Victoriafälle, Reise

Victoriafälle: Warum Victoria Falls Reisende aus Deutschland magisch anzieht

21.06.2026 - 08:43:09 | ad-hoc-news.de

Die Victoriafälle bei Victoria Falls in Simbabwe/Sambia zählen zu den eindrucksvollsten Naturwundern Afrikas. Was deutsche Reisende hier wirklich erwartet – von Gischtregen bis Sambesi-Nebel – zeigt dieser ausführliche Guide.

Victoriafälle, Reise, Wahrzeichen
Victoriafälle, Reise, Wahrzeichen

Wenn sich der Sambesi in einem einzigen, donnernden Vorhang in die Tiefe stürzt und ein feiner Sprühnegel wie Regen in der Sonne glitzert, versteht man, warum die Victoriafälle (englisch „Victoria Falls“, sinngemäß „Wasserfälle der Königin Victoria“) in der Landessprache der Kololo auch „Mosi-oa-Tunya“ – „der Rauch, der donnert“ – heißen.

Der Grenzwasserfall zwischen Simbabwe und Sambia ist kein stilles Panorama, sondern eine körperliche Erfahrung: tosende Gischt, vibrierende Luft, feuchte Haut, Regenbögen über der Schlucht. Für viele Reisende aus Deutschland ist dieser Ort der emotionale Höhepunkt einer Afrika-Reise – und eine der spektakulärsten Begegnungen mit Naturgewalt weltweit.

Victoriafälle: Das ikonische Wahrzeichen von Victoria Falls

Die Victoriafälle liegen am Mittellauf des Sambesi an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia und bilden das Herz der gleichnamigen Stadt Victoria Falls auf der simbabwischen Seite. Die UNESCO zählt sie seit den 1980er-Jahren zum Weltnaturerbe, weil der Wasserfall in seiner Kombination aus Breite, Höhe und Wassermenge weltweit nahezu einzigartig ist und eine außergewöhnliche ökologische und landschaftliche Bedeutung besitzt.

In der Regenzeit stürzen sich hier Wasserströme über eine rund 1,7 km lange Basaltkante in eine enge Schlucht – die Fallkante ist damit deutlich länger als etwa die Breite der Rheinfallkante bei Schaffhausen. Die Fallhöhe liegt je nach Abschnitt grob zwischen 70 und 100 m; damit sind die Victoriafälle höher als die Niagarafälle, aber etwas weniger hoch als die höchsten Stufen der Iguazú-Fälle. Solche Vergleiche helfen, das Naturmonument zu verorten – ersetzen das unmittelbare Erlebnis jedoch nicht.

Charakteristisch ist nicht nur das Wasser, sondern der ständige Sprühnebel, der in der Hochwasserzeit wie eine senkrechte Wolke weit über den Rand des Sambesi aufsteigt und noch aus mehreren Kilometern Entfernung sichtbar ist. In diesem feuchten Mikroklima gedeiht ein üppiger Regenwald-Gürtel entlang des Rundwegs – inmitten einer ansonsten eher savannenartigen Umgebung. Dazu kommt das dauerhaft dröhnende Donnern der Wassermassen, das in der Trockenzeit zwar abnimmt, aber nie ganz verstummt.

Von deutscher Perspektive aus sind die Victoriafälle eine Art „natürlicher Kölner Dom“ des südlichen Afrikas: ein überregionaler Identifikationspunkt, der zugleich nationales Symbol, touristischer Magnet und UNESCO-geschützter Naturraum ist. Viele Simbabwer und Sambier sehen das Spektakel als Stolz ihres Landes, Tourismusverbände beider Staaten nutzen das Bild der Fälle als zentrales Motiv in ihrer Außendarstellung.

Geschichte und Bedeutung von Victoria Falls

Lange bevor europäische Entdecker den Wasserfall erreichten, kannten und verehrten ihn die lokalen Völker der Region. Der Name „Mosi-oa-Tunya“ („der Rauch, der donnert“) spiegelt diese alte Wahrnehmung wider: Der Sprühnebel wirkt aus der Ferne wie Rauch, das Donnern des Wassers wie ein Gewitter. Archäologische Funde in der Umgebung deuten darauf hin, dass Menschen hier seit vielen Jahrhunderten, wahrscheinlich seit Jahrtausenden, siedeln und jagen.

In der europäischen Geschichtsschreibung verknüpft sich der Ort vor allem mit dem schottischen Missionar und Afrikaforscher David Livingstone. Er gilt als erster Europäer, der die Fälle Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieb. Livingstone gab dem Wasserfall zu Ehren der damaligen britischen Monarchin den Namen „Victoria Falls“. Im kolonialen Zeitalter setzte sich dieser Name im internationalen Sprachgebrauch durch, während die einheimische Bezeichnung vor allem lokal weiter lebte.

Die Region stand in der Folge zunächst unter britischem Einfluss. Zunächst war dies Teil des von der British South Africa Company dominierten Gebiets, später entwickelte sich daraus das heutige Simbabwe (ehemals Südrhodesien) sowie Sambia (ehemals Nordrhodesien). Die Fälle wurden zu einem wichtigen Symbol der kolonialen Erschließung des südlichen Afrikas, unter anderem durch den Bau der Eisenbahnlinie und der Victoria Falls Bridge Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese Brücke, die noch heute genutzt wird, verbindet die beiden Staaten und bietet einen spektakulären Blick in die Schlucht.

Nach den Unabhängigkeiten Sambias (1964) und Simbabwes (1980) wurden die Victoriafälle zu einem gemeinsamen Natur- und Wirtschaftsfaktor beider Länder. Beide Seiten richteten Nationalparks ein, um den Schutz des Gebiets zu sichern und zugleich den Tourismus planbar zu entwickeln. Das Areal gehört heute zu den am besten erschlossenen Naturattraktionen in dieser Region Afrikas, ohne seinen brachialen Charakter eingebüßt zu haben.

Die UNESCO betont in ihren Bewertungen die globale Bedeutung der Victoriafälle als herausragendes Beispiel tektonischer und hydrologischer Prozesse sowie als Lebensraum für spezialisierte Pflanzen- und Tiergemeinschaften entlang der Sprühnebel-Zone. Gleichzeitig weisen Umweltorganisationen darauf hin, dass Klimawandel, Wasserentnahme flussaufwärts und wachsende Besucherzahlen langfristig Auswirkungen auf den Wasserstand, die Ökologie und die Infrastruktur haben können.

Architektur, Naturbild und besondere Merkmale

Auch wenn es sich bei den Victoriafällen um ein Naturwunder handelt, spielt menschliche Baukunst rund um die Fälle eine wichtige Rolle. Die Victoria Falls Bridge ist eines der markantesten Bauwerke der Region. Die Stahlbogenbrücke überspannt die enge Schlucht unmittelbar unterhalb der Fälle. Sie wurde in der kolonialen Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet, um die Eisenbahnstrecke zwischen Südafrika und dem damaligen Nordrhodesien zu schließen. Die Konstruktion ermöglicht bis heute sowohl Zug- als auch Fahrzeugverkehr und fungiert als Grenzübergang zwischen Simbabwe und Sambia.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist vor allem die Gestaltung der Aussichtspunkte relevant. Auf der simbabwischen Seite führt ein angelegter Rundweg entlang der gegenüberliegenden Felswand, von der aus man die Fallkante frontal sieht. Je nach Wasserstand wird man hier – ähnlich wie in einem starken Sommerregen – vollständig durchnässt, weshalb Regenjacken oder Ponchos sehr empfehlenswert sind. Auf der sambischen Seite stehen teils andere Perspektiven im Vordergrund, unter anderem Blicke direkt an den Rand des Wasserfalls sowie Zugänge zu natürlichen Felsbecken oberhalb der Kante, die in der Trockenzeit für geführte Touren freigegeben werden können.

Der landschaftliche Rahmen ist durch vulkanische Basaltplateaus geprägt, die der Sambesi im Laufe der Erdgeschichte immer weiter ausgehöhlt hat. Der Fluss stürzt heute über eine Kante in eine enge, tiefe Schlucht und biegt dann abrupt ab. In der Umgebung finden sich zahlreiche weitere Schluchten, die als Relikte früherer Wasserfallpositionen gelten. Für geologisch Interessierte ist dies ein faszinierendes Beispiel dafür, wie sich ein Flusssystem im Lauf von Jahrtausenden rückwärts in die Landschaft frisst.

Botanisch interessant ist der erwähnte Regenwald-Streifen entlang des simbabwischen Rundwegs. Durch den permanenten Sprühnebel entsteht ein feuchtes Mikroklima, in dem Moose, Farne, Lianen und immergrüne Bäume gedeihen. Nur wenige Schritte entfernt, hinter dieser schmalen Zone, geht die Vegetation wieder in trockene Savanne über. Diese plötzliche Veränderung macht den Besuch besonders eindrücklich.

Auch die Tierwelt spielt eine Rolle: In der weiteren Umgebung der Fälle, insbesondere entlang des Sambesi und in den angrenzenden Nationalparks, leben Elefanten, Flusspferde, Krokodile, zahlreiche Antilopenarten und eine große Vielfalt an Vögeln. In der unmittelbaren Nähe der Fälle steht jedoch der Wasserfall im Fokus, Tierbeobachtungen sind typischerweise Teil von ergänzenden Safaris oder Bootsfahrten auf dem Fluss oberhalb der Kante, etwa bei Sonnenuntergangs-Cruises.

Victoriafälle besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Victoriafälle liegen am Sambesi an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia. Die nächstgelegene touristische Infrastruktur findet sich in der Stadt Victoria Falls auf simbabwischer Seite sowie in Livingstone auf sambischer Seite. Beide Städte verfügen über internationale Flughäfen mit Verbindungen zu regionalen Drehkreuzen im südlichen Afrika, etwa zu Städten wie Johannesburg oder Kapstadt. Für Reisende aus Deutschland erfolgt die Anreise daher in der Regel mit einem Langstreckenflug von Flughäfen wie Frankfurt, München oder Berlin zu einem großen afrikanischen Drehkreuz und anschließend mit einem Anschlussflug zu einem der beiden Flughäfen nahe der Fälle. Direkte Nonstop-Flüge aus Deutschland an die Victoriafälle gibt es nach gegenwärtigem Stand in der Regel nicht; genaue Verbindungen ändern sich jedoch regelmäßig.
  • Grenzlage und Einreise
    Die Victoriafälle sind ein Grenzgebiet. Reisende können entweder auf der simbabwischen Seite oder auf der sambischen Seite – oder auf beiden – über entsprechend gesicherte Grenzübergänge und Visa-Regelungen einreisen. Da Bestimmungen zu Visa, Einreisedokumenten und Gebühren sich ändern können, sollten deutsche Staatsbürger vor der Reise die jeweils aktuellen Hinweise und Sicherheitsempfehlungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dies gilt besonders, wenn ein Wechsel von einer auf die andere Seite der Falls geplant ist.
  • Ă–ffnungszeiten und Zugang
    Die Nationalparks auf beiden Seiten der Victoriafälle verfügen über offizielle Eingänge und festgelegte Öffnungszeiten, die sich je nach Saison und Tageslänge ändern können. Häufig sind Besuche vom frühen Morgen bis in die späten Nachmittags- oder frühen Abendstunden möglich. Da sich konkrete Zeiten ändern können – etwa aufgrund von Witterungsbedingungen, Infrastrukturarbeiten oder behördlichen Anordnungen – sollten Reisende aktuelle Informationen direkt bei den jeweiligen Parkverwaltungen, offiziellen Tourismus-Webseiten oder dem Hotel vor Ort einholen. Es empfiehlt sich, für Sonnenauf- oder -untergang rechtzeitig vor Ort zu sein, um längere Wartezeiten an den Eingängen zu vermeiden.
  • Eintritt und GebĂĽhren
    Für den Zugang zu den Aussichtspunkten der Victoriafälle wird eine Eintrittsgebühr erhoben, die je nach Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsdauer variieren kann. Diese Gebühr ist üblicherweise vor Ort in der Landeswährung sowie teils in gängigen Fremdwährungen zahlbar. Da sich Tarife ändern, ist es sinnvoll, sich vorab über die aktuellen Preise zu informieren, etwa über offizielle Tourismusseiten oder Unterkünfte. Für Reisende aus dem Euroraum lohnt es sich, mit einer Kreditkarte oder einer anderen international akzeptierten Karte zu zahlen; zusätzlich kann eine kleinere Menge Bargeld in der lokalen Währung nützlich sein. Konkrete Euro-Beträge sollten aufgrund schwankender Wechselkurse und Tarifstrukturen vor Reiseantritt geprüft werden.
  • Zeitverschiebung
    Die Region um die Victoriafälle befindet sich in einer Zeitzone, die in der Regel mit der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) vergleichbar ist, aber nicht zwingend der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) folgt. Das bedeutet: Je nach Jahreszeit kann es keinen oder einen geringen Zeitunterschied zu Deutschland geben. Da Länder ihre Sommerzeit-Regelungen anpassen können, sollten Reisende bei der konkreten Reiseplanung die jeweils gültige Zeitabweichung über seriöse Quellen oder Fluggesellschaften abgleichen.
  • Beste Reisezeit
    Die Wahrnehmung der Victoriafälle hängt stark von der Jahreszeit und damit vom Wasserstand des Sambesi ab. In den Monaten nach der Regenzeit führt der Fluss besonders viel Wasser, sodass eine mächtige Wassermasse in die Schlucht stürzt und der Sprühnebel spektakulär ist. In der Trockenzeit hingegen kann der Wasserstand deutlich abnehmen; manche Abschnitte der Fälle führen dann weniger Wasser, dafür sind die Felsformationen besser sichtbar und die Wege weniger nass. Die „beste“ Reisezeit ist daher eine Frage der persönlichen Vorlieben: Wer maximale Wassermassen und Regenbögen erleben möchte, plant eher in die Hochwasserzeit; wer klare Sicht auf die Felswände und mehr Aktivitäten am oder im Fluss bevorzugt, wählt eher die trockeneren Monate. Reiseführer wie jene großer deutscher Verlage geben hierfür oft detaillierte Monatsübersichten.
  • Klima und Kleidung
    Das Klima an den Victoriafällen ist subtropisch mit warmen bis sehr warmen Temperaturen. Tagsüber können je nach Saison deutlich über 25 °C erreicht werden, während es nachts angenehmer wird. Am Wasserfall selbst ist es durch die Gischt etwas kühler und sehr feucht. Empfehlenswert sind leichte, atmungsaktive Kleidung, bequeme geschlossene Schuhe und eine Regenjacke oder ein Poncho für die Aussichtspunkte in der Sprühnebelzone. Für die trockeneren Monate lohnt sich zudem ein leichter Pullover oder eine Jacke für die frühen Morgenstunden und Abende.
  • Sprache und Kommunikation
    In Simbabwe und Sambia ist Englisch Amtssprache und im Tourismus sehr gut verbreitet. In Hotels, Lodges, bei Touranbietern und an den meisten offiziellen Stellen können sich deutsche Reisende in der Regel problemlos auf Englisch verständigen. Deutschsprachiges Personal oder deutschsprachige Führungen sind gelegentlich vorhanden, aber keineswegs selbstverständlich. Es ist hilfreich, grundlegende englische Reisevokabeln präsent zu haben, insbesondere für Rückfragen zu Einreise, Sicherheit und Zahlungsmodalitäten.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld
    Die Zahlungsmittelpolitik in Simbabwe und Sambia hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach verändert. In touristischen Zentren wie Victoria Falls und Livingstone sind internationale Kreditkarten weit verbreitet, insbesondere in Hotels, Lodges, Restaurants und bei organisierten Touren. Kleinere Anbieter oder Marktstände können jedoch Bargeld bevorzugen. Es empfiehlt sich, für die Reise mindestens eine gängige Kreditkarte und etwas Bargeld in lokaler Währung oder international akzeptierten Währungen einzuplanen. Trinkgeld ist im touristischen Kontext üblich und wird als Wertschätzung für guten Service verstanden. Konkrete Beträge hängen von der Art der Leistung ab; viele Lodges geben unverbindliche Empfehlungen pro Tag oder pro Aktivität.
  • Gesundheit und Versicherung
    Da die Victoriafälle außerhalb der Europäischen Union liegen, sollten Reisende aus Deutschland eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption prüfen. Die medizinische Versorgung kann in den größeren Städten und touristischen Zentren solide sein, erreicht aber nicht immer das Niveau deutscher Großstädte. Für viele Regionen im südlichen Afrika werden außerdem Impf- und Prophylaxe-Empfehlungen ausgesprochen, etwa in Bezug auf Malaria-Risiko und andere tropische Krankheiten. Vor Reiseantritt ist ein Beratungsgespräch bei einer tropenmedizinischen Einrichtung oder beim Hausarzt dringend ratsam. Informationen offizieller Behörden ergänzen diese Beratung.
  • Sicherheit und Verhalten
    Wie bei allen Fernreisen gilt: Reisende sollten sich über die aktuelle Sicherheitslage informieren, insbesondere zu politischen Entwicklungen, Kriminalität und Naturgefahren. Die Wege und Aussichtspunkte an den Victoriafällen sind in der Regel gesichert und beschildert, dennoch ist Vorsicht geboten: Nasse Steine können rutschig sein, Geländer sollten nicht überstiegen werden, und Fotos sollten nicht an ungesicherten Kanten entstehen. Bootstouren und Aktivitäten wie Wildwasser-Rafting oder Bungee-Jumping sind nur mit lizenzierten und seriösen Anbietern durchzuführen.
  • Einreisebestimmungen
    Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise, Visabestimmungen und Sicherheitsempfehlungen für Simbabwe und Sambia beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dies gilt insbesondere, wenn während der Reise ein Grenzübertritt zwischen beiden Ländern geplant ist.

Warum Victoria Falls auf jede Reise in die Region gehört

Für viele Afrika-Reisende aus Deutschland stellt sich die Frage: Lohnt sich der Umweg an die Victoriafälle, wenn doch eventuell schon Safaris im Krüger-Nationalpark oder in Botswana geplant sind? Die Antwort fällt bei den meisten Besucherinnen und Besuchern eindeutig aus. Die Victoriafälle bieten ein Naturerlebnis, das sich deutlich von der klassischen Tierbeobachtung unterscheidet – und viele nutzen den Besuch bewusst als Kontrapunkt zur Safari.

Das Erlebnis beginnt häufig mit dem ersten Dröhnen, das man bereits hört, bevor man den Wasserfall sieht. Auf dem Rundweg auf simbabwischer Seite wechseln sich unterschiedliche Blickwinkel ab: mal steht man direkt gegenüber einer breiten Wasserwand, mal schaut man in eine tief eingeschnittene Schlucht oder auf eine Regenbogenbrücke aus Sprühnebel. Das Spiel aus Licht und Wasser verändert sich im Laufe des Tages – in den frühen Morgenstunden sind die Fälle oft in sanftes Licht getaucht, während am Nachmittag die Sonne stärker ist und Regenbögen intensiver erscheinen.

Auf sambischer Seite kommen andere Perspektiven hinzu: Hier können Reisende – je nach Saison und Sicherheitslage – geführte Touren zu natürlichen Becken oberhalb der Fälle unternehmen, bei denen der Blick direkt über die Kante in die Tiefe führt. Solche Angebote sind stark reguliert, finden nur in der Trockenzeit statt und erfordern Vertrauen in die Expertise der lokalen Guides. Sie verdeutlichen die Nähe zwischen touristischem Erlebnis und der realen Kraft der Natur.

In der Umgebung der Victoriafälle eröffnen sich zusätzliche Aktivitäten: Helikopter-Rundflüge zeigen den Verlauf des Sambesi und die Schlucht aus der Vogelperspektive, Bootstouren bei Sonnenuntergang vermitteln afrikanische Flussromantik, und Safaris in angrenzenden Nationalparks können mit dem Besuch kombiniert werden. Gerade für Reisende aus Deutschland, die oft nur begrenzte Zeit zur Verfügung haben, ist die Kombination aus Wasserfall-Erlebnis und Wildtierbeobachtung ein starkes Argument, die Region in eine umfassende Route durch das südliche Afrika einzubetten.

Reiseführer renommierter Verlage und Magazine aus dem deutschsprachigen Raum betonen immer wieder die emotionale Wirkung des Ortes. Während viele Sehenswürdigkeiten nach wenigen Stunden „erledigt“ wirken, ziehen die Victoriafälle Gäste mehrfach an: bei unterschiedlichem Licht, von verschiedenen Seiten, zu wechselnden Wasserständen. Wer sowohl Trocken- als auch Regenzeit erlebt, bekommt praktisch zwei unterschiedliche Gesichter desselben Naturwunders zu sehen.

Für Familien mit älteren Kindern können die Victoriafälle ein ebenso eindrückliches Erlebnis sein wie für Paare oder Alleinreisende. Zu beachten ist dabei jedoch, dass Gischt, Lärm und Menschenmengen – insbesondere in der Hochsaison – anstrengend wirken können. Barrierefreiheit ist in Teilen gegeben, variiert aber je nach Wegabschnitt und Nationalparkseite; wer auf Mobilitätshilfen angewiesen ist, sollte vorher gezielt Informationen bei Unterkünften und Parkverwaltungen einholen.

Victoriafälle in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien gehören Bilder und Videos der Victoriafälle zu den beliebtesten Motiven aus dem südlichen Afrika. Besonders gefragt sind spektakuläre Drohnenaufnahmen von der Schlucht (wo erlaubt), Zeitlupenvideos von der herabstürzenden Wasserwand und Sonnenauf- oder -untergänge mit Regenbögen. Viele Reiseblogger, professionelle Fotografen und auch klassische Medien nutzen Plattformen, um ihre Perspektiven auf das Weltnaturerbe zu teilen. Diese Bilder vermitteln einen Eindruck der Dimension, ersetzen aber nicht das Gefühl der Gischt auf der Haut und das Dröhnen im Ohr.

Häufige Fragen zu Victoriafälle

Wo liegen die Victoriafälle genau?

Die Victoriafälle liegen am Grenzfluss Sambesi zwischen Simbabwe und Sambia in der Region um die Stadt Victoria Falls (Simbabwe) und die Stadt Livingstone (Sambia). Sie sind von beiden Ländern aus zugänglich und bilden ein gemeinsames Naturwunder, das in Nationalparks auf beiden Seiten geschützt wird.

Warum gelten die Victoriafälle als so besonders?

Die Victoriafälle verbinden eine außergewöhnlich lange Fallkante mit einer beachtlichen Höhe und großen Wassermengen. Das Zusammenspiel von tosenden Wassermassen, Sprühnebel, Regenwald-Gürtel und tief eingeschnittener Schlucht ist weltweit einzigartig. Zudem markieren die Fälle einen wichtigen geologischen Prozess, bei dem der Sambesi über Jahrtausende die Basaltplatte rückwärts erodiert hat.

Welche ist die beste Reisezeit für einen Besuch der Victoriafälle?

Die beste Reisezeit hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Nach der Regenzeit führt der Sambesi besonders viel Wasser, der Sprühnebel ist dann spektakulär und Regenbögen sind häufig. In der Trockenzeit nimmt die Wassermenge ab, dafür sind die Felsformationen besser sichtbar und bestimmte Aktivitäten, etwa natürliche Becken am Rand, sind eher möglich. Viele Reiseführer empfehlen Zeiträume, in denen ein guter Kompromiss aus Wasserstand und Sicht herrscht.

Kann man die Victoriafälle sowohl von Simbabwe als auch von Sambia aus besuchen?

Ja. Die Victoriafälle können sowohl von der simbabwischen Seite (Victoria Falls) als auch von der sambischen Seite (Livingstone) besucht werden. Beide Seiten bieten unterschiedliche Blickwinkel und Aktivitäten. Wer beide Perspektiven erleben möchte, muss die jeweiligen Grenz- und Visa-Bestimmungen beachten und sollte sich vorab beim Auswärtigen Amt über die aktuellen Einreisebedingungen informieren.

Wie gelangen Reisende aus Deutschland am einfachsten zu den Victoriafällen?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel zunächst von Flughäfen wie Frankfurt, München oder Berlin über ein großes Drehkreuz im südlichen Afrika zu internationalen Flughäfen in der Region, etwa nach Johannesburg oder Kapstadt. Von dort aus bestehen Anschlussflüge zu den Flughäfen in der Nähe der Victoriafälle, zum Beispiel nach Victoria Falls (Simbabwe) oder Livingstone (Sambia). Da Flugpläne und Verbindungen sich ändern, empfiehlt sich ein aktueller Abgleich bei Fluggesellschaften oder Reiseanbietern.

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