Reichstagsgebaude in Berlin zwischen Kaiserzeit und Glaskuppel
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 00:10 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Das Reichstagsgebaude in Berlin verbindet eine steinerne Fassade aus dem späten 19. Jahrhundert mit einer weithin sichtbaren Glaskuppel. Der Bau entstand nach Plänen von Paul Wallot zwischen 1884 und 1894 und ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages.
Reichstagsgebaude zwischen Stein und Glas
Am Platz der Republik steht ein breit gelagerter Parlamentsbau mit einer Fassade aus Sandstein. Paul Wallot verband Formen der italienischen Hochrenaissance mit Elementen des Historismus. Auch Anklänge an deutsche Renaissance, Barock und Klassizismus gehören zum Erscheinungsbild des Hauses.
Die Außenarchitektur wird von einer Mittelachse, einer großen Freitreppe und Ecktürmen geprägt. Über dem Bau erhob sich ursprünglich eine Kuppel, die das Gebäude als Parlament des Deutschen Kaiserreiches sichtbar machte. Die Datierung 1884 bis 1894 gehört zur festen Geschichte des Bauwerks.
Paul Wallot und das Parlament des Kaiserreichs
Der Architekt Paul Wallot gewann den Wettbewerb für das Parlamentsgebäude. Kaiser Wilhelm I. legte 1884 den Grundstein. Am 5. Dezember 1894 wurde der Schlussstein gesetzt, nachdem zehn Jahre an der Anlage gearbeitet worden war.
Das Gebäude beherbergte den Reichstag des Deutschen Kaiserreiches und den Reichstag der Weimarer Republik. Die Inschrift „Dem Deutschen Volke“ wurde 1916 an der Fassade angebracht. Sie steht über dem Hauptportal und gehört zum politischen Gedächtnis des Ortes.
Der Reichstagsbrand von 1933 beschädigte das Gebäude schwer. Im Zweiten Weltkrieg kamen weitere Schäden hinzu. Der Wiederaufbau in den 1960er Jahren erfolgte nach Plänen von Paul Baumgarten. Die Geschichte des Hauses umfasst damit Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Krieg und deutsche Teilung.
Die Glaskuppel über dem Plenarsaal
Der Umbau für den Deutschen Bundestag veränderte das Innere des historischen Gebäudes grundlegend. Norman Foster entwarf eine neue Kuppel aus Glas und Stahl. Der Plenarsaal liegt unter ihr im Zentrum des Hauses.
Eine spiralförmige Rampe führt im Inneren nach oben. Von dort öffnet sich der Blick über Berlin und auf den Plenarsaal. Die Kuppel ist begehbar und verbindet die historische Hülle mit einer klaren, zeitgenössischen Konstruktion.
Das Reichstagsgebäude ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages. Im Gebäude tritt außerdem die Bundesversammlung zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten zusammen. Die architektonische Verbindung von Sandstein, Glas und Stahl prägt den Besuch ebenso wie die politische Nutzung.
Reichstagsgebaude besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das Gebäude liegt am Platz der Republik im Berliner Ortsteil Tiergarten, westlich des Brandenburger Tors. Die Adresse lautet Platz der Republik 1.
- Der Reichstag liegt an der Spree und ist über den Berliner Hauptbahnhof sowie über den S- und U-Bahnhof Brandenburger Tor mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar.
- Der Weg durch die Kuppel führt über eine ansteigende Rampe. Im Gebäude verbinden Treppen, Rampen und Aufzüge die verschiedenen Ebenen.
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Reichstagsgebaude: häufige Fragen
Wo liegt das Reichstagsgebaude?
Das Reichstagsgebaude steht am Platz der Republik im Berliner Ortsteil Tiergarten. Es liegt an der Spree und westlich des Brandenburger Tors.
Was bietet ein Besuch des Gebäudes?
Zur Architektur gehört die begehbare Glaskuppel von Norman Foster. Von der Rampe in der Kuppel reicht der Blick über Berlin und auf den darunterliegenden Plenarsaal.
Was kennzeichnet das Reichstagsgebaude?
Das Gebäude verbindet eine Neorenaissancefassade von Paul Wallot mit einer modernen Konstruktion aus Glas und Stahl. Seit 1999 ist es Sitz des Deutschen Bundestages.
