Stonehenge: Steinkreis der Jungsteinzeit in Amesbury
Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 09:48 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Stonehenge nahe Amesbury im Süden Englands ist ein monumentaler Steinkreis aus der Jungsteinzeit, der mindestens bis in die Bronzezeit genutzt wurde und eine komplexe Landschaft prähistorischer Ritualorte prägt. Das Bauwerk entstand in mehreren Phasen ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. und gehört gemeinsam mit Avebury und weiteren Anlagen seit 1986 zum UNESCO-Welterbe „Stonehenge, Avebury and Associated Sites“.
Stonehenge: Steine, Erdwerke und Bauphasen
Stonehenge liegt in der Grafschaft Wiltshire auf einer sanft gewellten Hochebene nördlich des Flusses Avon und besteht aus einem kreisförmigen Erdwall mit vorgelagertem Graben und einem innen liegenden System aus großen Steinen. Der früheste nachweisbare Bauabschnitt wird mit der Anlage des kreisförmigen Erdwerks in das späte 4. bis frühe 3. Jahrtausend v. Chr. datiert, archäologische Untersuchungen ordnen diese Phase um 3100 v. Chr. ein.Datierung der ersten Phase Innerhalb des Walles wurden im Verlauf verschiedener Bauphasen mehrere konzentrische Kreise und Hufeisenanordnungen von Steinen geschaffen, deren Positionen sich im Lauf der Zeit änderten.
Die heute sichtbaren großen stehenden Blöcke bestehen überwiegend aus hartem Sandstein, oft als Sarsen bezeichnet, während kleinere Blöcke aus sogenannten Blausteinen stammen, deren Herkunft in weiter entfernten Regionen zu suchen ist.Material und Steinarten Der Bau der steinernen Elemente setzte im mittleren 3. Jahrtausend v. Chr. ein und erstreckte sich über viele Jahrhunderte, sodass Stonehenge in seiner erhaltenen Form eine über lange Zeit entwickelte Komposition aus Erdwerk, Zugangsachsen und Steinkreisen zeigt.langer Bauzeitraum
Prähistorische Kultlandschaft um Amesbury
Der Steinkreis von Stonehenge gehört zu einem weit ausgreifenden System prähistorischer Monumente, das sich über weite Teile der Landschaft um Amesbury erstreckt und zusammen mit Avebury als Weltkulturerbe geschützt ist.UNESCO-Welterbe in Wiltshire In dieser Kultlandschaft liegen zahlreiche Hügelgräber, weitere Erdwälle und Prozessionswege, die über einen Zeitraum von etwa 3700 bis 1600 v. Chr. angelegt wurden und damit eine jahrhundertelange Abfolge von Bestattungs- und Ritualpraktiken dokumentieren.kontinuierliche Nutzung in der Jungsteinzeit und Bronzezeit
Die Lage von Stonehenge auf der offenen Hochfläche erlaubt weite Blicke über die Felder und zu weiteren prähistorischen Anlagen in der Umgebung. Sichtbeziehungen zwischen einzelnen Monumenten und die Anordnung entlang markanter Achsen sind archäologisch gut belegt, sodass der Steinkreis nicht isoliert, sondern als Bestandteil eines zusammenhängenden rituellen Landschaftsraums zu verstehen ist. Dieser Raum umfasst neben den Steinkreisen auch lineare Erdwerke und Gruppen von Grabhügeln, die teilweise in Sichtweite des Steinkreises angelegt wurden.
Archäologie, Datierung und heutiger Schutzstatus
Die Rekonstruktion der Bauphasen von Stonehenge beruht auf umfangreichen archäologischen Ausgrabungen sowie auf naturwissenschaftlichen Datierungsmethoden wie der Radiokarbondatierung. Dabei zeigte sich, dass die Nutzungsgeschichte der Anlage mehrere Stadien umfasst, von der frühen Anlage des Erdwerks über Holzpfostenkreise bis hin zur Aufstellung und Umgruppierung der großen Steine.Abfolge der Bauphasen Die Nutzung reicht bis in die Bronzezeit, bevor der Steinkreis als monumentales Relikt in der Landschaft erhalten blieb.
1986 wurden Stonehenge, Avebury und die verbundenen Monumente von der UNESCO als Weltkulturerbe eingetragen, wobei der Schutz neben dem Steinkreis selbst auch das umgebende Gelände und zahlreiche Einzeldenkmäler umfasst.Eintragung als Weltkulturerbe 1986 Die Einstufung als Kulturerbe spiegelt die herausragende Bedeutung der Anlage für das Verständnis der europäischen Urgeschichte und sichert zugleich langfristig den Erhalt der Monumente in der offenen Landschaft von Wiltshire.
Stonehenge besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Stonehenge liegt in der Nähe von Amesbury in der Grafschaft Wiltshire; der nächstgelegene größere Verkehrsknoten ist die Stadt Salisbury, von der Straßenverbindungen in Richtung des Steinkreises führen.
- Das Gelände von Stonehenge ist eine offene Hochebene mit Grasflächen, auf denen der Zugang zum Steinkreis über angelegte Wege erfolgt, die teilweise leicht ansteigen.
- In der Umgebung des Steinkreises liegen weitere prähistorische Monumente und Felder, sodass sich der Besuch mit einem Spaziergang durch die offene Landschaft verbinden lässt.
- Das Vereinigte Königreich gehört nicht zum deutschsprachigen Raum; Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird in Pfund Sterling.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Stonehenge auf Social-Media-Plattformen
Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Stonehenge.
Stonehenge: häufige Fragen
Wo liegt Stonehenge genau?
Stonehenge liegt in der Nähe der Kleinstadt Amesbury in der Grafschaft Wiltshire im Süden des Vereinigten Königreichs, unweit des Flusses Avon.
Was bietet ein Besuch von Stonehenge?
Ein Besuch von Stonehenge bietet den direkten Eindruck eines monumentalen prähistorischen Steinkreises in einer offenen Hügellandschaft mit weiteren sichtbaren archäologischen Anlagen.
Was kennzeichnet Stonehenge besonders?
Stonehenge ist besonders durch seinen ringförmigen Erdwall, die großen Sarsensteine und Blausteine sowie seine Einbindung in eine weitreichende Kultlandschaft aus der Jungsteinzeit und Bronzezeit gekennzeichnet.
