Philae Temple, Assuan

Philae Temple: Inselheiligtum der Isis bei Assuan

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 13:28 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Philae Temple bei Assuan in Agypten erzählt auf einer Nilinsel die lange Geschichte des Isis-Kults und seiner Rettung auf die Insel Agilkia.

Pop-Art-Comic von Philae-Tempel in Assuan, Agypten mit Rasterpunkten
Pop-Art-Comicillustration des Wahrzeichens Philae-Tempel in Assuan Agypten, kraeftige Konturen Rasterpunkte und satte Farben, Illustration mit AI erstellt.

Philae Temple ist ein Tempelkomplex auf einer Nilinsel südlich von Assuan in Agypten, der vor allem der Göttin Isis gewidmet ist und heute auf der Insel Agilkia im Stausee des alten Assuan-Damms steht.

Philae Temple: ein Tempelkomplex zwischen Nil und Granitfelsen

Unter dem Namen Philae Temple versteht man keinen einzelnen Bau, sondern einen ganzen Tempelkomplex, der sich auf der kleinen Insel Agilkia im Nil erhebt und von Wasser und Granitfelsen umgeben ist.Der Philae-Tempelkomplex liegt im Bereich der historischen ersten Katarakte des Nil und gehört zur Region Nubien, die den Übergang zwischen Mittel- und Oberlauf des Flusses markiert.Die Lage in Nubien Die heutige Insel Agilkia befindet sich im Stausee des Assuan Low Dam, zwischen dem älteren Damm und dem weiter flussaufwärts errichteten Assuan High Dam.

Der Tempelkomplex war ursprünglich auf der Insel Philae angelegt, die durch den Bau des alten Assuan-Damms und später durch den Hochdamm wiederholt überflutet wurde, sodass die Bauwerke über Jahrzehnte im Wasser standen und gefährdet waren.Die ursprüngliche Insel Philae Im Rahmen der internationalen UNESCO-Nubienkampagne wurden die Tempel in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Stein für Stein abgetragen und auf der höher gelegenen Insel Agilkia wieder aufgebaut, wo Philae Temple heute in seiner erhaltenen Form über dem Nil steht.Die Verlegung nach Agilkia

Isis-Heiligtum aus Ptolemäerzeit und römischer Epoche

Philae Temple ist vor allem als großes Heiligtum der Göttin Isis bekannt, deren Kult hier bis weit in die Spätantike gepflegt wurde.Der Isis-Kult auf Philae Die ältesten erhaltenen Teile gehen auf die Spätzeit Ägyptens zurück, als unter Nectanebo I im 4. Jahrhundert v. Chr. ein kleiner Isis-Tempel entstand, dessen Vorhof am Beginn des heutigen Prozessionswegs überliefert ist.Die frühen Bauten Nectanebos I In der anschließenden ptolemäischen Epoche aus griechisch-makedonischer Herrschaft wurden die wichtigsten Bauteile des großen Isis-Tempels errichtet, darunter die gewaltigen Pylone und der innere Tempelbau.

Besonders Ptolemaios II. Philadelphos aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. gilt als einer der maßgeblichen Bauherren des großen Isis-Tempels, dessen Reliefwände Szenen aus der Mythologie von Isis, Osiris und Horus zeigen und die Verbindung von königlicher Macht und göttlichem Schutz betonen.Der Bau unter Ptolemaios II. Spätere Ptolemäer und römische Kaiser wie Augustus ergänzten den Komplex um weitere Kapellen und Dekorationen, sodass Philae Temple heute Bauphasen von der Spätzeit über die ptolemäische Herrschaft bis zur römischen Kaiserzeit vereint.Die Epochen von Philae

Wege durch Höfe, Kolonnaden und Kioske

Der Weg über die Insel Agilkia führt zunächst an einem kleinen Kiosk vorbei, der Nectanebo II zugeschrieben wird und als ältester erhaltener Bau des Komplexes gilt, bevor ein längerer Hof mit Kolonnaden zum großen Tempel der Isis leitet.Der Kiosk und der Kolonnadenhof Die Kolonnaden tragen Reliefs und Inschriften, die den kultischen Charakter des Ortes unterstreichen und die Besucher in Richtung der Monumentalpylone führen, deren Türme den Zugang zum inneren Heiligtum rahmen. Hinter dem zweiten Pylon liegen mehrere Räume, vom Hof über Vorhallen und Nebenkammern bis zum eigentlichen Kultraum, in dem einst die Statue der Isis stand.

Rund um den Haupttempel gruppieren sich weitere Bauwerke, darunter eine kleinere Hathor-Kapelle mit dekorierten Säulen sowie der viel zitierte Kiosk, der traditionell als „Pharaos Bett“ bezeichnet wird und mit freien Säulen und einem offenen Dach über dem Wasser steht.Weitere Tempel und Kioske Spuren christlicher Nutzung wie eingebaute Altäre und überarbeitete Reliefs zeigen, dass Philae Temple über Jahrhunderte hinweg ein religiös genutzter Ort blieb und sich der Kult von der Verehrung altägyptischer Gottheiten zu christlichen Formen wandelte.

Philae Temple besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Philae Temple liegt südlich von Assuan im Nil und befindet sich heute auf der Insel Agilkia zwischen dem alten Assuan-Damm und dem Assuan High Dam, erreichbar über die Anlegestelle bei Shellal und eine Bootsfahrt zur Insel.
  • Der Weg über die Insel führt über einen längeren Hof mit Kolonnaden und über Treppen zwischen den Tempelplattformen, sodass ein Rundgang mehrere Abschnitte mit Stufen und unebenem Steinboden umfasst.
  • In der Umgebung von Philae Temple liegen die Bauwerke des Assuan Low Dam und des Assuan High Dam sowie der breite Nilstausee, der die Insel Agilkia als erhöhten Felsrücken aus dem Wasser hervortreten lässt.
  • Amtssprache ist Arabisch, gezahlt wird in Ägyptischen Pfund.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Philae Temple auf Social-Media-Plattformen

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Philae Temple: häufige Fragen

Wo liegt Philae Temple?

Philae Temple liegt im Süden Agyptens bei Assuan und befindet sich heute auf der Nilinsel Agilkia im Stausee des Assuan Low Dam zwischen altem und neuem Assuan-Damm.

Was bietet ein Besuch von Philae Temple?

Ein Besuch von Philae Temple führt über Höfe, Kolonnaden und Kioske zu dem großen Isis-Tempel mit Reliefs aus ptolemäischer und römischer Zeit und zeigt die Verlegung der Anlage von der ursprünglichen Insel Philae auf die höher gelegene Insel Agilkia.

Was kennzeichnet Philae Temple besonders?

Philae Temple ist durch seine Lage auf einer Nilinsel, die Verbindung von altägyptischer, ptolemäischer und römischer Architektur sowie die Rettung des gesamten Komplexes im Zuge der UNESCO-Nubienkampagne besonders geprägt.

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