Pico Bonito Nationalpark, Parque Nacional Pico Bonito

Pico Bonito Nationalpark: Hondurus’ grünes Geheimnis bei La Ceiba

21.06.2026 - 09:52:07 | ad-hoc-news.de

Zwischen Karibikküste und Nebelwald verbirgt der Pico Bonito Nationalpark (Parque Nacional Pico Bonito) bei La Ceiba, Honduras, eine spektakuläre Welt aus Wasserfällen, Dschungelpfaden und seltener Tierwelt – ideal für neugierige Reisende aus Deutschland.

Pico Bonito Nationalpark, Parque Nacional Pico Bonito, Honduras
Pico Bonito Nationalpark, Parque Nacional Pico Bonito, Honduras

Wer von La Ceiba aus in Richtung Landesinneres blickt, sieht ihn fast immer im Hintergrund: den markanten Gipfel des Pico Bonito, der sich über dicht bewaldete Hänge erhebt und von Wolkenschleiern umspielt wird. Der Pico Bonito Nationalpark, auf Spanisch Parque Nacional Pico Bonito (sinngemäß „Nationalpark Schöner Gipfel“), ist eine der eindrucksvollsten Naturlandschaften von Honduras – und noch immer ein Geheimtipp für Reisende aus Deutschland, die echte Wildnis erleben wollen.

Pico Bonito Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von La Ceiba

Der Pico Bonito Nationalpark liegt direkt südlich der Küstenstadt La Ceiba an der Nordküste von Honduras und bildet die dramatische grüne Kulisse hinter der Karibikstadt. Er schützt einen Abschnitt der Bergkette der Cordillera Nombre de Dios, in der feuchte Tiefland-Regenwälder, Nebelwälder in mittleren Höhen und montane Wälder in höheren Lagen nahtlos ineinander übergehen. Durch diese Höhenstaffelung entstehen auf vergleichsweise kleinem Raum sehr unterschiedliche Lebensräume – ein Grund, warum der Park als Hotspot der Biodiversität in Mittelamerika gilt.

Laut der nationalen Schutzgebietsbehörde von Honduras wird der Parque Nacional Pico Bonito zu den wichtigsten Naturschutzgebieten des Landes gezählt, weil er sowohl seltene Tierarten schützt als auch Wasserressourcen für die umliegenden Gemeinden sichert. Internationale Organisationen wie Conservation International und The Nature Conservancy verweisen auf die Region um Pico Bonito als Teil des mittelamerikanischen Biodiversitäts-Hotspots Mesoamerika, der zu den artenreichsten, aber auch am stärksten gefährdeten Naturräumen der Erde zählt. Für deutsche Reisende, die Costa Rica vielleicht bereits kennen, ist Pico Bonito gewissermaßen die rauere, weniger erschlossene Schwester: dichter, wilder, ruhiger.

Der Nationalpark ist zudem eng mit der Identität von La Ceiba verknüpft. Hotels, Touranbieter und lokale Produkte tragen seinen Namen, und von vielen Straßen der Stadt aus ist sein Gipfel sichtbar. Wer La Ceiba besucht, ohne zumindest einen Tagesausflug in den Pico Bonito Nationalpark zu planen, verpasst einen entscheidenden Teil der regionalen Kultur und Natur.

Geschichte und Bedeutung von Parque Nacional Pico Bonito

Der Parque Nacional Pico Bonito wurde Ende der 1980er-Jahre als Schutzgebiet ausgewiesen, in einer Phase, in der Honduras begann, seine noch weitgehend intakten Regenwälder rechtlich zu sichern. Die formale Gründung als Nationalpark wird in der Regel auf das Jahr 1987 datiert, als die honduranische Regierung eine Reihe von Naturschutzgebieten entlang der Nordküste und im Landesinneren definierte. Damit ist der Park jünger als viele klassische Nationalparks in Europa, aber er steht in einer globalen Entwicklung hin zu stärkerem Waldschutz in den Tropen.

Nach Angaben honduranischer Umweltbehörden umfasst der Pico Bonito Nationalpark eine Fläche von rund 560 bis 570 Quadratkilometern, wobei die Angaben leicht variieren. Die geschützte Zone erstreckt sich von niedrigen Höhenlagen nahe Meereshöhe bis hinauf auf knapp über 2.400 m, wo der namensgebende Gipfel Pico Bonito liegt. Zum Vergleich: Damit ist der höchste Punkt des Parks höher als die Zugspitze, die bei 2.962 m den höchsten Berg Deutschlands bildet, allerdings steigt das Gelände hier deutlich steiler aus dem Tiefland an.

Die Gründung des Nationalparks hatte mehrere Ziele: den Schutz der einzigartigen Flora und Fauna, die Sicherung der Wasserzufuhr für La Ceiba und umliegende Gemeinden sowie die Förderung eines behutsamen Ökotourismus. Internationale Naturschutzorganisationen betonen in ihren Berichten, dass gerade die Kombination aus Wasserfällen, Flusssystemen und zusammenhängenden Wäldern von großem Wert für die Region ist. Die Flüsse Cangrejal, Bonito und weitere Zuflüsse entspringen in den Höhenlagen des Parks und liefern Trinkwasser, Bewässerungswasser und Energie für Wasserkraftwerke.

Obwohl der Pico Bonito Nationalpark bislang nicht zum UNESCO-Welterbe zählt, wird er in naturschutzfachlichen Analysen immer wieder als Beispiel für einen weitgehend intakten Karibik-Regenwald in Mittelamerika genannt. In Kombination mit benachbarten Schutzgebieten trägt er zur Funktion eines biologischen Korridors entlang der mittelamerikanischen Landbrücke bei, über den sich Tier- und Pflanzenarten ausbreiten können.

Für die lokale Bevölkerung hat der Parque Nacional Pico Bonito neben seiner ökologischen auch eine kulturelle Bedeutung. Indigene und afrokaribische Gemeinschaften an der Nordküste, darunter Garifuna-Gemeinden, sehen die Berge und Flüsse als Teil ihrer angestammten Lebenswelt. Diese Verbindung drückt sich in traditioneller Nutzung von Waldprodukten, in Erzählungen sowie in lokalen Festen aus, auch wenn der Nationalpark rechtliche Nutzungsgrenzen setzt.

Architektur, Natur und besondere Merkmale

Auch wenn der Pico Bonito Nationalpark kein künstliches Bauwerk ist, verfügt er über klare „architektonische“ Strukturen der Natur: die markante Silhouette des Berges, steil eingeschnittene Täler, übereinander liegende Waldetagen und charakteristische Flussläufe. Besucher erleben eine vertikale Landschaft, in der Temperatur, Feuchtigkeit und Vegetation mit jedem Höhenmeter spürbar wechseln.

Zu den bekanntesten Merkmalen des Parks gehören:

Dichte Regen- und Nebelwälder: In den niedrigeren Lagen dominieren tropische Feuchtwälder mit einer Vielzahl von Baumarten, Lianen und Epiphyten. In mittleren Höhenlagen tritt der Nebelwald in den Vordergrund – ein Ökosystem, in dem die Bäume häufig von Moosen, Farnen und Orchideen überzogen sind. Dieser Nebelwald ähnelt in seiner Stimmung Regionen wie dem Monteverde-Nebelwald in Costa Rica, ist jedoch deutlich weniger besucht.

Reiche Tierwelt: Laut honduranischen Naturschutzorganisationen und internationalen Vogelbeobachter-Verbänden zählt der Pico Bonito Nationalpark zu den besten Birdwatching-Gebieten der Region. Häufig genannte Arten sind der farbenprächtige Königstukan, verschiedene Papageienarten, Motmots und mit etwas Glück der seltene Quetzal. Auch große Säugetiere wie Jaguar, Puma und Ozelot kommen vor, sind aber aufgrund der dichten Vegetation und ihres scheuen Verhaltens nur selten zu sehen. Typischer für Besucher sind Sichtungen von Nasenbären, Agutis, verschiedenen Affenarten und einer Vielzahl von Reptilien und Amphibien.

Spektakuläre Wasserfälle: Mehrere Flüsse stürzen aus den Bergen in Richtung Karibik ab und bilden hohe Wasserfälle, die teils über Wanderwege erreichbar sind. Einer der bekannteren ist der Cascada El Bejuco, ein Wasserfall, der sich über eine steile Felswand inmitten dichter Vegetation ergießt. Die Kombination aus Wasser, Fels und Wald macht diese Orte zu klassischen Fotomotiven und sorgt für das typische „Dschungelgefühl“, das viele Reisende suchen.

Der Rio Cangrejal: Am Rande des Parks fließt der Rio Cangrejal, ein wilder Fluss mit großen Felsblöcken und Stromschnellen. Er gilt als eines der wichtigsten Zentren für Wildwasser-Rafting in Honduras. Mehrere spezialisierte Anbieter entlang des Flusses bieten Touren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden an, von familienfreundlichen Fahrten bis hin zu anspruchsvollen Strecken für erfahrene Paddler. Internationale Outdoor-Magazine erwähnen den Rio Cangrejal regelmäßig als Geheimtipp für Rafting in Mittelamerika.

Einige Zugänge zum Parque Nacional Pico Bonito liegen direkt am Rio Cangrejal, wo Hängebrücken über den Fluss führen und Wanderwege in den Wald hinauf beginnen. Kleine Lodges und Öko-Hotels bieten hier Übernachtungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Schutzgebiet, oft mit Aussicht auf den Fluss und die dahinter aufragenden Berge. Dieser konzentrierte Tourismus-Korridor ermöglicht Naturerlebnisse, ohne dass tief in die Kernzonen des Parks eingegriffen wird.

Naturschutzexperten betonen, dass die touristische Nutzung in Pico Bonito vergleichsweise gering ist und einem Ansatz des „Low Impact“-Tourismus folgt. Statt großer Resorts dominieren kleine, oft lokal geführte Unterkünfte und spezialisierte Guides. Dies kommt sowohl der Natur als auch den Besucherinnen und Besuchern zugute, die ein authentisches und ruhiges Erlebnis suchen.

Pico Bonito Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Der Besuch des Pico Bonito Nationalparks erfordert etwas Planung, belohnt jedoch mit intensiven Naturerlebnissen abseits der klassischen Karibikstrände. Für Reisende aus Deutschland sind einige praktische Punkte besonders relevant.

  • Lage und Anreise
    Der Pico Bonito Nationalpark liegt im Norden von Honduras, südlich der Küstenstadt La Ceiba am Karibischen Meer. La Ceiba fungiert als wichtiges Drehkreuz für die Region: Von hier gehen Fähren zu den Islas de la Bahía (z. B. Roatán) und es gibt einen regionalen Flughafen.
    Direkte Langstreckenflüge aus Deutschland nach Honduras sind selten. Üblich ist eine Anreise über große internationale Drehkreuze in Nord- oder Mittelamerika, etwa über Flughäfen wie Miami, Houston oder Panama-Stadt, mit anschließendem Weiterflug nach San Pedro Sula oder direkt nach La Ceiba. Die gesamte Reisezeit ab Frankfurt, München oder Berlin liegt inklusive Umstiegen meist deutlich über 14 Stunden, abhängig von Verbindung und Wartezeiten.
    Von San Pedro Sula aus ist La Ceiba auf dem Landweg in mehreren Stunden per Überlandbus oder Mietwagen erreichbar. Von La Ceiba führen Straßen entlang des Rio Cangrejal zu Lodges und Parkzugängen. Für Fahrten abseits der Hauptstraßen ist ein Fahrzeug mit höherer Bodenfreiheit sinnvoll.
  • Öffnungszeiten und Zugänge
    Der Pico Bonito Nationalpark ist ein großflächiges Schutzgebiet ohne klassische „Torzeiten“ wie ein Stadtpark. Bestimmte Zugangsbereiche, Besucherzentren und Rangerstationen können jedoch Öffnungs- und Servicezeiten haben, die sich ändern können. Da Infrastruktur und Management vor Ort angepasst werden, sollten Reisende die jeweils aktuellen Informationen direkt bei lokalen Betreibern, im Hotel oder bei den offiziellen Stellen des Nationalparks erfragen. Eine zeitlose Faustregel lautet: geführte Touren starten oft am Morgen, da die Temperaturen dann angenehmer sind und sich die Tierwelt besser beobachten lässt.
  • Eintritt und Touren
    Für den Zugang zu bestimmten Wanderwegen und offiziellen Zonen des Parque Nacional Pico Bonito wird in der Regel eine Eintrittsgebühr erhoben oder es fallen Kosten für die Begleitung durch einen lokalen Guide an. Die genauen Sätze und Währungen können variieren und werden von lokalen Behörden und Betreibern von Zeit zu Zeit angepasst. Reisende sollten sich vor Ort nach aktuellen Preisen erkundigen und etwas Bargeld in der Landeswährung bereithalten. Viele Unterkünfte bieten Pakete an, in denen geführte Touren, Transport und Eintritt kombiniert sind.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima an der honduranischen Nordküste ist tropisch-feucht, mit ganzjährig hohen Temperaturen und ausgeprägten Regenphasen. Grundsätzlich kann der Pico Bonito Nationalpark das ganze Jahr über besucht werden, allerdings sind die Bedingungen je nach Jahreszeit unterschiedlich. In vielen Reisehandbüchern werden die Monate mit etwas weniger Niederschlag – grob gesagt der späte Winter und das Frühjahr der Nordhalbkugel – als besonders geeignet beschrieben. In der Regenzeit können Wege rutschig sein, Flüsse anschwellen und einzelne Pfade vorübergehend nicht begehbar werden. Generell empfiehlt sich für Wanderungen ein früher Start in den Tag, um Hitze und mögliche nachmittägliche Schauer zu vermeiden.
  • Gesundheit und Sicherheit
    Reisende sollten sich vor einer Reise nach Honduras über empfohlene Impfungen und gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen informieren, etwa bei reisemedizinischen Beratungsstellen oder Krankenkassen. In tropischen Waldgebieten können Mücken Krankheiten übertragen, weshalb langärmlige Kleidung, Mückenschutzmittel und nach Möglichkeit Moskitonetze sinnvoll sind. Festes Schuhwerk mit gutem Profil ist für Wanderungen im Pico Bonito Nationalpark obligatorisch, da die Wege steil und rutschig sein können. Eine kleine Reiseapotheke mit Pflastern, Desinfektionsmittel und Mitteln gegen Magen-Darm-Beschwerden ist empfehlenswert.
    Was die allgemeine Sicherheitslage in Honduras betrifft, sollten Reisende die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de sorgfältig prüfen. Dort finden sich Hinweise zu Kriminalität, Infrastruktur und Verhaltensempfehlungen. In der Regel bewegen sich Besucher im Pico Bonito Nationalpark im Rahmen organisierter Touren oder mit lokalen Guides, was Sicherheit und Orientierung verbessert.
  • Sprache und Kommunikation
    Amtssprache in Honduras ist Spanisch. In touristischen Einrichtungen rund um La Ceiba und den Parque Nacional Pico Bonito sind Englischkenntnisse verbreitet, vor allem bei Guides, Hotelpersonal und Touranbietern. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen. Ein paar spanische Höflichkeitsfloskeln und Begriffe rund um Natur und Wandern helfen, die Begegnungen vor Ort angenehmer zu gestalten. Mobilfunkempfang kann in den Bergen eingeschränkt sein; in Lodges ist häufig WLAN verfügbar, in entlegeneren Bereichen aber nicht durchgängig.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Die Landeswährung ist die Lempira. In größeren Städten und touristisch geprägten Gebieten werden gängige internationale Kreditkarten meist akzeptiert, in kleineren Betrieben oder bei Guides ist Bargeld jedoch oft die sicherste Option. Deutsche Girokarten werden nicht immer unterstützt; eine Kreditkarte von Visa oder Mastercard ist daher sehr hilfreich. Trinkgeld ist in Honduras üblich, allerdings nicht in so klaren Sätzen standardisiert wie etwa in Nordamerika. Für Guides, Fahrer und Servicepersonal sind kleine Beträge als Anerkennung des Service geschätzt, etwa in der Größenordnung von 5–10 % des Tourpreises oder ein paar zusätzliche Euro in lokaler Währung bei Tagestouren, je nach Zufriedenheit.
  • Kleiderordnung und Ausrüstung
    Für den Besuch des Pico Bonito Nationalparks sind leichte, atmungsaktive Kleidung, lange Hosen und langärmlige Oberteile als Schutz vor Sonne und Insekten empfehlenswert. Wasserdichte oder zumindest wasserresistente Ausrüstung, ein leichter Regenponcho und ein Tagesrucksack gehören ins Gepäck. Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnenschutz sind in der tropischen Sonne wichtig. Für Fotografie lohnt sich eine Kamera mit Teleobjektiv oder ein gutes Fernglas, insbesondere für Vogelbeobachter.
  • Fotografieren und Umweltregeln
    Fotografieren ist in der Regel erlaubt, solange Tiere und Pflanzen nicht gestört werden. Drohnen können in Honduras besonderen rechtlichen Regelungen unterliegen; Reisende sollten sich vorab über aktuelle Bestimmungen informieren und gegebenenfalls Genehmigungen einholen. Grundsätzlich gilt im Pico Bonito Nationalpark das Prinzip „Leave no trace“: keine Abfälle hinterlassen, auf den markierten Wegen bleiben, keine Pflanzen oder Tiere sammeln oder berühren. Viele Lodges und Guides weisen zu Beginn von Touren auf diese Regeln hin.
  • Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger
    Die Einreisebestimmungen für Honduras können sich ändern. Deutsche Staatsbürger sollten die jeweils aktuellen Hinweise zu Visum, Einreiseformalitäten und Sicherheitslage beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch Informationen zu erforderlichen Reisedokumenten (Passgültigkeit), eventuellen Gebühren und möglichen Transitregelungen über Drittstaaten. Für Reisen außerhalb Europas ist zudem eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption dringend empfehlenswert.
  • Zeitzone
    Honduras liegt in der Zeitzone „Central Standard Time“. Der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt in der Regel –7 Stunden, zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) meist –8 Stunden. Damit bedeutet ein Vormittag im Pico Bonito Nationalpark sehr frühen Morgen oder Nacht in Deutschland – ein Aspekt, der bei der Planung von Anrufen oder Online-Arbeit berücksichtigt werden sollte.

Warum Parque Nacional Pico Bonito auf jede La Ceiba-Reise gehört

Für viele Reisende ist La Ceiba zunächst Ausgangspunkt zu den honduranischen Karibikinseln wie Roatán oder Utila. Doch der wahre Schatz liegt im Hinterland: Der Parque Nacional Pico Bonito bietet eine seltene Mischung aus abenteuerlicher Landschaft, vielfältiger Tierwelt und vergleichsweise wenigen Besuchern. Während an einigen Stränden Mittelamerikas der Tourismus stark ausgebaut ist, wirken die Pfade im Pico Bonito Nationalpark vielfach ursprünglich.

Wer gerne aktiv unterwegs ist, findet hier ein breites Spektrum an Erlebnissen:

Wandern und Trekking: Es gibt einfache Spaziergänge an Flussufern, mittelschwere Touren zu Aussichtspunkten oder Wasserfällen und anspruchsvollere Routen, die mehrere Stunden dauern und teils steil bergauf führen. Für viele Wege ist ein Guide obligatorisch oder zumindest sehr empfehlenswert, da Pfade nicht immer lückenlos markiert sind und Wetterumschwünge sowie dichte Vegetation eine gute Ortskenntnis erfordern.

Wildwasser-Rafting: Der Rio Cangrejal ist ein Zentrum des Abenteuertourismus in der Region. Rafting-Touren werden oft mit kurzen Wanderungen und Naturbeobachtungen kombiniert. Die Kombination aus sportlicher Aktivität und Naturerlebnis spricht insbesondere jüngere Reisende und Familien mit älteren Kindern an, die mehr als nur Strandurlaub suchen.

Birdwatching und Naturfotografie: Für Vogelbeobachter gehört der Pico Bonito Nationalpark zu den wichtigsten Zielen in Honduras. Spezialanbieter organisieren Touren in den frühen Morgenstunden, wenn die Aktivität der Tiere am höchsten ist. Internationale Ornithologen erwähnen in Fachpublikationen und Vogelreiseführern die Region wiederholt als Kerngebiet für tropische Vogelbeobachtung.

Entschleunigung in Eco-Lodges: Viele Unterkünfte am Rand des Nationalparks sind bewusst klein gehalten, bestehen aus wenigen Bungalows oder Zimmern und setzen auf nachhaltige Konzepte. Oft stehen Hängematten mit Blick auf Fluss und Wald bereit, und abends sind die Geräusche des Regenwaldes das dominierende „Unterhaltungsprogramm“. Für Reisende aus Deutschland, die im Alltag stark digital eingebunden sind, kann diese Umgebung eine willkommene Entschleunigung bieten.

Hinzu kommt die Kombination mit anderen Zielen der Region. La Ceiba ist nicht nur Tor zum Pico Bonito Nationalpark, sondern auch zu karibischen Stränden, Garifuna-Dörfern entlang der Küste und den vorgelagerten Inseln. Dadurch lassen sich in einer Reise Badeurlaub, kulturelle Einblicke und intensives Naturerlebnis verbinden.

Aus Sicht von Expertinnen und Experten für nachhaltigen Tourismus bietet der Parque Nacional Pico Bonito die Chance, mit Reiseausgaben direkt lokale Strukturen zu stärken – etwa durch die Buchung von Touren bei lokalen Guides, den Einkauf in kleinen Betrieben oder den Aufenthalt in familiengeführten Lodges. Damit wird der Schutz des Nationalparks indirekt unterstützt, da die lokale Bevölkerung ein wirtschaftliches Interesse an der Erhaltung der natürlichen Ressourcen erhält.

Pico Bonito Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien taucht der Pico Bonito Nationalpark immer wieder in Bild- und Videobeiträgen auf, oft mit dramatischen Wolkenformationen über dem Gipfel, Rafting-Szenen am Rio Cangrejal oder Nahaufnahmen tropischer Vögel. Reisende teilen Eindrücke von Wanderungen, Wasserfällen und Lodge-Aufenthalten, häufig mit Stichworten wie „off the beaten path“ oder „hidden gem“ in Mittelamerika. Für deutschsprachige Nutzerinnen und Nutzer kann ein Blick auf diese Inhalte helfen, ein Gefühl für Atmosphäre, Wegbeschaffenheit und mögliche Touren zu bekommen.

Häufige Fragen zu Pico Bonito Nationalpark

Wo liegt der Pico Bonito Nationalpark genau?

Der Pico Bonito Nationalpark liegt im Norden von Honduras, südlich der Küstenstadt La Ceiba an der Karibikküste. Das Schutzgebiet umfasst Teile der Gebirgskette der Cordillera Nombre de Dios und ist von La Ceiba aus in relativ kurzer Fahrzeit erreichbar, insbesondere über die Straße entlang des Rio Cangrejal.

Seit wann gibt es den Parque Nacional Pico Bonito?

Der Parque Nacional Pico Bonito wurde in den späten 1980er-Jahren als Nationalpark ausgewiesen, meist wird das Jahr 1987 genannt. Er gehört damit zu einer Generation von Schutzgebieten in Honduras, die im Zuge eines wachsenden Bewusstseins für den tropischen Regenwald und seine Bedeutung für Klima, Biodiversität und Wasserhaushalt entstanden.

Was macht den Pico Bonito Nationalpark so besonders?

Besonders ist vor allem die Kombination aus steil aufragenden Bergen direkt hinter der Karibikküste, dichtem Regen- und Nebelwald, einer sehr hohen Artenvielfalt und vergleichsweise wenig touristischer Entwicklung. Reisende erleben hier eine authentische Dschungelatmosphäre mit Wasserfällen, wilden Flüssen und einer Fülle an Vögeln und anderen Tieren – oft ohne große Menschenmassen.

Wie komme ich als Reisende oder Reisender aus Deutschland am besten hin?

In der Regel führt der Weg von Deutschland aus über internationale Drehkreuze wie Miami, Houston oder Panama-Stadt nach Honduras, meist mit Ankunft in San Pedro Sula oder direkt in La Ceiba. Von San Pedro Sula fahren Überlandbusse oder Mietwagen nach La Ceiba, von dort geht es mit Taxi, Shuttle oder Mietwagen entlang des Rio Cangrejal zu Lodges und Parkzugängen. Vor der Reise sollten Verbindungen und Sicherheitslage sorgfältig geplant und geprüft werden.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch?

Der Pico Bonito Nationalpark kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. Viele Reisehandbücher empfehlen jedoch Zeiten mit etwas weniger Niederschlag, grob im Bereich des späten Winters und Frühjahrs der Nordhalbkugel. Zu beachten ist, dass es sich um ein tropisches Regenwaldgebiet handelt, in dem Niederschläge ganzjährig vorkommen können. Für Wanderungen und Tierbeobachtungen sind die frühen Morgenstunden meist am angenehmsten.

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