Picos de Europa als Kalksteinmassiv über Cangas de Onis
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 09:44 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Picos de Europa sind ein Kalksteinmassiv im Norden Spaniens, das sich zwischen den autonomen Gemeinschaften Asturien, Kastilien-León und Kantabrien erstreckt und in Teilen zur Gemeinde Cangas de Onis gehört. Das Gebirge bildet den Kern des Nationalparks Picos de Europa, der 1918 als erster Nationalpark Spaniens eingerichtet wurde und damit zu den frühen Schutzgebieten Europas zählt.
Picos de Europa als Kalksteinwelt im Kantabrischen Gebirge
Die Picos de Europa liegen als markanter Teil des Kantabrischen Gebirges zwischen der Atlantikküste und dem Binnenland, sodass steile Wände und tiefe Täler auf kurzer Distanz aufeinanderfolgen. Das Massiv besteht vorwiegend aus Kalkstein, in dem sich ein ausgeprägtes Karstrelief mit Gräben, Dolinen und Höhlen entwickelt hat, und bildet eine der größten Kalksteinformationen der atlantischen Zone Europas.Die Picos de Europa präsentieren die größte Kalksteinformation der atlantischen Zone In diesem Relief schneiden Flüsse tiefe Schluchten in den Fels, während Hochflächen und Grate auf über 2.000 m Höhe reichen.
Das Gebirgsmassiv ist in mehrere Teilmassive gegliedert, die durch Täler und Schluchten voneinander getrennt sind und dennoch ein zusammenhängendes Ensemble bilden.Die Picos de Europa erstrecken sich über Asturien, Kastilien-León und Kantabrien Zu den höchsten Gipfeln gehört der Torre de Cerredo, der über 2.600 m hoch ist und damit der höchste Punkt des Gebirges und zugleich einer der höchsten Gipfel des Kantabrischen Gebirges ist.Der Torre de Cerredo gilt als höchster Gipfel der Picos de Europa Zwischen den Gipfeln liegen Kare und Hochmulden, in denen sich während der Eiszeiten Gletscher gebildet haben und Spuren hinterließen.
Nationalpark Picos de Europa: Schutzgebiet mit langer Geschichte
Im Zentralbereich der Picos de Europa um Covadonga wurde 1918 der Nationalpark unter dem Namen Parque Nacional de la Montaña de Covadonga gegründet, womit ein großer Teil des Kalksteinmassivs unter Schutz gestellt wurde.Der Nationalpark Picos de Europa wurde 1918 zunächst als Nationalpark Cavadonga eingerichtet 1995 erfolgte eine Erweiterung zum heutigen Nationalpark Picos de Europa, der sich über Gebiete in Asturien, Kastilien-León und Kantabrien erstreckt und mehrere Massive umfasst. Der Park besitzt eine Fläche von über 64.000 Hektar und stellt ein repräsentatives Beispiel eines atlantisch geprägten Gebirgsökosystems dar.
Der Nationalpark Picos de Europa ist seit 2003 als Biosphärenreservat der UNESCO ausgewiesen, wodurch der ökologische Wert des Gebietes zusätzlich hervorgehoben wird.Der Nationalpark Picos de Europa ist zugleich Biosphärenreservat der UNESCO In den Schutzgebieten finden sich Wälder, Almen und Felsregionen, in denen verschiedene Tier- und Pflanzenarten des Kantabrischen Gebirges vorkommen, darunter Gebirgswälder mit Buchen und Eichen sowie Hochweiden. Mehrere Gemeinden liegen innerhalb der Parkgrenzen, sodass traditionelle Landnutzung und Naturschutz nebeneinander bestehen.
Lagos de Covadonga und Cangas de Onis als Zugang zum Massiv
Ein bekannter Zugang in den Picos de Europa ist der Bereich um die Lagos de Covadonga, zwei Hochgebirgsseen, die in einer Höhe von über 1.000 m in einer vergletscherten Mulde liegen. Die Seen Enol und Ercina liegen im Bereich der Gemeinde Cangas de Onis und bilden das historische Zentrum des Nationalparks, da der ursprüngliche Parkbereich hier ausgewiesen wurde.Die Lagos de Covadonga mit den Seen Enol und Ercina bilden das historische Zentrum des Parks Über den Seen erheben sich Kalksteinwände und Gipfel, die das Bild eines alpinen Hochtals prägen.
Cangas de Onis fungiert als wichtiger Ausgangspunkt in Asturien, von dem Straßen in Richtung Covadonga und in das Gebirgsmassiv führen.Die Hauptzufahrt in den Bereich Covadonga erfolgt über Arriondas und Cangas de Onis Entlang dieser Route liegen Informationszentren zum Nationalpark, in denen sich Besucher über die Geologie, die Vegetation und die Berglandschaft informieren können. Von hier aus führen Wege in verschiedene Höhenlagen, von Tälern mit Wiesen und Weiden bis hinauf zu Felsbändern und Graten.
Picos de Europa besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die Picos de Europa liegen im Norden Spaniens zwischen den Regionen Asturien, Kantabrien und Kastilien-León, erreichbar unter anderem über die Gemeinde Cangas de Onis in Asturien.
- Das Gelände umfasst steile Hänge, schmale Wege und Höhenniveaus vom Talboden bis in alpines Felsgelände, sodass auf manchen Routen längere Anstiege und unebenes Karstgestein zu erwarten sind.
- In der Umgebung der Picos de Europa liegen Orte wie Cangas de Onis, Covadonga und Posada de Valdeón, von denen Straßen in die Täler und Höhenlagen des Gebirges führen.
- Im Winter können in den höheren Lagen der Picos de Europa größere Schneemengen auftreten, während in tieferen Tälern grüne Wiesen und Weiden erhalten bleiben.
- Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Euro; die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Picos de Europa auf Social-Media-Plattformen
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Picos de Europa: häufige Fragen
Wo liegen die Picos de Europa?
Die Picos de Europa liegen im Norden Spaniens im Kantabrischen Gebirge, verteilt über Asturien, Kantabrien und Kastilien-León, mit Zugängen unter anderem bei Cangas de Onis.
Was bietet ein Besuch der Picos de Europa?
Ein Besuch der Picos de Europa führt in ein Kalksteinmassiv mit steilen Wänden, Schluchten, Hochflächen, Bergseen und einem Nationalpark, der Wälder, Weiden und Felsregionen umfasst.
Was kennzeichnet die Picos de Europa besonders?
Die Picos de Europa sind ein großflächiges Kalksteinmassiv, das als erster Nationalpark Spaniens unter Schutz gestellt wurde und seit 2003 zusätzlich als Biosphärenreservat eingestuft ist.
