrete Beträge und empfehlen, aktuelle Angaben kurz vor der Reise zu prüfen. Zusätzlich zum Parkeintritt fallen – je nach gebuchter Leistung – Kosten für Bustransfers, Bootstouren oder geführte Gletscherwanderungen an. Deutsche Reisende sollten beachten, dass viele Anbieter Kreditkarten akzeptieren, jedoch Bargeld für kleinere Ausgaben hilfreich bleiben kann. Ein grober Richtwert: Tagesausflüge inklusive Transfer und Parkeintritt bewegen sich – je nach Saison und Leistungsumfang – im Bereich eines gehobenen Tagesbudgets im Vergleich zu europäischen Ausflugszielen; konkrete Summen schwanken stark mit Wechselkursen und Preisniveau vor Ort.
  • Beste Reisezeit
    Die beliebteste Reisezeit für den Perito-Moreno-Gletscher sind die südliche Frühjahrs- und Sommerzeit, grob von Oktober bis März. In diesen Monaten sind die Tage länger, die Temperaturen milder und die Zugänglichkeit des Nationalparks meist am zuverlässigsten. Der Hochsommer von Dezember bis Februar bringt die wärmsten Temperaturen, aber auch den größten Besucherandrang, insbesondere um Weihnachten und den argentinischen Ferien. Wer weniger Trubel bevorzugt, wählt häufig die Randzeiten der Saison – etwa November oder März –, in denen das Wetter wechselhaft sein kann, die Stege aber etwas weniger gefüllt sind. In der südlichen Winterzeit (ungefähr Juni bis August) ist das Gebiet deutlich kälter, es kann ruhiger sein, jedoch können Witterungseinflüsse und kürzere Tage den Besuch erschweren. Für Reisende aus Deutschland lohnt sich eine Planung, die sowohl persönliche Kälteverträglichkeit als auch Ferienzeiten berücksichtigt.
  • Klima, Kleidung und Sicherheit
    Das Klima am Glaciar Perito Moreno ist typisch patagonisch: wechselhaft und oft windig. Selbst im Hochsommer können Temperaturen schnell fallen, plötzliche Regenschauer auftreten oder der Wind eisig wirken. Empfehlenswert sind daher mehrere Kleidungsschichten (Zwiebelprinzip), wind- und wasserdichte Jacken, Mütze und Handschuhe. Feste, rutschhemmende Schuhe sind wichtig, da Wege bei Nässe glatt sein können. Wer an Bootsausfahrten oder geführten Eiswanderungen teilnimmt, sollte die Ausrüstungsanforderungen der Veranstalter beachten; seriöse Anbieter stellen bei Gletscherwanderungen spezielle Steigeisen oder Spikes zur Verfügung und legen großen Wert auf Sicherheitseinweisungen.
  • Sprache und Kommunikation
    Die Landessprache in Argentinien ist Spanisch. In El Calafate und bei touristischen Anbietern rund um den Perito-Moreno-Gletscher wird häufig auch Englisch gesprochen, insbesondere in Hotels, bei Tourveranstaltern und in Restaurants, die auf internationale Gäste ausgerichtet sind. Deutschkenntnisse sind eher selten. Für Reisende aus der DACH-Region ist es hilfreich, einige spanische Grundbegriffe zu kennen, insbesondere zur Orientierung, für einfache Fragen oder in lokalen Geschäften. In vielen Unterkünften und Cafés steht WLAN zur Verfügung, doch in abgelegenen Nationalparkbereichen kann der Mobilfunkempfang eingeschränkt sein.
  • Zahlung, Währung und Trinkgeld
    Die Landeswährung ist der argentinische Peso. Aufgrund der dynamischen wirtschaftlichen Situation des Landes können Wechselkurse und Preisniveaus schwanken. In El Calafate akzeptieren viele Hotels, Restaurants und Touranbieter gängige internationale Kreditkarten. Dennoch empfiehlt es sich, etwas Bargeld für kleinere Beträge, Trinkgelder und eventuell Parkgebühren mitzuführen. Zahlungen mit deutscher Girocard (früher EC-Karte) sind nicht immer möglich; Kreditkarten von internationalen Anbietern sind verbreiteter. Mobile Payment-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay sind in Teilen des Landes auf dem Vormarsch, sollten aber nicht als einzige Option eingeplant werden.
  • Trinkgeldkultur
    In Argentinien ist Trinkgeld üblich, wenn auch nicht zwingend vorgeschrieben. In Restaurants werden häufig etwa 10?% des Rechnungsbetrags als angemessen betrachtet, sofern der Service zufriedenstellend war. Bei geführten Touren freuen sich Guides und Fahrer über ein moderates Trinkgeld als Zeichen der Wertschätzung. Die Höhe bleibt individuell, orientiert sich aber meist an der Dauer und Qualität der Leistung. In Hotels ist ein kleines Trinkgeld für Kofferträger oder Zimmerpersonal ebenfalls verbreitet.
  • Zeitverschiebung
    Argentinien liegt in der Regel mehrere Stunden hinter der Mitteleuropäischen Zeit. Da sich Je nach Jahreszeit und Regelung zur Sommerzeit in Europa die Differenz verändert, sollten Reisende vor Abflug die aktuelle Zeitverschiebung prüfen. Für langfristige Planung lässt sich grob sagen, dass Reisende aus Deutschland mit einer deutlich spürbaren Zeitumstellung rechnen sollten, was insbesondere bei kurzen Reisen berücksichtigt werden muss.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen, Pass- und Visaregeln sowie etwaige Gesundheits- und Impfhinweise für Argentinien frühzeitig beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für touristische Kurzaufenthalte gelten in der Regel erleichterte Bedingungen, die sich jedoch ändern können. Da Argentinien nicht zur Europäischen Union gehört, empfiehlt sich zudem der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die medizinische Behandlungen und gegebenenfalls Rücktransporte abdeckt. Innerhalb des Landes können medizinische Einrichtungen in größeren Städten ein gutes Niveau aufweisen; dennoch sollten chronisch kranke Reisende ihre medikamentöse Versorgung sorgfältig planen.

Warum Glaciar Perito Moreno auf jede El-Calafate-Reise gehört

Wer El Calafate besucht, kommt am Glaciar Perito Moreno praktisch nicht vorbei – und das ist ein Glücksfall. Der Gletscher ist nicht nur eine der Hauptattraktionen Patagoniens, sondern vermittelt zugleich ein tiefes Gefühl für die Dynamik unseres Planeten. Die Aussichtspunkte bieten in wenigen Stunden Eindrücke, für die man in anderen Regionen der Welt tagelange Expeditionen unternehmen müsste. Gerade für Reisende aus Deutschland, die vielleicht den Vergleich mit alpinen Gletschern im Kopf haben, wirkt die Dimension des Perito-Moreno-Gletschers beeindruckend: Die Eiswand ist höher als viele Kirchtürme und deutlich breiter, als es der Blick auf Fotos zunächst vermuten lässt.

Zu den beliebtesten Aktivitäten gehören neben dem klassischen Steg-Besuch auch Bootsfahrten, bei denen das Schiff bis auf sichere Distanz an die Eisfront heranfährt. Die Perspektive vom Wasser aus ist nochmals eine andere: Der Blick nach oben zur Eiswand und das Knacken der Eisschollen auf der Seeoberfläche verstärken den Eindruck, sich an einer Grenze zwischen fester Erde und gefrorenem Ozean zu befinden. Viele Anbieter bieten außerdem „Mini-Trekking“-Touren auf dem Eis an, bei denen Gäste – gut gesichert und ausgerüstet – in Kleingruppen über die Oberfläche des Gletschers geführt werden. Hier werden Gletscherspalten, Eishöhlen und kleine Schmelzwasserseen aus nächster Nähe erlebbar.

Darüber hinaus ist der Besuch des Perito-Moreno-Gletschers oft Ausgangspunkt für weitere Erkundungen in der Region. Der Nationalpark Los Glaciares beherbergt unter anderem auch den berühmten Fitz-Roy-Berg bei El Chaltén, einem Mekka für Wanderer und Bergsteiger. Viele Reisende aus der DACH-Region kombinieren ihren Aufenthalt am Gletscher mit Wanderungen, Reitausflügen oder Besuchen lokaler Estancias, traditioneller patagonischer Farmbetriebe. Damit wird der Gletscherbesuch nicht nur zu einem Tagesausflug, sondern eingebettet in eine breitere Reiseerfahrung, die Natur, Kultur und Kulinarik Patagoniens zusammenführt.

Auch in medialer Hinsicht spielt der Perito-Moreno-Gletscher eine Rolle. Reiseberichte in deutschsprachigen Medien, Dokumentationen in öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern und Fotostrecken in Magazinen wie GEO oder National Geographic Deutschland greifen das Motiv des Gletschers immer wieder auf. Sie unterstreichen damit, dass der Ort nicht nur ein touristisches Ziel, sondern auch ein Symbol für die Fragilität und Schönheit der globalen Eissysteme ist. Für Leserinnen und Leser in Deutschland kann ein Besuch am Glaciar Perito Moreno so zu einem „lebenden Klassenzimmer“ werden, in dem Gletscherkunde, Klimageschichte und Naturschutz greifbar werden.

Schließlich spielt der emotionale Eindruck eine große Rolle: Wer auf den Stegen steht und den Blick über die scheinbar endlose Eisfläche schweifen lässt, spürt oft ein Gefühl von Demut und Staunen. Viele Reisende berichten davon, dass sich der Gletscher zu einem ihrer eindrücklichsten Reiseerinnerungen entwickelt – weit über die Dauer des Aufenthalts hinaus. In einer Zeit, in der viele Orte der Welt sich ähneln, bleibt der Perito-Moreno-Gletscher ein unverwechselbarer Schauplatz der Natur, der bewusstes Reisen belohnt.

Perito-Moreno-Gletscher in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien ist der Perito-Moreno-Gletscher längst zu einem visuellen Favoriten geworden. Reisende teilen kurze Videoclips von krachenden Eisabbrüchen, Zeitrafferaufnahmen von Wolken, die über die Eisfläche ziehen, und Panorama-Bilder vom Stegsystem mit dem Gletscher im Hintergrund. Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube verstärken die Bekanntheit des Glaciar Perito Moreno weltweit – und wecken bei vielen Nutzerinnen und Nutzern im deutschsprachigen Raum die Lust, das Naturspektakel selbst zu erleben. Hashtags und Geotags verknüpfen praktische Reisetipps, persönliche Erfahrungen und ästhetische Eindrücke miteinander. Für die Planung ersetzt dies seriöse Informationsquellen nicht, bietet aber eine gute Ergänzung, um ein Gefühl für Atmosphäre, Lichtstimmungen und Saisonalität zu bekommen.

Häufige Fragen zu Perito-Moreno-Gletscher

Wo liegt der Perito-Moreno-Gletscher genau?

Der Perito-Moreno-Gletscher liegt im SĂĽden Argentiniens in der Provinz Santa Cruz, im Nationalpark Los Glaciares. Er befindet sich etwa 80?km westlich der Stadt El Calafate und ist ĂĽber eine gut ausgebaute StraĂźe mit Bussen, Tourfahrten oder Mietwagen erreichbar.

Warum heiĂźt der Gletscher Glaciar Perito Moreno?

Der spanische Name „Glaciar Perito Moreno“ geht auf den argentinischen Forschungsreisenden Francisco Pascasio Moreno zurück, der wegen seiner Expertise bei der Erkundung Patagoniens und als Grenzgutachter den Beinamen „Perito“ (Sachverständiger) erhielt. Der Gletscher wurde in Anerkennung seiner Verdienste nach ihm benannt.

Was macht den Perito-Moreno-Gletscher so besonders?

Der Perito-Moreno-Gletscher ist einer der wenigen großen Gletscher, die relativ gut zugänglich sind und über Stege und Plattformen aus nächster Nähe bestaunt werden können. Seine bis zu rund 60?m hohe Eisfront, häufige Eisabbrüche und die Einbettung in die UNESCO-geschützte Gletscherlandschaft Patagoniens machen ihn zu einem der eindrucksvollsten Naturziele Südamerikas.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr einen Besuch?

Die meistempfohlene Reisezeit liegt im südlichen Frühling und Sommer von etwa Oktober bis März. Dann sind die Tage länger, die Temperaturen milder und die meisten touristischen Angebote verfügbar. In den Randmonaten kann es ruhiger sein, während der Hochsommer besonders gefragt und entsprechend voller ist.

Welche Tipps sind fĂĽr Reisende aus Deutschland wichtig?

Reisende aus Deutschland sollten lange Flugzeiten mit mindestens einem Umstieg einplanen, sich über aktuelle Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt informieren und auf wechselhaftes, oft windiges Wetter vorbereitet sein. Mehrschichtige Kleidung, wind- und wasserdichte Jacken sowie stabile Schuhe sind empfehlenswert. Englisch wird in touristischen Bereichen häufig gesprochen, Deutsch eher selten, und Zahlungen sind meist per Kreditkarte möglich, während etwas Bargeld in Peso für kleinere Ausgaben sinnvoll bleibt.

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