Schloss Schönbrunn Wien, Wien

Schloss Schönbrunn Wien: Habsburger-Glanz hinter 1.441 Zimmern

14.06.2026 - 22:39:41 | ad-hoc-news.de

Schloss Schönbrunn Wien, das barocke Schloss Schonbrunn in Wien, Österreich, vereint kaiserliche Geschichte, Prunkräume und weitläufige Gärten – und birgt Details, die viele Wien-Besucher übersehen.

Schloss Schönbrunn Wien, Wien, Reise
Schloss Schönbrunn Wien, Wien, Reise

Wer heute durch das goldene Tor von Schloss Schönbrunn Wien schreitet, betritt mit Schloss Schonbrunn – dem ehemaligen Sommersitz der Habsburger – eine Bühne der europäischen Geschichte: kaiserliche Feste, diplomatische Gipfel und private Momente großer Herrscher haben hier ihre Spuren hinterlassen.

Zwischen der strengen Barockfassade und den weiten Gartenachsen öffnet sich eine eigene Welt: 1.441 Räume, kunstvoll dekorierte Salons, der Duft frisch geschnittenen Rasens und das leise Rauschen der Brunnen machen Schloss Schönbrunn Wien zu einem der eindrucksvollsten Wahrzeichen Europas und zu einem Pflichtziel jeder Wien-Reise aus Deutschland.

Schloss Schönbrunn Wien: Das ikonische Wahrzeichen von Wien

Schloss Schönbrunn Wien ist für viele Besucher der Inbegriff von Wien: ein weitläufiges, sandgelbes Barockschloss mit symmetrischer Fassade, dahinter geometrisch angelegte Gärten und der Blick hinauf zur Gloriette, einem eleganten Aussichtsbau auf einem Hügel über der Stadt.

Gemeinsam mit dem Park gehört Schloss Schönbrunn seit Mitte der 1990er-Jahre zum UNESCO-Welterbe. Die UNESCO hebt vor allem die außergewöhnliche Geschlossenheit des Ensembles aus Schloss, Gartenanlagen und Nebenbauten hervor sowie seine Bedeutung als Residenz der Habsburger-Monarchie und als Bühne europäischer Politik.

Jahr für Jahr strömen mehrere Millionen Menschen nach Schloss Schönbrunn Wien – damit konkurriert es in Österreich mit Sehenswürdigkeiten wie dem Stephansdom oder der Festung Hohensalzburg um die Spitzenposition. Für Reisende aus Deutschland ist das Schloss zudem bequem mit Zug, Auto oder Flugzeug erreichbar, was es zu einem idealen Ziel für Wochenendtrips und längere Städtereisen macht.

Wer einmal im Innenhof steht, hört oft Sprachen aus aller Welt, sieht Reisegruppen mit Audioguides und Familien mit Kindern, die aus dem Schlosspark zum Tiergarten laufen. Dennoch finden sich im riesigen Gelände immer wieder ruhige Ecken, in denen sich das historische Ambiente ganz in Ruhe auf sich wirken lässt.

Geschichte und Bedeutung von Schloss Schonbrunn

Die Geschichte von Schloss Schonbrunn reicht deutlich weiter zurück als die heutige barocke Gestalt vermuten lässt. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle ein adeliger Landsitz, der im 16. und frühen 17. Jahrhundert als Jagdresidenz genutzt wurde. Der Name „Schönbrunn“ geht vermutlich auf eine besonders klare Quelle („schöner Brunnen“) zurück, die in dem Gebiet entsprang.

Im späten 17. Jahrhundert ließ Kaiser Leopold I. anstelle der älteren Anlage ein repräsentatives Schloss errichten. Der Architekt Johann Bernhard Fischer von Erlach, einer der wichtigsten Barockbaumeister im Habsburgerreich, entwarf einen ambitionierten Plan, der ursprünglich noch größer gedacht war als das heutige Schloss.

Nach Zerstörungen im Zuge der Zweiten Türkenbelagerung und späteren Anpassungen entwickelte sich Schloss Schonbrunn im 18. Jahrhundert zum zentralen Sommersitz des Hofes. Besonders unter Kaiserin Maria Theresia wurde die Anlage umfassend umgestaltet und in etwa jene Form gebracht, die Besucher heute kennen: die langgezogene Schlossfront, die geordneten Barockgärten und die Anlage der Gloriette auf dem Hügel gegenüber.

In dieser Zeit wurde Schloss Schönbrunn Wien auch politisch bedeutsam. Hier fanden vertrauliche Beratungsgespräche der Herrscherfamilie statt, Empfänge für ausländische Gesandte und große Feste, die die Macht und den Reichtum der Habsburger demonstrieren sollten. Kunsthistorische Fachliteratur hebt hervor, dass die Gestaltung der Räume und der Gärten bewusst darauf angelegt war, die kaiserliche Autorität auch räumlich erlebbar zu machen.

Im 19. Jahrhundert, zur Zeit Kaiser Franz Josephs, wurde Schloss Schönbrunn Wien zur prägenden Kulisse für ein neues Kapitel der Geschichte: der langsame Übergang von der traditionellen Monarchie in eine moderne, industrialisierte Gesellschaft. Franz Joseph, der hier geboren wurde und einen Großteil seines Lebens verbrachte, machte Schönbrunn zu seinem bevorzugten Wohnsitz. Seine Ehefrau Kaiserin Elisabeth („Sisi“) ist bis heute eine der bekanntesten Figuren der Habsburger-Dynastie und trägt zur anhaltenden Faszination des Schlosses bei.

Nach dem Ende der Monarchie 1918 ging Schloss Schönbrunn in staatlichen Besitz über. Das Schloss wurde für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, zunächst mit geführten Besichtigungen, später auch mit frei zugänglichen Bereichen im Park. Heute wird die Anlage von einer eigenen Betriebsgesellschaft verwaltet, die unter anderem für Erhalt, Restaurierungen und Besucherorganisation zuständig ist.

Die UNESCO bezeichnet Schönbrunn als herausragendes Beispiel einer Gesamtkunstanlage des Barock, in der Architektur, Gartenkunst und Innenausstattung eine Einheit bilden. Kulturhistoriker betonen zudem, dass sich in Schönbrunn die wechselvolle Geschichte der Habsburgermonarchie – von der Blütezeit unter Maria Theresia bis zum Ende des Kaiserreichs – wie in einem Brennglas ablesen lässt.

Für deutschsprachige Besucher bietet sich hier auch ein spannender Vergleich zur eigenen Geschichte an: Während in Preußen das Schloss Sanssouci in Potsdam eine wichtige Rolle spielte, symbolisiert Schönbrunn die österreichische Variante des höfischen Lebens. Beide Anlagen sind etwa im gleichen Zeitraum entstanden, folgen aber unterschiedlichen stilistischen und politischen Leitbildern.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch gehört Schloss Schönbrunn Wien zum Hoch- und Spätbarock mit Übergängen zum frühen Klassizismus. Die langgestreckte Hauptfassade mit ihrem charakteristischen, ocker-gelben Anstrich – oft als „Schönbrunner Gelb“ bezeichnet – vermittelt schon von außen eine Mischung aus Strenge und Eleganz.

Der zentrale Baukörper wird durch leicht vorspringende Risalite gegliedert, die der Fassade Tiefe geben. Die symmetrische Anordnung der Fenster und die betonten Mittelachsen sind typisch für barocke Schlossanlagen, die auf Repräsentation und klare Ordnung ausgerichtet waren. Kunsthistorische Studien verweisen darauf, dass die Gesamtkomposition symbolisch die Hierarchie von Hof und Staat widerspiegeln sollte.

Im Inneren entfaltet sich der eigentliche Prunk des Schlosses. Die bekannteste Raumfolge ist die enfiladeartige Serie von Salons und Sälen, die sich entlang der Gartenfront erstreckt. Besonders eindrucksvoll sind:

• Große und Kleine Galerie: Diese Festräume dienten Bällen, Konzerten und Empfängen. Vergoldete Stuckaturen, Kristalllustern und Spiegel schaffen eine schimmernde, fast theatralische Atmosphäre. Während klassischer Musik- und Gesellschaftsveranstaltungen spiegelte sich hier das Selbstverständnis des Kaiserhofes.

• Spiegelsaal: In diesem vergleichsweise kleineren, aber reich ausgestatteten Saal soll der junge Wolfgang Amadeus Mozart als Wunderkind vor Kaiserin Maria Theresia musiziert haben – eine der bekanntesten Anekdoten, die sich um Schönbrunn ranken. Auch wenn Details der Episode in der Forschung diskutiert werden, zeigt sie, wie früh das Schloss zum kulturellen Mittelpunkt der Stadt wurde.

• Privaträume Franz Josephs und Elisabeths: Hier wird die private Seite der Monarchie sichtbar. Die Räume des Kaisers sind vergleichsweise schlicht möbliert, was gut zu seiner Reputation als arbeitsamer Herrscher passt. Die Zimmer Elisabeths spiegeln dagegen ihr Bedürfnis nach Rückzug wider und stehen in scharfem Kontrast zum öffentlichen Glanz des Hofes.

Ein zentrales Kunstwerk ist die vielteilige Innenausstattung im Rokoko-Stil, einer verspielten Weiterentwicklung des Barock. Geschwungene Linien, florale Ornamente, Pastellfarben und aufwendige Stuckaturen prägen viele Räume. Kunsthistoriker unterstreichen, dass Schönbrunn eines der wichtigsten Beispiele für Rokoko-Ausstattung im mitteleuropäischen Raum darstellt.

Auch die Gärten von Schloss Schonbrunn sind ein Kunstwerk für sich. Die symmetrischen Parterres, die geschnittenen Hecken, die Brunnen und Skulpturen bilden zusammen mit dem Schloss eine sorgfältig komponierte Gesamtanlage. Der Neptunbrunnen am Ende des großen Parterres dient als optischer Schlusspunkt der zentralen Sichtachse. Von hier führt der Blick weiter hinauf zur Gloriette.

Die Gloriette selbst ist ein pavillonartiger Bau aus dem späten 18. Jahrhundert, der ursprünglich als Aussichtstempel und als Ort kleinerer Feste diente. Von dort aus bietet sich einer der schönsten Ausblicke über Schloss, Park und die Stadt Wien – besonders stimmungsvoll bei Sonnenaufgang oder in der goldenen Abendstunde.

Ein weiteres Highlight für viele Besucher ist der Tiergarten Schönbrunn, der als einer der ältesten noch bestehenden Zooanlagen der Welt gilt. Er entstand im 18. Jahrhundert als kaiserliche Menagerie und hat sich im Laufe der Zeit zu einem modernen Zoo mit Artenschutzprogrammen entwickelt. Die Verbindung aus historischer Architektur und zeitgemäßer Tierhaltung wird von Fachleuten für Zoo- und Gartenkunst immer wieder hervorgehoben.

Zum Schlosskomplex gehört außerdem ein Palmhaus, eine eindrucksvolle Eisen-Glas-Konstruktion aus dem 19. Jahrhundert, in der exotische Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen gezeigt werden. Solche Gewächshäuser waren im 19. Jahrhundert Symbole technischen Fortschritts und kolonialer Sammelleidenschaft; in Schönbrunn ist eines der größten seiner Art im europäischen Raum erhalten.

Die offizielle Verwaltung von Schloss Schönbrunn Wien betont, dass laufend Restaurierungsarbeiten durchgeführt werden, um die Bausubstanz, die historischen Oberflächen und die Kunstwerke zu erhalten. Restauratoren orientieren sich dabei an historischen Quellen, Farbanalysen und wissenschaftlichen Untersuchungen, um den originalen Eindruck so weit wie möglich zu bewahren.

Schloss Schönbrunn Wien besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Schloss Schönbrunn Wien ein gut erreichbares und zugleich leicht planbares Reiseziel. Die folgenden Hinweise liefern einen praxisnahen Überblick für die Vorbereitung.

  • Lage und Anreise
    Schloss Schönbrunn befindet sich im Westen Wiens, im 13. Gemeindebezirk Hietzing. Vom Stadtzentrum (z.?B. Stephansdom) sind es nur wenige Kilometer, erreichbar mit der U-Bahn-Linie U4 (Station „Schönbrunn“ oder „Hietzing“) sowie mehreren Bus- und Straßenbahnlinien. Von großen deutschen Städten wie München, Frankfurt am Main oder Berlin führen direkte oder umstiegsarme Bahnverbindungen nach Wien Hauptbahnhof. Ab München dauert die ICE- oder Railjet-Fahrt in der Regel rund 4 bis 5 Stunden, ab Frankfurt etwa 6 bis 7 Stunden, ab Berlin – je nach Verbindung – meist zwischen 7 und 9 Stunden. Mit dem Flugzeug wird Wien über den internationalen Flughafen Wien-Schwechat angebunden; von dort gelangt man mit Zug, S-Bahn oder Shuttle in etwa 20 bis 30 Minuten ins Stadtzentrum. Für die Anreise mit dem Auto führen Autobahnen aus Deutschland (z.?B. via Passau oder Salzburg) nach Österreich; es besteht Vignettenpflicht auf vielen Autobahnabschnitten.
  • Ă–ffnungszeiten
    Die Innenräume von Schloss Schönbrunn Wien können ganzjährig besichtigt werden, wobei die Öffnungszeiten saisonal variieren können. Üblich sind tägliche Öffnungen von den Morgenstunden bis in den späteren Nachmittag. Der Park ist in der Regel tagsüber frei zugänglich, ebenfalls mit saisonabhängigen Zeiten für bestimmte Bereiche. Da sich Öffnungszeiten ändern können – etwa bei Veranstaltungen, Wartungsarbeiten oder besonderen Feiertagen – sollten Reisende die aktuellen Angaben direkt bei Schloss Schönbrunn Wien oder der offiziellen Tourismusinformation von Wien prüfen.
  • Eintritt
    Für die Besichtigung der Prunkräume im Schloss wird Eintritt erhoben, häufig in Form unterschiedlicher Touren (z.?B. kürzere und längere Rundgänge, Kombitickets mit Gloriette, Tiergarten oder anderen Attraktionen). Der Schlosspark selbst ist in weiten Teilen frei zugänglich, einzelne Bereiche (wie spezielle Gartenabschnitte oder das Labyrinth) können gesondert kostenpflichtig sein. Ticketpreise werden in Euro angegeben und können sich im Laufe der Zeit verändern; Besucher sollten daher vorab online oder an der offiziellen Kasse die jeweils aktuellen Konditionen prüfen. In der Regel werden gängige Kreditkarten und Bankkarten akzeptiert, Online-Tickets bieten häufig die Möglichkeit, Wartezeiten zu verkürzen.
  • Beste Reisezeit
    Schloss Schönbrunn Wien ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis, wirkt aber je nach Saison sehr unterschiedlich. Im Frühling entfalten die Blumenbeete und Bäume ihre volle Farbenpracht, im Sommer laden die schattigen Wege und Brunnen zu längeren Spaziergängen ein. Der Herbst taucht das Gelände in warme Farben, während der Winter – insbesondere bei Schnee – eine besondere, fast märchenhafte Stimmung schafft. In den Hauptreisezeiten (später Frühling bis früher Herbst) und an Wochenenden ist mit starkem Besucherandrang zu rechnen, vor allem in den Innenräumen. Wer Warteschlangen vermeiden möchte, plant Besuche möglichst früh am Morgen oder in den späteren Nachmittagsstunden und sichert sich Tickets nach Möglichkeit im Voraus.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten
    In Wien wird Deutsch gesprochen, wobei der lokale Dialekt auf Hochdeutsch basierende Nuancen aufweist. In touristischen Bereichen wie Schloss Schönbrunn Wien sind zudem Englischkenntnisse weit verbreitet; auch Informationen und Audioguides werden in mehreren Sprachen angeboten. Bezahlen kann man in Österreich mit Euro, gängige Kreditkarten werden besonders in touristischen Einrichtungen, Hotels und Restaurants gut akzeptiert. Girokarten (Debitkarten) funktionieren meist problemlos, insbesondere wenn sie mit einem internationalen Zahlungssystem (z.?B. Maestro, V-Pay oder Debit Mastercard) verbunden sind. Mobile Payment (etwa über Smartphone-Apps) setzt sich zunehmend durch, ist aber insbesondere in kleineren Betrieben nicht überall garantiert. Trinkgeld wird in der Gastronomie und bei Dienstleistungen wie Taxis oder Führungen geschätzt; üblich sind etwa 5 bis 10?% oder das Aufrunden des Rechnungsbetrags. In den Innenräumen des Schlosses gelten in der Regel Fotografierbeschränkungen – häufig ist Fotografieren ohne Blitz teilweise erlaubt, teilweise untersagt; im Zweifelsfall sollten Besucher die Hinweise vor Ort beachten. Rücksicht auf andere Gäste, leise Gespräche und der Schutz der historischen Ausstattung stehen im Vordergrund.
  • Einreisebestimmungen
    Österreich gehört zur Europäischen Union und zum Schengen-Raum. Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise in der Regel mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass möglich. Da sich Bestimmungen ändern können – etwa aufgrund politischer Entwicklungen oder besonderer Gesundheitslagen – sollten Reisende aus Deutschland die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Innerhalb der EU besteht für gesetzlich Krankenversicherte die Möglichkeit, mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) beziehungsweise der auf der Versichertenkarte integrierten Funktion medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen; eine zusätzliche Auslandsreiseversicherung kann dennoch sinnvoll sein.

Die Zeitverschiebung zwischen Wien und Deutschland entfällt, da Österreich wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beziehungsweise in der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) liegt. Dies erleichtert insbesondere Kurzreisen oder Geschäftsbesuche, da sich Reisende nicht auf geänderte Uhrzeiten einstellen müssen.

Warum Schloss Schonbrunn auf jede Wien-Reise gehört

Schloss Schönbrunn Wien ist weit mehr als ein Fotomotiv für Postkarten oder Instagram: Es ist ein Ort, an dem sich Architektur, Geschichte und Alltagsleben auf besondere Weise überlagern. Wer hier durch die Prunkräume geht, bewegt sich auf demselben Parkett, über das Monarchen, Diplomaten und Künstler vor Jahrhunderten schritten.

Für Reisende aus Deutschland eröffnet sich damit ein unmittelbar erlebbarer Blick auf die gemeinsame mitteleuropäische Geschichte. Viele Entwicklungen, die sich in Schönbrunn abspielten – vom höfischen Zeremoniell über die Aufklärung bis hin zu den Umbrüchen des 19. Jahrhunderts – beeinflussten auch politische und kulturelle Prozesse im deutschsprachigen Raum.

Gleichzeitig ist Schloss Schonbrunn ein Ort intensiver sinnlicher Eindrücke: das Funkeln der Kristalllüster, der Geruch von Wachs und Holz in den historischen Sälen, das Spiel von Licht und Schatten in den Gängen, das Rauschen der Baumkronen im Park. Ein Spaziergang aus dem Schloss hinaus, den Hang hinauf zur Gloriette, bietet eine stimmungsvolle Abfolge von Perspektiven – vom strengen Barockparterre bis zum weiten Blick über die Dächer Wiens.

Die Kombination aus Schloss, Gärten, Tiergarten, Palmhaus und weiteren Attraktionen macht den Besuch zu einem Tagesprogramm, das sich je nach Interesse und Reiseform anpassen lässt. Familien mit Kindern können den Schwerpunkt eher auf den Tiergarten oder das Labyrinth legen, Kulturinteressierte auf die Prunkräume und Sonderführungen, Spaziergänger auf die Gartenanlagen und Aussichtspunkte.

In unmittelbarer Nähe bieten sich zudem weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt an: Das Zentrum von Wien mit Hofburg, Stephansdom, Ringstraße und zahlreichen Museen ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln schnell erreicht. Wer eine Reise aus Deutschland plant, kann Schloss Schönbrunn Wien daher problemlos in eine längere Wien-Städtereise integrieren – oder das Schloss sogar zum Höhepunkt eines Wochenendes machen.

Viele Reiseführer – darunter renommierte deutschsprachige Reihen – empfehlen, sich für Schönbrunn bewusst ausreichend Zeit zu nehmen. Ein bloßer Schnelldurchgang durch die Hauptsäle greift zu kurz, um die Atmosphäre des Ortes wirklich zu erfassen. Wer Schloss, Park und vielleicht noch die Gloriette oder den Tiergarten kombinieren möchte, sollte mindestens einen halben, eher einen ganzen Tag einplanen.

Auch Veranstaltungen tragen dazu bei, dass Schloss Schönbrunn Wien lebendig bleibt. In den Sommermonaten finden auf dem Areal traditionell Open-Air-Konzerte und kulturelle Programme statt, die die historische Kulisse mit Musik und Lichtspiel verbinden. Diese Formate verbinden das Erbe der klassischen Musikstadt Wien mit zeitgenössischem Veranstaltungserlebnis.

Aus Perspektive einer Leserschaft in Deutschland bietet Schloss Schönbrunn Wien damit etwas, das sich nur schwer substituieren lässt: eine verdichtete Erfahrung von Geschichte, Kultur und europäischer Gemeinsamkeit – in einer Stadt, die von vielen deutschen Metropolen aus bequem erreichbar ist. In Kombination mit Wiener Kaffeehauskultur, Heurigenlokalen und dem vielfältigen Museumsangebot ergibt sich ein Reiseziel, das sowohl für Erstbesuche als auch für Wiederkehrende immer wieder neue Facetten bereithält.

Schloss Schönbrunn Wien in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien gehört Schloss Schonbrunn zu den meistgezeigten Motiven Wiens: Sonnenaufgänge über der Gloriette, winterliche Schneelandschaften und detailreiche Innenaufnahmen der Prunkräume prägen das Bild des Schlosses in Feeds und Storys.

Häufige Fragen zu Schloss Schönbrunn Wien

Wo liegt Schloss Schönbrunn Wien genau?

Schloss Schönbrunn liegt im 13. Wiener Gemeindebezirk Hietzing, westlich des Stadtzentrums von Wien. Es ist mit der U-Bahn-Linie U4 (Station „Schönbrunn“ oder „Hietzing“), mehreren Buslinien sowie mit dem Auto über das städtische Straßennetz leicht zu erreichen.

Seit wann gibt es Schloss Schonbrunn in seiner heutigen Form?

Die Wurzeln der Anlage reichen zwar bis in die Frühe Neuzeit zurück, doch die heutige Erscheinung von Schloss Schönbrunn Wien entstand vor allem im 18. Jahrhundert unter Kaiserin Maria Theresia. In dieser Zeit wurden Fassaden, Raumfolgen und Gartenanlagen maßgeblich gestaltet und prägen bis heute den Eindruck des Schlosses.

Was gehört bei einem Besuch von Schloss Schönbrunn Wien unbedingt dazu?

Zu den Höhepunkten zählen die Prunkräume im Schloss mit Großer und Kleiner Galerie, die Gartenanlagen mit dem Neptunbrunnen sowie der Aufstieg zur Gloriette mit ihrer Aussicht auf Schloss und Stadt. Je nach Interesse bietet sich auch ein Besuch des Tiergartens, des Palmhauses oder spezieller Gartenbereiche an.

Wie viel Zeit sollten Reisende aus Deutschland fĂĽr Schloss Schonbrunn einplanen?

Für einen ersten Eindruck mit einer Schlossführung und einem Spaziergang durch den Park sollte mindestens ein halber Tag eingeplant werden. Wer zusätzlich Gloriette, Tiergarten oder Palmhaus besuchen möchte, ist mit einem vollen Tag auf dem Schlossgelände gut beraten.

Wann ist die beste Reisezeit für Schloss Schönbrunn Wien?

Besonders reizvoll sind Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen angenehm sind und die Gärten in Blüte oder in warmen Herbstfarben stehen. Im Sommer ist mit mehr Andrang zu rechnen, während der Winter – insbesondere mit Schnee – ein sehr stimmungsvolles Bild des Schlosses vermittelt. Frühmorgens oder spätnachmittags ist es oft ruhiger als zur Mittagszeit.

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