Wawel-Schloss Krakau: Polens Königshügel neu entdecken
14.06.2026 - 21:15:45 | ad-hoc-news.deWenn die Abendsonne die Dächer von Krakau in warmes Gold taucht, hebt sich ein Bauwerk besonders eindrucksvoll vom Weichselufer ab: das Wawel-Schloss Krakau, im Polnischen Zamek Krolewski na Wawelu (sinngemäß „Königliches Schloss auf dem Wawel“). Auf dem markanten Hügel über der Altstadt verschmelzen hier Königsresidenz, Kathedrale, Burgmauern und Kunstschätze zu einem der symbolträchtigsten Orte Polens – und zu einem der eindrucksvollsten Reiseziele in Osteuropa.
Wawel-Schloss Krakau: Das ikonische Wahrzeichen von Krakau
Für die meisten Besucher beginnt eine Reise nach Krakau mit einem Blick hinauf zum Wawel-Hügel. Das Ensemble aus Schloss, Kathedrale und Befestigungen gilt als das nationale Heiligtum Polens und ist eng verwoben mit der Geschichte des Landes. Polnische Medien und Reisemagazine beschreiben den Wawel immer wieder als „Herz der polnischen Staatlichkeit“ und als spirituellen Mittelpunkt der Nation. Die Deutsche Welle ordnet das Wawel-Schloss als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes ein, vergleichbar mit der Rolle des Schlosses Neuschwanstein oder des Kölner Doms im deutschen Kontext.
Die Lage ist spektakulär: Der Hügel erhebt sich unmittelbar südlich der historischen Altstadt Krakaus über einer markanten Flussschleife der Weichsel. Von den Terrassen des Burghofs reicht der Blick über die Dächer der Stadt, die Kirchtürme der Altstadt und hinüber zum jüdisch geprägten Stadtteil Kazimierz. Reiseführer wie der ADAC Reiseführer und Marco Polo betonen, dass das Wawel-Schloss nicht nur architektonisch beeindruckt, sondern auch ein dichtes Konzentrat polnischer Geschichte auf kleinstem Raum bietet.
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der Ort zudem geografisch gut erreichbar: Krakau liegt nur gut 800 bis 900 km von Süddeutschland entfernt und ist per Direktflug oder Bahn mit einem Umstieg über Warschau, Wien oder Prag oft in wenigen Stunden erreichbar. Wer in Mitteleuropa nach einem Ziel mit tiefer Geschichte, großer Architektur und zugleich lebendiger Stadtkultur sucht, findet in Wawel-Schloss Krakau eine reizvolle Kombination.
Geschichte und Bedeutung von Zamek Krolewski na Wawelu
Die Geschichte des Wawel-Hügels reicht deutlich weiter zurück als die heutige Schlossanlage. Archäologische Funde belegen, dass der Hügel bereits in frühmittelalterlicher Zeit besiedelt war. Polnische Historiker verorten hier eine Herrscherresidenz der Piasten, der ersten polnischen Herrscherdynastie, die im 10. Jahrhundert begann, das polnische Staatsgebiet zu formen. Bereits im 11. Jahrhundert wurde auf dem Hügel eine Kathedrale errichtet, die zum Bischofssitz und später zum Krönungsort polnischer Könige wurde.
Der Ausbau zum repräsentativen Königsschloss erfolgte vor allem im späten Mittelalter und in der Renaissance. Unter König Kasimir III. dem Großen im 14. Jahrhundert wurden die Burganlagen verstärkt und erste gotische Repräsentationsbauten errichtet. Später, im 16. Jahrhundert, ließ das Herrscherhaus der Jagiellonen den Wawel in eine moderne Renaissanceresidenz nach italienischem Vorbild umbauen. Die offizielle Schlossverwaltung betont bis heute, dass diese Epoche den Charakter des Schlosses nachhaltig prägte: Arkadenhof, Wohntrakte und Festsäle sind von Renaissanceformen bestimmt.
Mit der Verlagerung der Hauptstadt nach Warschau im späten 16. Jahrhundert verlor das Wawel-Schloss seine Funktion als Hauptresidenz der polnischen Könige, blieb aber ein bedeutender symbolischer Ort. Die polnische Teilungsgeschichte ab dem späten 18. Jahrhundert traf den Komplex hart: Unter habsburgischer Herrschaft nutzte das österreichische Militär den Wawel zeitweise als Kaserne, historische Räume wurden verändert oder beschädigt. Im 19. Jahrhundert entdeckte die polnische Nationalbewegung die Anlage neu als Symbol der verlorenen Staatlichkeit; Restaurierungen und Sammlungsaufbau begannen, oft durch Stiftungen polnischer Bürgerinnen und Bürger im In- und Ausland getragen.
Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens 1918 wurde das Wawel-Schloss Schritt für Schritt als Staatsresidenz, Museum und Gedenkort neu definiert. In der Zwischenkriegszeit diente es zeitweise als Residenz des polnischen Staatspräsidenten. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg nutzte der Generalgouverneur Hans Frank den Wawel als Amtssitz; diese Episode gehört zu den dunklen Kapiteln der Schlossgeschichte und wird in der historischen Aufarbeitung des Hauses offen thematisiert. Nach 1945 übernahm der polnische Staat das Ensemble, seit der politischen Wende 1989/1990 wurde die Rolle als nationales Kulturheiligtum weiter gestärkt.
Kulturell ist der Wawel für Polen das, was für Frankreich Versailles oder für Großbritannien Windsor Castle ist: Königssitz, Krönungsort, Grablege, Nationalmuseum und mythologisch aufgeladener Erinnerungsort in einem. Im Wawel-Dom, der Kathedrale auf dem Hügel, sind bedeutende Könige, Feldherren und Literaten beigesetzt. Führungen heben diese Verbindung von politischer, religiöser und kultureller Geschichte hervor, die auf engem Raum erlebbar ist.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch präsentiert sich das Wawel-Schloss als vielschichtiges Ensemble. Die heutige Anlage setzt sich aus Befestigungswerken, dem Schloss mit Innenhof, dem Dom und verschiedenen Nebengebäuden zusammen. Das Erscheinungsbild ist geprägt von gotischen und renaissancenzeitlichen Formen, ergänzt um barocke und spätere Elemente. Kunsthistorische Institutionen wie das Nationalmuseum in Krakau betonen die außergewöhnlich gut erhaltene Renaissancearchitektur des Arkadenhofs, der zu den schönsten Innenhöfen dieser Epoche nördlich der Alpen zählt.
Der rechteckige Arkadenhof ist von dreigeschossigen, offenen Laubengängen umgeben, die mit eleganten Rundbögen und schlanken Säulen gestaltet sind. Hier spürt man den Einfluss italienischer Baumeister, die von den Jagiellonen an den Hof geholt wurden. Für viele Reisende wirkt dieser Hof wie ein mediterraner Fremdkörper mitten in Mitteleuropa – eine Bühne, auf der sich einst höfisches Zeremoniell und diplomatische Empfänge abspielten. Die offizielle Verwaltung des Wawel weist darauf hin, dass der Hof heute gelegentlich für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird, etwa Konzerte oder Festakte.
Ein besonders berühmter Raum im Schloss ist die sogenannte Senatshalle beziehungsweise Thronsaal, die für ihre aufwendige Kassettendecke mit geschnitzten, plastischen Holzköpfen – den „Wawel-Köpfen“ – bekannt ist. Diese Renaissanceporträts, die einst in großer Zahl die Decke schmückten, zeigen Adlige, Herrscher und Fabelgestalten. Ein Teil der Originale ging im Lauf der Geschichte verloren, einige wurden rekonstruiert, andere sind in Museumspräsentationen zu sehen. Kunsthistoriker sehen in diesem Raum ein seltenes Beispiel repräsentativer Innenraumkunst der polnischen Renaissance.
Im Museum des Wawel-Schlosses werden heute unterschiedliche Dauerausstellungen und Sammlungen präsentiert. Dazu gehören:
• die Königlichen Privatgemächer mit Möbeln, Tapisserien und Kunsthandwerk aus Renaissance- und Barockzeit
• die Staatssäle mit Thronräumen und Repräsentationssälen
• eine bedeutende Sammlung flämischer Tapisserien, die im 16. Jahrhundert von König Sigismund II. August in Brüssel in Auftrag gegeben wurden
• die Kronschatzkammer mit Insignien, Waffen und kostbaren Objekten der polnischen Monarchie
Die Tapisserien gelten als einer der größten Schätze des Hauses. Polnische und internationale Museen heben hervor, dass es sich um einen der umfangreichsten erhaltenen Zyklen flämischer Wandteppiche handelt, der für einen einzelnen Auftraggeber geschaffen wurde. Themen sind biblische Szenen, Allegorien und Wappenmotive, ausgeführt in leuchtenden Farben und feinsten Details.
Ein weiterer Höhepunkt ist der Wawel-Dom (Katedra Wawelska), der direkt an das Schloss anschließt. Er ist im Wesentlichen eine gotische Kirche mit barocken Kapellenanbauten. Besonders bekannt ist die Sigismundkapelle mit ihrer goldenen Kuppel, die als Meisterwerk der Renaissancearchitektur in Mitteleuropa gilt. Im Inneren des Doms befinden sich prunkvolle Sarkophage, Epitaphien und Reliquienschreine. Die Sigismundglocke, eine monumentale Kirchenglocke im Domturm, wird nur zu besonderen nationalen Anlässen geläutet und ist für viele Polinnen und Polen ein akustisches Symbol historischer Schicksalsstunden.
Von den Mauern und Bastionen des Wawel-Hügels eröffnet sich ein weiter Blick über die Weichsel und die Stadt. Einige Abschnitte der Befestigungen können besichtigt werden, andere sind Teil von Rundwegen. Die Mischung aus massiven Mauern und filigraner Hofarchitektur macht den Reiz des Ensembles aus. Das kulturelle Angebot wird durch wechselnde Sonderausstellungen ergänzt, die sich etwa polnischer Kunstgeschichte, höfischer Kultur oder internationalen Leihgaben widmen. Diese Ausstellungen werden regelmäßig von polnischen Kulturmedien und internationalen Feuilletons besprochen, was die Stellung des Hauses als bedeutende Institution des Landes unterstreicht.
Wawel-Schloss Krakau besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Das Wawel-Schloss liegt am südlichen Rand der historischen Altstadt von Krakau, auf einem etwa 228 m hohen Hügel über der Weichsel. Vom Marktplatz (Rynek G?ówny) in der Altstadt erreicht man den Schlosskomplex zu Fuß in etwa 10 bis 15 Minuten. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt sich Krakau als Städtereiseziel, das per Flug, Bahn oder Auto gut erreichbar ist.
• Flug: Von größeren deutschen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf bestehen – je nach Saison und Flugplan – häufig Direkt- oder Umsteigeverbindungen zum Flughafen Krakau-Balice. Die reine Flugzeit liegt im Bereich von etwa 1,5 bis 2 Stunden. Vom Flughafen führt eine Zugverbindung in die Stadt, die Fahrzeit bis zum Hauptbahnhof beträgt in der Regel um die 20 Minuten; von dort ist der Wawel zu Fuß oder mit Straßenbahn/Bus erreichbar.
• Bahn: Mit der Deutschen Bahn und Partnerbahnen ist Krakau via Umstieg, etwa in Berlin, Wien, Prag oder Warschau, erreichbar. Die Reisezeit variiert je nach Verbindung deutlich, bewegt sich aber häufig im Bereich eines langen Reisetags. Nachtzugverbindungen können eine bequeme Alternative sein, je nach aktueller Fahrplanlage. In Krakau liegt der Hauptbahnhof (Kraków G?ówny) nahe der Altstadt; von dort ist der Wawel gut zu Fuß erreichbar.
• Auto: Die Anreise mit dem Auto führt aus Deutschland über Autobahnen und Schnellstraßen durch Tschechien oder über Dresden/Breslau (Wroc?aw) nach Polen. In Polen besteht teilweise Mautpflicht, insbesondere auf bestimmten Autobahnabschnitten. In der Umgebung der Altstadt von Krakau ist der Verkehr dicht, das Parken nahe am Wawel ist nur eingeschränkt möglich. Es empfiehlt sich, ein Parkhaus am Rand der Altstadt zu nutzen und die letzten Meter zu Fuß zurückzulegen. - Öffnungszeiten
Das Wawel-Schloss Krakau hat ganzjährig geöffnet, doch können die Öffnungszeiten je nach Saison, Wochentag und Art der Ausstellung variieren. Einige Bereiche, wie die Innenhöfe und Außenanlagen, sind oft länger zugänglich, während Museumsräume und Sonderausstellungen feste Zeitfenster haben. Die Schlossverwaltung veröffentlicht aktuelle Öffnungszeiten und eventuelle Schließtage auf ihrer offiziellen Informationsplattform. Öffnungszeiten können variieren — daher sollten Reisende diese unmittelbar vor dem Besuch direkt bei Wawel-Schloss Krakau prüfen. - Eintritt
Der Zugang zu den Außenanlagen und Teilen des Hofbereichs ist in der Regel kostenfrei, für die Besichtigung der Innenräume, Museen und Sonderausstellungen sind Eintrittskarten erforderlich. Das Schloss bietet unterschiedliche Tickets für einzelne Rundgänge sowie kombinierte Eintrittskarten an. Für bestimmte Personengruppen, etwa Kinder, Studierende oder Senioren, können ermäßigte Tarife gelten. Preise ändern sich gelegentlich, daher empfiehlt es sich, vorab die offiziell kommunizierten Tarife zu prüfen. Die Bezahlung ist meist in der Landeswährung Z?oty möglich; oftmals werden internationale Kredit- und Debitkarten akzeptiert. Zur Orientierung: Reisende sollten mit Eintrittskosten im niedrigen bis mittleren zweistelligen Eurobereich rechnen, abhängig vom Umfang der gewählten Besichtigungen und dem tagesaktuellen Wechselkurs (Z?oty). - Beste Reisezeit
Krakau und das Wawel-Schloss können grundsätzlich ganzjährig besucht werden. Die Frühlingsmonate April bis Juni und der Frühherbst im September und Oktober gelten häufig als besonders angenehm, da die Temperaturen mild sind und die Stadt etwas weniger überlaufen ist als in den Sommerferien. Im Hochsommer kann es in der Stadt lebhaft und warm werden, mit entsprechendem Besucherandrang. In den Wintermonaten verleiht Schnee dem Wawel einen besonderen Charme, allerdings sind die Tage kurz und die Temperaturen können deutlich unter 0 °C fallen. Wer Wartezeiten vermeiden will, sollte Wochentage bevorzugen und, wenn möglich, den Besuch am frühen Vormittag beginnen. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren
• Sprache: Amtssprache ist Polnisch. In Krakau als internationalem Reiseziel werden Englisch und zunehmend auch Deutsch in touristischen Bereichen gut verstanden. In Museen und an Infotafeln finden sich oft englische, teils auch deutschsprachige Erläuterungen. Audioguides werden in mehreren Sprachen angeboten, darunter in der Regel auch Deutsch oder zumindest Englisch.
• Zahlung: In Polen ist die Landeswährung Z?oty. In Krakau sind Kartenzahlungen weit verbreitet; Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden in der Regel akzeptiert, ebenso moderne Formen wie kontaktloses Bezahlen über Smartphone. Bargeld ist dennoch sinnvoll, etwa für kleinere Beträge oder Trinkgeld. Deutsche Girocards können, je nach Bank, nicht überall direkt verwendet werden; eine Kreditkarte bietet mehr Sicherheit.
• Trinkgeld: In Restaurants und Cafés ist ein Trinkgeld von etwa 10 % des Rechnungsbetrags üblich, sofern kein Servicezuschlag ausgewiesen ist. Im Museum selbst ist Trinkgeld generell nicht üblich; freiwillige Spenden können in dafür vorgesehenen Boxen gegeben werden.
• Kleidung: Für den Besuch der sakralen Räume, insbesondere des Wawel-Doms, empfiehlt sich eine der Umgebung angemessene, eher dezente Kleidung. Schultern und Knie sollten – nach Möglichkeit – bedeckt sein, vor allem während Gottesdiensten. In den Museumsräumen ist funktionale, wetterangepasste Kleidung sinnvoll; in den Sommermonaten ist es in Innenräumen meist angenehm temperiert, im Winter kann es in einigen Bereichen etwas kühl sein.
• Fotografieregeln: Auf dem Außengelände und in den Höfen ist Fotografieren in der Regel erlaubt, häufig auch für private Nutzung ohne Blitz. In Ausstellungsräumen gelten teilweise Beschränkungen; Blitzlicht, Stativ oder professionelle Ausrüstung können untersagt sein. Es lohnt sich, die Hinweise vor Ort sowie Informationen auf den Tickets zu beachten. - Einreisebestimmungen, Zeitverschiebung, Gesundheit
Polen ist Mitglied der Europäischen Union und des Schengen-Raums. Für deutsche Staatsbürger reicht in der Regel ein gültiger Personalausweis oder Reisepass aus, um einzureisen. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Einreisebestimmungen und Reisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Aus gesundheitlicher Sicht gilt Polen als sicheres Reiseziel; innerhalb der EU kann die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) genutzt werden, die auf der Rückseite vieler deutschen Krankenkassenkarten aufgedruckt ist. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung kann, je nach persönlichem Sicherheitsbedürfnis, dennoch sinnvoll sein. Polen liegt in derselben Zeitzone wie Deutschland (Mitteleuropäische Zeit, MEZ/MESZ), sodass keine Zeitverschiebung zu berücksichtigen ist.
Warum Zamek Krolewski na Wawelu auf jede Krakau-Reise gehört
Wenige Orte in Mitteleuropa verbinden Geschichte, Kunst und Atmosphäre so dicht wie der Wawel-Hügel. Wer dort ankommt, betritt nicht nur ein Museum, sondern eine Art verdichtete Bühne polnischer Identität. Zwischen den Mauern des Zamek Krolewski na Wawelu spürt man, wie sich höfische Feste der Renaissance, Staatsempfänge, Krönungszeremonien, Kriegszeiten und Wiederaufbau zu einem dichten historischen Teppich verweben.
Für Reisende aus Deutschland bietet der Besuch gleich mehrere Ebenen der Erfahrung. Auf der ganz unmittelbaren Ebene ist es schlicht ein eindrucksvolles Bauwerk mit weiten Höfen, starken Mauern und prunkvollen Sälen. Der Arkadenhof lädt dazu ein, innezuhalten, die Akustik zu genießen und sich vorzustellen, wie hier einst Gesandte aus ganz Europa empfangen wurden. Die Aussichtspunkte an den Außenmauern bieten einen Blick, der sich vom leuchtenden Grün der Weichselufer bis zu den roten Ziegeldächern der Altstadt zieht.
Auf einer zweiten Ebene eröffnet das Wawel-Schloss einen Zugang zur polnischen Geschichte, die mit der deutschen Geschichte eng verflochten ist – in Phasen von Kooperation, Rivalität und tragischen Konflikten. Die Nutzung des Schlosses während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg, aber auch die lange Geschichte der polnischen Teilungen und der Wiedergewinnung der Unabhängigkeit werden in den Ausstellungen nicht verschwiegen. Dies ermöglicht eine reflektierte, historisch bewusste Reiseerfahrung, die über reinen Architekturgenuss hinausgeht.
Dazu kommt die Kombination aus Wawel und umgebender Stadt: Vom Schloss ist es nur ein kurzer Spaziergang in die Altstadt mit ihrem riesigen Marktplatz, der Marienkirche und dem Tuchhallen-Gebäude. In der Gegenrichtung gelangt man in wenigen Minuten nach Kazimierz, das historische jüdische Viertel, in dem Synagogen, Cafés und Galerien die jüdische Geschichte Krakaus lebendig halten. Wer möchte, kann einen Besuch des Wawel-Schlosses mit einem Tagesausflug zur nahe gelegenen Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau verbinden – ein Ort des Gedenkens, der gerade für deutsches Publikum von großer Bedeutung ist. Solche Kombinationen sollten jedoch sorgfältig geplant werden, um den jeweiligen Orten in ihrer Schwere und Würde gerecht zu werden.
Reiseführer betonen, dass Wawel-Schloss Krakau nicht nur tagsüber sehenswert ist. Am Abend, wenn die Mauern angestrahlt werden und die Besucherströme abebben, entfaltet der Hügel eine besondere Stimmung. Ein Spaziergang entlang der Weichsel mit Blick auf den beleuchteten Schlosskomplex gehört zu den Momenten, die vielen Besucherinnen und Besuchern im Gedächtnis bleiben. Wer den Tag in einem der Cafés oder Restaurants am Fuß des Hügels ausklingen lässt, erlebt, wie sich Geschichte, Gegenwart und urbanes Leben in Krakau ganz selbstverständlich durchdringen.
Wawel-Schloss Krakau in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Netzwerken ist Wawel-Schloss Krakau längst ein beliebtes Motiv: Reisende teilen Panoramen vom Weichselufer, Detailaufnahmen der Sigismundkapelle oder kurze Clips von der Aussicht über die Altstadt. Hashtags mit Bezug zu Zamek Krolewski na Wawelu verbinden Reiseinspiration mit historischem Interesse. Wer vor der Reise einen Eindruck gewinnen möchte, kann sich über Plattformen wie YouTube, Instagram oder TikTok inspirieren lassen – oder im Nachgang eigene Eindrücke teilen und so Teil der globalen Fangemeinde dieses Ortes werden.
Wawel-Schloss Krakau — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Wawel-Schloss Krakau
Wo liegt Wawel-Schloss Krakau genau?
Wawel-Schloss Krakau liegt auf einem markanten Hügel südlich der Altstadt von Krakau, direkt an einer Weichselschleife. Der Hügel befindet sich nur wenige Gehminuten vom Hauptmarkt entfernt und ist von vielen Punkten der Stadt aus gut sichtbar.
Was ist die historische Bedeutung von Zamek Krolewski na Wawelu?
Zamek Krolewski na Wawelu war über Jahrhunderte die Residenz polnischer Könige, Krönungsort und Grablege wichtiger Herrscher und Persönlichkeiten. Der Komplex gilt heute als ein zentrales Symbol der polnischen Staatlichkeit und Kultur und vereint politische, religiöse und kulturelle Geschichte an einem Ort.
Wie viel Zeit sollte man für den Besuch des Wawel-Schlosses einplanen?
Für eine erste Orientierung mit Rundgang über das Gelände und einen Besuch ausgewählter Innenräume sollten Besucher mindestens einen halben Tag einplanen. Wer mehrere Ausstellungen, den Dom, Aussichtspunkte und vielleicht eine Führung besucht, kann problemlos einen ganzen Tag auf dem Wawel-Hügel verbringen.
Ist Wawel-Schloss Krakau barrierearm zugänglich?
Der historische Charakter des Hügels mit Steigungen, Pflaster und Stufen stellt Barrierefreiheit vor Herausforderungen. In den letzten Jahren wurden jedoch Maßnahmen ergriffen, um den Zugang zu verbessern, etwa über teilweise barrierearme Wege, Aufzüge in bestimmten Gebäuden und angepasste Angebote. Reisende mit eingeschränkter Mobilität sollten aktuelle Informationen direkt bei der Schlossverwaltung einholen und bei Bedarf Unterstützung anfragen.
Wann ist die beste Jahreszeit für einen Besuch aus Deutschland?
Frühling (April bis Juni) und Frühherbst (September, Oktober) bieten meist angenehme Temperaturen und moderaten Andrang. Der Sommer ist lebhaft und ideal, wenn man Stadtleben und lange Abende schätzt, während der Winter mit möglichem Schnee und stillerer Atmosphäre besonders stimmungsvoll sein kann, jedoch mit kühler Witterung und kurzen Tagen verbunden ist.
Mehr zu Wawel-Schloss Krakau auf AD HOC NEWS
Mehr zu Wawel-Schloss Krakau auf AD HOC NEWS:
Alle Beiträge zu „Wawel-Schloss Krakau" auf AD HOC NEWS ansehen ?Alle Beiträge zu „Zamek Krolewski na Wawelu" auf AD HOC NEWS ansehen ?
